• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
  • 339 Antworten

    Ich glaube dies "aus einem Guss sein" emotional und gedanklich ist gar nicht erstrebenswert. Ich kenne ein oder zwei Leute die tatsächlich relativ nah daran kommen und die wirken nicht etwa ausgeglichen sondern eher monolithisch. Wie ein Stein. Die werden nicht angefochten durch moralische Grundsätze, Ideen, Zweifel, die bewegen sich nicht, geistig nicht und emotional nicht. Es funktioniert eher so, dass etwas richtig ist, weil sie es so fühlen. Ihr eigenes Gefühl ist der Maßstab der Dinge und dabei ist es egal wie egoistisch und rücksichtslos sie sind, wie falsch sie liegen, welch blinde Flecken sie haben. Sie fühlen so, also ist das so.


    Und ansosnten ist das was ihr von euch erwartet ja so eine Art göttliche Perfektion. Das ist ein wenig viel erwartet oder? Um so zu fühlen, wie ihr es gern hättet, dürfte da kein bisschen Bequemlichkeit sein, kein Neid, keine Bedürfnisse, nichts, was euch menschlich macht. Aber von da aus könntet ihr euch auch nicht mehr verändern, entwickeln, nichts neues mehr an euch und damit auch in der Welt entdecken. Alles Staunen wäre weg, alles wundern und damit auch irgendwie alles, was das Leben schön macht.


    Ich muss mich auch ständig bremsen. Das liegt schlicht an meiner Hirnchemie, meine Serotoninhemmer werden nicht passend ausgeschüttet. So bin ich ganz schnell mit Überlebenskampfmodus und heule schnell vor Freude. Die Hormonregulation haut einfach nicht so hin, dass man einigermaßen um ein stabiles emotionales Zentrum pendelt.


    Darum wird das Bremsen aber nicht unnatürlich sondern ist mehr eine rythmisierung. Mein innneres Orchester hält von selbst den Takt nicht, den geb ich vor. Und meine Vernunft, die da gegensteuert, ist ja Teil von mir. Die braucht nur Umwege, weil der direkte Weg, der eigentlich der Weg der Regulation wäre, nicht klappt.

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    Irgendwie erinnert mich das auch immer an die Argumentation von Opfern häuslicher Gewalt. |-o ;-D "Er/Sie hat doch auch so viele gute Seiten! Wir haben doch auch schöne Zeiten! Es gibt auch gute Tage!" - jo. Aber er/sie ist trotzdem ein abusitives Arschloch.

    ALs Opfer häuslicher Gewalt sage ich dir: Stimmt beides. Er ist aber nicht nur ein abusitives Arschloch. Da ist mehr, was ihn ausmacht. Es mag sein, dass der eine Anteil verhindert, dass man zusammenleben kann, aber das ändert nichts daran, dass es da ist und unter anderen Verhältnissen auch zum Tragen kommt und ein großer Gewinn sein kann. Und es hebt doch auch diesen Gewinn nicht auf, nur weil er auch ein Arschloch sein kann.


    Ich hab doch vor einigen Jahren diese sehr abhängige Beziehung geführt. Immer wieder bekam ich in der Therapie gesagt:"Das ist keine Liebe die sie da fühlen, dass ist Abhängigkeit und er liebt sie auch nicht", aber das konnte ich so für mich nicht annehmen. Es war beides. So wie wir waren, gewann der abhängige Teil derart die Oberhand, dass eine gemeinsam gelebte Liebe nicht drinne war, ohne daran zugrunde zu gehen, aber die Liebe war trotzdem echt und da und seine guten Seiten hab ich mir so wenig eingeredet wie er sich meine.


    Die Welt ist ambivalent, die Menschen sind ambivalent und in dieser Spannung entsteht ja auch die Entwicklung die Bewegung, das spannende und wunderbare und immer neue. Nur Gutes ist farblos, nur schlechtes auch dröge.


    Da steckt, bei euch beiden, so eine unfassbare Leistungsethik hinter. Die eine findet nur die Arbeit und ihre Nützlichkeit wirklich ehrlich und aufbauend und der andere verweigert einfach jede Leistung, mit so einer leicht bockigen "wenn ich es nicht perfekt kann, dann lass ich es halt ganz" Haltung.

    @ a.fish

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    Ich übe mich darin. ;-D Und ich sag Bescheid, wenn ich mal die Möglichkeit hab, ein Prakitkum bei Dir zu machen, hihi.

    ;-D sehr gern^^ (wie ich die Leute kenn sind dann alle brav und artig %-| ;-D aber betteln an sich ist praktischerweise ja schon von Haus aus anstößig (ja das gefällt mir und machts natürlich nochmal ne extranummer verantwortungsabschiebiger mit den Ärschen zu hadern)).

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    Stell Dir mal vor, das wäre so, wirklich, das wäre jetzt mal Realität - das wäre vielleicht nicht Goldmedaille, erster Preis, aber wenn jede*r das Zusammenleben mit anderen möglich und erträglich bis angenehm fände - wow. Das wär doch was.

    klar, das wär schon nett. Aber wenn du dich da nicht so einfühlen kannst hättest du da einen gravierenden Vorteil, wenn's nämlich unter der Oberfläche trotzdem brodelt würdest du es nicht merken, ich leider schon und manchmal finde ich das schlimmer als Unfreundlichkeit, deshalb bin ich dann ja lieber zur pampigen Verkäuferin und vllt auch deshalb sind mir Intensionen so wichtig (noch nie auf die Weise bedacht :-D)

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    Und auch wenn ich im Alltag "nur" höflich bin, merke ich an den Reaktionen meiner Mitmenschen, das ihnen das gefällt und mag mir auch einbilden, dass ich deren Tag etwas besser gemacht habe.

    Ja, da will ich dir nicht widersprechen und ich will dich auch nicht davon abhalten weiterhin höflich zu sein (Anstößigkeitsnummern zur Selbsterprobung mal ausgenommen ;-D), ich mach's ja i.d.R. auch so. (auch das mit der mangelnden Herzlichkeit könnt mal jmd auf die Idee kommen mir zu sagen, weiß aber nicht ob das wirklich noch so arg wie früher ist (ist vermutlich überwiegend angstrelated unherzlich zu sein))

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    Wenn mir jemand mir - wie gestern passiert - beim Einsammeln meiner elegant über den Bahnsteig verteilten Einkäufe hilft, dann denke ich ehrlich gesagt auch nicht eingehend darüber nach, ob der jetzt echt im Inneren ein netter Mensch ist, und kann das auch im Normalfall nicht erspüren. Dann freu ich mich einfach und find das nett.

    jo, das ist nett, für mich schon mehr als höflich. (aber selbst da denke ich bei entsprechender Lust nach Gedankenspielerei u.U. über Intension nach |-o und hab auch schon selber interessiert hingefühlt bei eigenem Ausführen solcherlei Hilfreichitäten (oder ihrer Verweigerung^^).)

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    Das sind beides Aspekte, die im Laufe meines Lebens für meine Jobwahl immer wichtiger geworden sind und wenn ich so drüber nachdenke, merke ich, wieviel ich daraus schöpfen kann und wieviel ich daraus an Reserven mitnehme, für mein restliches Leben.

    das ist gut :)^ (freut mich für dich) Und kann ich sogar nachvollziehen (klingt vllt komisch wenn das ausgerechnet von mir kommt ;-D ist aber wahr :)z Ich hatte halt keinen helfenden Beruf, das hätte vermutlich auf längere Sicht auch nichts geändert, aber ich kann mich da schon reinversetzen dass Berufe einem auch etwas Gutes geben können, gerade die helfenden. ("leisten" an sich, .. ist natürlich trotzdem fürn Arsch, lol (ich glaub ich mein das echt ernst^^))

    @ danae87

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    Darum wird das Bremsen aber nicht unnatürlich sondern ist mehr eine rythmisierung.

    werde ich drüber nachdenken, ich schrieb ja dass ich den Wunsch vllt loslassen sollte. Würde sich nach Resignation anfühlen, oder Niederlage wie a.fish schrieb, aber das hindert mich nicht wenn ich meine es tun zu müssen, so einige Loslassungsschwierigkeiten können sich derartig tarnen dass es sich so anfühlt. Mal sehn...

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    und der andere verweigert einfach jede Leistung, mit so einer leicht bockigen "wenn ich es nicht perfekt kann, dann lass ich es halt ganz" Haltung.

    *wiehernd und auskeilend im Kreis spring*^^ Bockig und trotzig, ja, bin ich, wär ja enttäuschend wenn ich das nicht wüsste. Gefällt mir sogar desöfteren. Leistungsverweigerung, yeah, auch das, ohne Zweifel. Auch das bewusst und mit Vergnügen^^ Beides sind Gegenreaktionen die gewissermaßen zu mir stehen, das hab ich zu lange nicht getan und damit ist nunmal einfach Schluss und je mehr ich das hinkrieg desto besser. (rechne also damit dass es schlimmer wird im Laufe der Jahre ]:D ;-D ;-))


    Perfektionismus in Teilen, in vielen aber auch absolut nicht! Schöner wär's wohl es gar nicht zu sein aber das kann ich nicht einfach entscheiden (in Bereichen hab ich aber durchaus den Willen ihm den Stinkefinger zu zeigen) und schaue ich eine Generation vorher bin ich wirklich ohne Übertreibung direkt harmlos. (Mein Leistungsdingens und Perfektionismus sind übrigens auch zweierlei Dinge die so wirklich gar nichts miteinander zu tun haben, jedenfalls würde mir da spontan absolut kein Zusammenhang einfallen) In psychischer Hinsicht geht es mir oft gar nicht um Perfektion sondern um jeweilige eigene Erfahrung oder Beobachtung anderer dass da halbe Sache oftmals eben keine halbguten Sachen sind sondern totaler Murks(!) oder bestenfalls Aufschieberei.


    Dachte mir schon dass hier im Faden (und vllt generell im Forum (aber hoffentlich nicht)) nur eine Seite rüberkommt, ja ich bin mal streng und unnachsichtig, aber ich bin auch oft das genaue Gegenteil. Muss ich jetzt schon nochmal betonen *beton* Im Sinne von Baustoff, weil leise Töne ja manchmal net reichen ;-D (nicht so wirklich ernst gemeint)

    Spricht ja auch nichts dagegen mit Lust bockig zu sein. ;-D ;-D

    Zitat

    In psychischer Hinsicht geht es mir oft gar nicht um Perfektion sondern um jeweilige eigene Erfahrung oder Beobachtung anderer dass da halbe Sache oftmals eben keine halbguten Sachen sind sondern totaler Murks(!) oder bestenfalls Aufschieberei.

    Hast du ein Beispiel dafür? Das find ich spannend. :-D

    @ danae

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    Ich glaube dies "aus einem Guss sein" emotional und gedanklich ist gar nicht erstrebenswert.

    Keine Ahnung, das kann ich nicht einschätzen (abseits von meinem Bedürfnis dazu). Ich weiß gar nicht, wie ich erkennen sollte, ob ich Menschen kenne, die so funktionieren, ich kann ja nicht in sie reingucken. ":/

    Zitat

    Alles Staunen wäre weg, alles wundern und damit auch irgendwie alles, was das Leben schön macht.

    Wieso? Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Staunen, Wundern und Neugier speist sich bei mir nicht aus negativen Gefühlen.

    Zitat

    Die Welt ist ambivalent, die Menschen sind ambivalent und in dieser Spannung entsteht ja auch die Entwicklung die Bewegung, das spannende und wunderbare und immer neue.

    Würdest Du denn überhaupt sagen, dass Du ein positives Menschenbild/Verhältnis zur Menschheit hast? Oder eben ein ambivalentes? Denn es hakt bei mir auch daran, von nun "ambivalent" auf "positiv" zu kommen.

    @ wallisii

    Zitat

    (ist vermutlich überwiegend angstrelated unherzlich zu sein)

    Ja, das kommt auch noch dazu. Ich bin halt auch einfach schüchtern/sozial ängstlich, ganz ohne irgendwelche Bezüge zu dem Thema hier.

    Zitat

    ("leisten" an sich, .. ist natürlich trotzdem fürn Arsch, lol (ich glaub ich mein das echt ernst^^))

    ;-D Ich find's auch ganz strange, in Zusammenhang mit mir an Leistungsethik o.ä. zu denken, weil ich in weiten Teilen meines Lebens Null ehrgeizig (und damit zufrieden und absolut im Reinen) bin. Aber was danae schreibt, lässt sich auch nicht von der Hand weisen.

    Zitat

    Perfektionismus in Teilen, in vielen aber auch absolut nicht!

    Das möchte ich für mich auch noch mit betonen. Ich bin oft gar nicht perfektionistisch und in manchen Dingen auch ganz entspannt und nachgiebig mit mir (und dem Rest der Welt). Aber klar, wenn man über ein bestimmtes Thema redet, liegt der Fokus halt da drauf.

    Zitat

    Ich kenne ein oder zwei Leute die tatsächlich relativ nah daran kommen und die wirken nicht etwa ausgeglichen sondern eher monolithisch. Wie ein Stein. Die werden nicht angefochten durch moralische Grundsätze, Ideen, Zweifel, die bewegen sich nicht, geistig nicht und emotional nicht. Es funktioniert eher so, dass etwas richtig ist, weil sie es so fühlen. Ihr eigenes Gefühl ist der Maßstab der Dinge und dabei ist es egal wie egoistisch und rücksichtslos sie sind, wie falsch sie liegen, welch blinde Flecken sie haben. Sie fühlen so, also ist das so.

    Und wie würdest du ihre generelle Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und das ungefähre Ausmaß ihrer Selbstehrlichkeit (blinde Flecken hat jeder) einschätzen, das fände ich interessant. Sag jetzt net das kann man ja net wissen, ich will nur deine intuitive Einschätzung.

    Zitat

    Hast du ein Beispiel dafür? Das find ich spannend. :-D

    momentan nicht, hol ich vllt nach, vllt auch nicht, weiß noch nicht. (würd mir da schon was nicht so leicht relativierbares ausdenken wollen^^ vllt fällt mir aber einfach so was sein).


    Die Sicht auf die Welt die ihr angeschnitten habt, da möcht ich grad lieber drüber grübeln.

    Zitat

    Immer wieder bekam ich in der Therapie gesagt:"Das ist keine Liebe die sie da fühlen, dass ist Abhängigkeit und er liebt sie auch nicht", aber das konnte ich so für mich nicht annehmen. Es war beides.

    Finde ich sehr vernüftig von dir. Ein gutes Beispiel dafür wie schwarz-weiß an der Realitität vorbei geht. Das Problem damit ist dass wir Menschen irgendwie dafür gemacht zu sein scheinen in Extremen und tunnelblickig Einzelthematisch zu denken und es nicht zu tun bedarf mentalen Aufwands, wer weiter kommen will kommt meiner Meinung nach aber nicht drum rum. (ach ok, das Nachdenken kann ich mir möglicherweise sparen, ist nicht das ein Beipiel? Ich versteh den psychologischen Ansatz zwar kurzfristig gedacht aber halte es langfristig gesehn für Murks, jemand der so therapiert wird erkennt die Abhängigkeiten und destruktiven Dynamiken erstmal vllt leichter und kann vllt leichter loslassen, in der nächsten Liebe denkt er/sie dann aber "ok, aber das jetzt ist die wahre Liebe" und schaltet für die "gelernten", aber nicht in Zusammenhang und Relation gesetzten Problembereiche wieder auf blind und macht den gleichen Scheiß aufs neue, du hast dir einen größeren Gefallen getan indem du den Blick für's Ganze nicht negiert hast. Ähnliches z.B. für normalere Trennungen wo dann plötzlich einer oder beide den Ex hassen, totaler Schmarrn aber es "hilft" ihnen, lernen oder verarbeiten tun sie dabei eher nichts. Hier im Forum wird oft auf den, aus User-Sicht unbedingt zu trennenden Partner geschimpft was der doch für ein Arsch ist, "hilft" vllt (eher selten wie mir scheint), ist aber Murks, bei der Anwendung unehrlich sich selbst gegenüber, tunnelblickig, kompensativ, unnachhaltig, usw.)... ähm wo geht's weiter?^^ Weltsicht, hm, bin raus ;-D


    ...

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    ja, wir haben auch gute Seiten, aber das heißt ja nicht, dass wir nicht trotzdem Arschlöcher sind. ":/ Nicht jeder einzelne, aber ich meine, so insgesamt als Spezies.

    Wenn wir uns nach tierischen Maßstäben messen sind wir vermutlich recht normal^^ Tiere sind auch totale Egoisten und tun wonach ihnen ist, schlechte Laune - also wird halt wer gebissen der grad nervt. Ist die Population groß genug wird weggefressen was da ist und wenn die Population in ihrer Größe dann dran verreckt. (Manchmal stell ich mir vor wie es für Außerirdische wäre die ne Forschungsexpedition hier her machen, ob die uns überhaupt von den Tieren irgendwie als gesondert betrachten würden wage ich irgendwie zu bezweifeln^^ Da gäb's dann ne fazinierende Doku über uns aber so wie halt wir eine über Ameisen machen würden.) Naja, nur nebenbei^^ Die Menschheit als arschig zu sehn, hm, weiß nicht, ist es eine eher rationale und von keinem Gefühl (z.B. hadern, bzw darunterliegende Emotionen, hadern ist ja eher eine Tätigkeit) begleitete Feststellung, ok, ist dann vllt nicht selbstschädlich. Aber so ist es ja nicht bei so einigen.


    hm, ich glaub ich belass es heute dabei *einiges weglösch*^^ Unausgegoren und im Kreisdrehend (also ich hab oft nix gegen Unausgegorenheit oder Kreiselungen aber heut fühlt es sich net richtig an.) Nachher geh ich noch zum schnorren und bin irgendwie freudig gespannt, die Fragilität fühlt sich latent (nur bißchen, aber immerhin) besser an aber ob dem wirklich so ist merke ich dabei zuverlässig, außer heut strotzen alle vor Freundlichkeit^^ Aber naja, unwahrscheinlich, dass kein regelrechter Arsch vorbeikommt das ist meist schon eher Standard als andersrum, aber mindestes unverständig, missbilligend, gönnerhaft, selbstaufwertend oder wasauchimmer, da kann man sich eigentlich fast drauf verlassen ;-D

    @ Kleio

    Ich hoffe du hast einfach nur keinen Bock oder Zeit mehr und schreibst nicht etwa deshalb nicht mehr mit weil ich schrieb dich oft nicht zu verstehen?

    S. wallisii

    Zitat

    Ich hoffe du hast einfach nur keinen Bock oder Zeit mehr und schreibst nicht etwa deshalb nicht mehr mit weil ich schrieb dich oft nicht zu verstehen?

    Neinein, ich bin noch da und mache auch noch mit. :-)


    Aber nett, dass Du nachfragst. :-)

    Sehr spannende Diskussion.


    Aus dem Bauch raus möchte ich hierzu Marshall Rosenberg verlinken - nicht um abzulenken, sondern weils meinem Instinkt nach viel mit dem hauptthema zu tun hat und auch nur noch als anderen Blickwinkel.

    Hallo S.wallisii *:)


    Ich habe die bisherigen Fragen und Antworten quer gelesen, verwundert, wie schwer es mir (leider) fällt, längere Beiträge zu lesen (:-o hat das was mit der Einstellung zur Menschheit / zum Menschen /zu mir zu tun? ??? *grübel*)


    Aus all deinen Beiträgen jetzt herausgefiltert, sticht mir eins ins Auge:

    Zitat

    aber heut fühlt es sich net richtig an

    Was hast du für dich für andere Grundlage als dies, und wie achtend (um mal bei der Achtsamkeit zu bleiben) ist dies. Sicherlich, deine ganzen Irrungen und Wirrungen und Fragen und dann wieder Antwortfragen. Doch wenn ich deine Beiträge so lese, mögen sie noch so weit abdriften, noch so weit schwirren. Du bringst dich immer wieder zu dem Punkt: fühlt es sich gut an oder nicht.


    Ich frage mich, was sich bei der Fadenfrage da bedingt: dein Verhältnis zu dir, dein Verhältnis zu den Menschen, das Verhältnis der Menschen zu den anderen Menschen, das Verhältnis der anderen Menschen zu dir.


    Vielleicht wurde die Frage ja schon gestellt: was erhoffst du dir, von dem positiven Verhältnis zu den Menschen? Sind die anderen Menschen dafür verantwortlich, was du zu dir für ein Verhältnis hast? Ensteht ein positives Verhältnis zu den anderen Menschen, wenn andere Menschen dieses positive Verhältnis zeigen? Brauchst du für dich einen Beweis, an was positives zu glauben, um für dich irgend welche Schritte zu gehen?


    Wie verändert sich das Verhältnis zu den anderen Menschen, wenn sich das Verhältnis zu dir selbst ändert?


    Irgendwie ein riesen Knäuel und ich finds spannend, weil mich irgendwas anspricht - was genau weiß ich aber noch nicht ;-) .


    Ich selbst bei mir merke, dass je besser ich das Verhältnis zu mir "hinbekomme", diese zweifelnde und wütige und manchmal fluchende Teil über die Menschheit etwas seichter wird. Fakt ist, dass vieles aus dem Lot geraten ist in dieser Welt und ich kann verstehen, wenn da Missmut auftritt - kenne ich ja von mir auch. Also dieser Teil ist auch drin und es gibt Phasen, da passiert es, dass ich in was reinschlittere, was mir nicht mehr gut tut. Die Argumente die ich da für mich bringe, fühlen sich richtig an, nur merke ich, dass ich mich da in was reinmanövriere, und ich dann nicht mehr weiter komme. Zusätzlich zu dieser Fährte entsteht aber in mir momentan noch viel mehr. Ich mache Dinge, die mir gut tun, ich umgebe mich mit Menschen, die mir gut tun und dadurch ist der Fokus noch woanders. Und teilweise ertappe ich mich dabei, wie ich die anderen für was verantwortlich machen will, was gar nicht deren Aufgabe ist: denn so ganz einfach ist das nicht, für sich selbst einzusetzen, wenn das Selbstwertgefühl grad etwas leiser ist. Da ist es doch einfacher, zu schimpfen. Doch was hätte ich da in diesem Moment von einer positiven Weltmenschensicht? Hätte ich auch nichts. Deshalb bleibe ich bei mir innerlich für mich und werde so eoistisch (im positiven Sinne), dass die Flucht ins Wettern über die andere eben nicht mehr dem eigentlichen Zweck dient (mich nicht um mich zu kümmern) und dann dieses miesgrämige irgendwie etwas verpufft. Dann fange ich zwar selbst an zu staunen und denke: Mensch, bist du wirklich so? Das wirkt doch so untypisch. Eigentlich hättest du doch vollen Grund. Aber nein. Irgendwie nicht (immer).


    Also deshalb die Frage: was hast du von einer positiven Sicht auf die Menschheit?


    Irgendwo wurde dieses Zwingen zu Etwas (Thema wie im Zahnfaden ;-)) angesprochen. Wenn es ein Zwingen wäre, würde es sich für mich nicht gut anfühlen. Also mache ich es nicht. Nun habe ich für mich lebensmäßig eine gewisse Grundsicherheit erlangt (boah Cleeni, wie klingt denn das ;-D), bei der ich merke: ja, dies tut mir gut. Es wurde ja schon das Arbeitsthema angesprochen. Ich bin dankbar, dass ich das arbeiten darf, was mir Spaß macht und wofür ich Geld bekomme. Wenn dies nicht so wäre, wäre das eine Baustelle, die sich wohl auch auf den Blick auf die Menschheit anders auswirken würde. Doch durch diese Grundsicherheit ist es innerlich so, dass dieser Punkt: also Zunkunft ohne Fragezeichen, keine Sorgen mehr bereitet und durch diese wenigeren Sorgen, ich anders auftrete und durch dieses andere Auftreten und innere Auffühlen, die anderen Menschen nicht mehr so eine hohe Stellung haben, die an meiner Stimmung zu mir und zu anderen schrauben können.


    Das wirkt sich positiv auf die Sichtweise aus. Denn sie haben keine Macht mehr, es sei denn, ich gebe sie ihnen.


    Vor zwei Tagen hatte ich einen Verkehrsunfall. Ein Auto brummte mir hinten drauf. Zum Glück "nur" leichtes Schleudertrauma und Blechschaden von 1000,00€. Als ich aus dem Auto stieg, klar geschockt, stand ein junger Bengel vor mir und war total getroffen und ihm tat das leid. Tja, nun kenne ich mich, ich vergesse mich leicht und lass mich leicht einlullen, wenn andere so vor mir stehen. Im Endeffekt gab es schon viele Ereignisse in denen ich dann als Geschädigte noch draufzahlte, weil ich zu hmm... was eigentlich? Zu gutgläubig, zu naiv? war. Ich fluchte nicht innerlich, und ich blieb freundlich und hatte aber auch einen inneren Film: Mensch Cleeni, jetzt hast du mal die Gelegenheit zu Wettern. Du wurdest angefahren. Dann gab es noch einen Teil der meinte: hey, vielleicht bist du ja doch noch mehr im Reinen mit dir, als du bis jetzt geglaubt hast (;-D ja ja, sind schon manchmal putzige Stimmen da drin ;-) ;-D ;-D ) . Doch Fakt war: Der Verursacher stand vor mir, total geschockt und ich schaffte es, verschiedene Seiten zuzulassen: nämlich nicht nur auf ihn zu achten, auch wenn er geschockt war, sondern auch zu mir zu gucken, wie was für mich ok ist. Und das war ein - neben dem Schock - wohlfühliges Gefühl (kann das überhaupt jemand nachvollziehen?). Warum ich das schreibe: ich habe bei diesem Ereignis gemerkt, dass ich hätte auch ganz anders auf die Menschheit gucken können und wieder einen Beweis gefunden zu haben, wie schlimm die Menschen doch sind (davon mal abgesehen, dass es ja schlimm war - doch eben ein Unfall). Doch - mal in der Annahme, dass der Schock schon raus ist - es ist nicht so. Denn ich habs geschafft auf mich zu achten, auch wenn da Stimmen durchkamen: Warum immer ich? Erst der Fahrradunfall mit Auto, jetzt das? dann noch so andere Sachen, die passieren und dennoch fühlt es sich so gut an, wie ich damit umgehe.


    Bekannte und Freunde legten gleich los: den musst du verklagen, da kannst du Geld rausholen usw. Doch ganz ehrlich: vielleicht könnte ich es und vielleicht sträubt es sich in mir, wegen der ganzen Rennereien das zu machen und vielleicht könnte ich wirklich Geld rausschlagen: doch was habe ich davon? Ich bin froh, dass es so ausging wie es ausging. Ich bin froh, dass die Reparaturkosten von dem Verursacher beglichen wurden und mein Hals wird durch eine Anzeige auch nicht besser. Ich will damit nicht sagen, dass ich jetzt hier ein Gutmensch bin und mir alles gefallen lasse. Doch das, was ich grad mit mir mache und das was mir gut tut, das wirkt sich auch auf das Verhältnis zwischen mir und den anderen aus. Der junge Bengel und dessen Eltern waren aufgelöst und bedankten sich jetzt bei mir, erzählten noch ein bisschen von sich und ich merkte: meine Entscheidung fühlt sich gut an und wenn es für andere noch gut ist, ist es doch schön. Es kamen mir, bevor der ganze Schaden beglichen wurde, dennoch Gedanken: ala: und was ist, wenn sie dich nur ausnutzen? Doch was hätte ich davon gehabt, wenn ich aus Sorge eben gleich anders reagiert hätte? Und zwar so, wie es für mich stressiger gewesen wäre. Ich habe so entschieden, wie es sich für mich gut angefühlt hat und das wirkt sich für mich auf andere aus.


    Jetzt habe ich einen riesen Roman geschrieben - wie immer ;-D - Also der Unfall und dessen Peri- und Postablauf (;-D ;-D) spiegelten für mich diese Fragen des Fadens wieder (grad nach der Reaktionen des Umfelds).


    Also zusammengefasst: mein Weg ist es wohl, dass ich zu mir Verbindungen aufbaue, die sich dann auch auf das Verhältnis zu anderen auswirken. Und so sitzen innerlich der destruktive Denk-Handelteil mit/über andere Menschen, neben dem Neutraldenkenden/positivem Teil und der eine oder andere wird nicht weniger oder mehr, wenn der andere weniger oder mehr wird.

    heyho Cleeni!! :-D *:)


    Freut mich sehr dich hier zu lesen! :)_ Und prompt lese ich natürlich einige sehr coole Fragen :-D :-D Komm heut leider nicht zum schreiben, ja nicht mal zum nachdenken erstmal, verlockt zwar ziemlich, aber ich will auch einen Brief schreiben, so richtig mit Stift und Papier ;-D

    @ Kleio

    Zitat

    Aber nett, dass Du nachfragst. :-)

    na das hätte ich halt definitiv als Verlust für das Thema empfunden! :)z

    @ NotMichaelCaine

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    Aus dem Bauch raus möchte ich hierzu Marshall Rosenberg verlinken - nicht um abzulenken, sondern weils meinem Instinkt nach viel mit dem hauptthema zu tun hat und auch nur noch als anderen Blickwinkel.

    Danke, aber uh, englisch ;-D mal schaun ob ich da einen Impuls für krieg mir es reinzuziehen (geht schon theoretisch, ist mit mittelmäßigem englisch halt nur recht mühseelig und zur Zeit vllt zu mühseelig, aber ich schaun mal demnächst. Das du hier vllt generell interessantes beisteuern könntest könnte ich mir übrigens gut vorstellen!

    Zitat

    aber ich will auch einen Brief schreiben, so richtig mit Stift und Papier ;-D

    :-o du hast doch gar nicht meine Adresse :-p ;-D :)_

    Zitat

    Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Ich fühle mich von der Menschheit verlassen. Es mag sein, die Menschheit hat ihre Gründe dafür. Aber nett finde ich persönlich es nicht.


    Ob ich deshalb ein negatives Verhältnis zur Menschheit habe, vermag ich nicht zu sagen.


    Aber für mich persönlich wäre es eine ergebnisoffene Frage: Wie ist mein Verhältnis zur Menschheit?




    Hallo S. wallisii,


    also ich habe mal einen Gedanken zu dem Thema gepostet, der mir persönlich wichtig ist (s.o.). Ich weiß nicht, ob Du etwas damit anfangen kannst.


    Davon abgesehen ist es mir leider nicht möglich, dieser Diskussion zu folgen, weil es dafür zu viele lange, ideenreiche und teilweise auch schwer zu verstehende Beiträge gibt.


    Ich bitte Dich deshalb um Verständnis, wenn ich mit meinem kurzen Beitrag hier in eine laufende Diskussion hereingeplatzt bin.
    Dein Mond+Sterne

    So, ich versuch mal mich zu sortieren. Erstmal wieso ich bei fishlein so auf Leistung komme, dass lässt sich besser anhand von Zitaten zeigen als bei dir wallisii, aber der Eindruck ist sich sehr ähnlich wobei du nicht so extrem rüber kommst.

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    Ich find's auch ganz strange, in Zusammenhang mit mir an Leistungsethik o.ä. zu denken, weil ich in weiten Teilen meines Lebens Null ehrgeizig (und damit zufrieden und absolut im Reinen) bin.

    Sowas erstreckt sich ja auch fast nie auf alle Teile sondern ist eher so ein Bereich an dem man sich richtig richtig festbeißt. Da muss es laufen, sonst ist alles irgendwie nichts.

    Zitat

    Wieviel steht einem zu und so. Ich überprüfe in regelmäßigen Abständen mit so einem Onlinerechner meinen ökologischen Fußabdruck, der wird stetig kleiner, iiiirgendwann macht es Puff! und ich bin endlich unsichtbar.

    Dieser Beitrag hat sich richtig in mein Gehirn gefressen und mit dem Filter habe ich dann wohl auch den Rest gelesen. Weißt du woher ich diesen Satz in einer Abwandlung kenne? Aus pro-ana Foren. Da wollen die Leute so leicht werden, dass sie über Schnee gehen können ohne Spuren zu hinterlassen, so dünn, dass sie quasi unsichtbar sind. Sie versuchen sich aufzulösen, unsichtbar zu werden, nicht mehr spürbar, fühlbar zu sein und damit auch keinerlei Angriffsfläche mehr zu bieten.

    Zitat

    Ich finds besonders leicht, ich muss mir ja Mühe geben, um nicht völlig im Selbsthass zu versinken.

    Und das passt halt dann auch genau da rein. Mühe geben, weil wenn dann verdiene ich es mich nicht selbst zu hassen, weil ich nicht so scheiße bin. Wenn ich das Gewicht halte, wenn ich noch eine Runde laufe, wenn ich auf dies oder jenes verzichte, dann, dann kann ich mich besser ertragen.

    Zitat

    Es hilft mir zumindest konzentriert, motiviert und diszipliniert zu bleiben.

    Dito. Ich kannte mal Leute, die sich gezielt dicke Menschen angesehen haben, damit sie sich ekeln und dann besser gegen ihren Hunger ankommen. Abscheu um sich selbst in der Selbstkasteiung zu halten.

    Zitat

    Und gerade in solchen Phasen wie jetzt, in denen es mir schwer fällt, positive Gefühle für irgendwen oder irgendwas aufzubringen, bin ich ganz froh, dass man Gewissen, mein treuer Schießhund, mich ordentlich beißt und triezt, damit ich auf Linie bleibe.

    Was passiert wenn nicht? Wenn ich dich richtig verstehe wirst du dann nur wütender auf dich oder?

    Zitat

    Also, ich würd einfach lieber von Anfang an das "richtige" fühlen oder aber mit den Gefühlen dann ehrlich leben.

    Ja. Die Leute hätten auch lieber keinen Hunger, statt die Schwäche zu fühlen, aber sie sind halt Menschen...


    Da ist sowenig Nettigkeit für dich, sowenig Liebe, Nachsicht, Gnade mit dir und deinem Menschsein. Alles in allem ist die Frage nach dem Recht auf Glück oder Zufriedenheit dann ja auch die Recht auf Leben oder? Wenn ich mit meiner Existenz leid erzeuge, bin ich dann nicht total scheiße und besser tot?


    Und dann noch zu deinen Fragen:

    Zitat

    Würdest Du denn überhaupt sagen, dass Du ein positives Menschenbild/Verhältnis zur Menschheit hast? Oder eben ein ambivalentes? Denn es hakt bei mir auch daran, von nun "ambivalent" auf "positiv" zu kommen.

    Ich würde sagen, dass für mich beide Worte nicht passen. Ich habe ein liebevolles Verhältnis zur Menschheit und das geht ja ganz entspannt zusammen mit Ambivalenz.

    Zitat

    Wieso? Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Staunen, Wundern und Neugier speist sich bei mir nicht aus negativen Gefühlen.

    Das ist nicht so einfach zusammen zufassen weil das so zwei Punkte sind.


    Einmal gehts mir da um Spannung die ja immer nur zwischen mindestens zwei verschiedenen Punkten entstehen kann. Wenn alles Wasser grundsätzlich als Meer vorkäme, dann würden wie uns darüber nicht wundern.


    Hier ging es mir aber dezidiert nicht um das Wundern über Naturphänomene sondern um das Wundern über die Menschheit. Wenn da nur ein Punkt wäre, alle wären gut, dann gäbe es da keine Entwicklung, kein Wundern, kein Staunen, kein Entdecken. Jeder würde teilen weil das alle machen. Es wäre selbstverständlich.


    Mir persönlich würde das eine Menge nehmen. Menschen sind ja deshalb spannend weil der Raum ihrer Gefühle und Handlungen nicht nur zwischen zwei Punkten, sondern zwischen ganz vielen Punkten aufgespannt wird. Und wie sie sich da jeweils verorten, stabiliseren, bewegen, dass finde ich total interessant.


    Wallisii


    Und weiter im Text.

    Zitat

    Und wie würdest du ihre generelle Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und das ungefähre Ausmaß ihrer Selbstehrlichkeit (blinde Flecken hat jeder) einschätzen, das fände ich interessant. Sag jetzt net das kann man ja net wissen, ich will nur deine intuitive Einschätzung.

    Zufrieden und ausgeglichen? Kommt drauf an wie man das definiert. Ich würde sagen das hängt sehr stark von äußeren Faktoren ab. Wenn alles gut läuft, dann schön, wenn nicht, dann greift eine für mich unerträgliche Selbstherrlichkeit, die allen anderen die Schuld zuschiebt. Es gibt eine einfache und schlüßige Erklärung für alles, man selbst steht nicht zur Disposition, nicht mal wenn das eigene Kind sich vor den Augen der Familie in eine Art riesen Show umbringt.


    für mich ist das ein Beispiel dafür, dass man mit halben Sachen ganz gut weiter kommen kann, weil diese Beziehung eben halb und halb ist. Halbe Sachen auszuhalten scheint mir eigentlich eine ganz gute Idee zu sein. ;-D ;-D Aber klar, ich weiß was du meinst. Die Frage ist halt was man als halbe Sache betrachtet. Ist Fishleins Höfflichkeit zum Beispiel eine halbe Sache, weil sie es nicht herzlich macht? Und ist es dann wirklich nicht besser eine Sache halb als gar nicht zu machen?


    yukumu


    Könntest du das für ich ausführen?

    @ Cleeni

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    :-o du hast doch gar nicht meine Adresse :-p ;-D :)_

    glaubst du! *irre lach* ne Schmarrn^^ (ich wusste übrigens dass das kommt ;-D)

    Zitat

    was erhoffst du dir, von dem positiven Verhältnis zu den Menschen?

    öhm.. äh.. tja also, das ist so... dass ich da wohl gründlichst noch weiter drüber nachdenken.. könnte^^ Impulse gäb's mehrere, z.B. dass ich da hin will weil es sich als die gesündeste Variante anfühlt. Weil "negativ" für mein Verständnis ohne jeden Zweifel ungesund ist und sozusagen die schlimmste Variante. Da wird wohl auch eine Art Schutzsuche beteiligt sein wie auch immer das aussehen mag, positives Verhältnis weil einfach alles gut ist (schlimmes weit genug weg oder so) oder weil ich so gefestigt wäre dass mir ungutes nichts ungutes tut ":/ Weils irgendwie "cool" wäre die Menschheit trotzdem zu mögen. Der Glaube ans Gute als Motivator vllt. In Cormac McCartys "Die Straße" hieß es glaube ich "das Feuer bewahren", und hieß in einer postapokalyptischen und dementsprechend harten Welt ethisch/moralisch/gut zu handeln. Warum ich das will? Vllt weil es nicht zu tun ein Tritt in die eigene Seele ist/sich so anfühlt (könnte auch Selbsterpressung sein so zu empfinden, aber keine Ahnung, vllt auch nicht). Aber nicht nur, da ist sehr sehr wahrscheinlich Opferdenken dabei in dieser Erwartung ans positiven Verhältnis, das fühle ich aber nur und kann es jetzt grad nicht formulieren. (Witzig eigentlich, in ähnlich schwer formulierbarer Weise fühle ich das auch in dem negativen Verhältnis und dem Abdrift dahin, vllt sind positiv und negativ nicht so weit von einander entfernt wie sich das eine unterschwellige Erwartung vllt erhoffen mag *schnief*^^)

    Zitat

    Was hast du für dich für andere Grundlage als dies, und wie achtend (um mal bei der Achtsamkeit zu bleiben) ist dies.

    naja, kaum eine, ehrlich gesagt. Ist das eine Frage wie achtend das ist? Ist es achtend auf Gespür zu vertrauen wenn es nachweislich manchmal nur Angst, manchmal nur starrer Glaube/Festlegung und manchmal sonstwas ist?

    Zitat

    Sind die anderen Menschen dafür verantwortlich, was du zu dir für ein Verhältnis hast?

    ich glaub nicht und ich wünsche auch nicht dass es so ist *bestimm*

    Zitat

    Ensteht ein positives Verhältnis zu den anderen Menschen, wenn andere Menschen dieses positive Verhältnis zeigen?

    ja, u.U. schon. Es kann jedenfalls förderlich sein. So wie ich das schimpfen anderer als runterziehend empfinden könnte (Stimmungs- und Gefestigkeitsabhängig (mir geht's übrigens gut, die Fragilität scheint wirklich abzunehmen und macht jetzt wahrscheinlich einer Phase erhöhter und schwankender Emotionalität Platz, das ist aber ok, kenn ich schon und hat was nettes im Vergleich zur Fragilität.))

    Zitat

    Brauchst du für dich einen Beweis, an was positives zu glauben, um für dich irgend welche Schritte zu gehen?

    sieht fast so aus, was? ;-D Weiß nicht, das Leben ist so voller Entscheidungen (selbst nicht zu entscheiden ist irgendwie Entscheidung) und ich hab Angst mich mal für's negative zu entscheiden, bzw irgendwann irgendwo nicht die Kraft zu haben es anders zu tun. Im Eingangsbeitrag schrieb ich "oder wenigstens neutral" aber das passt mir eigentlich auch net ;-D eher so als Minimum.


    Die Nicht-Wertung steht wohl jenseits von negativ/positiv, aber auch weit weg von mir^^ (hab da mal drüber nachgedacht wie Nichtwertungsbereiche in mir entstanden sind und irgendwie sind's halt Entwicklungen und Loslassungen, vllt sogar mit gewissen Schemas, aber das ist trotzdem absolut nicht verwendbar für jeweils andere Einzeldinge und schon gar nicht für sone krasse Nummer wie gleich die ganze Menschheit)

    Zitat

    Wie verändert sich das Verhältnis zu den anderen Menschen, wenn sich das Verhältnis zu dir selbst ändert?

    je nach dem halt, ich halte es momentan auch für eine der größeren Faktoren, vllt den größten. Und ein bißchen ein *seufz* erzeugt das schon in mir, Selbstakzeptanz die nächste Runde, jupidu. Muss Selbsttäuscheng a là "ich bin schon voll weit" denn eigentlich wirklich sein, kann man sich das net sparen und gleich kleine Schritte als kleine Schritte sehn?^^ (ach ich versuch mich auch gerade damit anzufreunden dass ich an diesem Punkt auch künftig wieder sein werde)

    Zitat

    so sitzen innerlich der destruktive Denk-Handelteil mit/über andere Menschen, neben dem Neutraldenkenden/positivem Teil und der eine oder andere wird nicht weniger oder mehr, wenn der andere weniger oder mehr wird.

    interessant, klingt ziemlich friedvoll. ("Seinen Frieden (damit) machen" ist übrigens eine Formulierung die ich im RL in letzter Zeit öfter gebraucht habe wenn ich mal jmd mit meiner Haderthema bequatscht hab, fand ich gestern nacht interessant festzustellen aber heut weiß ich nimmer warum, lol^^ (ist halt echt ziemlich viel, aber das macht nichts, ich glaub einiges ist auch gar nimmer wichtig für mich weiter zu bedenken, da sind kleine Entscheidungen wichtig und Offenheit dafür dass sie umgesetzt werden können und das umsetzen soll mein Unterbewusstsein machen *zurücklehn* ;-D)


    keine Zeit mehr...

    @ mond+sterne

    Zitat

    Ich bitte Dich deshalb um Verständnis, wenn ich mit meinem kurzen Beitrag hier in eine laufende Diskussion hereingeplatzt bin.

    Das ist wirklich keinerlei Problem und ich empfinde es auch nicht als hereinplatzen, das ist eine offene Diskussion, da kann jeder was schreiben der einen Schreibimpuls hat, ob der "reinpasst" oder nicht ist egal, selbst wenn ich etwas als für mich unpassend empfinden würde (tue ich hier nicht, find's interessant deine Unentschlossenheit oder wie man es nennen will) stört mich das nicht.