• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
  • 339 Antworten

    ne, kannte ich nicht, warum die ***? Wie konnte er an Verblutung sterben wenn er kein Blut verliert? Ich würd erstmal annehmen er ist eher an Angst/Schock gestorben wenn:

    Zitat

    Ich finde leider nicht mehr darüber.

    das überhaupt stimmt. Er ist doch ein Esoteriker, oder? Die nehmen's manchmal net so genau^^

    Aber die Hupe: Ich bin nicht der Nervhuper. Für mich ist das Hupen wie ein Grenzsetzen, vielleicht brauche ich es irgendwann nicht mehr. Gefühlsmäßig ist es so, dass die gleichen Mechanismen anspringen, wenn jemand meine Grenze überschreitet: ich konnte da lange kein NEIN über die Lippen bekommen. Das war beim Hupen auch so, ich war blockiert und das ändert sich grad (was nicht heißt, dass ich alles anhupe ;-)). In echt gefährlichen Situationen, die es leider oft gibt, weil so viele Idioten unterwegs sind, ist es für mich dann zwar keine Grenzsetzung in dem Sinne, aber ich lass es aus mir raus und fress es nicht rein. Also die Hupe anfangs zu bedienen, hat in mir das gleiche ausgelöst, was mir kam, als ich anfing für mich einzugestehen, für mich mich zu verteidigen. Ich konnte nicht einfach auf die Hupe drücken, genauso wenig, wie ich was sagen konnte. Vielleicht brauche ich die Hupe ja auch irgendwann nicht mehr. ;-)


    Nur einmal musste ich hupen: sitzt ein Katzenwesen mitten auf der Straße und bewegt sich keinen Millimeter beim Annähern. :-o ;-D. Es half nichts: weder zu gestikulieren, noch die Türe zu öffnen und zu reden. Ein Pokerface vom allerfeinstern :-o. Ich wollte nicht vorbei fahren, vielleicht meditierte sie auch mitten auf der Straße, keine Ahnung. Jedenfalls fiel mir dann nur noch das Hupen ein. ;-D. Naja... in Zeitlupe bequemte sich dann die Mietze auch, die Straße zu räumen ;-D. Schön gemütlich ;-D. Als ich dann vorbei fuhr, sah ich nur noch im Rückspiegel, dass sie sich wieder auf die Straße setzte :-o ;-D. Ich hatte das Gefühl, sie war genervt, weil sie das Feld räumen musste ;-D.

    Er ist nicht Esotheriker! Er mag diese Schiene nicht. Das hatten wir auch als Thema.


    Also der Mensch ist an Symptomen einer Verblutung gestorben.

    Zitat

    https://books.google.de/books?id=UBw1YG6-RBQC&pg=PA85&lpg=PA85&dq=wie+lange+braucht+mensch+bis+er+verblutet,+experiment+mensch+zum+tode+verurteilt&source=bl&ots=mkld-5_1M6&sig=p14IKvzPdvV0XpqjTZ4QKWq9YO4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjco8yt7MnRAhUsP5oKHfjWAX8Q6AEILzAC#v=onepage&q=wie%20lange%20braucht%20mensch%20bis%20er%20verblutet%2C%20experiment%20mensch%20zum%20tode%20verurteilt&f=false

    das ist das einzige was ich gefunden habe.


    Die Sterne wegen

    das ist irgendwie noch so forumsmäßig drin von früher ;-)

    Zitat

    ;-D mit oder ohne Hupe ;-) ;-D :-p

    also ohne Hupe wär's ja witzlos, vllt kannst ja aber umkonditionieren auf sone kleine Tröte wie manche am Fahrrad haben *möpmöp* ;-D oder auf sone Pfeife mit soner Papierrolle die sich beim reinblasen ausrollt ;-D (und wenn mal traurig: {:( rot = eingefallener partyhut und fieberthermometer = tröte die schon so vollgesabbert ist dass sie mehr traurig blubbert als trötet und am Papieranfang lustlos abknickt^^)

    Zitat

    Vielleicht brauche ich die Hupe ja auch irgendwann nicht mehr. ;-)

    ich wünsch es dir .. und den Passanten ;-D

    Zitat

    Nur einmal musste ich hupen: sitzt ein Katzenwesen mitten auf der Straße

    tja die alten schnuckligen Dickköpfe, da kann man als Mensch scho alles mögliche veranstalten und die gähnen einen vllt noch an (außer man hat ne Wasserspritze ]:D ;-D

    ;-D )

    Zitat

    Fühlst du bei dir, wenn das Lästern für dich kontraproduktiv wird? Ich merke dies.

    Und was machst du dann in so einer konkreten Situation? Fängst du dann das Relativieren an oder ergehst dich in Differenzierung oder ziehst als Gegenpol Positives zutage? Hab damit einigermaßen ausgiebig experimentiert in solchen Situationen und das kommt dann ziemlich lahm rüber, also nicht nur in der jeweiligen Kommunikation und der Bremsung ihres Drives betreffend sondern auch mir selbst gegenüber. Eine neuere Taktik ist dann das exakt anzusprechen dass es alles so negativ zu sehen ja aber einem auch selbst nicht so gut tut oder wie schon mal vorher im Faden geschrieben dass ich dann sage dass ich da gern meinen Frieden damit machen würde. Ebenfalls ne kommunikative Bremse sondersgleichen^^ Scheint manchmal fast ne Art Betroffenheit zu erzeugen. Und manchmal ebenso wenn ich etwas sage das ausdrückt dass es mich frustriert. Vllt weil's die Smalltalkebene verlässt, keine Ahnung, ich versteh das nicht so ganz, würde umgekehrt glaube ich nicht so reagieren.


    Ich mein gelästert wird ja immer gern und reichlich, das destruktive Bedrüfnis was damit u.U. auch bedient wird scheint wohl auch sone Art Sucht zu sein der viele frönen und wenn ich dann plötzlich mein jetzt reicht's mir und mehr würd mir net gut tun und dann versuch authentisch zu agieren dann ist das so als würde man in der Runde fröhlich Saufender plötzlich spielverderberisch den Alkkonsum madig reden wollen.

    @ Kleio

    Das wollte ich dich schon länger explizit auch noch fragen, wird mit deiner zunehmenden Entwicklung der Kreis an Menschen mit denen du was anfangen kannst nicht kleiner und kleiner? Oder bist du im RL extrem anders als hier im Forum? (also schon klar dass das natürlich wohl so sein wird, aber ich meine deine Ansichten usw legst im RL ja sicher nicht ab) Ich hab mich das wirklich schon länger gefragt, nicht erst seit dem Faden.

    Zitat
    Zitat

    Denkst du denn, dass du dem dann völlig ausgeliefert bist?

    natürlich nicht, deshalb mach ich mir die Gedanken ja.

    Das passt für mich nicht zusammen. Wieso musst du dir Gedanken machen? Ok, es sei denn, du willst dir unbedingt Gedanken machen. ;-)

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    Vllt hat sich das nach Gebla angehört als ich früher im Faden beschloss meine Emotionen jetzt auslebiger auszuleben, war kein Gebla und ich stoß jetzt wohl irgendwie an Grenzen des aushalten könnens, mögens... keine Ahnung.

    Ich habs nicht als Geblae empfunden. Ich weiß nur nicht, ob die Gedanken die Grenzen irgendwie ver-rücken oder gar entgrenzen können. Ich merke bei mir, dass ich für mich gar keinen anderen Weg mehr will, als mit meinen Gefühlen. Was nicht heißen soll, dass ich jetzt nur noch gefühlsgesteuert rumtigere. Wie ich es genau beschreiben soll, fällt mir allerdings schwer. Ich habe aber das Gefühl, dass ich weiß, was du weinst (;-D ;-D.. oh Finger, was schreibt ihr denn da? ;-) also dass ich weiß, was du meinst ;-)). So ganz abgerundet und mit Sahnehäubchen fühlt es sich noch nicht an (was nicht heißt, dass ich eine Ahnung habe, wie es dann sein müsste). Vielleicht kommt die Ahnung nie. Keine Ahnung. Was ich jedoch merke ist, dass mein Körper und alle Innereien mir sehr viel mitteilen und grad wenn Zweifel kommen, es meistens ist, wenn ich anfange mit anderen Maßstäben in Berührung zu kommen. Dies ist leider nicht immer zu vermeiden. Heute erst wieder in einer Konferenz gemerkt. Mein Kloß im Hals wurde kloßiger, meine Fragezeichen über dem Kopf größer und schon seit Jahren gehe ich mit grmmligen Gefühlen aus solchen Konferenzen. Sonst dachte ich immer, dass ich irgendwie eben es nicht auf die Reihe bekomme, doch das stimmt nicht! Außerhalb von Konferenzen habe ich mit mir da überhaupt kein Problem, was ich jetzt feststelle ist, dass ich eben nicht der Verkaufstyp bin, der in Konferenzen sich sonstewie präsentiert. Nur trete ich dann so auf, wie ich mich nicht sehen will und ich habe komischerweise immer das Gefühl, es strudelt mich da rein, und ich habs nicht in der Hand. Im Anschluss frage ich mich echt immer, wie die anderen es schaffen, dass ich mich mies fühle, obwohl ich weiß, dass ich gute Arbeit leiste und die anderen anscheinend nicht. Klärende Gespräche (die ich suche) bringen nichts und mittlerweile merke ich auch, dass ich es nicht mehr will. So, wie dies jetzt innerlich auszuhalten ist, ist noch ein großes Fragezeichen, doch ich merke nicht bei den anderen oder mit anderen werde ich da für mich etwas finden. Zumindest nicht an dem Ort. Wenn ich ganz tief in mich reinhöre, grade jetzt in dieser noch postfrischen Situation, höre ich Stimmen (;-D.. ich bin ok ;-) ;-D) die da sagen: Die Welt ist so ungerecht! Nur weil das System so ist wie es ist, gerate ich an meine Grenzen, weil ich da nicht so reinpasse (zumindest konferenzmäßig). Die lügen sich doch alle was vor! Merkt denn keiner, was passiert? Ich gehöre nicht dazu! Wacht doch endlich mal alle auf? Ich verstehe euch Menschen nicht, dass ihr es einfach so geschehen lasst.


    So, sonst war es dann immer so, dass ich das Handtuch schmeißen wollte, weil ich das Gefühl habe, dass es keinen Sinn hat. Nach solchen Konferenzen zweifele ich an mir als Person und als dortige Funktion, weil alle anderen so ganz anders reden und es sich in mir zusammenkrampft und ich verwirrt bin, weil die Personen so ganz anders klingen als im Alltag sonst. Ich gehe immer nie davon aus, dass jemand "einfach" so lügt und knalle deshalb immer mal wieder auf die Nase, weil ich andere nicht so behandele.


    Weil ich aber jetzt schon in in einige andere Konferenzen und andere Kollegien reinschnupperte und merkte, dass es wohl egal ist, wo man hinkommt, hat sich das Handtuchschmeißen ausgeschmissen. Ich frage mich, was ich will und ob ich, was ich will dort machen kann. Das kann ich, wenn auch eben nicht so anerkannt. Doch ich weiß, dass ich in meinem kleinen Universum dort toll bin. Ich weiß auch, dass es ein, zwei Tage dauert, bis das Konferenzfeeling innerlich raus ist und ich dann wieder völlig ungefärbt sein kann. Sonst hatte ich immer Angst, dass ich gefeuert werde (jetzt frage ich mich, warum eigentlich? Doch sonst war es innerlich eben präsent).


    Das heißt, ich bin heute mit einem kotzigen Gefühl aus der Konferenz raus, ließ die Sätze innerlich ziehen, merke, dass ich mich bei jemanden auskotzen will, mache es und so nach und nach zieht es dann weiter. Ungerecht finde ich es aber trotzdem ;-) und das ist so vielschneidig innerlich. Das was ich jetzt schon öfter schrieb, so extremomäßig gegensätzlich buffetkotzig und gleichzeitig buffetwohlanfühlend.


    Ich glaube, dass dies so doll kommt, weil ich auch emotionsmäßig innerlich nicht die Tür zumachen will. Heißt auch nicht, dass ich die Brechstange dazwischen klemme, wenn sie mal zugeht. Weil es dadurch innerlich eben in weitere positive Richtungen geht, scheinen die negativen Richtungen besser "ausgehalten" werden zu können. Ganz wichtig für mich ist, dass ich probiere bei mir zu bleiben, also als letzte Instanz und eben nicht die Erfahrung von Franz Müller nehme und mich dann damit geißele.

    Zitat

    Quasi der übliche Prokrastinationsscheiß, man kann sich da ja entweder lähmen lassen weil ja so ein Berg an Zeugs zu tun wär oder man stürzt sich eben übereifrig voll rein und hat dann schnell kein Bock mehr^^ Wie sowas zu portionieren wäre weiß ich dennoch nicht im geringsten und schwankende Extreme:

    Ich weiß gar nicht, ob es für mich ein Portionieren ist. Ich merke aber, dass wenn nicht ich dem nachgehe und mir da vertraue, ich weder in die positiven Gefühle komme, die ich durch das Extreme auch sehr gut hochlevelig auskosten kann mittlerweile (sonst bremste ich mich, aus Angst eben irgendwie abzudriften). Die Grenze kommt da "von selbst", das fühle ich. Noch eben stark (und das meine ich kräftemäßig) auch das "negative" anfühlen kann, was manchmal auch extrem ist. Sonst fühlte sich diese Gratwanderung gefährlich an, weil ich mich da schwächer fühlte, doch das ist jetzt anders (was nicht heißt, dass diese Phasen Zuckerschlecken sind). Ich bin froh, dass ich mit meinem Therapeuten auch über die dunklen Seiten reden kann, ohne dass er Alarm schlägt und glaubt, ich sei gefährlich/ gefährdet. Das hilft mir extrem, diese Seiten noch besser betrachten zu können. Ich denke - was heißt ich denke nur, ich habs ja erlebt, das ne Therapeutin vor mir Angst bekam, dass Schulmediziner (ok, es wird dort auch welche geben, die nicht nur schablonenmäßig agieren) selbst Angst vor dunklen Themen haben, oder da gleich denken, dass man sich selbst etwas antun möchte. Seitdem ich es schaffe, sehr offen mit ihm darüber zu reden, hat dieses Thema innerlich bei mir einen anderen Stellenwert einnehmen können, es macht mir keine Angst mehr, in den Grater zu blicken, weil ich jetzt anders davor stehe (ich weiß, das ist so geschwafelt, doch da fehlen mir Begriffe, die dies spiegeln können, was da innerlich abgeht in dem Moment).


    Du schreibst von dem Berg. Der Berg war für mich größer, als ich mich selbst fragte, wie ich das alles packen soll, als ich mich noch mit anderen verglich. Mir ist bewusst, dass es nicht komplett ohne geht. Damit würde ich mir andere Berge bauen, wenn ich meinen würde, immer wieder das Fahrrad neu erfinden zu müssen (jetzt mal auf Arbeit bezogen). Doch die Basis bin ich und ich bin froh, dass ich dort auf Arbeit mein Universum habe (ich nenne mal meinen Raum/ meinen Bereich so, weil ich immer mehr merke, wie viel ich in der Hand habe - und dies kann Angst machen, oder eben auch beruhigen und beides ist da. ) Die von dir angesprochene Prokrastionation meldet sich auch sehr oft. Mittlerweile betrifft sie für mich kleinere Bereiche, die andere vielleicht als schrecklich empfinden, ich für mich momentan nicht (deshalb grinste ich bei "einem Abwasch" *innere Fotos betrachte* ;-))


    Ich für mich merke, dass es nicht nur der Blick auf die anderen Menschen ist, sondern vordergründig mein Blick zu mir (und dies hatten wir ja schon öfter jetzt hier angesprochen).

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    Aber dosieren kann ich da jedenfalls wohl eher nicht so, vllt lerne ich es ja noch, aber wer weiß.

    Ich kann mir vorstellen, was du mit Dosierung meinst und wenn ich mal grad in mich reinfühle, merke ich auch, dass es momentan nicht optimal ist. Trotzdem reißt es mich nicht komplett runter und ich weiß nicht, ob ich es dosierlicher hinbekomme. Fremddosierlich wüsste ich aber auch nicht, ob mir das was hilft. (Hatte nämlich heute kurz den Gedanken, es theoretisch so lernen zu wollen mit dem Verkaufen können). Vielleicht könnte ich es lernen, so von mir losgelöst, innerlich nicht berührend zu blablaen, keine Ahnung. Besonders motiviert bin ich da aber nicht. Mal gucken.

    Jetzt glaube ich nicht mehr, dass ich meine tolle Antwort von gestern nochmal schreibe und bin grad erstaunt darüber, wie sich alles so verändert und färbt. Was ja jetzt nichts außergewöhnliches ist ;-). Dennoch erstaunlich wie unwichtig es doch dann eigentlich ist - und dadurch wie wichtig momentlich bei sich zu sein. *blablabla*

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    Und was machst du dann in so einer konkreten Situation? Fängst du dann das Relativieren an oder ergehst dich in Differenzierung oder ziehst als Gegenpol Positives zutage?

    Ich merke das sehr stark in mir und dann kommt erstmal ein Stopp in mir. Es gab Phasen, da hörte ich aus Höflichkeit dem anderen noch zu, und hörte zu und hörte zu und ärgerte mich innerlich, dass ich es nicht schaffe, etwas zu sagen. Wenn der andere so diskutieren will, habe ich dann nicht das Bedürfnis was positives an Land zu ziehen, nur damit das Negative kein Thema mehr ist. Ich war ja immer erstaunt, wie andere einfach so reden können. Ich probiere da jetzt, wenn ich denn Lust habe, ein anderes Thema anzuschneiden, und zwar ein komplett anderes. Denn der andere darf Themen anschneiden, wie ich ja auch und er wollte negativ lästern, was ich ja bis zu einem Punkt auch wollte (und ich will es ihm ja nicht wegnehmen, steht mir nicht zu) und wenn er auf das Angebot nicht eingeht, dann ist das Gespräch eben beendet (kommt drauf an, ob es ein Zweiergespräch ist, oder mehrere dabei sind, zu zweit ist es schwieriger. Doch ich übe mich darin, nicht immer für die Themen verantwortlich zu sein und wenn es dann mal eben kurz schweigerisch ist, dann ist es eben so (und solche Situationen wandeln sich grad in mir, sonst waren solche Situationen ein Horror für mich und ich meinte immer, für die Themen verantwortlich zu sein.)

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    Eine neuere Taktik ist dann das exakt anzusprechen dass es alles so negativ zu sehen ja aber einem auch selbst nicht so gut tut oder wie schon mal vorher im Faden geschrieben dass ich dann sage dass ich da gern meinen Frieden damit machen würde.

    ;-) So etwas probiere ich gar nicht mehr. Also mich erfüllt so etwas nicht mehr (also der erste Teil). Das zweite kommt extrem auf mein Gegenüber an, doch weil es ja fast nur etwas mit mir zu tun hat, habe ich erlebt, dass andere da gar nicht so drauf eingehen können, dass es sich dann für mich auch noch befriedigend anfühlt.

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    Vllt weil's die Smalltalkebene verlässt, keine Ahnung, ich versteh das nicht so ganz, würde umgekehrt glaube ich nicht so reagieren.

    Ich verstehe die Kommunikationsflüsse auch nicht so ganz. Ich beobachte ja viel und staune da immer, wie manche Gespräche aufrecht erhalten können und es ist nicht so, dass ich es nicht erlebe, dass es auch so klappt: doch bei mir scheiterts an der Smalltalkebene ;-).


    Was ich sehr stark merke ist, dass mein "Talent" so mitfühlend zu sein, mich selbst oft hindert, ungezwungen zu erzählen, nämlich dann, wenn der andere mit sich hadert. Ich habe das echt lange beobachtet, weil ich mich immer wunderte, wo denn auf einmal der Knoten herkommt und schwubbs bei dem nächsten Menschen nicht mehr so ist. Ich verhalte mich dann echt verkrampft. Mein Therapeut meinte mal, dass ich den anderen beschützen will und verfalle dann in Handlungsweisen, die ich andersrum von früher kenne: Machtgefälle, nur ich war die schwache Position. Weil ich weiß, wie scheiße sich das anfühlt und ich nicht will, dass es dem anderen so geht, begebe ich mich freiwillig in die schwache Postion, damit der andere, der sich schwach fühlt, bei mir nicht schwach fühlt, sondern ich für ihn die Position einnehme. Ich fühlte mich da immer ausgeliefert, besonders bei solchen Gesprächen (was diese ja auch mit beeinflusste). Jetzt probiere ich da echt noch mehr bei mir zu sein, sonst dachte ich ja immer, dass ich so gar nicht in Kontakt komme, wenn ich nur bei mir bin, doch es stimmt nicht.


    Bezogen jetzt auf die Lästergespräche: sonst als ich merkte, dass bei mir da innerlich die Grenze ist, zeigte ich es dem anderen nicht, weil ich nicht wollte, dass der andere sich schwach fühlt, wenn er wieder keinen zum Zuhören hat. So etwas will ich nicht mehr und wenn der andere eben noch weiter lästern will, oder kein anderes Thema ansprechen will, dann ist das Gespräch eben beendet und dann entweder mal kurz Funkstille, oder wenn wir wieder einen Nenner finden ein anderes Thema.

    Zitat

    Ich mein gelästert wird ja immer gern und reichlich, das destruktive Bedrüfnis was damit u.U. auch bedient wird scheint wohl auch sone Art Sucht zu sein der viele frönen und wenn ich dann plötzlich mein jetzt reicht's mir und mehr würd mir net gut tun und dann versuch authentisch zu agieren dann ist das so als würde man in der Runde fröhlich Saufender plötzlich spielverderberisch den Alkkonsum madig reden wollen.

    Deshalb habe ich nicht das Bedürfnis das Thema "umlenken" zu wollen. Wenn es grad so Thema ist und die andren dies noch so wollen, können sie doch. Doch ich nicht mehr. Mir tut das nicht gut und im Nachgang ärgere ich mich, wenn ich da nicht auf mich gehört habe. Hast du Bedenken, dass die anderen dann nicht mehr mit dir reden wollen, wenn du das Thema wechselst, oder gar dich von dem Gespräch entfernst?

    S.wallisii

    Zitat

    Das wollte ich dich schon länger explizit auch noch fragen, wird mit deiner zunehmenden Entwicklung der Kreis an Menschen mit denen du was anfangen kannst nicht kleiner und kleiner?

    Darf ich dich das auch fragen? Merkst du denn was?


    Ich (;-D boah bin ich ichig ;-)). Seitdem ich mir klarer werde, wird der Kreis großkleiner. Mit den Menschen, mit denen ich sonst nichts anfangen konnte, mit denen kann ich oberflächlicher etwas anfangen (wenn ich jetzt nur mal ins Kollegium gucke). Sonst war ich da extremer, jetzt ist es "freier" und ungezwungener, weil es nicht immer ums Existentielle geht. Die Menschen in der Breite nehmen zu, die Menschen in der Tiefe werden auch mehr, jedoch sehr vorsichtig und es dauert sehr sehr lange, ehe ich die Menschen durch meine "Sicherheitsschleusen" durchlasse und ich genauso bei deren.


    Was machst du dir für Gedanken, wenn es um deinen Kreis an Menschen geht? Ist es Angst bei dir, dass der Kreis kleiner wird?

    Zitat

    Ich weiß nur nicht, ob die Gedanken die Grenzen irgendwie ver-rücken oder gar entgrenzen können.

    bei mir natürlich auch nicht vollumfänglich aber schon sehr beeinflussend, kann da zwar kein Muster erkennen wann ich mal irgendwelche Nichtrationalitäten beeinflussen kann oder wann nicht aber mal geht's (mal nicht^^). (Dafür rätsel ich immer noch wie ich Logik verändern soll)

    Zitat

    Ich habe aber das Gefühl, dass ich weiß, was du weinst (;-D ;-D.. oh Finger, was schreibt ihr denn da? ;-) also dass ich weiß, was du meinst ;-)).

    ups erwischt ;-D *kicher* ja gestern musste ich weinen, bei einem witzigen Hörbuch^^ (ok, an der Stelle war's aber auch wirklich traurig :°( )

    Zitat

    So ganz abgerundet und mit Sahnehäubchen fühlt es sich noch nicht an

    ja, das hab ich selbstverständlich auch vorrausgesetzt so verstanden zu werden^^ Emotionsauslebung im Rahmen meiner derzeitigen Möglichkeiten und wenn ich da ne %-Angabe machen würde würd mein Unterbewusstsein wahrscheinlich ablachen von wieviel ich noch überhaupt gar nix weiß^^ (ich will jetzt auch nicht sagen dass 100% gut sein muss, keine Ahnung^^)

    Zitat

    Die Welt ist so ungerecht! Nur weil das System so ist wie es ist, gerate ich an meine Grenzen, weil ich da nicht so reinpasse (zumindest konferenzmäßig). Die lügen sich doch alle was vor! Merkt denn keiner, was passiert? Ich gehöre nicht dazu! Wacht doch endlich mal alle auf? Ich verstehe euch Menschen nicht, dass ihr es einfach so geschehen lasst.

    amen ... ja also das ist jetzt real, wenn ich da jetzt rumrelativier weil ich das grad nicht so sehen wollen würde wär das doch unerhört, oder? (und noch besser stell dir vor ich hätt grad einen Moment vorher noch eifrig mitgelästert/gefrustet und mein plötzlich, jaaanee aber so schlimm ist ja auch wieder nicht ;-D)

    Zitat

    hat sich das Handtuchschmeißen ausgeschmissen.

    ;-D

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    Ich weiß auch, dass es ein, zwei Tage dauert, bis das Konferenzfeeling innerlich raus ist und ich dann wieder völlig ungefärbt sein kann.

    naja siehste, da hast du auch ne Schätzung, ich hätt auch gern eine für meinen Menschheitsfrust, aber ich hab da irgendwie net wirklich nen Erfahrungswert ":/ Bis jetzt Blockier ich zwar noch net, aber langsam geht'se mir scho aweng aufn Sack die aufnSackgeherei^^ (bei albernen Hörbüchern rumzuflennen find ich voll ok^^ Frust, Angewidertheit und Aggros find ich z.B. schwererträglich)


    Danke für die Beschreibung bzgl plötzlich-Lästerbedürfnisstopps

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    Hast du Bedenken, dass die anderen dann nicht mehr mit dir reden wollen, wenn du das Thema wechselst, oder gar dich von dem Gespräch entfernst?

    ne, eher nicht (ich denk übrigens dabei nur an 2er Gespräche, an realtime Gesprächen mit mehr Leuten beteilige ich mich meist eh nur geringfügig wenn überhaupt), aber muss erst drüber nachdenken

    Zitat

    Ist es Angst bei dir, dass der Kreis kleiner wird?

    was heißt Angst, es ist irgendwie so^^ Und ja, oberflächlich kann ich auch mit vielen, eigentlich schon immer aber jetzt noch mehr^^ supi! ;-D Vllt könnte ich inzwischen auch mit mehr tiefergehend aber echt keine Ahnung, bin da net so wirklich motiviert, weil das dann langwierig herzustellen ist und keine spontane Wellengleichheit (gibt's net ich weiß, aber so in der Art halt^^ ach vllt mach ich mir auch was vor, glaub es war LichtAmHorizont die hat bzgl dem Bedürfnis nach Wellengleichheit mal in ein oder zwei Sätzen was kritisches geschrieben wo ich dachte: woah toll, fühlt sich soo richtig an und ich hab's bezeichnenderweise wieder völlig vergessen^^ Naja, das wird jedenfalls immer seltener das Gefühl wo sich's anfühlt als würd's einfach gut passen)

    Zitat

    Ich verstehe die Kommunikationsflüsse auch nicht so ganz.

    kennst die Nummer?: Unterhalten sich zwei und du sitzt daneben und denkst dir wie krass man eigentlich am laufenden Band aneinander vorbeireden kann und dann verabschieden sie sich und gratulieren sich gegenseitig noch zum anregenden Gespräch ;-D oder noch besser, manchmal quatscht mich da mal einer zu beim betteln und ich hör quasi nur zu, oder sag nur hier und da was, oder werd gar noch unterbrochen oder es wird gar net zugehört und danach dann "super Gespräch und so" ;-D tja aber was nutzt mir da mein Spott, die hatten dann ein gutes Gespräch. Meine Güte, es kommt mir echt schon öfter mal so vor als ginge es im menschlichen Miteinander gar net um miteinander sondern nur darum sich immer nur am anderen selbstzubefriedigen {:( *tröt* ;-D

    s.wallisii

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    Mir geht's um emotionsgerechtes und -auslebendes Verhalten, wenn das wegen irgendwelcher Ideale, Morale oder Selbstvorstellungen nicht mehr stattfindet ist das Scheiße, ganz einfach und simple Psychologie und wenn ich deshalb untolerant oder übergriffig rüberkomm ist mir das auch jetzt auch egal. *vornehm*


    Das Problem was ich da mit euch habe ist dass ihr Ideale (z.B. drüberstehen, Realitätsanspruch, Empathie, Korrektheit) absolut macht - zumindest schreibt ihr stellenweise so als ob, als ob ihr das alles in Stein meiselt und euch tatsächlich so zu verhalten versucht als wäre ein Ideal schon eingetreten das vllt sogar nie eintreten kann, und das kann doch einfach nicht gesund sein. Und mir geht es da jetzt zusätzlich mal (ausnahmsweise^^) wirklich nicht nur um mich wenn ich euch davor warnen will sich derartig in Fesseln zu legen.

    Ich fuehle mich hier ziemlich extrem misinterpretiert. Ich finde es sehr seltsam, was du aus dem hier gemacht hast, was ich geschrieben habe, und waere dir dankbar, wenn du mir erklaeren koenntest, wie du darauf kommst, dass ich hier irgendwelche "Ideale absolut" mache. Meiner Meinung nach habe ich sehr bewusst darauf geachtet, meine eigenen Vorstellungen nicht als absolut darzustellen. Zum Beispiel habe ich betont, dass ich beschreibe, wie das bei mir ist; dass das aber nicht so gemeint ist, dass ich versuche, andere Leute davon zu ueberzeugen; schon deswegen, weil ich zu grossen Teilen nicht durch bewussten Beschluss dazu gekommen bin, sondern es einfach als zu mir gehoerig erfahren habe; ohne die Moeglichkeit, das auf andere zu verallgemeinern.


    Und entsprechend habe ich "emotionsgerechtes Verhalten" in positiver Weise erwaehnt, als wixhtige Bedingung fuer das eigene Handeln. Wie man dem entnehmen kann, dass ich in die Richtung schreibe, dass man irgendwelche Ideale darueberstellen soll, so dass ein solches Verhalten "nicht mehr stattfindet", ist mir vollkommen raetselhaft.


    Ehrlich, ich habe das Gefuehl, dass du da irgendwas, was ich geschrieben habe, dazu benutzt, einen Teil in dir selber abzuwatschen, der sich dabei vielleicht irgendwas gedacht hat, was fuer dich eine Rolle spielt, aber mit dem, was ich eigentlich geschrieben habe, nicht viel zu tun hast. (Wenn du anderer Meinung bist, bitte ich dich, das anhand dessen, was ich geschrieben habe, zu belegen, schon aus Neugier, wie ich diesen seltsame Eindruck "verursacht" habe.)

    Zitat

    Mich interessiert was du gerne machen möchtest um die Welt zu verbessern oder ihre Verschlechterung aufzuhalten. Konkretes wär da zwar natürlich auch interessant aber noch mehr interessiert mich die emotionale Komponente dabei, z.B. Kontonummer zücken und ein sympathisches Projekt bespenden, wie würde man da vermeiden dass es sich allzu hohl anfühlt? ;-D Was ist mit Kompensation, Beliebigkeit, Selbstaufwertung, die ganzen Egoummern (stehst du dazu noch wie früher oder hat sich da was geändert die letzten Jahre?)?


    Und das andere war: Einfluss eher im Alltag auf andere Menschen, wieviel denkst du beeinflusst man andere Menschen einfach dadurch dass man da ist/interagiert?

    Meine Vorstellung von "Gutes tun" faengt erstmal bei meinem konkreten Verhalten an. Also, zum Beispiel ein respektvolles Verhalten anderen Menschen gegenueber, mich bemuehen um Verstaendnis, auch wenn ich auf sie sauer bin, versuchen, andere nicht zu verletzen, solche Sachen. Mir Gedanken machen, wie zum Beispiel mein Verhalten in der Funktion meines Berufes im Zusammenhang zur Welt und gewissen Werten steht, z.B. Vorlesungen halten, was ich den Studenten erzaehle, wie ich ihnen Raum gebe, auch selber ihr eigenes Lernen zu gestalten; wie ich mich mit dem Vorgang des "Studenten Bewertens", also Noten geben und so, arrangiere. Dann aber auch: Auf meine eigenen Gefuehle achten, damit ich mich anderen Leuten so zeigen kann, dass sie wissen, woran sie sind.


    Ich spende auch mal, da fuehle ich mich nicht gerade wie der grosse Wohltaeter, aber "hohl" fuehle ich mich auch nicht. Was du "Egonummer" nennst, das interessiert mich nicht besonders. Also, wenn ich z.B. Pro Asyl Geld gebe und die das sinnvoll einsetzen, wird denjenigen, die das dann haben und davon profitieren koennen, egal sein, ob ich deswegen innerlich mein Ego aufgewertet sehe; mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass es so ist.


    Es kommt mir eigentlich ziemlich verheerend und auch unnoetig verdreht vor, dass jemand eventuell solche Dinge nicht tut, weil er dann denkt, vielleicht ist das ja nur hohl und dient der eigenen Selbstaufwertung, und sich dann deswegen schlecht fuehlt (oder auch andere Leute, die sowas tun, deswegen abwertet). Ich sehe noch nicht mal ein Problem dabei, wenn sich jemand selbst aufwertet, es ist ja gesund, ein positives Selbstwertgefuehl zu haben.


    Ich finde im uebrigen ueberhaupt nicht, dass man solche Sachen machen muss, spenden und so (die gute alte sozialistische Einstellung, dass die "Wohltaetigkeit" nicht von privaten Wohltaetern abhaengen sollte, sondern vom Staat direkt und damit dann auch "gerecht" und nicht so zufaellig vorgenommen werden sollte, hat auch was; ohne die Vorbehalte dagegen wegdiskutieren zu wollen). Jeder muss ja sehen, ob er dafuer was uebrig hat, und natuerlich kann man auch finden, dass Pro Asyl (oder wer auch immer) nicht foerderungswuerdig ist. Aber die Angst vor "Kompensation", "Selbstaufwertung" etc. leuchtet mir von allen Gruenden, die man dagegen haben kann, so ziemlich am wenigsten ein.