nur schlusslicht

    hi hi


    ich weiß grad gar nicht ob das hier der geeignete ort für meinen text ist denn er handelt nicht von psychischen störungen zumindest nicht direkt. ich muss mir das aber mal von der seele schreiben und mich an irgend jemanden wenden denn es frisst mich innerlich auf.


    ich fang einfach mal ganz vorne an


    ich hhatte schon zu meiner schulzeit immer probleme damit dass ich immer nur das schlusslicht bin. da war das noch gar nicht so schlimm aber es hat mich auch schon deprimiert. eigentlich kann man schon sagen dass es schlimm war denn ich denke es ist der anfangspunkt von meinen problemen. in der schule hatte ich zwar ein paar freunde war aber der typische junge der freitag abends alleine zuhaus blieb. ich war nie auf partys oder der disco und habe dadurch viel verpasst. mich hat das immer sehr runter gezogen dass mir schon damals so viele erfahrungen fehlten. meine freunde erzählten von partys und ihren freundinnen ihrem urlaub und ihren führerscheinen und ich hatte nichts davon. war ich blöd und hab mich nicht angestrengt daran was zu ändern.


    stattdessen habe ich mich davon so kaputt machen lassen dass ich in eine art computersucht gefallen bin. ich habe angefangen online rollenspiele zu zocken und das exzessiv. ich wollte nicht mehr raus gehen und mit freunden über das rl reden denn ich war neidisch. auf all das was sie hatten und ich nicht. so kam es dann dass ich nach dem schulabschluss auch keine arbeit angefagnen habe.


    ich habe mich tag und nacht in meine virtuelle welt geflüchtet denn ich kontne es nicht ertragen. und jahr für jahr wurde diese kluft zwischen mir und meinen altersgenossen nur noch größer. sie studierten sammelten wissen und erfahrungen fingen i nder arbeitswelt an und gründeten familien und ich? ich bekämpfte monster in fantasiewelten. mir war ds nicht egal ganz und gar nicht aber für mich schien es unmöglich da noch etwas nachzuholen.


    ich zocke jetzt seit 5 monaten gar keine onlinespiele mehr. für mic hwar das nach all den jahren echt schwierig das zu beenden aber ich habe es geschafft. aber mein tag ist leer. damals wo ich diese vielen stunden mit games gefüllt habe ist nun leere. kein inhalt und ich weiß nicht womit ich den füllen soll. denn ich muss auch ehrlich sagen. der gedanke von damals dass ich als schlusslicht gar nicht mehr normal werden kann und den vorspruung den andere haben gar nicht mehr nachholen kann der begleitet mich immer noch. ist das wirklich so dass wenn man ein mal ganz hinten ist niemals normal werden kann?

    ich wünsche mir freundin familie und freunde aber habe angst dass es jetzt zu spät da für ist. und so kann ich mir keine zukunft vorstellen.


    ich bin übrigens männlich und 29 jahre und habe nie gearbeitet oder eine freundin gehabt. hallo? wer will denn so einen?

    ich möchte alles tun um meine vergangenheit ungeschehen zu machen. oder so dass sie mir nicht alles verbaut.


    danke fürs lesen

  • 211 Antworten

    Den ersten Schritt hast Du schonmal geschafft und das ist eine wahnsinns Leistung, die bestimmt nicht jeder hinbekommen hätte. Darauf kannst Du also erstmal stolz sein! :)^

    Mein Vorschlag an Dich zu dem, wie es weiter gehen soll: Du musst Dir aktiv Hilfe suchen. Denn es wird nichts von alleine passieren. Mir würde da auf Anhieb eine Selbsthilfegruppe und eine Psychotherapie einfallen. Ein kleiner Nebenjob kann nicht schaden, um vor die Tür zu kommen. Womöglich hast Du Anspruch auf (Wieder-)Eingliederung. Also Unterstützung durch Fördermaßnahmen, beispielsweise eine Ausbildung bei einem staatlich anerkannten Träger.


    Versuche bitte, Dich nicht mit anderen zu vergleichen. Das bringt Dir nichts und das hat Dich damals dazu gebracht, in die virtuellen Welten zu flüchten. Sei stolz auf jeden kleinen Schritt, den Du schaffst zu gehen in die Richtung von dem Leben, das Du Dir wünschst. Du hast wahrscheinlich noch soooo viele Lebensjahre vor Dir, da kannst Du noch eine ganze Menge erreichen! :)*:)*

    ManOfSteel schrieb:

    habe angst dass es jetzt zu spät da für ist.

    Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!!!

    Viele junge Menschen haben durch andere Umstände einen schlechten Start ins Leben gehabt. Damit bist du nicht allein.

    Du hast noch 70 Jahre vor dir, aus denen du etwas machen kannst. :-D


    Du musst jetzt nur Hilfe suchen, damit du einen Anfang findest.

    Du brauchst nach meiner Ansicht eine Psychotherapie, damit das Bild in deinem Kopf mal gelöscht wird, dass du das Schlusslicht bist oder ein Versager.


    Außerdem kannst du dich an die Kreisverwaltung bei dir wenden, da gibt es eine Eingliederungshilfe. Da würde ich mal einen Termin machen und deine Lage besprechen.

    Die Hilfe ist extra für junge Menschen wie dich gedacht.


    Wovon hast du bis jetzt gelebt? Wohnst du noch bei deinen Eltern?

    huhu


    ich denke schon dass versager im moment eine richtige beschreibung für mich ist. ich meine wenn nicht ich wer dann. ich weiß dass ihr mich aufmuntern wollt und das finde ich echt klasse von euch. dass ich die definition von versager bin damit kann ich mich erst mal abfinden. was mir sehr wichtig ist dass ich es nicht bleiben muss. dass ich also nicht damit leben muss. da macht es mir eine menge mut dass ihr sagt dass ich noch etwas daran machen kann. :)


    Zitat

    Den ersten Schritt hast Du schonmal geschafft und das ist eine wahnsinns Leistung, die bestimmt nicht jeder hinbekommen hätte. Darauf kannst Du also erstmal stolz sein! :)^

    Mein Vorschlag an Dich zu dem, wie es weiter gehen soll: Du musst Dir aktiv Hilfe suchen. Denn es wird nichts von alleine passieren. Mir würde da auf Anhieb eine Selbsthilfegruppe und eine Psychotherapie einfallen. Ein kleiner Nebenjob kann nicht schaden, um vor die Tür zu kommen. Womöglich hast Du Anspruch auf (Wieder-)Eingliederung. Also Unterstützung durch Fördermaßnahmen, beispielsweise eine Ausbildung bei einem staatlich anerkannten Träger.

    ok eine therapie als utnerstützung? da ruf ich am montag mal an. eine ausbildung und eine arbeit hätte ich sehr gern aber mit meiner vorgeschichte . . . ich möchte auch dass mir die arbeit ein besseres leben ermöglicht aber solche jobs werden nur an die besten vergeben. also es ist mir klar dass ich jetzt nicht direkt viel erwarten kann aber ich brauche aufstiegschancen für die zukunft. also nicht dass ich zwar arbeit hab aber mein leben lang nur ander kasse sitze verstehst du was ich meine?


    Zitat

    Versuche bitte, Dich nicht mit anderen zu vergleichen. Das bringt Dir nichts und das hat Dich damals dazu gebracht, in die virtuellen Welten zu flüchten. Sei stolz auf jeden kleinen Schritt, den Du schaffst zu gehen in die Richtung von dem Leben, das Du Dir wünschst. Du hast wahrscheinlich noch soooo viele Lebensjahre vor Dir, da kannst Du noch eine ganze Menge erreichen! :)*:)*


    es ist so schwer. ich komme mir da manch mal vor wie ein alien wenn ich höre was online freunde so erzählen. hauskauf heirat auto urlaub. da von bin ich so weit weg und es ist vieleicht auch unerreichbar. davor habe ich am meisten angst. wirklich eine stechende angst denn ich möchte auch mal jemand sein. so ein vergleich kommt ganz von allein wenn ich soetwas höre. ich spreche das nicht an sondern es wird mir erzählt. das ist wie gift für mich. wenn ich dann höre wie toll die leute es haben mache ich manch mal schon einfach den computer aus und verdränge alles.


    Zitat

    Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!!!

    Viele junge Menschen haben durch andere Umstände einen schlechten Start ins Leben gehabt. Damit bist du nicht allein.

    Du hast noch 70 Jahre vor dir, aus denen du etwas machen kannst. :-D

    haha du bist optimistisch :D das sollte ich auch sein ich glaube das würde mir vieles erleichtern


    Zitat

    Du musst jetzt nur Hilfe suchen, damit du einen Anfang findest.

    Du brauchst nach meiner Ansicht eine Psychotherapie, damit das Bild in deinem Kopf mal gelöscht wird, dass du das Schlusslicht bist oder ein Versager.


    Außerdem kannst du dich an die Kreisverwaltung bei dir wenden, da gibt es eine Eingliederungshilfe. Da würde ich mal einen Termin machen und deine Lage besprechen.

    Die Hilfe ist extra für junge Menschen wie dich gedacht.

    ok das mache ich. das arbeitsamt bietet ja auch stellen an also schlägt sie vor. aber das waren sachen . . . also sorry dass ich das so sage aber damit hat man echt keine zukunft. vorübergehend kann ich das machen als sprungbrett vieleicht.


    Zitat

    Wovon hast du bis jetzt gelebt? Wohnst du noch bei deinen Eltern?


    ja nicht in deren haushalt aber mit eigener wohnung auf dem grundstück.


    Zitat

    Um kurzfristig die Leere sinnvoll zu füllen - machst Du Sport? Liest Du? Das geht auch kostenlos oder für kleines Geld. Z. B. spazieren/joggen und Stadtbücherei.


    ich versuche mich gerade am sport. die jahre vorm bildschirm mit junkfood und schlaflosen nächten haben ihre spuren hinterlassen. also ich bin echt nicht gesund und fit aber ich glaube das schaffe ich schon. ich versuche jetzt auch aufzuhören mit dem rauchen. sonst wird das mit den 70 jahren nichts!! :D

    ManOfSteel schrieb:

    ich denke schon dass versager im moment eine richtige beschreibung für mich ist. ich meine wenn nicht ich wer dann.

    Das ist ein sehr ungesundes Selbstbild, wenn du dich als Versager siehst.

    Du hast dir deine Situation nicht ausgesucht.

    Vielleicht hast du schon in der Kindheit zu wenig Unterstützung bekommen, um ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln zu können.

    Das Bild vom Versager sollte in einer Therapie gelöscht werden, damit ein neues Selbstbild entstehen kann.

    ManOfSteel schrieb:

    eine ausbildung und eine arbeit hätte ich sehr gern aber mit meiner vorgeschichte . . .

    Du brauchst halt Förderung.

    Die Eingliederungshilfe bei der Kreisverwaltung ist auch behilflich bei einer Berufsausbildung.


    Mit einer guten Ausbildung hast du auch Aufstiegsmöglichkeiten.

    Es gibt z. B. so etwas in nahezu allen größeren Städten:

    https://www.bbw-hamburg.de/startseite/

    ManOfSteel schrieb:

    haha du bist optimistisch :D das sollte ich auch sein ich glaube das würde mir vieles erleichtern

    Ja, Optimismus kann man lernen.:)z

    Es ist doch gut möglich, dass du noch 60-70 Jahre vor dir hast.

    Du kannst also noch alles erreichen, was du dir wünschst für das Leben.

    Mit dem Rauchen aufhören ist doch schon der nächste Schritt. Siehst Du, Du kommst voran. Übernimm Dich am Anfang nicht. Bleib dran!


    Da Du offensichtlich noch online (Forum, Online-Freunde) unterwegs bist: Du kannst doch bestimmt irgend etwas in der Hinsicht gut. WLANs oder Computer einrichten, Webseiten erstellen, Programmieren, irgend so was? Schau Dich doch in Deiner "Leerzeit" mal um, ob es in Deiner Umgebung Bedarf für sowas gibt. Wer weiß, vielleicht kann sich etwas draus entwickeln.


    Wenn ich fragen darf, wie hast Du es geschafft, von den Spielen wegzukommen? Ganz allein? Das ist eine unglaubliche Leistung. Respekt, wirklich. Reflektiert bist Du auch. Und Du suchst kenne Schuld bei anderen. Das ist keine Versager-Beschreibung.

    Selbst wenn man mit 17, 23 und von mir aus 26 jeweils eine Beziehung bzw. einen neuen Freund hatte - was nutzt einem das mit 29 für den Augenblick, wenn die Beziehungen auseinander gehen bzw. die Freunde wegziehen?

    Man kann auch mit 29 all´ das wieder neu aufbauen - und die meisten machen das auch.

    Da danach viele wohl eher harsche Worte folgen werden, hier erstmal: Super, dass du erkannt hast, dass du was ändern musst und dass du den Schritt wagst.


    So. Das erste was du begreifen musst: Du bist Schöpfer deines eigenen Lebens. Du bist verantwortlich für deine Glücklichkeit, genauso wie für deine Traurigkeit. Du bist für dich selbst verantwortlich. Erfolgreiche Leute werden nie den Grund für ihren Misserfolg bei anderen suchen, aber genauso wissen sie, dass ihr Erfolg von ihnen selbst kommt.


    Du hast etwas erlebt was dich als Kind damals eventuell aus der Bahn geworfen hat. Und richtig: Bewusst hast du dir diesen Umstand wohl nicht ausgesucht, aber du selbst bist verantwortlich dafür. Und niemand anderes. Ich sage dir das so eindringlich, weil wenn du begreifst, dass du die Schuld nicht auf andere schieben kannst, wirst du die Kraft für Veränderung finden.


    Zum Job/Arbeit: Mach zuerst eine einfache Ausbildung. Man kann dich danach immer hocharbeiten. Niemand hat schon als Arzt angefangen, da steckt Zeit, Arbeit und Disziplin dahinter und da musst du jetzt durch. Ja es wird unangenehm sein dich dem allem zu stellen, Arbeitgeber werden Fragen über die Lücke im Lebenslauf stellen. Antworte ihnen ehrlich und offen und schäme dich nicht dafür, sondern zeige, dass du es ernst meinst und du erwachsen bist. Du wirst irendwo anfangen müssen und es wird nicht der beste Job der Welt sein, aber hauptsache du tust IRGENDWAS.


    Was ich dir auch raten kann: Mach Sport, am besten Kraftsport. Aber du kannst auch einfach das machen was du magst. Sport macht gesund, ist gut für die Psyche und stärkt dein Selbstbewusstsein. Achte auf deine Ernährung, mach dich schlau darüber, das kann eine Leere nämlich ungemein füllen.


    Falls du dich traust, könntest du ja versuchen dich bei irgendeinem Verein anzumelden, damit du langsam wieder etwas unter Leute kommst. Und geh nicht dahin mit dem Gedanken: „Ich werde eh wieder das Schlusslicht sein“, also der Ausgeschlossene. Sondern sei offen, lustig und erzähle und höre zu. Mach dich selbst zu jemandem mit dem man gerne Zeit verbringt.

    Das Leben verläuft in den seltensten Fällen gerade...auch die scheinbar erfolgreichen Menschen, mit Beziehung, Kindern, Haus etc. können sich eigentlich nicht verlassen, dass es so bleibt. Trennung, Krankheit, Jobverlust etc. können jedem passieren. Es ist nicht planbar. In etwas, dass nicht linear verläuft kann es aber demzufolge auch keine Schlusslichter geben. Dich hat die Onlinespielesucht (ich nenne es jetzt mal Sucht, in dem Ausmaß in dem du es beschreibst) aufgehalten, bei anderen sind es andere Dinge wie Depressionen oder was weiß ich. Du bist nicht der Einzige, ich kenne ganz wunderbare Menschen, denen es so geht, und die aus dem "Schule-Ausbildung-Hausbau-Raster" rausfallen. Umgekehrt kenne ich genug Menschen, die innerhalb dieses Rasters zutiefst unglücklich geworden sind, irgendwann alles hingeschmissen haben und jetzt besser leben, obwohl sie völlig aus der Norm fallen. Deswegen höre nach Möglichkeit auf, dich zu vergleichen, dass macht nie glücklich.

    Du hast etwas großes geschafft, nämlich aus deinem Zustand auszusteigen. Das ist eine Leistung und zeigt, dass du den Willen und die Kraft hast, was zu verändern. Das ist was Gutes und das Gegenteil von Versager. Menschen, die hinschauen, werden das auch bemerken. Ich denke nicht, dass dich pauschal keiner haben will in einer Ausbildung oder ähnlich. Es gibt mehr Menschen mit krummen Wegen und 29 ist echt noch ok. Wenn du ein anderes Leben willst, dann arbeite dich Schritt für Schritt weiter...probiere Sachen aus, um deine Interessen zu finden. Übe in unvoreingenommenen Kontakt mit Menschen zu gehen (heißt ohne sich im Vergleich selbst zu entwerten). Du könntest auch zunächst Praktika machen, damit du herausfindest was du willst, und Ausbilder merken, was du kannst. Lesen, Vereine, vielleicht ehrenamtliche Tätigkeit. Da kann man etwas für andere tun und merken, dass das eigene Leben etwas verändern kann.

    Das Leben hat viel Interessantes zu bieten, allerdings wahrscheinlich ohne die schnellen Erfolgskicks eines Onlinespiels. Das heißt auch, Geduld ist etwas, das man vielleicht üben muss. Und einen Blick für die kleinen Dinge, die Zwischenerfolge bekommen. Ich finde die Idee mit therapeutischer Begleitung gar nicht schlecht. Oder wirklich auch eine Selbsthilfegruppe, da triffst du dann Leute, denen ähnliches passiert ist. Vielleicht hilft dir das auch, dich ein bisschen besser anzunehmen. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du dich den Weg machen kannst und das würdigen, was du schaffst.

    hi!


    Zitat

    Das ist ein sehr ungesundes Selbstbild, wenn du dich als Versager siehst.

    Du hast dir deine Situation nicht ausgesucht.

    Vielleicht hast du schon in der Kindheit zu wenig Unterstützung bekommen, um ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln zu können.

    Das Bild vom Versager sollte in einer Therapie gelöscht werden, damit ein neues Selbstbild entstehen kann.


    ich hab vielleicht eine falsche vorstellung davon. was ich mir so gedacht habe war dass so ein neues selbstbild entsteht wenn ich eben meine ziele erreiche. irgendwann mal ein guter job usw. dann habe ich auch keinen grund mehr mich als versager zu sehen. bis dahin gibt mir das doch antrieb zu wissen dass ich so wie jetzt nicht sein möchte. versager können ja nicht immer nur die andern sein.


    was für ausbildungen hattest du denn da so im sinn? also nur so als beispiel. ich weiß ja gar nicht was ich so erwarten kann auch bei solchen eingliederungshilfen.


    Zitat

    Ja, Optimismus kann man lernen.:)z

    Es ist doch gut möglich, dass du noch 60-70 Jahre vor dir hast.

    Du kannst also noch alles erreichen, was du dir wünschst für das Leben.


    das hoffe ich sehr. danke du machst mir echt hoffnung. eigentlich will ich nur eine familie. der rest ist nur drumherum das aber natürlich nicht fehlen kann. wenn das geht dann ist mir egal wieviel anstrengung das erfordert.


    Zitat

    Mit dem Rauchen aufhören ist doch schon der nächste Schritt. Siehst Du, Du kommst voran. Übernimm Dich am Anfang nicht. Bleib dran!


    ja haha es gibt so viel zu tun. alles auf ein mal geht nicht. ich sollte mir eine liste machen und ordnen.


    Zitat

    Da Du offensichtlich noch online (Forum, Online-Freunde) unterwegs bist: Du kannst doch bestimmt irgend etwas in der Hinsicht gut. WLANs oder Computer einrichten, Webseiten erstellen, Programmieren, irgend so was? Schau Dich doch in Deiner "Leerzeit" mal um, ob es in Deiner Umgebung Bedarf für sowas gibt. Wer weiß, vielleicht kann sich etwas draus entwickeln.


    nein sowas hab ich leider nie gelernt. ich hab nur zeit mit zocken vergeudet da musste ich nichts programmieren oder webseiten erstellen. klar den computer krieg ich an und so kleine probleme kann ich beheben aber das ist alles.

    aber ein guter gedanke. viele computerfreaks ich nenne sie mal so die auch viel zocken können solche sachen. die haben aber auch oft informatik studiert hab ich das gefühl.


    Zitat

    Wenn ich fragen darf, wie hast Du es geschafft, von den Spielen wegzukommen? Ganz allein? Das ist eine unglaubliche Leistung. Respekt, wirklich. Reflektiert bist Du auch. Und Du suchst kenne Schuld bei anderen. Das ist keine Versager-Beschreibung.


    das kam einfach eines abends da war draußen in der nähe das stadtfest und da konnte ich die musik und die leute hören während ich ganz allein in der stille vor dem bildschirm saß. ich hatte da auch im game grad gar nichts zu tun sondern bin nur sinnlos rumgelaufen und das war so ein moment in dem ich dachte oh gott was machst du nur. klar hatte ich solche gedanken auch schon vorher aber in dem moment habe ich sie einfach zugelassen. ich hab dann alles ausgemacht und seitdem immer wenn ich wieder das spiel starten wollte an dieses gefühl gedacht und es irgendwie heraufbeschworen und dann stattdessen den computer wieder ausgeschaltet. also es wäre schön wenn ich da eine ersatzhandlung und zusätzlich noch einen durchbruch gehabt hätte also nicht nur von zocken zu nichts gwechselt hätte sondern auch sofort gute aktivitäten verfolgt hätte wie freunde suchen und die zeit sinnvoll zu füllen. das versuche ich jetzt.


    Zitat

    Selbst wenn man mit 17, 23 und von mir aus 26 jeweils eine Beziehung bzw. einen neuen Freund hatte - was nutzt einem das mit 29 für den Augenblick, wenn die Beziehungen auseinander gehen bzw. die Freunde wegziehen?

    Man kann auch mit 29 all´ das wieder neu aufbauen - und die meisten machen das auch.


    danke das macht mir echt mut. ich lese da manchmal man braucht unbedingt beziehungserfahrung und keine frau würde einen mann nehmen der die nicht hat. ich hab ja auch keine lebenserfahrung. aber ich muss mich auf das konzentrieren was ich irgendwann haben kann wenn ich mich anstrenge und nicht auf das was mir jetzt fehlt.

    bei mir wäre das dann eher der erstaufbau und der ist ja so ein bisschen ähnlich wie ein neuaufbau.


    Zitat

    Da danach viele wohl eher harsche Worte folgen werden,

    oh oh hier hatte ich erst mal angst :D


    Zitat

    hier erstmal: Super, dass du erkannt hast, dass du was ändern musst und dass du den Schritt wagst.


    So. Das erste was du begreifen musst: Du bist Schöpfer deines eigenen Lebens. Du bist verantwortlich für deine Glücklichkeit, genauso wie für deine Traurigkeit. Du bist für dich selbst verantwortlich. Erfolgreiche Leute werden nie den Grund für ihren Misserfolg bei anderen suchen, aber genauso wissen sie, dass ihr Erfolg von ihnen selbst kommt.


    Du hast etwas erlebt was dich als Kind damals eventuell aus der Bahn geworfen hat. Und richtig: Bewusst hast du dir diesen Umstand wohl nicht ausgesucht, aber du selbst bist verantwortlich dafür. Und niemand anderes. Ich sage dir das so eindringlich, weil wenn du begreifst, dass du die Schuld nicht auf andere schieben kannst, wirst du die Kraft für Veränderung finden.


    damit habe ich mich angefreundet. das ist wie der teufel der auf deiner schulter sitzt und sagt es sind alle anderen die bösen und man selbst kann für nichts. das wäre einfach das zu glauben aber es schadet nur weil man sich so gar nicht weiterbewegt. mich hat ja keiner gezwungen mich zu verkriechen sondern ich hab das schon selber gemacht. gründe hatte ich klar aber da konnten ja ie anderen nichts für.


    Zitat

    Zum Job/Arbeit: Mach zuerst eine einfache Ausbildung. Man kann dich danach immer hocharbeiten. Niemand hat schon als Arzt angefangen, da steckt Zeit, Arbeit und Disziplin dahinter und da musst du jetzt durch. Ja es wird unangenehm sein dich dem allem zu stellen, Arbeitgeber werden Fragen über die Lücke im Lebenslauf stellen. Antworte ihnen ehrlich und offen und schäme dich nicht dafür, sondern zeige, dass du es ernst meinst und du erwachsen bist. Du wirst irendwo anfangen müssen und es wird nicht der beste Job der Welt sein, aber hauptsache du tust IRGENDWAS.


    was hast du dir da so vorgestellt? ic hweiß es ist natürlich meine aufgabe mir etwas vorzustellen. mir würden nur ein paar beispiele helfen weil ich hab ja keine ahnung. es ist ja so als wäre ich grad von der schule gekommen von meinem stand her und selbst da haben die meisten mehr vorstellungen als ich jetzt. beim arbeitsamt gibt es ja bewerbungstraining glaube ich. das könnte ja auch was für mich sein. da kann ich mal fragen wie das mit der lücke im lebenslauf ist. ich möchte jetzt auch unbedingt einsatz und disziplin zeigen. ich möchte gerne dass die irgendwo hin führen. nur wovor ich angst habe ist dass ich dann stecken bleibe und den rest meines lebens eine arbeit mache die mich nirgends hinführt. aber anfangen muss man erst mal klein.


    Zitat

    Was ich dir auch raten kann: Mach Sport, am besten Kraftsport. Aber du kannst auch einfach das machen was du magst. Sport macht gesund, ist gut für die Psyche und stärkt dein Selbstbewusstsein. Achte auf deine Ernährung, mach dich schlau darüber, das kann eine Leere nämlich ungemein füllen.


    ich könnte mir jetzt auch leisten ins fitnesstudio zu gehen. da kann ich etwas zeit verbringen bin unter leuten und bin nicht ganz so planlos :D und kochen muss ich auch lernen!


    Zitat

    Falls du dich traust, könntest du ja versuchen dich bei irgendeinem Verein anzumelden, damit du langsam wieder etwas unter Leute kommst. Und geh nicht dahin mit dem Gedanken: „Ich werde eh wieder das Schlusslicht sein“, also der Ausgeschlossene. Sondern sei offen, lustig und erzähle und höre zu. Mach dich selbst zu jemandem mit dem man gerne Zeit verbringt.


    da weiß ich gar nicht mehr wie das geht lustig zu sein und so. ich hoffe das kommt mit der zeit wieder. ich hab zwar etwas mit leuten im internet geredet aber eigentlich immer nur bezogen auf das spiel und sonst fast immer nur zugehört. ich glaub ich war immer nur gern gesehen weil ich gut im spiel war. die anderen waren richtige komiker da fehlt mir der witz. wenn ich leute finden die mich erst mal so nehmen wie ich bin dann geht das bestimmt dass ich mit der zeit auch was zu erzählen hab. ich merke schon dass ich überall viele ängste habe. hier auch dass ich darüber nachdenke dass ich immer so ein miesepeter sein werde.

    Zitat

    Das Leben verläuft in den seltensten Fällen gerade...auch die scheinbar erfolgreichen Menschen, mit Beziehung, Kindern, Haus etc. können sich eigentlich nicht verlassen, dass es so bleibt. Trennung, Krankheit, Jobverlust etc. können jedem passieren. Es ist nicht planbar. In etwas, dass nicht linear verläuft kann es aber demzufolge auch keine Schlusslichter geben. Dich hat die Onlinespielesucht (ich nenne es jetzt mal Sucht, in dem Ausmaß in dem du es beschreibst) aufgehalten, bei anderen sind es andere Dinge wie Depressionen oder was weiß ich. Du bist nicht der Einzige, ich kenne ganz wunderbare Menschen, denen es so geht, und die aus dem "Schule-Ausbildung-Hausbau-Raster" rausfallen. Umgekehrt kenne ich genug Menschen, die innerhalb dieses Rasters zutiefst unglücklich geworden sind, irgendwann alles hingeschmissen haben und jetzt besser leben, obwohl sie völlig aus der Norm fallen. Deswegen höre nach Möglichkeit auf, dich zu vergleichen, dass macht nie glücklich.


    ok das versuche ich! ich glaube immer dass das so automatisch passiert. man hört beiläufig was andere haben und man will das auch und dann fühlt man sich schlecht. wenn man es dann hat kann man bestimmt mit dem vergleichen aufhören also nicht mehr gucken ob der es jetzt noch besser hat oder so. oder meinst du das anderes dass man schon vorher nicht vergleichen soll? weil für mich ist das ehrlich so ein kleiner widerspruch. man fühlt sich schlecht weil man etwas will aber weil man etwas will versucht man ja auch etwas zu ändern. dieser wille muss also erst mal bleiben verstehst du was ich meine?


    Zitat

    Du hast etwas großes geschafft, nämlich aus deinem Zustand auszusteigen. Das ist eine Leistung und zeigt, dass du den Willen und die Kraft hast, was zu verändern. Das ist was Gutes und das Gegenteil von Versager. Menschen, die hinschauen, werden das auch bemerken. Ich denke nicht, dass dich pauschal keiner haben will in einer Ausbildung oder ähnlich. Es gibt mehr Menschen mit krummen Wegen und 29 ist echt noch ok. Wenn du ein anderes Leben willst, dann arbeite dich Schritt für Schritt weiter...probiere Sachen aus, um deine Interessen zu finden. Übe in unvoreingenommenen Kontakt mit Menschen zu gehen (heißt ohne sich im Vergleich selbst zu entwerten). Du könntest auch zunächst Praktika machen, damit du herausfindest was du willst, und Ausbilder merken, was du kannst. Lesen, Vereine, vielleicht ehrenamtliche Tätigkeit. Da kann man etwas für andere tun und merken, dass das eigene Leben etwas verändern kann.


    stimmt! ich bin irgendwie so versessen jetzt einen weg zu finden aber es gibt einfach ganz viele die ich erst mal ausprobieren muss!


    Zitat

    Das Leben hat viel Interessantes zu bieten, allerdings wahrscheinlich ohne die schnellen Erfolgskicks eines Onlinespiels. Das heißt auch, Geduld ist etwas, das man vielleicht üben muss. Und einen Blick für die kleinen Dinge, die Zwischenerfolge bekommen. Ich finde die Idee mit therapeutischer Begleitung gar nicht schlecht. Oder wirklich auch eine Selbsthilfegruppe, da triffst du dann Leute, denen ähnliches passiert ist. Vielleicht hilft dir das auch, dich ein bisschen besser anzunehmen. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du dich den Weg machen kannst und das würdigen, was du schaffst.


    also menschen kennen zu lernen denen es auch so geht oder mal so ging wie mir das würde mir sehr helfen. das hätte ich direkt am anfang hier schon fragen sollen ob es vieleicht auch hier schon jemanden gibt dem es mal so ging und ob der mir seine geschichte erzählen möchte privat. in einer selbsthilfegruppe ist das natürlich noch besser deswegen suche ich auch danach. danke!

    ManOfSteel schrieb:

    was ich mir so gedacht habe war dass so ein neues selbstbild entsteht wenn ich eben meine ziele erreiche. irgendwann mal ein guter job usw. dann habe ich auch keinen grund mehr mich als versager zu sehen. bis dahin gibt mir das doch antrieb zu wissen dass ich so wie jetzt nicht sein möchte.

    Ja gut, wenn dir das Antrieb gibt, ist es ok.

    Oft ist es aber so, wenn man sich als Versager sieht, dass man schnell aufgibt bei der kleinsten Hürde.

    Dann hat man wieder seine Bestätigung: Ich schaff das alles nicht.

    Dann steht dir das Versagerbild im Weg.

    ManOfSteel schrieb:

    was für ausbildungen hattest du denn da so im sinn? also nur so als beispiel. ich weiß ja gar nicht was ich so erwarten kann auch bei solchen eingliederungshilfen.

    Wenn du ein besonderes Interesse hast oder besondere Fähigkeiten, wird das berücksichtigt.

    Vielleicht liegt dir das Kaufmännische oder ein Handwerk, soziale Arbeit mit Menschen?

    Das Berufsbildungswerk kann auch zur Orientierung genutzt werden.


    Das BBW Hamburg bietet Ausbildungsplätze in 20 Berufen an.

    https://www.bbw-hamburg.de/ausbildung/
    Wie gesagt, das gibt es auch in anderen Städten.


    Du kannst über die Eingliederungshilfe auch einen geschulten Sozialarbeiter bekommen, der dich für einige Stunden in der Woche unterstützt bei Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt und dergleichen.


    Das Jobcenter könnte dir auch helfen. Die setzen sich aber oft nicht dafür ein, dass man erstmal eine gute Ausbildung bekommt. Die wollen einen meistens in einen x-beliebigen Job stecken.

    Ich weiß ja nicht, wie die in deinem Ort sind.


    Welchen Schulabschluss hast du denn?

    Gibt es für dich einen Traumberuf? Besondere Interessen?