• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
  • 339 Antworten

    Cleeni

    Zitat

    oh.. ich brachte sonderbar ins Spiel. Kleio, das hat nichts mit dir zu tun. Ich frage mich grad selbst, warum ich es als sonderbar ansehen möchte. ":/

    sonderbar hat für mich keine negative wertung. ich kann also ruhig für dich sonderbar sein. ;-D aber themen, die derart abstrakt abgehandelt werden, führen immer zu sehr individuellen interpretationen und manchmal auch weit weg von dem, wie es wirklich ist - so viel zu sprache und formulierung. also besipiele sind immer gut. das wäre meine erkenntnis, seit ich in diesem forum bin.

    @ S. wallisii

    Noch einmal zu der Frage, welchen Sinn es hat, eine Meinung zu der Menschheit zu haben (so nenne ich es. Du nennst es ein positives Verhältnis).


    Mir würde es dabei helfen, wie ich mit meiner Einsamkeit umgehe. Ich könnte versuchen, mehr Kontakt zu den mir persönlich bekannten Personen bekommen. Ich könnte versuchen, mit dem Gefühl der Einsamkeit leben, und ich könnte versuchen, mit Fremden in Kontakt zu kommen.


    Meine Meinung zur Menschheit insgesamt wäre da eine Orientierungshilfe.


    Das war so eine Idee von mir, warum es für uns wichtig wäre, eine Meinung zur Menschheit zu haben.


    Es wäre auch eine Erklärung dafür, warum andere es vielleicht überflüssig finden: Wer seinen Platz auf dieser Welt gefunden hat, braucht sich keine Meinung zur Menschheit zu bilden.

    mond+sterne

    Zitat

    Ich könnte versuchen, mit dem Gefühl der Einsamkeit leben, und ich könnte versuchen, mit Fremden in Kontakt zu kommen.

    Steht für dich Einsamkeit und Kontakt mit anderen Menschen im Zusammenhang?


    Für mich mittlerweile nicht mehr. Ich stellte eher fest, dass wenn es die für mich "falschen" Personen sind, ich in deren Gesellschaft einsamer bin, als mit mir alleine. Mittlerweile liebe ich es einsam zu sein, aber auch mit den Menschen, mit denen es passt. Also ich bin nicht weniger einsam, nur weil ich unter Leute gehe und auch anders herum: ich bin nicht --- was denn eigentlich???(was ist eigentlich das Gegenteil von einsam, wenn man einsam nicht negativ behaftet? ":/ )


    Du bist also nicht gerne mal einsam? Ich genieße diese Phasen, genauso wie die Phasen in Zweisam-, Dreisam-, Vielsamkeit. Das ist innerlich nicht mehr wie im Sanduhrglas (die eine Seite wird weniger (Einsamkeit) und die andere Seite (Kontakt mit den Menschen) wird mehr).


    Ich überlege grad, wie sich das gewandelt hat. Denn anfangs kam ich mir schon alienhaft vor, als ich Kontakt "suchte", aber nur, weil ich mir innerlich den Druck machte, irgendwelche Prinzipien erfüllen zu müssen und immer bei anderen abcheckte, wie was ankommt, oder wie es andere machen. Glücklich machte mich das nicht unbedingt. Sicherlich waren auch Schritte dabei, die mir übungsmäßig geholfen haben, aber nicht grundsätzlich. Das wandelte sich dann, dass ich mehr auf mich hören wollte.


    Grad jetzt Silvester war es für mich so, dass ich da nur auf mich hörte, sonst hätte ich mich nicht wohlgefühlt. Ich war in einer Gaststätte, weil Freunde wollten, dass ich Fotos mache (und ich es liebe, wenn ich es so machen kann, wie ich es will). Wenn ich mich jetzt nur nach den anderen gerichtet hätte, wäre es Druck pur gewesen. Die Gaststätte war voll mit feierlaunigen Menschen. Ich für mich liebte es mit meiner Kamera Details einzufangen: auf dem Fußboden, an der Wand, an der Decke. Ich war also sehr mit mir beschäftigt. Die anderen kümmerten sich gar nicht um mich, obwohl ich anfangs dachte, dass ich doch bestimmt total strange wirken muss. Die anderen tanzten zur DJ-Musik und ich saß mittendrin auf dem Fußboden und machte Bilder. Weil sie mich so ließen, bin ich auch lockerer geworden und konnte auch locker mal mit den Personen reden.


    Was nicht klappte war, als die Freunde wollten, dass ich gestellte Fotos von beiden mache. Das wissen sie eigentlich, doch man kann es ja mal probieren. Da war ich verkrampft. Wollte mich aber auch nicht zwingen. Dann kam dann nur ein : "Sie macht es wirklich nicht", worauf ich antwortete: "ja sie macht es wirklich nicht".


    Sonst hätte es mich fertig gemacht und ich wäre ins Grübeln verfallen, was sie von mir denken. Doch das ist "eigentlich" totaler Blödsinn. Für mich wäre es schlimm gewesen, wenn ich es gemacht und mich dabei nicht wohlgefühlt hätte.


    Das ist für mich jetzt der Unterschied und wirkt sich auch für mich positiv auf den Umgang mit anderen Menschen aus. Ich erwarte da nichts mehr und nehme mir auch raus, dass ich keine Erwartungen erfüllen muss, sondern für mich gucken kann, ob ich das will oder nicht und wer damit ein Problem hat, kann das Problem behalten, doch ich muss es nicht zu meinem machen.


    Klar, so von außen betrachtet, hat die Situation bestimmt etwas verrückt ausgesehen. Die meisten Menschen dort waren ausgelassen, feierten und ich mittendrin, aber eben für mich. ;-D. Alle hatten ihre Plätze an denen sie aßen. Ich verkroch mich ans Buffet und aß dort und machte Fotos. So wie es wirkte, hatte niemand damit ein Problem und wenn er es gehabt hätte, dann hätte ich es auch nicht zu meinem machen müssen.


    Für mich geht der Weg zu den anderen Menschen also nicht vordergründig über andere Menschen, sondern wirklich vordergründig über mich selbst.


    Am Ende der Feier wurde ich sogar gefragt, wo denn die Fotos zu finden sind, dabei achtete ich sehr penibel darauf, niemanden frontal zu fotografieren, weil ich es auch nicht leiden kann und ich dachte, dass sie auch nicht abgelichtet werden wollen ;-D ;-D . Da staunte ich dann. Denn eigentlich wollte ich "nur" die zwei Freunde beim Musizieren fotografieren.


    Was ich auch damit sagen will: mir hilft es, vordergründig auf mich zu hören, was ich will, egal wie verrückt es vielleicht auf andere wirken mag. Doch dadurch habe ich das Gefühl authentischer wahrgenommen zu werden, als wenn ich meinen würde, schauspielern zu müssen, nur damit irgendwas passt.


    Dort bei der Feier saß ich auch lange in einer Treppenecke. Es kamen Gäste vorbei und grinsten, oder machten spitze Bemerkungen. Doch gestört hat es mich nicht, weil ich eben da sitzen wollte. Vielleicht wäre ich ja mit diesen Leuten nie ins Gespräch gekommen, oder wenn doch vielleicht total stotterig, weil ich gemeint hätte, irgendwie wirken zu müssen, wenn ich in Kontakt trete.


    Ich will damit niemanden etwas überstülpen. Jeder muss/kann für sich ja gucken, wie und was er macht.

    Zitat

    Meine Meinung zur Menschheit insgesamt wäre da eine Orientierungshilfe

    Eine Orientierungshilfe besser mit dir klarzukommen?

    Zitat

    Es wäre auch eine Erklärung dafür, warum andere es vielleicht überflüssig finden: Wer seinen Platz auf dieser Welt gefunden hat, braucht sich keine Meinung zur Menschheit zu bilden.

    Überflüssig? *grübel* Ich für mich finde es nicht überflüssig, nur merke ich, dass es nicht so im Zusammenhang steht. Der Platz für mich wird immer klarer und ganz losgelöst kann es gar nicht von der Menschheit sein. Sonst würde ich doch auch nicht mich zu bestimmten Personen hingezogen fühlen und zu anderen überhaupt nicht. Doch ich für mich habe nicht das Gefühl, dass ich mir vordergündig um die Menschheit Gedanken mache /eine Meinung bilde, damit der Platz für mich stärker wird. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meinen Platz erklären muss, gar verteidigen muss. Doch da merke ich auch, dass es dann ist, wenn ich mit Menschen in Kontakt komme, denen es nicht um mich geht. Dann ist dann eben so, doch es nicht meine Aufgabe, irgendwelchen Schablonen zu entsprechen (zumal ja dann jeder eine andere Schablone hätte). Er kann ja sein anbringen, doch das hat dann nichts mit mir zu tun.

    Cleeni


    Das mit dem "gut heissen" hat NotMichaelCaine gut beantwortet.

    Zitat
    Zitat

    Fragt sich, ob's so funktioniert. Meistens kann man ja seine Wertungen nicht einfach so abschalten, oder?


    (Eingefuegt von Lewian: Das bezog sich auf deine Frage, was ich von s.wallisiis Idee hielt, neutral zu sein, wenn man es schon nicht fertig bringt, positiv zu werten.)

    Und was hältst du nun davon? Denn nach deiner Aussage wäre es ja das Gegenteil von etwas "gut heißen".

    Ich habe keine allgemeine Meinung dazu. Ich bin neugierig, ob's funktioniert, und wie, und ich kann es nicht im Vorhinein wissen, nicht einmal fuer mich selber, geschweige denn fuer jemand anderen. Weder ob's funktioniert, noch ob ich das Ergebnis mag, wenn's "geklappt" hat. Ich kann allenfalls sagen, ich habe eine gewisse Sympathie fuer die Idee.


    Ich denke, wie ich glaube ich bereits schrob, dass grundsaetzlich Wertungen auf ganz elementaren Gefuehlen aufbauen, die wir halt haben, und die sich nicht einfach so manipulieren lassen. (Eventuell lassen sie sich irgendwie manipulieren, aber ich denke nicht, dass es ein zuverlaessiges Patentrezept dafuer gibt.) Der erste Schritt zur bewussten Wertung ist, dass wir uns sagen, "ich fuehle mich gut", oder "schlecht". Und dann gehenm die bewusst wertenden Gedanken weiter und weiter weg von unseren direkten Gefuehlen, z.B. indem wir uns sagen, "ich bewerte die Entwicklung der gesamten Menschheit als schlecht"; da steckt sicherlich ein vorhandenes Gefuehl dahinter, dem das Wort "schlecht" nicht allzuviel Gewalt antut, oder, wenn du so willst, das mit "schlechtes Gefuehl" angemessen bezeichnet ist. Aber "die Entwicklung der gesamten Menschheit" ist ein ziemlich abstraktes Konzept, die beruehrt uns ganz persoenlich direkt nur ziemlich gerigfuegig, gemessen daran, was insgesamt da alles drinsteckt. Es fasst einen Riesenwildwuchs von unterschiedlichen Aspekten in ein einziges umfassendes Konzept zusammen. Also denke ich, da steckt so viel drin, was unser direktes Fuehlen nicht beruehrt, dass man vielleicht gedanklich schon seine Einstellung dazu aendern kann, ohne dass man etwas tut, was mit der direkten Gefuehlswelt in Konflikt geraet. (Denn ich denke, Probleme tauchen dann auf, wenn man versucht, irgendwelche Gefuehle "wegzudenken" oder "umzudenken", also wenn man versucht, bewusst so zu denken, dass es zu den Gefuehlen nicht passt.)


    Also, ich denke, dass s.wallisii gewisse direkte Gefuehle, die er hat, nicht wird wegkonstruieren koennen; und dass er, wenn er eine neutralere Einstellung bekommen will zur Menschheit, dieses irgendwie so bewerkstelligen muss, dass er sich nicht in Konflikt mit diesen direkten Gefuehlen bringt. Es koennte aber immerhin moeglich sein, dass das irgendwie geht.

    @ Cleeni

    Zitat

    Steht für dich Einsamkeit und Kontakt mit anderen Menschen im Zusammenhang?

    Ja.


    Wobei ich denke, wir sind da inhaltlich gar nicht so weit auseinander. Es stellt sich eher die Frage, was meinte ich in diesem Zusammenhang eigentlich mit Kontakt?


    Zu mir sagte beispielsweise eine Frau: "Ich spüre keinen Kontakt." Sie hat sich also mit mir einsam gefühlt, weil kein Kontakt da war.


    Mir ging es anders. Für mich war da ein Kontakt. Traurig.


    Genauso gibt es das auch umgekehrt. Ich habe noch losen Kontakt zu Freunden von früher. Das sagt man so. Aber ich fühle da keinen Kontakt mehr und bin deshalb einsam.


    Also mit Kontakt meinte ich das, was man als Kontakt empfindet und so gesehen gibt es natürlich einen Zusammenhang.


    Ich brauche Menschen, mit denen es passt. genau. Das ist die treffendere Formulierung.

    Zitat
    Zitat

    Meine Meinung zur Menschheit insgesamt wäre da eine Orientierungshilfe

    Eine Orientierungshilfe besser mit dir klarzukommen?

    Ja, kann man wohl so sagen. Mich zu finden, meinen Platz in der Welt zu finden, um besser mit mir klar zu kommen, so wie ich bin.

    mond+sterne

    Zitat

    Ja, kann man wohl so sagen. Mich zu finden, meinen Platz in der Welt zu finden, um besser mit mir klar zu kommen, so wie ich bin.

    Bei mir hat der Weg so herum - also über andere - nicht geklappt. Erst als ich mit mir einsam sein konnte, hat sich das Verhältnis zu den anderen Menschen positiv verändert. Ich bin da unabhängiger und dadurch näher, aber auch neutraler - je nachdem was grad wichtig ist - zu anderen Menschen.

    Zitat

    Ich brauche Menschen, mit denen es passt. genau. Das ist die treffendere Formulierung.

    Damit es passender wird, musst du dir ja erstmal bewusst werden, was du für Anteile mit einbringst (also da ist es ja wichtig, dass du dir selbst-bewusster wirst, was für dich wichtig ist und das gar nicht mal so in Abhängigkeit mit anderen Menschen.

    @ Kleio

    Zitat

    vielleicht bringt ihr mir aber mit euren fragen die Lösung, die ich für mich suche. ;-D

    ja das wäre doch nett! :-D

    Zitat

    apropos tempo - ich habe ja schon von anfang an ein langsameres tempo gehabt, dauert jetzt wahrscheinlich wieder 3 Wochen, bis ich soweit bin und hoffentlich dann auch mit beiden händen. :-)

    Dachte mir gestern eh noch, solche Textwälle einhändig!! :-o :-D Gute Besserung falls Aua der Grund :)*


    Weiß auch noch nicht genau ob ich die Tage nicht vllt ne kleine Auszeit nehme, wenn ich übervernüftig bin wohl nicht (zwar wieder recht gesund aber noch ein bißchen Husten) aber ich hab Angst dass der momentane Schnee vllt der einzige diesen Winter sein könnte und ne schöne Winterwanderung mit wenigstens ein, zwei Pampaübernachtungen möchte ich eigentlich schon machen und es zieht mich schon sehr ins weiße Wunderland^^

    S. wallisii

    Zitat

    Dachte mir gestern eh noch, solche Textwälle einhändig!! :-o :-D Gute Besserung falls Aua der Grund :)*

    nö, ich schreibe schon drei wochen immer wieder mit. kann man dann im text auch genau erkennen, wo es eine existente groß- und kleinschreibung gibt und wo nicht. aber ich wollte dann auch nicht mehr warten.


    aber danke schön. ich kann ja jetzt nur stillhalten und ein bisschen auf links umlegen.

    Zitat

    Weiß auch noch nicht genau ob ich die Tage nicht vllt ne kleine Auszeit nehme, wenn ich übervernüftig bin wohl nicht (zwar wieder recht gesund aber noch ein bißchen Husten) aber ich hab Angst dass der momentane Schnee vllt der einzige diesen Winter sein könnte und ne schöne Winterwanderung mit wenigstens ein, zwei Pampaübernachtungen möchte ich eigentlich schon machen und es zieht mich schon sehr ins weiße Wunderland^^

    viel spaß! wir haben heute auch das erste mal schnee, der liegenbleibt und ich freue mich auf morgen, den schnee mal zwichen den fingern zu spüren. x:)

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Aus meiner Sicht scheinst Du das Gegenüber immer mit reinziehn zu wollen, ja. Verständlich. Das gehört da natürlich dann irgendwann auch wieder hin

    Dass an der Goldenen Regel immer andere beteiligt sind ist ja irgendwie net zu vermeiden, im "alleine" hat sie ja sowieso keine Anwendungsmöglichkeit.


    Ich find aber schon dass ich hauptsächlich bei mir bleiben will (zumindest als Vorsatz), darum geht es mir ja irgendwie auch (u.a.). Eine Motivation sich selbst gegenüber ungut zu verhalten statt dem anderen ist ja dem Gegenüber ja bloß nicht in seinen Befindlichkeiten zu stören - dass das wiederum nur vorgeschoben sein kann ist natürlich auch wieder wahr, vllt bleibt man quasi also immer bei sich^^ Interesse hab ich am "beim anderen sein" aber trotzdem, wann z.B. mit jemand schonend umgehen, rein aus Motivationen heraus die mit einem selbst nichts zu tun haben (z.B. nicht Vermeidung die evtl ungewünscht ankommende Meinung sagen zu müssen sondern z.B. ganz im (subjektiv geglaubten) Sinne des Gegenübers)? Jegliche Regel kann hierbei und dem ganzen Thema Goldene Regel meiner Meinung nicht anders als zu versagen. Sie kann nicht jedem Fall gerecht werden, in manchen Fällen ist "selbstgesund" und "gerecht" (oder "(anderer)gesund" und äh^^ "selbstgerecht") auch sowieso nicht vereinbar.


    Die Denkerei hierzu hat übrigens zu einer netten Sache geführt, weil irgendwie muss mein Glaube an das überwiegend Gute im Menschen ja schon einigermaßen stark sein, anders wäre es ja nicht damit zu vereinbaren dass ich denke ohne die Regel wär die Menschheit besser dran oder dass ich sogar Anarchie für eine schöne Utopie halten kann. :-D

    Zitat

    Verwirrender? Oder Klarer? ;-)

    keine Ahnung ;-D Das ist superschön analytisch, aber gänzlich unpraktikabel, nicht?


    Ich will natürlich auch keine Regel durch ne andere ersetzen (nur falls so ein Eindruck entstand (glaub nicht)) sondern zu ner Basis gelangen in der ich intuitiv handeln kann, ohne mir vorher oder nachher groß nen Kopf drum machen zu wollenmüssen. Die Goldene Regel hat ihre Hauptgewichtung auf der Korrektheit dem anderen Gegenüber (und warum ich das generell für falsch halte hab ich vllt lang genug breitgewälzt^^), ich mache(denke, theoretisiere und ein wenig praktiziere) jetzt mal eher das Gegenteil in dem Glauben evtl dadurch sogar zu einer echten Mitte zu gelangen. Als Regel wäre natürlich auch eine Schwarze Regel (oder so) generell falsch selbst wenn ich im Moment sogar fast glauben würde dass sie etwas weniger ungesund für Einzelne und in Folge vllt sogar für die ganze Gesellschaft wäre.


    (übrigens^^ (nebenbei Banalität:) ich mag Religionen nicht sonderlich und halte sie wie gesagt für versagte Konstrukte und über den Buddhismus (ohne ihn wirklich zu kennen) schimpf im Besonderen auch super gern mal ;-D aber er ist noch eine der mir am wenigsten unsympathischen ;-) Aber am allerwenigsten unsympathisch ist mir, nach meiner ganzen lamentiererei vermutlich wenig überraschend, der (und auch ohne ihn so wirklich zu kennen) Satanismus ]:D ;-D In meiner Esoterikphase fand ich neben der weißen Magie die schwarze fast noch anziehender und ich wollte dann ein grauer Magier werden (|-o) ;-D)

    Zitat

    Nur wenn Du an Dir selbst forschst hilft aufteilen um einen Prozess zu verstehen und dann wiederum zu verstehen wo eingriffmöglichkeiten sind und wo womöglich auch nicht. Letzteres kann dann zu einer anderen Art von Realitätsakzeptanz führen, oder nicht?

    Vllt fände ich da mal ein Beipsiel interessant für "Eingriffsmöglichkeiten oder nicht" und diese mir erstmal ominös erscheindene Realität und ihre jeweilige Akzeptanz? (Für das Verliebungsbeispiel bäuchte ich konkretere Umstände (emotional und Verhalten), so kann ich eigentlich gar nichts dazu sagen ohne in x verschiedenste Möglichkeiten aufzuspalten, außerdem ist das ein ziemliches Ansichten-Thema)

    @ Kleio

    Zitat

    aber ich wollte dann auch nicht mehr warten.

    gut! :-o :-D ;-D wär ja sonst ein halbes Buch geworden ;-D ;-)

    Zitat

    viel spaß! wir haben heute auch das erste mal schnee, der liegenbleibt und ich freue mich auf morgen, den schnee mal zwichen den fingern zu spüren. x:)

    :-D dann dir auch viel Spaß mit dem Schnee! (war gestern sogar versucht einen Schneemann zu bauen^^)

    @ Lewian

    Zitat

    Ich habe ein emotionales Verhaeltnis zur Menschheit, welches ich weder als "neutral" noch als wertend bezeichnen wuerde. Ich bin ja Teil der Menschheit und manchmal leide ich mit ihr, und manchmal freue ich mich mit ihr. Also eher als Teil von ihr "mit ihr" als "ueber sie".

    Und wie ist dein Verhältnis zu dir selbst (also so halbrhetorisch gefragt^^ geht mir darum:), kannst du da dann ne gewisse Analogie zwischen beidem feststellen, also Selbstverhältnis und Verhältnis zur Menschheit?

    Zitat

    Siehe vorherige Antwort. Weil meine eigenen Gefuehle Teile der Menschheit und mit der Menschheit verbunden sind. Also deswegen sollte ich das vielleicht tun. Was "man soll", dazu habe ich nichts zu sagen.

    Irgendwelche Vorstellungen? (geht mir um's emotionale dabei, weniger konkrete Handlungen) und wie siehst du die Sache mit dem Einfluss auf andere und auf die ganze Welt sozusagen?


    Deinen Schrieb zur Entwicklung der Menschheit und dem eigenen dazu, finde ich sehr interessant!

    Zitat

    Denn ich denke, Probleme tauchen dann auf, wenn man versucht, irgendwelche Gefuehle "wegzudenken" oder "umzudenken", also wenn man versucht, bewusst so zu denken, dass es zu den Gefuehlen nicht passt.

    ja das klingt sehr sehr richtig.

    ...und immer noch nicht alles gelesen ;-D ... aber wenn ihr untereinander themas habt bitte weiter machen selbst wenn ich paar Tage nicht da sein sollte, ich komm nachher schon wieder hinterher so nach und nach und da kann ich dann ja vielleicht auch was für mich rausziehen (also so schmarrn von wegen faden kapern und so braucht ihr euch net einbilden, ich denk erstens net so und zweitens bin ich doch so ein dermaßener Laberer dass ich bei Bedarf dann schon wieder hemmungslos rumlaber egal wo der Faden steht usw...^^)

    Cleeni

    Zitat

    Wie hat es sich denn bei dir entwickelt, dass du zum Nichtwerten kamst?

    Ich weiss gar nicht, ob ich ueberhaupt "dahingekommen" bin. Vielleicht teilweise. Ich werte ja durchaus, aber mir ist aufgefallen, vermutlich schon recht frueh, dass ich einiges nicht werte, das andere Leute werten, teilweise sehr leidenschaftlich. Das war vermutlich schon immer so, so lange ich mich erinnern kann, also ich bin "darauf gekommen", nicht "dahin gekommen".


    Ein zusaetzlicher Impuls kam von meiner Beschaeftigung mit Konstruktivismus; der Dozent, der mich damals dazu gebracht hat, sagte zum Beispiel mal, viele glauben, sie muessten zu allem Moeglichen eine Meinung haben, und liess sich dann darueber aus, wie diese Meinungen zustandekommen (und liess wenig Zweifel daran, was er davon hielt). Siehe auch hier:


    http://www.boag-online.de/sceptic-26002-01.html


    Daraus:

    Zitat

    Denn die epistemologische Leichfertigkeit, die Nachhaltigkeit, die Penetranz, mit der Menschen ihre ‹ganz persönliche› Meinung über irgendetwas für wahr und für ein Abbild der Wirklichkeit halten und in die Welt stellen, verblüfft uns immer wieder.

    ...und:

    Zitat

    Wie selten hören wir mal ein «Also dazu habe ich jetzt wirklich keine Meinung jetzt!». Und wie glücklich sind wir in einem solch' raren Fall, wenn wir einer der üblichen Meinungsanhörungen entgehen dürfen.

    Das hat mir eingeleuchtet und gefallen. Die Idee, dass Bewertung (in Form einer "Meinung") Offenheit herausnimmt daraus, wie wir die Dinge sehen, und unsere Empfaenglichkeit dann dahin leitet, nur noch das zu sehen, was diese Meinung bestaetigt.


    Wenn ich dich lese, habe ich den Eindruck, bei dir war erst einmal die gegenteilige Bewegung wichtig, also dass du ueberhaupt was meinen "darfst"; das ist ja auch eine Entdeckung, wenn man "von Haus aus" darauf trainiert ist, das in sich zu unterdruecken und sich Werte von anderen aufdruecken zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass in deinem Fall die Entdeckung der eigenen Werte eher eine Oeffnung des Blickfeldes gebracht hat. Also, das mutmasse ich mal vor mich hin jetzt ;-) - der Punkt ist, dass ich glaube, dass die Bewegung zum eigenen Werten hin fuer bestimmte Leute, in bestimmten Lebenssituationen auch sinnvoll sein kann. Das, was ich oben zitiert habe, ist sozusagen fuer Leute, die eher darauf konditioniert sind, eine eigene Meinung sofort zu haben und wenn moeglich anderen aufdruecken zu wollen.


    s.wallisii

    Zitat

    Und wie ist dein Verhältnis zu dir selbst (also so halbrhetorisch gefragt^^ geht mir darum:), kannst du da dann ne gewisse Analogie zwischen beidem feststellen, also Selbstverhältnis und Verhältnis zur Menschheit?

    Ja. Ich bringe das zusammen. Um mal nicht von der ganzen Menschheit zu schreiben, sondern von bestimmten anderen Menschen, ich bin sehr begeisterungsfaehig fuer bestimmte Musik und Kunst, und ich fuehle mich selber gut dabei, Werke von Kuenstlern oder Musikern gut zu finden. Ich kann mich sozusagen ueber meine eigene Begeisterungsfaehigkeit begeistern. Andererseits fuehle ich, was andere Menschen betrifft, oft sowas wie eine neutrale Distanz, das bedeutet vielleicht auch, dass ich selber nicht voll in den Kontakt hineingehe, und es hat damit auch eine Bedeutung dafuer, wie ich mich zu mir selber fuehle.

    Zitat

    Irgendwelche Vorstellungen? (geht mir um's emotionale dabei, weniger konkrete Handlungen) und wie siehst du die Sache mit dem Einfluss auf andere und auf die ganze Welt sozusagen?

    Ich muss ehrlich sagen, diese Fragen hinterlassen mich mit einer Mischung aus "ich kann dazu nichts schreiben" und "ich muesste ganz viel schreiben"... ich weiss nicht, ob ich richtig verstanden habe, was du von mir wissen willst hier. ("Wie siehst du..." ist ja sehr allgemein.)

    Zitat

    Das hat mir eingeleuchtet und gefallen. Die Idee, dass Bewertung (in Form einer "Meinung") Offenheit herausnimmt daraus, wie wir die Dinge sehen, und unsere Empfaenglichkeit dann dahin leitet, nur noch das zu sehen, was diese Meinung bestaetigt.

    Zusatz: Das stimmt auch mit meiner Erfahrung ueberein, dass ich mehr wahrnehmen kann, wenn ich mich bewusst "oeffne" (also meine Wahrnehmungskanaele), und dieses beinhaltet, moeglichst nichts zu denken, was von der konkreten Wahrnehmung ablenkt; und ich denke, das ist es, was Werten oft tut.

    Ich lese noch mit, finde euer Gespräch sehr interessant zu lesen. *:) Ich nehme imo ganz frech einfach nur Input auf und weiß selber gar nicht viel beizusteuern.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Deshalb würde ich das momentan einfach mal so stehen lassen und biete Dir an dazu was zu schreiben wie das bei mir mittlerweile ist, aber nur wenn Du das möchtest.

    Das würde ich sehr gerne lesen; ich kann mit dem, was Du genereall über Deine Vorgehensweise, Gedankengänge usw. schreibst, sehr viel anfangen. Aber wenn das inzwischen zu lang her ist, die Diskussion ist ja inzwischen weiter fortgeschritten, dann mach Dir deshalb keine Umstände.




    Zu einer Sache würd ich doch noch was schreiben mögen:

    Zitat

    da bin ich sehr bei Cleeni, dann lieber "Arsch", wer sich wie ein Arsch verhält ist auch einer. Mir wurscht ob der dann andermal ein Netter sein könnte, er ist "jetzt und hier" ein Arsch, es dann über nur-Verhalten abzuwiegeln ist nicht nett zu sich selbst finde ich und auch quasi bloß ne Art hohler politische Korrektheit. (= ne Einladung mich vom Gegenteil zu überzeugen ;-D

    Ich will Dich von nichts überzeugen, aber von mir selber aus gesprochen: für mich macht es einen Unterschied, ob ich "Arsch" oder "verhält sich wie ein Arsch" denke. Bei ersterem schwingt da mit: wieder ein Arsch mehr auf der Welt (dem ich jetzt auch begegnet bin, Danke ;-D ), quasi wieder ein Minuspunkt für die Menschheit. Bei zweiterem fasst mich das viel weniger an, weil es eben nicht so grundsätzlich und endgültig ist und vielleicht ist er vormittags zu mir ein Arsch, aber nachmittags gut zu seiner Mutter oder so. Das macht mir weniger düstere Gedanken/Gefühle. Daher ist für mich tatsächlich "nett zu mir selbst" so zu denken - abgesehen davon, dass ich es auch einfach, mh, realistischer, wahrhaftiger oder so finde, das passende Wort entfleucht mir gerade.

    Zitat

    Bei ersterem schwingt da mit: wieder ein Arsch mehr auf der Welt (dem ich jetzt auch begegnet bin, Danke ;-D ), quasi wieder ein Minuspunkt für die Menschheit. Bei zweiterem fasst mich das viel weniger an, weil es eben nicht so grundsätzlich und endgültig ist

    klingt voll schönrednerisch ;-D aber das:

    Zitat

    abgesehen davon, dass ich es auch einfach, mh, realistischer, wahrhaftiger oder so finde, das passende Wort entfleucht mir gerade.

    stimmt wohl. Es ist realer, ohne Zweifel. Mir geht es nur natürlich um emotionales Bedürfnis (Arsch zu sagen und zwar am besten dem ins Gesicht) das sich weder um diesbezügliche politische Korrektheit, ein reelleres Bild oder um das Bild das man selber gern von sich hätte kümmert. Ich bin mir auch recht sicher dass das hier jeder versteht oder verstehen könnte, ihr wollt nur nicht^^


    Außer vllt Kleio, die ist als herzensguter Mensch der von Anfang an emotions- und gedankensautark war auf die Welt gekommen, natürlich kann man dann solcherlei Probleme mal "böse" sein zu wollen nicht nachvollziehen (Provokation natürlich^^ Wie gehst du, Kleio, eigentlich in der Morgenmuffelphase mit Mitmenschen um? (und schon mal dran gedacht dass tägliches morgenmuffeln ein Zeichen dafür sein könnte dass dir etwas nachhaltig nicht passt?) Bist du denn wirklich niemals arschig? *schüttel&rüttel* ;-D ( |-o ) ;-D ;-) )


    joa, bin wieder da (war schön :-D ) und trotzig wie eh und je wie man sieht, jegliche weitere Teilnahme am Faden also bitte nur in dem Bewusstsein dass ihr voll gegen ne Wand redet (oder seid ihr die Wände? ;-D) *:)

    Zitat

    Es ist realer, ohne Zweifel.

    Ich vermute, dass es dir in dem Sinne "realer" vorkommt, dass es dein erster direkter Impuls ist und du dann denkst, es ist real, dass das raus will. Soll "real" darueber hinaus noch was bedeuten? Und wenn ja, woher weisst du, dass es "realer" ist?