Panikattacken kurz nach dem Einschlafen

    Hallo,

    ich leide schon seit vielen Jahren unter Panikattacken im Schlaf. Diese treten immer in der Einschlafphase auf und thematisieren immer das Verschlucken von Gegenständen. Die Ausprägung dieser Attacken ist unterschiedlich: Wenn sie schwach sind, schrecke ich nur kurz hoch, mache mir bewusst, dass ich im Bett liege und alles ok ist, und schlafe dann gleich wieder ein. Bei stakt ausgeprägten Anfällen springe ich oftmals aus dem Bett und versuche den vermeintlichen Gegenstand durch Husten und Würgen wieder los zu werden. Bis ich wach werde vergehen so manchmal Minuten. Die verschluckten Gegenstände kann ich meistens konkret benennen. Oft sind es Dinge, mit denen ich vor dem Einschlafen zu tun hatte, wie Kleingeld, Schrauben, ... manchmal auch völlig skurile Dinge wie Schals, Insekten, meine Brille oder Handy. Klingt witzig, ist aber leider sehr belastend, weil ich mir dabei einbilde zu ersticken. Die Anfälle treten mit schwankender Intensität sehr unregelmäßig auf. Manchmal habe ich zwei Wochen gar nichts, dann wieder jede Nacht.


    Ich habe 2008 in der Sache zum ersten mal einen Neurologen aufgesucht, der mich gründlich gecheckt hat (HNO, Kernspinn, Hirnströmemessung, ...) Die Befunde waren negativ, allerdings waren meine Panikattacken nach dem ersten Arztbesuch für zirka 6 Monate komplett verschwunden, was nur eine psychische Ursache zulässt.

    2010 waren die Attacken wieder mindestens so schlimm wie vor dem beschriebenen Arztbesuch, weshalb ich einen Psychiater aufgesucht habe, der mir Anti-Depressiva in Kombination mit einer Gesprächstherapie angeordnet hat. Leider ohne Erfolg. Die Anti-Depressiva hatten bis auf zahlreiche Nebenwirkungen keinen Effekt. Nach den Gesprächen beim Arzt waren meine Nächte weder besser noch schlechter als die Nächte ohne Therapie. Und ich befürchte, ich kann noch jahrelang in meiner Kindheit und Jugend rum wühlen, die nebenbei ziemlich behütet und unspektakulär verlaufen ist, ohne irgend eine Auswirkung auf meinen Schlaf. Bis heute konnte ich leider kein wiederkehrendes Muster was das Auftreten und die Intensität der Anfälle angeht erkennen. Hat jemand ähnliche Probleme? Was kann ich tun?

    Viele Grüße, Martin

  • 2 Antworten

    Da Antidepressiva bei dir nicht wirken möchte ich dir mal zu kalifornischen Goldmohntee raten.

    Der hat eine leicht sedierende Wirkung

    Bachblütentropfen wären auch einen Versuch wert.

    Hast du mal Autogenes Training oder Entspannungsübungen nach Jacobsen ausprobiert?

    Ich lege mir gerne ein Lavendelkissen unters Kopfkissen da es mir schöne Träume beschert.