Panische Angst, dass Mutti aus Narkose nicht wieder aufwacht

    Ich wende mich an euch, weil ich bald wahnsinnig werde und kaum noch an was anderes denken kann. Meine Mutti (61) hat Krebs und als Nebenwirkung des Krebsmedikamentes das sie immer einmal im Monat im KH bekommen hat, hat sich unten links der Kiefer geöffnet. Sie war bereits zweimal bei einem sehr guten Kieferchirurg hier in Potsdam, allerdings ging der Kiefer immer wieder auf. Der Chirurg hat ihr jetzt empfohlen in Berlin ins Benjamin-Franklin-Krankenhaus zu gehen, weil wohl dort Spezialisten sind die noch andere Möglichkeiten haben. Soweit so gut. Allerdings hat meine Mutter sehr große Angst, dass sie aus der Narkose nicht mehr wach wird. Vor ca. 10-12 Jahren, als der Krebs als Brustkrebs losging und sie ich weiß nicht mehr wieviele OP's hatte, kam es vor, dass sie bei einer OP weggeblieben ist. Die OP ging auch ca. 6-8h. Man hatte ihr das dann auch noch gesagt. Wahrscheinlich müssen die das auch. Jetzt hat sie die Angst schon derartig auf mich übertragen, dass ich schon kaum noch an was anderes denken kann. Ich hab die ganze Zeit Horrorvorstellungen in meinem Kopf. Ich weiß langsam nicht mehr wie ich mit den Ängsten umgehen soll.


    Vielen Dank, Daniela

  • 54 Antworten

    Bis jetzt waren wir einmal da damit sich das dort ein Arzt anschaut. Für das Problem gibt es spezielle Sprechstunden, da das Problem mehrere haben. Ein OP Termin steht bis jetzt noch nicht fest. Aber wahrscheinlich wird vom Kiefer was weggenommen und dann wird entweder mit eigener Schleimhaut oder Kunststoff versucht das zu schließen.

    Ist das Problem im Kiefer einfach so entstanden under wurde ihr ein Zahn gezogen? Ich kann mir schon vorstellen, daß eine größere Kieferoperation nicht ohne Narkose abgeht. Soll der Kiefer mit Metall verstärkt werden? Hat man Euch gesagt, wie das vorraussichtlich kosmetisch aussehen wird?


    Was ist die Prognose bezüglich der Metastasen?

    Sie hatte an dieser Stelle eine Brücke drauf. Und durch das Krebsmedikament, dass sie einmal monatlich bekommen hat (ist seitdem erstmal eingestellt worden), hat sich darunter der Kiefer geöffnet, das ist eine Nebenwirkung. Das Medikament heist Zometa.


    Bis jetzt hat uns da noch niemand weiter was gesagt, weil wir bis jetzt nur einmal da waren um schauen zu lassen ob die das überhaupt machen können.

    Zometa ist ein Medikament, daß die Knochen stabilisieren soll. Es gehört zu einer Medikamentengruppe, die auch bei Osteoporose angewendet wird, ist also kein spezifisches "Krebsmedikament".


    Ich hatte mir gedacht, daß es darum geht, da es bekannt ist, daß es zum Absterben von Kieferknochen führen kann, meist aber nach einer Zahnextraktion.


    Wenn eine Narkose empfohlen werden sollte, wird ein Anaesthesisten vorher das Risiko abschätzen und mit ihr besprechen. Sie kann dann entscheiden, ob sie es eingehen will oder nicht. Vielleicht kannst Du ja da mit hingehen und Deine Bedenken äußern?

    Ich hatte nur gehofft vielleicht einen Tip zu bekommen, wie ich mit meinen Ängsten umgehen kann. Denn sie nehmen mittlerweile fast den ganzen Tag ein, wenn ich früh wach werde merk ich die Angst gleich im Magen.


    Die Vorstellung, dass meine Mama nicht mehr da ist, ist für mich unerträglich, sie ist ja auch erst 61.


    Mir ist schon klar, dass sie nicht gesund ist, denn es sitzen Metastasen an der Wirbelsäule und an den Rippen. Und das sie damit sicher keine 80 wird ist mir auch klar. Aber der Gedanke, dass es bei so einer bescheuerten OP passieren könnte, ist einfach nur furchtbar.