Opipramol

    Hallo,


    mein Freund nimmt abends vorm Zubettgehen eine halbe Opipramol, damit er besser schlafen kann (ist natürlich ärztlich verordnet :)z ).


    Kann es sein, bzw. liegt es im bereich des Möglichen, daß sich seine Persönlichkeit durch die Einnahme der Tabletten verändern kann? Mir ist aufgefallen, daß, seit er die Tabletten nimmt, mir gegenüber distanzierter wurde, außerdem treibt er sich seither aktiv auf Flirtlines rum. :-o Dazu kommt, daß er mehr Schwierigkeiten hat zum Orgasmus zu kommen, was vorher nie ein Thema war. Kann das alles mit den Tabletten in Zusammenhang stehen? ":/

  • 27 Antworten

    "Opipramol wird eingesetzt bei Verstimmungszuständen einhergehend mit Angst, Unruhe, Spannung, Schlafstörungen und Depressivität."


    "Nebenwirkungen können unter anderem sein: Müdigkeit, gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, sexuelle Funktionsstörungen wie z. B. Potenzstörungen. In hoher Dosierung können eventuell die Nebenwirkungen von Neuroleptika eintreten, also extrapyramidale (motorische) Störungen. Zumeist treten die Nebenwirkungen aber nur in der Anfangszeit (erste Tage bis Wochen) der Einnahme von Opipramol auf."


    Hier ein Auszug aus einem anderen Forum:


    "Hallo,


    ich habe auch eine weile opipramol genommen, ich habe depressionen, da ich aber durch das medi noch mehr, tiefer und unerholter geschlafen hatte als ohnehin schon habe ich citalopram verschrieben bekommen, das nehme ich jetzt seit mehreren wochen und mir hilft es.


    meine nebenwirkungen sind angst, unruhe und zappelige beine, gegen die angst, die mich manchmal nicht schlafen lässt nehme ich abends nun wieder opipramol.


    (beide medis sind serotonin-wiederaufnahme-hemmer, also ssri)..."


    ein veränderter serotoninhaushalt verändert auch die libido. auch flirtlines ändern nichts an der tatsache.

    Zitat

    ein veränderter serotoninhaushalt verändert auch die libido. auch flirtlines ändern nichts an der tatsache.

    Uhhhh, das ist ein sehr interessanter Ansatz, darauf bin ich noch gar nicht gekommen , danke! :-o


    Aber kann diese funktionelle Störung wirklich auch in so niedriger Dosierung auftreten?

    wer behauptet denn, dass nicht schon viel weniger von dem wirkstoff reicht, um neuronale veränderungen hervorzurufen?


    soll er es halt absetzen und wenns nach wochen nicht besser wird mit der lust, schmeisst du halt ne blaue pille oder cialis in sein getränk ein und bist gut zu ihm.

    Orgasmusprobleme sind bei ADs ziemlich häufige Nebenwirkungen.


    Persönlichkeit verändern (in dem Sinne, dass man etwas tut, wo man vorher überhaupt nicht dran gedacht hat) können Antidepressiva nicht. Es kann aber sein, dass er durch die ADs wieder mehr Antrieb hat und er deshalb jetzt erst seine wahre Persönlichkeit zeigt

    Zitat

    damit wir uns nicht falsch verstehen, serotoninwiederaufnahmehemmer VERRINGERN die lust, nicht dass du jetzt vom gegenteil ausgehst. vllt hat er es auch gemerkt und bekommt angst.

    nee nee, hab Dich schon richtig verstanden. Und wie Du schon richtig bemerkt hast, VIELLEICHT sucht er mit der unseligen Surferei einer Lösung des Problems nahe zu kommen? Wobei ich nicht hoffe, daß er diesen Weg zuende gehen wird :°( Ich hab keine Ahnung, ob er als Grund die Pillen in Betracht zieht.

    Zitat

    so einen Mist erst gar nicht nehmen, sondern die Ursachen finden und beseitigen ... es gibt genug andere Möglichkeiten

    Dahingehend verweigert er sich aber total, leider


    Grundsätzlich finde ich sollte man aber trotzdem froh sein, daß es solche Medikamente überhaupt gibt.

    @ Artus

    Hast du selbst schon einmal unter einer psychischen Krankheit gelitten? Hast du schon mal ADs genommen? Sorry, du hast keine Ahnung!

    Zitat

    schnecke ... sorry, aber das ist kompletter Unsinn ... ADs können die Persönlichkeit verändern, das ist unumstritten

    Na dann beleg mir das mal, ich bin gespannt, ob du eine seriöse Quelle dazu findest :=o

    wo liegen denn seine "echten" Probleme? Persönlickeitsstörung? Lebenskrise? Unzufriednheit allgemein? Langeweile mit dir? Ich denke du überlegst in einer ganz falschen Ecke?

    Zitat

    Ich hab keine Ahnung, ob er als Grund die Pillen in Betracht zieht.

    das wäre wohl zu einfach ...

    Zitat

    Antidepressiva sind Psychopharmaka und damit unterliegen sie wiederum zwei Vorurteilen: Psychopharmaka sind suchterzeugend und persönlichkeitsverändernd. Diese beiden Vorurteile treffen auf die Antidepressiva keinesfalls zu. Sie verändern weder die Persönlichkeit noch machen sie süchtig. Wenn wir von Persönlichkeitsveränderung im weitesten Sinne sprechen, dann in dem, daß Antidepressiva die Persönlichkeit im positiven Sinn verändern, sie helfen nämlich aus der Depression heraus. Es ist also wichtig, eine Kombination aus Medikamentenverabreichung und Gesprächen dem Patienten zu bieten.

    ADs verändern definitiv die Persönlichkeit. Es verändert zwar nicht die denkweise des Menschen, aber wenn er neuronal bedingt nicht mehr überkocht oder eben überkocht, nicht mehr trauert oder eben doch, lustvoller ist oder eben lustloser und so weiter, ist man halt "anders" als sonst und verhält sich anders.

    Artus, wenn du keine Argumente hast, kannst du die persönlichen Angriffe stecken lassen!

    @ medone

    Genau das meinte ich ja... man verändert sich, aber in eine positive Richtung. Ich würde sogar sagen, dass man durch die Medikamente wieder mehr so wird, wie man vor der Erkrankung war. Ich wollte nur etwas differenzierter darauf hinweisen, weil "Persönlichkeitsveränderung" ein stark negativ konnotierter Begriff ist. Man legt also unter ADs keine Verhaltensweisen an den Tag, die nicht schon vorher in einem schlummerten (z.B. dass man plötzlich jmd. töten will oder total irrational handelt).