Pädophilie

    Hi, ich habe diesmal ein für mich grausiges und meist verpöntes Thema zur Diskussion gefunden, falls jemand interessiert sein sollte.


    Früher war ich schockiert wenn ich so was in der Zeitung gelesen oder irgendwo gehört habe.


    Und nun da es Internet gibt, bin ich zufällig darauf gestoßen und habe gelesen, dass dies offenbar eine psychische Störung ist :-o


    Irgendwie glaube ich, wenn die Ärzte keine Erklärung haben wieso was passiert es einer psychischen Störung zuschreiben. Wie sehr ihr das ???

  • 31 Antworten

    Hallöchen,


    also ob das eine psychische Störung ist, weiß nicht... bin da sehr zwiegespalten...


    einige von ihnen sind sicherlich psychisch angeknackst und habe eine Störung egal welche... dennoch gibt es NIEMANDEN das recht sowas zu tun...


    Aber das Ärzte die Diagnose "psychische Störungen" oder ähnliches geben wenn sie nicht weiterwissen ist mir fremd... Meine Chefs machen das jedenfalls nicht...


    LG

    Wenn hier so viele Dinge miteinander vermischt werden, kann man eine Diskussion vergessen.

    Zitat

    Und nun da es Internet gibt, bin ich zufällig darauf gestoßen und habe gelesen, dass dies offenbar eine psychische Störung ist :-o

    Verstehe nicht, waum du da verwundert bist. Es ist eine Störung der Sexualpräferenz unter die die Betroffenen meistens enorm leiden, weil die meisten auch nicht auf den Kopf gefallen sind und wissen, dass es "falsch" ist.


    Man sollte schon zwischen der Störung Pädophilie und tatsächlichen Übergriffen unterscheiden, denn nicht jeder Pädophiler ist ein Täter/Täterin(!). Und es gibt sogar eine Reihe von TäterInnen, die überhaupt gar nicht pädophil sind, sondern werden aus anderen Gründen (Macht) übergriffig.

    Zitat

    einige von ihnen sind sicherlich psychisch angeknackst und habe eine Störung egal welche... dennoch gibt es NIEMANDEN das recht sowas zu tun...

    Seit wann geben psychische Störungen einem das Recht irgendetwas zu tun?

    https://www.kein-taeter-werden.de/


    Es IST eine psychische Störung. Und das ist keine lahme Ausrede. Ja, es gibt viel Unklarheit, aber die gibt es allen Erklärungsmodellen zum Trotz auch bei "einfacheren" Erkrankungen wie Angst, Depression,...


    WENN es zur Tat kommt, ist Pädophilie grausam. Keine Frage. Aber es gibt viel mehr Menschen mit dieser Neigung als es Täter gibt. Und die Betroffenen LEIDEN meist unter ihrer Neigung. NIE seine sexuellen Wünsche ausleben zu können ist kein befriedigendes Leben.


    Vorurteile und Polemik haben bei diesem Thema übrigens nichts zu suchen.

    Zitat

    Man sollte schon zwischen der Störung Pädophilie und tatsächlichen Übergriffen unterscheiden, denn nicht jeder Pädophiler ist ein Täter/Täterin(!). Und es gibt sogar eine Reihe von TäterInnen, die überhaupt gar nicht pädophil sind, sondern werden aus anderen Gründen (Macht) übergriffig.

    :)^ .


    Die meisten Pädophilen werden keine Täter, aber das interessiert ja leider niemanden.

    @ kleiner_drachenstern

    Zitat

    ... sondern werden aus anderen Gründen (Macht) übergriffig.

    Macht über kleine Kinder ist für mich auch schwer bis nicht nachvollziehbar. Und v. a. wieso sich jd mächtig fühlt wenn er sich an einem Kind vergreift ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich meine die Art der Macht. Und was ist das für eine Macht. Das alles verstehe ich zusätzlich auch nicht.


    Ich habe einen Artikel gelesen und finde es momentan nicht im Internet, suche abends dann und stelle es ein, weil ich es interessant fand. Ein Paar wäre bereits im Sandkasten miteinander befreundet gewesen und hätten später dann geheiratet, mehr aus Kameradschaft denn aus Liebe. Und nach über 20 Jahren hätte sich seine Frau scheiden lassen. Weil er aus Kameradschaft seine Sandkastenliebe geheiratet hätte, wäre er pädophil geworden. Das ist überhaupt nicht nachvollziehbar für mich. Das klang für mich wie ein verzweifelter Versuch eine Erklärung zu finden wieso wer pädophil ist. ":/

    Pädophile ist eine sexuelle Devianz.


    Zu diesen Abweichungen zählen auch Fetischismus, Sadomasochismus, usw.


    Manche Abweichungen werden gesellschaftlich akzeptiert. Solche, die nicht akzeptiert werden, wie eben Pädophile, Nekrophilie, Zoophilie usw. werden als psychische Störung definiert.


    Diese Neigung hat man dauerhaft. Man kann sie nicht therapieren.


    Allerdings kann man mit therapeutischer Unterstützung verhindern, eine Tat zu begehen.

    Zitat

    Macht über kleine Kinder ist für mich auch schwer bis nicht nachvollziehbar

    Das haben psychische Störungen so an sich. Sexuelle Neigungen / Präferenzen (auch wenn krankhaft), kann sich Mensch nicht aussuchen. Das ist genauso wie manche Leute sagen 'Homosexuelle entscheiden sich aktiv dafür, homosexuell zu sein'.


    Was man heutzutage auch gern mal vergisst, ist dass Kontakte zu Kindern/Jugendlichen in manchen Gesellschaften etwas 'normales' waren, wie z.B. die Päderastie im antiken Griechenland.

    bester beitrag in diesem faden - es gab/gibt hier in diesem forum einen faden, in dem ein pädophiler seine wirklich große not und auch sein striktes bemühen, bis hin zur chemischen kastration, beschrieben hat.


    ich persönlich würde pädophilie allerdings niemals mit Fetischismus, Sadomasochismus gleichsetzen, da kinder wehrlos, unwissend und somit nicht fragbar sind - also manipulativ oder durch gewalt benutzt(!) werden.

    sample


    Ich werfe mal schnell ein:

    Zitat

    ich persönlich würde pädophilie allerdings niemals mit Fetischismus, Sadomasochismus gleichsetzen, da kinder wehrlos, unwissend und somit nicht fragbar sind....(...)....

    Bei dem Vergleich geht es primär um eine sexuelle Präferenz - nicht um das Ausleben.

    sample


    Habe ich auch so verstanden.


    Nur weiß ich aus Erfahrung, dass gerade dieses Thema so hochsensibel ist, dass man doch ganz klar differenzieren sollte.


    Vor allem zwischen Betroffenen die nicht handeln und den Tätern zu unterscheiden.


    Insofern hinkt natürlich der Vergleich mit anderen sexuellen Vorlieben/Neigungen, das stimmt.


    Nur wollte Rhelia darauf gar nicht hinaus meiner Meinung nach und deshalb mein Einwurf. Also war nicht gegen Deinen Beitrag an sich gerichtet. @:)

    Zitat

    Und v. a. wieso sich jd mächtig fühlt wenn er sich an einem Kind vergreift ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich meine die Art der Macht. Und was ist das für eine Macht. Das alles verstehe ich zusätzlich auch nicht.

    Diese Macht-Theorie teile ich überhaut nicht. Das legt nahe, dass es einfach nur um Machtgefühle ginge, erklärt aber nicht, wieso sich diese Macht auf sexueller Ebene abspielt. Wieso sollte jemand aus Macht jemanden sexuell missbrauchen? Er könnte sein unterlegenes Opfer ja auch schlagen, berauben, kidnappen, anderweitig dominieren, was auch immer, eben ohne die sexuelle Komponente. Alles auf "Macht" zu reduzieren greift m.E. viel zu kurz und ist wohl eher ein Ablenkungsmanöver als eine tatsächliche Erklärung des Phänomens (meine persönliche Meinung).

    Zitat

    Was man heutzutage auch gern mal vergisst, ist dass Kontakte zu Kindern/Jugendlichen in manchen Gesellschaften etwas 'normales' waren, wie z.B. die Päderastie im antiken Griechenland.

    Sehr richtig. Ich fände es mal viel interessanter, wenn man das Thema von dieser Seite aus beleuchten würde: inwiefern haben Menschen derartige Verhaltensweisen vielleicht immer schon gezeigt? Dann käme man vermutlich zu einer anderen Antwort als "da ist einer gestört und will Macht ausüben", allerdings wäre die aller Voraussicht nach auch sozial brisanter und deshalb weniger gewünscht.