Nie mehr Panik - aber wie!?

    Hallo ihr Lieben,


    Ich bin leide seit etwa 6-7 Jahren unter Panikattacken und habe wohl eine Angststörung (Krankheitsangst, hauptsächlich vor Herz-Kreislaufleiden), die vielleicht schon in meiner Kindheit/Jugend auftrat: ich weiß sehr genau, dass ich mir nicht nur einfach vor Aufregung in bestimmten Situationen schlecht wurde, sondern auch mit 11-12 Shoppingtouren am Wochenende mit meiner Mutter eine Tortur waren. Bevor ich ein Geschäft betreten konnte, würgte es mich fürchterlich unD regelrechte Panik ergriff mich. Diese Symptomatik hat sich glücklicherweise irgendwann gelebt, in meinen 20ern war ich weitgehend beschwerdefrei und normal furchtlos möchte ich sagen. Dann hat ein Trauerfall und die unerwartete Trennung meine erste richtige Panikattacke ausgelöst und seitdem habe ich nachweislich ohne organischen Grund immer mal wieder Herzrasen, Atemnot, ein Gefühl von Taubheit in den Händen und Armen usw.


    Ich habe durchaus mit Hausärzten darüber geredet - mit mehr oder minder gutem Erfolg. Liegt womöglich auch daran, dass ich sehr eloquent und reflektiert austrete und so die Ärzte, nicht zwingend Handlungsnot sehen. Ich habe auch durchaus gewisse Copingstrategien entwickelt, die wirken - ganz ganz selten kann ich mich in gewisser Weise unter Kontrolle halten in solchen Momenten, um mich nicht weiter reinzusteigern.


    Nun ist es aber so, dass ich seit etwas mehr als einem halben Jahr selbst Mutter bin. Und nun merke ich, dass sich meine Krankheitsangst beginnt auf mein Kind zu manifestieren, heißt: wenn sie einen schlechten Tag hat, denke ich sofort an Leukämie, Gehirntumor und Co. statt einfach an banale Dinge wie Zähne oder so zu denken. Wie gesagt, ich habe mich soweit im Griff, dass ich nicht sofort zum Arzt renne. Ein Aber bleibt allerdings: ich hab fürchterliche Angst davor einfach umzukippen wenn ich mit dem Baby allein bin. Oder ich denke, dass uns jemand angreift, wenn wir unterwegs sind. Manchmal hängt dieser Gedanke so sehr in mir fest, dass ich kurz davor bin eine Panikattacke damit auszulösen.


    Ich möchte mich wegen dieser fehlgeleiteten Ängste endlich behandeln lassen, damit nicht mein Kind irgendwann unter einer neurotischen Mutter leiden muss. Nur wie? Ich habe im neuen Jahr einen Termin bei meiner Hausärztin und werde dort natürlich alles besprechen, aber vielleicht habt ihr eigene Erfahrungen. Ich hoffe, dass eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie genügt. Da ich bisher ohne Medikamente zurechtgekommen bin, würde ich damit jetzt ungern anfangen...

  • 1 Antwort

    du arme


    meine paniken hab ich allein durch tiefenpsycholgie in den griff bekommen, und das sogar sehr schnell.


    da du gut selbstreflektiert bist, und hoffentlich auch ehrlich zu dir, sehe ich gute chancen, daß ihr da ursachen erarbeiten könnt. wenn man die weiß, kann man ja bestimmte dinge ändern.


    und diese sachen hab ich wie gesagt ohne medis hinbekommen. meine spätere depression allerdings nicht.