• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
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    Zitat

    Die Menschheit ist nicht so gut, wie ich glaube. Das ist es, was mir zu schaffen macht.


    Ich sehe die Welt um mich herum und das, was ich sehe, erschüttert mich in meinem Glauben.

    Aber das ist doch genau, was ich auch geschrieben habe: Positives wird für Selbstverständlich gehalten und Negativität erschüttert. Könnte ja auch umgekehrt sein: Positives begeistert, Negatives perlt ohne weitere Beachtung einfach ab. Die erste Haltung erodiert das positive Verhältnis, die zweite stabilisiert und baut es auf.

    @ LovHus

    "Ja, aber, nein, doch", das ist es, was ich aus Deinem Beitrag herauslese. Deshalb ist mein Bedürfnis, mich mit dem Inhalt Deines Beitrags auseinanderzusetzen, sehr herabgesetzt.

    Ich schreibe doch die ganze Zeit dasselbe ":/ .


    Ich sage "A" und du darauf: "Du sagst B, ich aber meine A, darum verstehen wir uns nicht." Und ich wiederhole: "A!" dann gibt es gar keinen Bedarf an inhaltlicher Auseinandersetzung. Mich würde zwar interessieren, was dieses ominöse "B" sein soll und wie du darauf kommst, dass ich es gesagt hätte - Missverständnis aufklären halt -, aber daran ist dir normalerweise mehr gelegen als mir. Wir können es also gerne so stehen lassen.

    Ich würde mir hier einen Austausch auf Augenhöhe wünschen.


    (@LovHus: Mit mir war es nicht möglich, weil Du die Weisheiten einer mir unbekannten Persönlichkeit postetest, die mich nicht interessieren.)


    Mit Dir, S. wallisii, ist es logischerweise nicht möglich, solange Du Pause machst.


    Aber ich respektiere Deinen Wunsch nach einer Pause. D.h. ich akzeptiere es auch, wenn es letztlich auf ein Warten auf Godot hinausläuft.


    :)D

    Zitat

    Weisheiten einer mir unbekannten Persönlichkeit

    Weisheit ist unabhängig von der Person, die sie vertritt. Sonst könnte sich folgender Dialog entspinnen:


    "2+2=4"


    "Auf so eine Nazischeiße lasse ich mich nicht ein."


    "Wie bitte?"


    "Hat doch der Hitler auch gesagt: 2+2=4!"


    Die gepostete Weisheit (auch in den Worten einer anderen Person) hatte jedenfalls einen direkten Bezug zum Fadenthema. Augenhöhe setzt auch voraus, dass sich die Gesprächspartner für Inhalte zum Thema des Fadens interessieren.

    Zitat

    Aber ich respektiere Deinen Wunsch nach einer Pause. D.h. ich akzeptiere es auch, wenn es letztlich auf ein Warten auf Godot hinausläuft.

    Das ist zumindest möglich.


    Danke LovHus, für den literarischen Einblick in Themenbezügliches - ich hätte natürlich Einwände zum Fazit aber mir ist nach wie vor nicht nach Fortführung der Diskussion (ich denke mein Unterbewusstsein bearbeitet das Thema jetzt erstmal besser als mein bewusstes Ich, Besserung definitiv feststellbar :-)) Gegen die Nutzung des Faden von anderen hab/hätte ich aber nicht das geringste, im Gegenteil. Falls sich also jmd diesbezügliches Bedürfnis verkneifen sollte, aus Respekt vor meiner Fadenpause oder derartigem Schmarrn, kann sich hier durchaus auslassen. :-)

    Zitat

    ich denke mein Unterbewusstsein bearbeitet das Thema jetzt erstmal besser als mein bewusstes Ich, Besserung definitiv feststellbar

    Ich freue mich, von dir zu hören, wenn du diesen Prozess in Sprache fassen kannst (darauf sind wir ja - gelegentlich leider - in so einem Forum angewiesen).

    @ S. wallisii

    Ich mache weiterhin Pause, erlaube mir jedoch eine kleine Zwischenbilanz.

    Zitat

    (ich denke mein Unterbewusstsein bearbeitet das Thema jetzt erstmal besser als mein bewusstes Ich, Besserung definitiv feststellbar :-))

    Anders als bei Dir, kann ich bei mir keine Besserung feststellen.


    :)D

    Zwei praktische Tipps zum Thema:


    Erstens ist es ja immer eine Frage des Bezugspunktes. Dafür, dass der Mensch vor ein paar Tausend Jahren noch in Höhlen gehaust hat und Kultur so ungefähr nur eine Sammlung von praktischen Verhaltenstipps waren, wie etwa Affen untereinander die richtige Blättersorte zum Fressen tradieren, mit denen sie Darmparasiten loswerden, daran gemessen finde ich die von Menschen hervorgebrachte Kultur und Selbsterkenntnis wirklich schwindelerregend schön. Daran ändert auch nichts, dass er mit seinem Wirbeltierhirn viele schlechte Angewohnheiten abzulegen unfähig ist und einfach auf entsprechend höherem zivilatorischen Niveau weiter betreibt. Genau genommen hat er sich selbst aus dem Dreck gewühlt wie ein Wurm, daran darf man das vorläufige Resultat dann bemessen und bitteschön an nichts anderem, vor allem nicht am Selbstbild des Menschen :=o


    Die permanente Unzufriedenheut gehört übrigens auch zum Erfolgsmodell, so dass dieses Tier nicht anders kann, als immer weiter an seinen eigenen Umständen zu leiden, was ihn höher hinaus treibt, was von außen betrachtet genau genommen auch ziemlich faszinierend ist :)D


    Ferner finde ich die buddhistische Praxis zu dem Thema inspirierend. Damit meine ich nicht den Glauben an die Inhalte oder an die letzendlichen Ziele, es geht eher um die Beschäftigung damit. Auch, weil der Bezug zu den anderen ein Gradmesser ist für den Bezug zu sich selbst. Wobei ich durchaus interessant den Widerspruch zur westlichen Psychotherapie finde - hier geht es nämlich um das Erleben von Emotionen aller möglichen Färbungen, auch der Färbungen, die gemäß der buddhistischen Lehre sich ja eigentlich irgendwie auflösen sollten o:) Aber Menschen allgemein doof finden ist hier wie dort nicht vorgesehen.