Der Einbrecher könnte gewalttätig sein. Vielleicht verletzt er mich oder bringt mich gleich um, weil ich ihn gesehen habe.


    Ein paar Straßen weiter haben zwei Männer auf Drogen eine Wohnungstür eingeschlagen und die Bewohner wegen 25 Euro fast tot geprügelt.


    Finde die Frage, was daran so schlimm wäre, etwas merkwürdig. Würde dir das keine Angst machen?

    Ganz ehrlich? Nein. Vor allem habe ich keine Angst davor, dass plötzlich jemand in mein Zimmer kommt und mich beobachtet.


    Was wäre das für eine Logik? Ein Einbrecher ist grundsätzlich nur an Wertgegenständen interessiert. Der würde es doch tunlichst vermeiden, in die Nähe der Hausbewohner zu kommen. Dann wird er ohnehin vermummt sein.


    Angenommen es wäre ein skrupelloser Einbrecher der über Leichen geht - würde der nicht abwarten, bis niemand zuhause ist? Diese Leute sind doch auch nicht blöd.


    Angenommen es wäre wirklich jemand im Zimmer, der es auf mich abgesehen hätte (egal wie unrealistisch es ist) - dann wäre ich vermutlich sowieso geliefert und er würde mich auch sonst irgendwie um die Ecke bringen.

    Ich weiß gar nicht, wieso du hier mit schreibst, wenn du es doch sowieso nicht verstehen willst. Ängste etc. haben doch ganz oft überhaupt nichts realistisches. Es gibt Menschen, die haben Angst vor Spinnen, obwohl die Spinnen, die von draußen rein kommen wahrscheinlich NIX tun werden. Ich habe halt meine Angst, dass jemand nachts bei mir im Zimmer steht und mich umbringen will. Das macht keinen Sinn! Ich weiß das! Die Angst geht, aber nicht weg. Es ist außerdem gar nicht mal SO unrealistisch, dass jemand plötzlich im Haus ist. Es wurde bei Bekannten eingebrochen, als die zu Hause waren. Es hat jemand bei einer Freundin an der Kellertür rumhantiert und sie war zu Hause. Ich habe schon öfters gehört, dass die Anwohner den Einbrecher überrascht haben.

    Ich schrieb, weil ich selbst jahrelang unter meinen Ärgsten gelitten habe und mich einigermaßen damit auskenne. Du musst mir also nicht erzählen, dass deine Angst gar nicht so unrealistisch und unberechtigt ist - das habe ich nie behauptet. Aber sie ist krankhaft und scheint dir einiges an Lebensqualität zu rauben.


    Ein Beispiel: Autounfälle gibt es quasi tagtäglich - trotzdem haben die meisten keine panische Angst davor, Autozufahren. Das würde in unserer Gesellschaft auch überhaupt nicht funktionieren.


    Natürlich wäre die Angst nicht unberechtigt, aber heutzutage sind die meisten auf ein Auto angewiesen - mit dem Risiko muss man wohl oder übel leben. Geht ja gar nicht anders.


    Wenn du bei allen halbwegs gefährlichen Dingen so große Angst hättest, wie vor Einbrüchen, würdest du dein Haus nicht mehr verlassen und in einem Atomschutzbunker leben.


    Diese Angst nimmt dir einfach nur die Freude am Leben. Ob letztlich jemand einbricht oder nicht kannst du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eh nicht verhindern.

    Also hat 'bei euch' jeder diese Ängste? ;-)


    Weißt du, mir ist es persönlich ziemlich egal, ob du deine Angst überwinden kannst oder nicht.


    Ich wollte nur einen hilfreichen Beitrag schreiben und denke durchaus, dass ich mich zumindest soweit in dem Bereich auskenne, dass ich anderen Menschen eine interessante Sichtweise aufzeigen kann. Aber ich diskutiere sicher nicht darüber, wie "berechtigt" eine Angst wohl sein mag. Wie ich bereits schrieb; es gibt 100000 Dinge von denen man berechtigterweise Angst haben könnte. Aber das schränkt die Lebensqualität einfach nur extrem ein, weil man die meisten Dinge ohnehin nicht wirklich beeinflussen kann.


    Das ist alles, was ich dazu sagen kann.