Neuer LEBENDSABSCHNITT

    Mir rutscht grad das Herz in die Hosentasche!


    Ab nächster Woche lebe ich allein, ohne Kinder, ohne Partner nach 35 Jahren! Zudem Kurzarbeit, wie fülle ich mein Leben aus? Durch meine frühere Beziehung bin ich finanziell begrenzt (Privatinsolvenz), bin nicht gerade ne Schönheit (Zähne) und übergewichtig, geh jetzt schon nur das nötigste aus dem Haus. Ich hab das Gefühl ich werde in einem Loch festhängen! Höhepunkt der Woche 1x schwimmen gehen mit ner Bekannten und akribisch sparen auf eine Woche Urlaub in der Türkei, weil das ist das günstigste! Hat jemand Tipps ausser zum Zahnarzt gehen?

  • 8 Antworten

    Mein Partner hat mich auch nach 30 Jahren zusammenleben seit der Teenagerzeit verlassen. Wir haben allerdings gemeinsame Kinder und das machte die Trennung für mich auch nicht leichter.


    Man fällt in ein tiefes Loch, man macht mehrere Phasen durch (Selbstzweifel, Hass, Verzweiflung), aber ich habe mich nicht verkrochen und durch tolle Familienmitglieder und Freundinnen meinen Weg gefunden.


    Vor allen Dingen muß man anfangen, sich selber zu akzeptieren. Kein Mensch ist perfekt und muß es auch garnicht sein.

    Geh raus! Ab auf die Straße, in den Wald!


    Ernsthaft, Du hast die einmalige Gelegenheit, Dich mit viel verfügbarer Zeit um Dich zu kümmern, Dich zu bewegen, ein paar (oder mehr) Pfunde zu verlieren. Dazu braucht es nix als Deinen eigenen Antrieb.


    Vernünftig essen und dann raus, spazieren gehen, bald 10.000 Schritte täglich, dann mehr. Vielleicht sogar irgendwann mal walken oder gar joggen. Geniess die Natur, geniess den Sonnenschein! Kostet nix und was glaubst Du, wie viel besser Du Dich fühlst, wenn Du aktiv wirst und was für Dich tust!


    Dann kommt das Selbstvertrauen zurück. Dann fühlst Du Dich stark genug, um auch mal die belastende Baustelle mit den Zähnen anzugehen. Und dann fällst Du nicht in ein "graues Loch", wirst nicht noch dicker, Dein Selbstvertrauen sinkt nicht noch weiter ab.


    Du stehst an einer Weggabelung. Welchen Weg möchtest Du gehen?

    Die Privatinsolvenz hat ja Gründe, die im Zusammenleben mit deinem nun ehemaligen Partner begründet sind. Manchmal macht man Fehler in der Vergangenheit, die sich nur schwer korrigieren lassen, und es hilft nur der Blick nach vorn.


    Durch die Trennung läutest du ein Ende mit Schrecken ein, ansonsten wäre es möglicherweise ein Schrecken ohne Ende gewesen. Versuche dir, die positiven Aspekte klarzumachen, dass du nun wieder "Herr" über dein Leben bist. Mit der Privatinsolvenz wird es ja irgendwann auch ein Ende haben. Wichtig ist, dass du den neuen Weg als Chance begreifst. Schon mit deinem Partner war vor vielen Jahren das Geld knapp und deine Sorgen groß. Dies ist alles nichts Neues mehr. Aber nun zeichnet sich ab, dass du dieses Risiko aus deinem Leben verbannst.


    Konzentriere dich auf dich selbst. Hast du in den letzten Jahren Wertschätzung erfahren? Wenn nein, fülle diese selbst aus. Nimm alles in Angriff, was dich an dir stört. Einige Dinge gehen auch ohne Geld (z.B. das Übergewicht), andere Dinge musst du hintenanstellen. Aber ich bin mir sicher: wenn du dich selbst wieder schätzen lernst, wirst du viel Kraft aufbringen, deinen Weg zu meistern. Und ich bin mir sicher, dass du in ein paar Jahren froh sein wirst, diesen Schritt gegangen zu sein. Fange nicht morgen damit an, sondern heute!


    Alles Gute :)^

    Ich schließe mich der Empfehlung von @Gadgetier an. Wenn du Schwimmen gehst, dann kannst auch Wandern. Einer Bekannten von mir spielte das Schicksal derart mit, dass sie psychotherapeutisch stationär behandelt werden musste. Ein wesentlicher Punkt der Therapie war das Laufen! Du spürst, dass das Leben weitergeht, und dass du aus aus eigener Kraft etwas tun kannst. Beim Laufen bietet sich die Gelegenheit, gedanklich sein Leben neu auszurichten. Lasse die Eindrücke an dich heran, den weiten Himmel, das Rauschen der Blätter, Tiere in der Natur, Gesichter und Lächeln der Menschen, spielende Kinder - einfach alles! *:)

    Danke für eure aufmunternde Worte! Ich bräuchte jemand, der mich täglich in den "Ar...." tritt, oder wieder einen Hund, der mich zwingt zu laufen. Wobei das in der Wohnung nicht machbar ist und ich es auch nicht möchte, da es noch ein paar gesundheitliche Probleme gibt.


    Aber das bringt mich auf eine Idee. Werde mich mal erkundigen, ob das örtliche Tierheim Gassigänger braucht, denn so ohne Ziel zu laufen fällt mir echt schwer :-(

    Zitat

    Aber das bringt mich auf eine Idee. Werde mich mal erkundigen, ob das örtliche Tierheim Gassigänger braucht, denn so ohne Ziel zu laufen fällt mir echt schwer :-(

    Das ist schon mal ein super Ziel, was sich recht einfach umsetzen lässt. Sicherlich gibt es auch dort den einen oder anderen netten Kontakt. Im hiesigen Tierheim, wo sich meine Frau engagiert, kennt man sich gegenseitig sehr gut und pflegt auch nette Bekanntschaften.