• Normaler Sex nach Vergewaltigung irgendwann möglich?

    Hi. Ich habe mich hier neu angemeldet, weil mich ein Thema beschäftigt. Um die Problematik zu verstehen, muss ich wohl erstmal mein Umfeld beschreiben. Ich bin 26 Jahre alt, habe zwei Kinder und bin verheiratet. Das als solches ist erstmal kein Problem. Ich bin als Kind über einen längeren Zeitraum vergewaltigt worden. Als ich die Beziehung mit meinem…
  • 52 Antworten

    Ich habe Schwierigkeiten damit. Ernsthafte Schwierigkeiten mit körperlicher Nähe. Mein Mann versteht es nicht und sagt, dass es ja schon besser war. Er glaubt mir nicht, dass ich damit so hardere.


    Ich will es so nicht. Wirklich. Ich wünsche mir etwas mehr Verständnis und etwas weniger verletzendes Verhalten von ihm.

    Ganz böse Geschichte.


    Du kannst glaube ich nur noch deinem Ehemann sagen, dass du mit ihm definitiv keine körperliche Nähe mehr haben kannst. Und dann muß er Stellung beziehen.


    Allerdings verstehe ich die Situation deines Mannes als sehr problematisch. In meinen Augen wäre es weit besser, überhaupt keine Partnerin zu haben, als eine, die keine körperliche Nähe will.


    Bei mir persönlich ist das der Hauptmotivator für eine zwischengeschlechtliche Beziehung. Wenn das nicht stimmt, dann verstehe ich eine Beziehung mehr als Beraubung, denn als Bereicherung.


    Nun gut, ihr blickt schon auf eine lange gemeinsame Beziehung zurück, und habt vielleicht noch eine größere Basis.


    Ich würde eure Situation aber so einordnen, dass dein Mann mit seinen eigenen Bedürfnissen einen Mangel an Empathie für dich hat.


    Und du hast eine Eigenheit an dir mit deinem Trauma, die für deinen Mann schwer (meiner Meinung nach überhaupt nicht) auszuhalten ist.


    Ich empfehel euch eine Trennung zur Bereinigung dieser häßliche Spannung.


    Ich persönlich bin zumindest der Meinung dass ich mich sowohl an deiner Stelle trennen würde, als auch an der Stelle deines Mannes. Wäre ich dein Mann würde ich dir mindestens in Absprache mit dir die eheliche Treue aufkündigen.


    Ich halte nichts davon, von einer Ehefrau eheliche Pflichten aufzukündigen, der Gedanke ist offensichtlich semi-schwachsinnig. Aber als Ehemann mit Ehefrau im Haushalt sexuell enthalsam leben? Also neben der normalen Enthalsamkeit in der Ehe von evtl. sowieso mal den übliche 10 - 30 Tagen? Ich hätte daran 0,0 Interesse.


    Die Alternative: Bearbeitung und Therapie, halte ich für viel zu aufwändig, langwierig, anstrengend und die Erfolgsaussichten für zu gering (meine Einschätzung als Laie).

    Es ist möglich ein normales Sexleben nach so einer Erfahrung zu haben. Ich habe mit meinem damaligem Partner auch am Anfang Schwierigkeiten gehabt, mich oft nur eingelassen, ohne selbst Lust zu haben etc. Merkte er natürlich, sodass dann reden angesagt war. Nachdem er dann die ganze Geschichte kannte, haben wir nach Lösungen gesucht. Er hatte allerdings die Geduld dazu. Hat seine Bedürfnisse erstmal komplett zurück genommen, mir immer gesagt und auch gezeigt, wir gehen nur so weit, wie ICH es möchte, weil ICH in dem Fall erstmal wichtig war. Nie gemeckert oder frustriert gewirkt, auch wenn das garantiert aufkam, wenn ich abgebrochen habe, und das war genau das Richtige. Ich konnte den Umgang mit meinem Körper in meinem Tempo bestimmen, selbst lernen, auf was reagiere ich wie. Parallel dazu habe ich eine Therapie gemacht um das zu verarbeiten, damit umzugehen, und dem schlußendlich keinen Platz mehr in meinem Leben einzuräumen.


    Heute habe ich ein normales und befriedigendes Sexualleben, ich weiß worauf ich Lust habe, ich kann es ganz genießen :)z

    Ich finde,es gehört zu einer Ehe unbedingt dazu,dem Partner auch in schlechten Zeiten die Stange zu halten.Sonst braucht man ja nicht heiraten,oder? ":/ Und ich wäre sowieso auch in einer neueren Beziehung sofort weg,wenn ich mitbekäme,dass der neue Mann über das Bett hinaus kein Interesse an mir hat.


    Solche Männer sollten sich echt mal überlegen,was ihre Härte wohl nach einer Prostata-OP (Impotenz,Inkontinenz) für sie bedeuten würde:


    Einsamkeit bis ans Lebensende.....*schüttel* %-|


    Ich bin als Zwölfjährige über 2,3 Jahre hinweg vergewaltigt worden und mein selber nicht gesunder Partner hatmir während der Traumatherapie einfach die Stange gehalten-sowie ich ihm jahrelang bei seinen großen Problemen beigestanden habe.Ich konnte mich bis zur Therapie niemals gegen irgendwen wehren oder durchsetzen,aber heute kann ich es.Und wir sind seit 17 Jahren sexuell und auch sonst ein sehr glückliches Paar-zusammen durch dick und dünn gegangen :)_


    Ich würde mich an Deiner Stelle auch trennen.


    Nicht,weil ich finde,dass man als Frau sexuell etwas "schuldig" ist (die Männer fordern das nur von den Frauen,von sich selber nie).Sondern weil doch kein Partner ist,wer bockbeinig,egoistisch und gefühlskalt seine Bedürfnisbefriedigung einfährt und der Andere kann sehen,wo er bleibt. >:( Für mich der totale No go!

    Danke für deine Antwort. Wie gesagt. Bis zum gewissen Maß habe ich totales Verständnis für ihn, dass es gerade schwierig ist, diese Situation zu überschauen und akzeptieren. Er sagt ganz klar, dass Sex zu einer Beziehung dazu gehört. Punkt. Er sagte dann auch, dass er mir nicht glaubt, dass ich das so fühle, sondern aus anderen Gründen nicht mit ihm schlafe.


    Als Randbemerkung. Ich nehme nun seit Samstag starke Antidepressiva, weil ich generell am straucheln bin. Da ist so eine Aussage wirklich mehr als ein Schlag ins Gesicht. Jeder, der die schon mal genommen hat, weiß, dass man die nicht einfach aus Spaß nimmt. Man merkt, dass die stark sind und mir schlägt es vollkommen auf den Kreislauf.


    Ich weiß auch langsam nicht mehr genau, was ich mir vorstelle.

    Zitat

    Ich weiß auch langsam nicht mehr genau, was ich mir vorstelle.

    Wie war denn dein Termin beim Psychiater? Ist jetzt eine Therapie angedacht?

    Zitat

    Er sagte dann auch, dass er mir nicht glaubt, dass ich das so fühle, sondern aus anderen Gründen nicht mit ihm schlafe.

    Hat er denn auch gesagt, welche Gründe das sein sollen? Zudem hätte er auch die Möglichkeit, sich in die Problematik von sexuellem Missbrauch und deren Auswirkungen einzulesen. Würde er das machen?

    Zitat

    Er sagte dann auch, dass er mir nicht glaubt, dass ich das so fühle, sondern aus anderen Gründen nicht mit ihm schlafe.

    Er glaubt das du einen anderen hast oder?


    Klar, wenn man zusammen zwei Kinder gezeugt hat und Jahre lang Sex hatte, dann ist es sicher irgendwie schwer verständlich wo sowas "plötzlich" herkommen kann. Würde er mit zu einem Profi gehen und es sich erklären lassen?