Nun doch Chemie wegen Depressionen,Angst davor

    Hallo,


    nachdem ich fast 2tage nur geweint habe,ganz böse Gedanken hatte,habe ich mich entschlossen morgen mit meiner Therapeutin neue Pillen zu besprechen.


    Aktuell nehme ich Täglich eine Life 900,in schweren Fällen mal einen Tropfen Insidon.im Notfall.


    Aber das Tief der letzten Tage,möchte sagen Wochen,mit hoch der letzten 2Tage(Depression,mit Weinkrämpfen etc),möchte ich nicht noch mal.


    Therapie mache ich schon.


    Citralopran sollte ich mal nehmen,nach lesen des Packzettels(was ich muss ,denn ich bin mit Kind GANZ alleine),kam Panik auf,ich brauche auch eher einen downer der die Stimmung aufhellt,gibt es so was?


    Dass die Selbstmordrate erhöht ist bzw das Umsetzen dieser Gedanken macht mir den blossen Horror.


    Ich würde mich sehr freuen wenn ihr Medikamenten Tips für Morgen habt.


    Ich reagiere auf alles schnell und extrem-


    ich danke


    euch ganz lieb allen einen tollen Abend... @:) Und danke fürs da sein dürfen

  • 4 Antworten

    Meinst du mit "Therapeutin" deine Psychologin? Psychiater sind diejenigen, die "Pillen" verschreiben, Psychologen dürfen das nicht.

    Zitat

    ich brauche auch eher einen downer der die Stimmung aufhellt,gibt es so was?

    Nein, entweder du wirst sediert oder die Stimmung wird gehoben, wie soll beides funktionieren? Wenn deine Stimmung allerdings aufgehellt ist bzw. du ein angstlösendes Medikament nimmst, brauchst du keinen Downer mehr (es sei denn du wärest bipolar, aber das ist wieder eine andere Geschichte).

    Zitat

    Dass die Selbstmordrate erhöht ist bzw das Umsetzen dieser Gedanken macht mir den blossen Horror.

    Die Selbstmordgefahr kann sich auch erhöhen, wenn du KEIN Medikament nimmst! Hast du denn aktuell Selbstmordgedanken?

    Zitat

    (was ich muss ,denn ich bin mit Kind GANZ alleine)

    Wenn du ganz alleine ein Kind erziehst, solltest du alle Anstrengungen unternehmen, gesund zu werden. Die Therapie reicht momentan offenbar nicht, ein Medikament kann zusätzlich eine große Unterstützung sein. Ich verstehe nie, wieso sich die Leute so zieren. Wenn jemand zu hohen Blutdruck hat nimmt er doch auch Medikamente, da steht sicher auch Haarsträubendes in der Packungsbeilage.

    Zitat

    Ich würde mich sehr freuen wenn ihr Medikamenten Tips für Morgen habt.

    Ich glaube nicht, dass das sinnvoll wäre, halte dich lieber an die Fachleute und nicht an Tipps aus einem Laienforum.

    Weiss jemand von deinen Verwandten oder Freunden über deine Depression Bescheid und du kannst rund um die Uhr da anrufen ? Oder Telefonseelsorge ? Oder hier lesen und schreiben. Bzw frag deinen Arzt, vielleicht bekommst du von dem Tipps. Wobei nicht jede NW/Komplikation azftreten muss

    Diese Ablehnung von Medikamenten bei psychischen Beschwerden ist ein gesamtgesellschaftlich verwurzelt Konsens, den ich nie verstehen werde.. Ein jeder würde dir den Vogel zeigen, wenn du dir den Blinddarm ohne Narkose oder Medikamente raus nehmen lassen würdest, aber psychisch Kranken wird eingeredet, dass sie schwach und erbärmlich sind, wenn sie die zur Verfügung stehenden modernen medizinischen Errungenschaften in Anspruch nehmen??Am Ende wird dir niemand eine Medaille dafür verleihen, dass du dich selber quält. Oder, wie ich mal zu einem Bekannten mit gleicher Gesinnung gesagt habe:warum soll ICH mir das selber antun? Natürlich sind Medikamente keine Wunderpillen, aber eine Chance auf Besserung in absehbarer Zeit. Hoffnung.


    Psychische Krankheiten sind potenziell tödlich, auf jeden Fall aber beeinträchtigen sie alles, was das normale Leben betrifft- soziale Beziehungen, Ausbildung, Karriere, Selbstbild, Alltag...


    Reue empfinde ich nur, wenn ich an all die verschenken Jahre und Chancen denke, die mir meine Krankheit genommen hat. Gerade als Alleinerziehende steckst du noch tiefer in der Bredouille, weil da noch ein Kind mit dran hängt. Das ist dann eine noch größere Herausforderung.


    Zu meinen Erfahrungen: die optimale Einstellung hat bei mir ca. 2 Jahre gedauert, eine richtig fiese Reaktion hatte ich nur auf ein Medikament, das habe ich halt nach einem Tag nicht mehr weiter genommen. Bei mir liegen allerdings mehrere parallele Erkrankungen vor, daher ist alles etwas komplexer....


    Aber ich führe mittlerweile ein normales Leben, bin aber immer noch dabei, die versäumten Jahre aufzuholen (z.B. Erster fixer Job mit 31).Du darfst die Hoffnung nicht aufgeben und musst diese Möglichkeit als Chance begreifen. Auch wenn deine Bedenken höchst normal und verständlich sind und alle Betroffenen zu Beginn Angst vor den Medien haben. :)_ @:) :)*