• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
  • 339 Antworten
    Zitat

    Das du hier vllt generell interessantes beisteuern könntest könnte ich mir übrigens gut vorstellen!

    @:) Danke! Ich finde mich thematisch bei solchen Diskussionen meistens in danae und Cleo wieder und hab daher mal die Tastatur gehalten ;-). Vieles ist also Wiederholung.


    Mein Ansatz, wenn ich mich generell fragil fühle - egal mit welcher dahinter liegenden Thematik - ist meistens ein "praxis orientierter".


    Praxisorientierung insofern als das ich mir für mein inneres Problem ein paar "Tools" ansehe und die dann praktisch ausprobiere um zu sehen ob sie für mich funktionieren und dazu führen, dass ich mehr Grund ( oder anders formuliert mein tatsächliches Ich) spüre. Meine Erfahrung mit mir selbst ist generell, dass ich ( wie wohl eigentlich alle Menschen) eben den Weg des "Erwach(s)en"(werden) gehe der für mich bedeutet:


    Als Kind kann mein Bewusstsein nur von außen nach innen gebildet werden - das geschieht mit Hilfe von Sinneseindrücken in einer Art Osmose mit der Umwelt in der ich mich befinde. Da ich aber natürlich auch als Kind schon eine Existenz bin (bin ja als Materie vorhanden) bilde ich von Anfang an für andere einen Teil der sinnlich wahrnehmbare Umwelt.


    Sobald ich meine Umwelt selber in größerem Mass wählen kann fängt - egal ob ich das bewusst gestalte oder unbewusst - allerdings der schleichend ein umgekehrter Prozess an in dem ich anfange aus mir heraus zu leben und zu agieren. Als Kleinkind bis in die wirtschaftliche Unabhängigkeitsphase von den Eltern kann diese Wahl der Umwelt Schritt für Schritt größer werden, wenn ich nicht in dem Feststecken bleibe was ich in der Bewusstseinbildung durch andere Übernommen habe sondern anfange das was mir "mitgegeben" wurde Schritt für Schritt zu untersuchen, an meiner Realität zu prüfen und eventuell anzupassen ( Stichwort Pubertät und auch Midlife Crises). So weit so klar.


    Der zentrale Punkt für mich dabei ist, dass der spezielle Teil der Bewusstseinsbildung, den Eltern aber eigentlich die ganze menschliche Umgebung bis hin zur Gesellschaft bei Kindern auslösen fast ausschliesslich an Kommunikation und damit zu einem großen Teil and Sprache hängt. Sprache bzw besonders der qualitative Umgang mit Sprache ist für mich der unsicherste und hinterfragbarste Faktor in der Bewusstseinsbildung: Es geht nicht ohne - keine Frage - aber sie ist auch die Quelle von vielen Missinterpretationen und innerlich gebildeten destruktiven Glaubenssätzen, die direkte Auswirkungen auf unser Gefühlsleben haben (osmotisch sozusagen)


    Trotzdem ist für mich der Langzeitschritt ganz klar: Wenn wir ein gewisses Maß an Bewusstein gebildet haben ( was ja auch mit dem erlernen von praktischen Fähigkeiten einher geht) kippt die Waagschale irgendwann und wir haben genügend von aussen mit nach innen genommen um an den Punkt zu kommen wo ( osmotisch ;-) ) - wieder eine Druckausgleich von innen nach aussen erfolgen wird: Erwachsen werden ( erwachen) bedeutet für mich also mehr und mehr das was in uns lebt was unser inneres ist nach außen zu bringen und damit natürlich Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Soweit so gut. Dazu benutzen wir zwar nicht nur Sprache, sondern eben auch kreativen körperlichen Ausdruck jedweder Form um unsere Umwelt zu gestalten, aber Sprache ist das Tool was die wenigsten direkten und unmittelbare negativen Konsequenzen für uns selbst hat. Was wir sprachlich ausdrücken (innerlich oder nach aussen) kann sich Monate, Jahre später auswirken,zu verhärtungen führen und so weiter, während wenn wir körperlich etwas negativ praktisch ausdrücken schneller die Polizei da steht oder wenigstens die direkte Umgebung negativ reagiert. Sprache erscheint uns selbstverständlich, ungefährlicher, weniger realitätsbildend - wie sollten wir uns sonst ausdrücken, komplexere Handlungen planen? Trotzdem liegt im qualitativen "Wie drücken wir aus" das breiteste und am leichtesten zugängliche Veränderungspotential.


    Wenn ich mich also fragil fühle und nicht weiss wo ich ansetzen soll such ich mir häufig ein Sprachtool, auch wenn es erst mal sehr technisch wirkt, was mir in Gesprächen mit anderen hilft den qualitativen Teil der Sprache (wertend) von Fakten zu lösen und damit die tatsächlich existierende Realität und subjektive (meine und andere) wenigstens ein klein wenig besser trennen zu können. Das wiederum hilft mir dann dabei nach meinen Werten zu handeln.


    Für mich ist das deshalb wichtig, weil es mein eigenes Tool Verstand mit der Sprachanalyse sehr gut beschäftigt hält, mich durch die gefundene Strkutur unterstützt und der dadurch mittlerweile weniger das macht was vielleicht noch bei Dir abgeht:


    Du bewertest aus meiner Sicht Dein Gefühl weg anstelle es als Handlungsausgangsbasis zu nutzen und daraus Gestaltungsspielräume zu öffnen. Das kommt aus meiner Sicht aus dem Kopf. Würdest Du das nicht tun und beispielsweise den Kopf im Sprachanalyse beschäftigen wäre es leichter eine Kopf Bauch Synchro zu fanren und möglicherweise Dein Bedrüfnis in der Situation identifizieren und dann danach tatsächlich eine konstruktive Möglichkeit finden danach zu handeln.


    In der Situation mit dem Opa wäre - übertrieben gesprochen - eine Aktion gewesen: aufspringen, hinrennen und dann neben ihm her ganz langsam über die Strasse gehn. Das klingt verrückt und wäre vielleicht besonders auch von Oma so aufgefasst worden - aber es hätte Deinem Bedürfnis möglicherweise entsprochen: Es wäre ein Ausleben einer guten Fähigkeit im Menschen gewesen - ein Ausleben des guten was in Dir lebt: Mitgefühl. Der Ausdruck des nach unserem subjektiven Wertesystem positivem handeln ist ja oft einer, dem wir nicht direkt nachgeben- häufig aus diversen Ängsten heraus.


    Verbitterung entsteht aus meiner Sicht, wenn wir uns dieses Ausleben über längere Zeit nicht erlauben. Dabei geht es oft nicht um größere Einmischaktionen a la: ich sage Dir jetzt wie Du Dein Problem löst oder ich mach etwas für Dich was Du vielleicht gar nicht willst. Es geht darum etwas auszudrücken was in uns selbst aktiv fühlbar erlebbar da ist - dabei sein in einer Situation um das Gefühl auszudrücken was wir haben.


    Demonstrationen sind nichts anders - nur in einer organisierten Form ,).

    Toller Beitrag, NotMichaelCaine, super interessanter Ansatz.


    Ich hab mir tatsächlich vor vielen Jahren, als ich das Gefühl hatte, ich müsste mich mal grundsätzlich entscheiden, ob ich eher biestig und destruktiv oder eher wertschätzend und konstruktiv sein möchte, auch tatsächlich als einen der ersten Schritte versucht, ein neues Vokabular anzugewöhnen (indem ich ganz viel von Menschen gelesen habe, die für mich diese Kriterien erfüllt haben). Da klang ich eine ganze Weile bestimmt wie ein Wandkalender, aber ich glaube auch daran, dass Sprache unsere Welt formt und deshalb mussten ich und mein Umfeld da dann eben durch. ;-D Erst war es eher ein auswendig aufsagen, aber wenn man Gedanken erst einmal formulieren kann, dann kann man sie mMn auch besser denken. Und so folgte dann das Durchdenken und Umformulieren in eigene Gedanken und Gefühle.


    (Nicht mit 100%igem Erfolg, wie dieser Thread zeigt, aber verglichen mit damals definitiv ein Erfolg)

    @ danae

    @:)

    Zitat

    wobei du nicht so extrem rüber kommst.

    Nur als Anmerkung: ich schreib hier Sachen, die ich diskutiert haben möchte (Danke für's Mitmachen!!), deshalb formuliere ich manches absoluter und eindeutiger, als sich manches anfühlen mag. Ich bewundere ja sehr wallisiis Fähigkeit, 25 widersprüchliche Gedanken/Gefühle in einem Satz auszudrücken (also, echt jetzt), ich müsste da eher halbe Romane schreiben und behalte deshalb manche Ambivalenz, Unsicherheit etc. besser für mich und kaspere das dann anhand Deinen/euren Antworten mit mir selber aus. Trotzdem ist das, was ich hier schreibe, natürlich schon wahr und kommt in meinem Kopf vor, also bitte jetzt nicht veralbert fühlen oder so. Also, bitte gerne genauso weitermachen, ich wollte das nur irgendwie ein bisschen relativieren.

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    Was passiert wenn nicht? Wenn ich dich richtig verstehe wirst du dann nur wütender auf dich oder?

    Einmal das. Aber vielleicht würde es auch dazu führen, dass ich mich schlecht verhalte und damit irgendwem oder irgendetwas schade (mehr Schaden zufüge als unvermeidbar). Was natürlich nicht heißt, dass ich mit Aufpassergewissen perfekt wäre, aber wenn das nicht da wäre, gäb es ja quasi kein Halten mehr. Für mich wäre das dann wohl nicht mehr so problematisch, weil ja kein schlechtes Gewissen mehr, aber für alle anderen wäre das natürlich mies. Wäre ich ein guter Mensch, könnte ich die Zügel einfach loslassen und würde automatisch Gutes tun, aber das bin ich ja nicht - deutlich daran zu sehen, dass ich blöde Sachen machen, selbst obwohl ich weiß, dass ich mich damit hinterher schlecht fühle, weil sie schlecht waren. Und überhaupt kann ich ja nur im Alltag funktionieren, weil ich ganz, ganz viel abspalten, ignorieren, relativieren usw. kann. Das kann ich also gut und was hält mich davon ab, das auf noch viel mehr Bereiche auszuweiten - nur das schlechte Gewissen und mich immer wieder mit der Nase draufstoßen, bis die nicht mehr ignorierbar weh tut.

    Zitat

    Wenn ich mit meiner Existenz leid erzeuge, bin ich dann nicht total scheiße und besser tot?

    Ja. Ich weiß nicht, wo die Suizidgedanken bleiben, die haben sich früher zuverlässig eingestellt, aber seit so ein paar Jahren wurden sie zunehmend theoretisch und inzwischen fühl ich mich ganz albern dabei, überhaupt welche zu unterhalten, weil ich gleichzeitig genau spüre, dass die nicht "echt" sind und ich nicht sterben möchte (und auch irgendwie nicht mehr einsehe, warum es ich "sollte", obwohl die Argumente ja auf dem Tisch liegen). Also: ja, aber der Gedanke ist völlig ohne emotionale Konsequenzen bei mir. Fühlt sich auch nicht richtig an. Ich sehe das als Symptom einer zunehmenden Abstumpfung und Selbstgerechtigkeit. Die ich aber auch ganz stumpf hinnehme und sogar angenehm finde. ":/ Hat sich diese Jedes-Leben-ist-in-sich-wertvoll-Propaganda, die ich selber verbreite, am Ende doch auch in meinen eigenen Kopf geschlichen?! ;-D

    Zitat

    Ich würde sagen, dass für mich beide Worte nicht passen. Ich habe ein liebevolles Verhältnis zur Menschheit und das geht ja ganz entspannt zusammen mit Ambivalenz.

    Mh, liebevoll ist für mich schon ganz schön positiv. Da steckt nach meinem Verständis Nachsicht, Glaube (an Potenziale), Mitgefühl (in alle Richtungen, Freude und Leid), Bereitschaft zu investieren (mir fällt gerade kein weniger kalt klingender Begriff ein) und einiges mehr drin. Das geht wirklich gut mit Ambivalenz zusammen, denke ich, und klingt sehr schön.

    Zitat

    Wenn da nur ein Punkt wäre, alle wären gut, dann gäbe es da keine Entwicklung, kein Wundern, kein Staunen, kein Entdecken. Jeder würde teilen weil das alle machen. Es wäre selbstverständlich.

    Ich glaube immer noch nicht, dass es das alles nicht mehr gäbe, es gibt ja noch genug anderes als Menschen, zu dem man sich im Verhältnis befindet, setzen kann und muss. Aber wenn es so wäre wir nur so so existieren könnten, dass Leid minimiert und Gutes maximiert wird, dann sehe ich darin einen solchen Gewinn, dass ich dafür gerne alles interessierte Wundern hingeben würde. Wer bin ich denn zu sagen, mein Interesse an spannenden Menschengeschichten wiege die Brutalität und Desktruktivität der Menschen auf. ":/

    @ wallisii

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    Muss Selbsttäuscheng a là "ich bin schon voll weit" denn eigentlich wirklich sein, kann man sich das net sparen und gleich kleine Schritte als kleine Schritte sehn?^^ (ach ich versuch mich auch gerade damit anzufreunden dass ich an diesem Punkt auch künftig wieder sein werde)

    Ist mir schon langsam peinlich, die ganze Zeit: Genau! Und: So geht es mir auch gerade! zu schreiben, wird ja langsam unglaubwürdig, aber echt, genau den Punkt hatte ich vor kurzem erst in einem anderen Gespräch über dieses ganze Thema. Das:

    Zitat

    (ach ich versuch mich auch gerade damit anzufreunden dass ich an diesem Punkt auch künftig wieder sein werde)

    halte ich für sehr weise.


    Ich hoffe, ich darf das hier zitieren, weil mir der Satz sehr gut gefallen hat. Also zum Thema eigene Entwicklung usw. und dass das kein gerades Streben von A nach Z und jede Abweichung ein Rückschlag sei, vielmehr sei es "Wie bei so einer Farm im Hinterland, bei der es gute und schlechte Jahre gibt." Das finde ich irgendwie schön.

    Der Zug für ein positives Verhältnis ist schon lange abgefahren. Ich mag Menschen nicht, ertrage sie nicht. Mein Ziel ist kein positives Verhältnis, sondern ein möglichst neutrales. Ich will Menschen nicht mögen können. Wenn ich lerne sie zu ertragen, wäre mir aber sehr geholfen.

    @ a.fish

    Ich hab ja sogar vor Jahren auch schon das "akzeptiert", dass Entwicklung so ihre Kreise macht, oder Spiralen oder was auch immer.. wohl nicht so sonderlich gründlich ;-D Und wenn dann Thema xy wieder auf der Matte steht bin ich dann doch immer wieder erstmal hm.. enttäuscht oder so. Ich frag mich echt warum diese Selbsttäuschung sein muss, wär sonst vllt zu frustig, demotivierend. Generell muss ja Selbsttäuschung irgendwie Sinn machen, sonst würde sie nicht so dermaßen viel von den Psychen der Menschen angewandt werden. Aber Verständnis, Nachsicht oder gar Akzeptanz dafür? Fehlanzeige bisher, jedenfall zu sehr großen Teilen.

    Zitat

    Wäre ich ein guter Mensch, könnte ich die Zügel einfach loslassen und würde automatisch Gutes tun, aber das bin ich ja nicht

    Rein rational finde ich da mal schon hilfreich sich darauf zu besinnen dass Gut und Böse Kategorien sind die nicht wirklich real sind und insbesondere dieses Menschenbild dessen erfüllen man da von sich selbst verlangt (/verlangen würde um Zügel los zulassen) ist überhaupt gar nicht existent. Rein emotional macht mir das aber auch zu schaffen. Eine recht effektive Linderung des Problems ist vermutlich das sich selbst zu mögen zu vergrößern und sich so umfassend wie möglich zu verzeihen was man, warum auch immer, für unverzeihbar hält. (oder Kleios Ansatz zu versuchen, aber das kann ich wohl erstmal noch nicht, wenn ich was kacke an mir finde kann ich das nicht einfach nicht-werten und mir net verzeihen müssen, sondern ich musskann es vllt verzeihen und dann akzeptieren)

    Zitat

    Hat sich diese Jedes-Leben-ist-in-sich-wertvoll-Propaganda, die ich selber verbreite, am Ende doch auch in meinen eigenen Kopf geschlichen?! ;-D

    gut möglich und das ist auch richtig so (und ein gutes Zeichen glaub ich).


    Gedanken der letzten Nacht gingen in die Richtung dass wenn die Einhaltung einer Moral anderen gegenüber bedeutet dass ich mir selber gegenüber unmoralisch bin (den Gedanken hatte ich vor längerem aber schon mal %-| ;-D ) ich sie dann ja letztendlich doch nicht eingehalten habe, denn warum sollte ich mich selbst da ausnehmen? Genauso falsch würde ich ja finden anderen gegenüber die Sau rauszulassen und dann selber rumheulen, bzw auf Moral zu pochen, wenn mir gegenüber jmd die Sau rauslässt. Ach, klingt vllt auch allgemein gut, aber fehlt der Kontext^^ ich hab noch an der Frustrauslassungsnummer rumgedacht. Der Faden und die Denkerei führt mich irgendwie in Richtungen die ich gar net so leicht vereinbaren kann.


    Da ist die Emotionalität und deren gesunde Auslebung, ich denke ich bin jetzt, gemäß meiner Möglichkeiten, ein weniger offner es zu tun/versuchen, zumindest mal für begrenzte Zeit. Ich gerate mit dem Entschuss und der Öffnung aber an eine Entscheidungsschwierigkeit zwischen Mittigkeit und schwankender Extreme, zwischen vermeintlich gesund und vermeintlich natürlich. Vllt ist das äh, Geschmackssache?^^ Das wär mal irgendwie ein totales Novum für mich bezgl persönlicher Entwicklung, sonst ist immer alles logisch oder wenigsten intuitiv eindeutig.


    Dann die Frustrauslassungsnummer die mich sehr verwirrt, also bzw ich mich selbst, weil es sich so anfühlt als hätte ich beschlossen da wirklich nicht sonderlich hinzugehen und das Programmierpotential das dies meiner Meinung nach für mich hätte auch weiterhin skepisch zu beäugen. Und gleichzeitig ist da aber auch der Entschluss mein Bedürfnis Frustrauslassend zu agieren vor die Moral zu stellen. Vllt betrifft das Situationen wo mir ein Grund gegeben wird es meinerseits krachen lassen können zu dürfen.


    Selbstverhältnis zu verbessern, ok, abgesehn von der Tatsache dass es bisherige Erfolge erstmal so winzig und nichtig erscheinen lässt (sind sie nicht, ich weiß, aber trotzdem^^) da mal wieder und wieder anzukommen zu sehen dass es nötig ist, kann ich das eigentlich gut akzeptieren und der Entschluss dazu steht und die Öffnung vielleicht auch schon. Ist ja eigentlich eh ein Dauerthema, nur wenn sich mal so direkt ne Notwendigkeit ergibt gibt mir das schon nen Dämpfer bzgl der bisherigen Entwicklung.


    Weltsicht/generelles Menschenbild, weiß noch nicht, schwierig. Ich hab den Anspruch das es real sein soll ohne Tunnelblick, und ich glaube ich will dass es positiv ist. Das Gefühl von Opfertum das ich sowohl im negativen Bild aber auch in der Hoffnung ans positive Bild empfinde das krieg ich einfach net gebacken, da ist eine oder mehrere dicke fette Blockaden und die hätte ich gerne weg wenn es geht (wenn nicht dann halt nicht, vllt ja dann das nächste mal *schiefgrins*^^)


    Was für mich gestern Nacht noch Denkthema war ist Verantwortung und Rücksichtnahme. Ein Verantwortungshardliner sieht in Rücksichtnahme vermutlich Verantwortungsabnahme und ich denke ich auch, ich finde es aber ok manchmal. Sonst jemand Gedanken dazu? (Ansonsten war das überwiegend wieder ein Sortierbeitrag, aber wenn er Schreibimpulse auslöst bloß nicht gehemmt sein^^)

    @ NotMichaelCaine

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    Das klingt verrückt und wäre vielleicht besonders auch von Oma so aufgefasst worden - aber es hätte Deinem Bedürfnis möglicherweise entsprochen: Es wäre ein Ausleben einer guten Fähigkeit im Menschen gewesen - ein Ausleben des guten was in Dir lebt: Mitgefühl. Der Ausdruck des nach unserem subjektiven Wertesystem positivem handeln ist ja oft einer, dem wir nicht direkt nachgeben- häufig aus diversen Ängsten heraus.

    weiß nicht ob mir das und v.a. in der Situation so entsprochen hätte^^ aber ich weiß was du meinst und stimme dir auch zu damit dass es wohl gut tun würde da mehr den auftretenden inneren Bedürfnissen nachzugehen. Das ist aber etwas was sich anfühlt es wäre sehr sehr ratsam das auf absolut gewaltlosem Weg zu tun, würde ich nun losrennen und alle Hemmungen überrennen die mich hier und da hindern mögen ergäbe das unselbstverantwortliche Verletzlichkeiten und vllt sogar Gegenreaktionen. Ich werde aber trotzdem eine dahingehende Öffnung versuchen, vorsichtig halt.

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    Verbitterung entsteht aus meiner Sicht, wenn wir uns dieses Ausleben über längere Zeit nicht erlauben.

    ja, das fühlt sich richtig an, ich würde es aber "nur" für einen Faktor halten. Ich kenne Menschen die gehen dem nach und sind trotzdem in großer Verbitterungsgefahr und dann sogar noch auf eine spezielle Opfertumshaltung ("gerade ich, ich hab doch..."), auch Lehrer und andere sozialBerufler sind meiner Beobachtung nach gefährdet weil sie ständig mit Systemgrenzen kollidieren wenn sie ihren Impulsen nachgehen, man sollte meiner Meinung nach da andere Dinge neben solchen Impulsen nicht darunter vergessen.)


    Mich würde von dir eine Einschätzung interessieren (wenn du Lust und Zeit hast), nämlich geht's um Vorrausleistung als Intension für gutes Handeln. Ich lese das aus der goldenen Regel raus (wahrscheinlich falsch aber ich lese es eben raus wenn ich mir ihre Herkunft in den verschiedensten REligionen durchlese (wiki) und ich erlebe es an Karmagläubigen. Glaub ioch ja nicht dran aber ich finde es eine interessante Sichtweise und da du dich da mal in nem anderen Faden geäußert hast scheinst du dich da auszukennen. Wie stellt sich das aus Karma-Sicht dar?

    Zitat

    Für mich ist das deshalb wichtig, weil es mein eigenes Tool Verstand mit der Sprachanalyse sehr gut beschäftigt hält

    Kannst du Denkbeispiele/vorgänge ausdenken und schreiben, ich kann mir da nicht so viel drunter vorstellen was du damit meinst, klingt zwar interessant aber verstehen tue ich die obere Beitragshälfte eher nicht^^

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    Du bewertest aus meiner Sicht Dein Gefühl weg anstelle es als Handlungsausgangsbasis zu nutzen und daraus Gestaltungsspielräume zu öffnen. Das kommt aus meiner Sicht aus dem Kopf.

    auch da würde mir konkretes vllt helfen, das klingt intuitiv nämlich vielversprechend, was für Gefühl meinst du (oder generell?) und was ist Handlungsausgangsbasis und die jeweilge Gestaltung beispielsweise? (Handlungsausgangsbasis versteh ich schon als Wort, aber hm, keine Ahnung, Gefühl ist halt da und idealerweise wirds ausgelebt und dann... meist war's das dann doch schon?)

    @ Cleeni

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    Es kamen mir, bevor der ganze Schaden beglichen wurde, dennoch Gedanken: ala: und was ist, wenn sie dich nur ausnutzen? Doch was hätte ich davon gehabt, wenn ich aus Sorge eben gleich anders reagiert hätte? Und zwar so, wie es für mich stressiger gewesen wäre. Ich habe so entschieden, wie es sich für mich gut angefühlt hat und das wirkt sich für mich auf andere aus.

    find ich übrigens sehr cool von dir wie du mit der ganzen Sache umgegangen bist.

    Zitat

    Bekannte und Freunde legten gleich los: den musst du verklagen, da kannst du Geld rausholen usw

    %-|


    (wär für mich vermutlich auch noch mehr zu schreiben zu deinem Beitrag aber ich muss da noch hinfühlen)

    @ S.wallisii

    weißt du, was ich immer noch nicht vereinen kann? Was bedeutet dieses Verhältnis für dich? Was passiert, wenn du dieses hast/dieses nicht hast? Was wünschst /erhoffst du dir für "Auswirkungen"?


    Ich finde es erstaunlich, was du dir für dich erlaubst. Wie du mit dir umgehst, was für Gedanken in dir entstehen und was für Entscheidungen du triffst. Du selbst stehst bei dir sehr weit oben. Du scheinst nicht der Mitflußtyp zu sein, bist weder verblendet noch bist du "käuflich". Du machst dein Ding, so wie es dir gut tut (zumindest spielt dies eine sehr große Rolle). Du hast für dich einen Standard (und das meine ich weder ab-noch aufwertend), der sehr unikatlich - halt wallisiilich ;-) - ist. Du bist dir also sehr nah. Mit sehr nah meine ich an deinem innersten Kern. Klar, phasenweise sehr krasssomatisch nah - gar keine Frage ;-) . Doch, um es mal ganz unwertend zu fragen/bemerken: scheinen die Menschen / die Menschheit Einfluss so auf dich zu haben, dass du eben zu der Fragestellung hier kommst und irgendwas ist da noch, doch ich komm nicht ganz drauf, doch irgendwas fühlt sich für mich da noch nicht stimmig an (*g* keine Ahnung, wie viel dies mit dir zu tun hat ;-) oder ob ich für mich noch mehr Erklärungen rausfiltern will |-o ;-D ) . Irgendwas verstehe ich hier grad noch nicht, doch ich kann es noch nicht in Worte fassen.


    Mal nur so gefragt: kam dir mal die Frage, was du machen kannst/ willst, damit sich dieses Verhältnis ändert? Ich meine damit jetzt nicht diesen Faden hier, in dem es ja um diese Frage geht. Im Eingangspost schriebst du von der vorbeifahrenden Straßenbahn und den darin sitzenden Menschen. Die müssen ja was ausgestrahlt haben, was dich dazu führte, dass es nicht das zu sein scheint, was du sehen möchtest. Nur mal um drei Ecken gedacht: Guck mal, wie du auf den Satz von mir reagiert hast:

    Zitat
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    Bekannte und Freunde legten gleich los: den musst du verklagen, da kannst du Geld rausholen usw

    %-|

    Jetzt nur mal gesponnen: stell dir mal vor, du sitzt mit einem Smartphone ;-) *nur vorstellen ;-)* du sitzt in dieser Straßenbahn und siehst dich dort sitzen, wie du guckst. Guckst du da nicht genauso? Hast du "mehr" Recht als alle anderen dort in der Straßenbahn so zu gucken? Warum wirkt sich das so auf dich aus, wenn du andere siehst?


    Ist natürlich die Frage: Wie viel Prozent gebe ich selbst zu diesem Bild dazu und wie viel Prozent die anderen? Und das für mich selbst gesundeste Maß habe ich auch noch nicht ganz gefunden. Jedoch merke ich, dass je mehr ich selbst in mir mein Bild male und das meine ich noch nicht mal einsiedlerisch ;-), desto mehr wirkt sich das bei mir auch auf andere aus. Denn - um mal bei der Straßenbahn zu bleiben - wenn andere lächeln und ich meine damit herzlich ehrliches Lächeln, wirkt sich das ja auch auf andere aus. Sonst wäre dir doch das mit der Straßenbahn gar nicht so ins Auge gestochen. Ich selbst kann doch aber nur so herlich ehrlich lächeln, wenn es sich auch wirklich so anfühlt und daran habe ich ja auch einen gewissen Anteil. Also das bedingt sich ja auch alles. Klar, gibt es auch andere Menschen, die bei mir dieses Lächeln auslösen. Doch so ganz ohne mich selbst wird es nicht gehen.


    Deshalb frage ich mich grad echt, welche Anteile du bei dir ansprechen willst, um das Bild zu behalten. Denn vieles was du mit dir machst und für dich schon erreicht hast, erreicht manch anderer Mensch noch nicht mal ansatzweise. Das sehe ich als sehr gute Befähigigung, Talent oder wie auch immer du es benennen magst.


    Klar, wenn dies hier nicht dein Weg wäre, hättest du den Faden gar nicht eröffnet, also ist dies auch dein Weg und finde es auch total interessant, was für ein Bild du gestaltest. - und ich merke, dass ich eigentlich ein ABER schreiben will, so wie der Satz anfing, mir aber kein Aber einfällt, es sich trotzdem irgendwie noch nicht ganz flussig für mich anfühlt. (Was ja nun überhaupt nicht dein Ding sein muss, sondern meins. Ich wollte es dir nur mal mitteilen ;-)).

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    Was bedeutet dieses Verhältnis für dich? Was passiert, wenn du dieses hast/dieses nicht hast? Was wünschst /erhoffst du dir für "Auswirkungen"?

    ja das ist halt net so einfach zu beantworten. Aber die Erkenntnis dass sich das nicht einfach beantworten lässt hat an sich schon gehörig Faszination für mich. Und weißt du was ein Beschluss der letzten Nacht war? Ich hab den Wunsch nach dem generalpositiven Menschenbild verabschiedet. ;-D Fühlt sich.. vage an, unsicher, latent ängstlich. Aber ok, meinentwegen, soll's so sein. Und ich schätze das sind Dinge deren Vermeidung mindestens Mitmotivation dafür sind das positive Bild gewollt zu haben. Und würde ich daran festhalten würde das schon auch ein wenig lenken und auch tatsächlich in diese Richtung führen können, aber jeglicher anderen Strömung in mir die da noch existieren wäre es absolut keine gewaltlose Entwicklung gegenüber und es wäre ne höchst wacklige Angelegenheit die mit jeder Häßlichkeit ins wanken geriete. Ne, gefällt mir nicht, ich lass das offen, nur das Vermeiden wollen vom Abdrift ins Negative steht jetzt noch.


    Die andere Sache der Nacht ging immer noch um die Frustrauslassungen, und, oh wunder, was dabei rauskam ist total alt ;-D hat aber wohl offensichtlich mal ein Update gebraucht.


    Was mir da so schwer zu vereinbaren fällt ist einerseits der Glaube dass aus Frustnichtrauslassung Scheiße entsteht und in unserer Gesellschaft gar köstlich am rumdampfen ist. Die meisten sind ja mehr oder weniger höflich und ich kann mich gar net dazu durchringen das schlecht zu finden, aber diese Korssets aus Höflichkeit, Etikette und "macht man nicht" erzeugen auch Leid, sie fügen denjenigen Schaden zu die sie strikt anwenden wenn ihnen gar nicht danach ist/wäre und sie häufen an, Aggressionen z.B. Und ja angehäufter desto explosiver und automatisch unverhältnismäßiger ist es dann wenn doch was raus kommt. (Ich halte das übrigens, dass Früste nicht rausgelassen werden wo sie hingehören sondern kompensativ woanders, für ein größeren Anteil daran dass ich die Menschheit oft häßlich finde.)


    (Die Befürchtung von Selbstprogrammierung durch Frustrauslassung ist ein anderes Thema, das aber natürlich zur Irritation gut beiträgt, sie ist auch real aber natürlich auch vermeidungsdenkerisch motiviert, da hilft wohl nur Selbstehrlichkeit)


    Und andererseits dass Frustrauslassung (mehrere Formen) Leid erzeugt. Jeder kennt den Begriff "seelischer Mülleimer", wer will das schon sein und wer will schon bewusst derartig missbrauchen. (Verschärfend ist hier für mich die Abgrenzungsthematik, mir ist sowas sehr sehr unangenehm und ich bewerte hierbei dementsprechend übertrieben, was mich wiederrum natürlich sehr davon abhält selbst Frust rauszulassen in Form von Leidklagungen, verbalisierten und emotionzeigenden Angekotztheiten, usw.). Greift obiges Prinzip der Anhäufung ist nicht mal mehr Verhältnismäßigkeit garantiert, verursacht also noch mehr Leid als sein müsste. Selbst wenn man also direkt an Verursacher die Frustrauslassung richtet, ist das so theoretisch nicht mehr ok, weil dann mehr dahinter steht als der Frust den derjenige überhaupt verursacht hat. Tja, schwierig das alles. Aber es gibt eine Lösung, und natürlich hat die mit Selbstverantwortung zu tun (mit was auch sonst zzz ;-D ), sie ist auch wie gesagt nicht neu, also leider kein "woah, so hab ich das ja noch nie gesehn" oder so, sondern eher "warum bist du da eigentlich net gleich drauf gekommen?"^^ (ich hoffe diese beiden Seiten hab ich verständlich rübergebracht, es fühlt sich nämlich sehr unzureichend an, will jetzt aber keinen monströsen Text draus machen)


    So simpel (eigentlich, theoretisch) die Lösung auch ist, umzusetzen ist sie für mich nicht^^ noch nicht, vllt nie in Gänze, aber sie ist ein gutes Ziel. Es geht einfach darum meine Früste wahrzunehmen und raus zu lassen wo sie hingehören oder allein damit klarkommen, aber eben ohne zu verdrängen sondern schon auszuleben. Eben das Anhäufen/die emotionale Prokrastination minimieren. Ich erwarte da keine Wunder von mir, aber wenigstens überhaupt in diese Richtung zu gehen. Tue ich auch schon, allerdings in allerwinzigsten Schritten und mit verlässlichen Rückschritten, Pausen und Momente wo ich mir sozusagen direkt dabei zusehe wie ich dieser Verantwortung nicht nachkomme (erzeugt Gefühle von Hilflosigkeit bis Selbstaggression oder Aggression auf den um den es geht (:-()), z.B. gegenüber Freunden, da fällt mir das mehr als schwer. Was es mir auch manchmal nicht leicht macht ist die Selbstschutz-Emotionsverzögerung, bessert sich und ist zum Glück nicht mehr Standard, aber es kann mir immer noch passieren dass ich Wochen später über irgendwas denke, "oh, gar nicht bemerkt bisher: das macht mich ja wütend" >:( ;-D

    Zitat

    die Selbstschutz-Emotionsverzögerung, bessert sich und ist zum Glück nicht mehr Standard

    Wie bist Du dqs angegangen?

    Ich glaub fast gar nicht bewusst, außer dem Wollen hinzuspüren/wahrzunehmen (vllt sogar überhaupt einfach nur Selbsterkenntnis betreiben zu wollen), und/oder vllt war's ne automatische Konsequenz aus bewusst bearbeiteten Themen, weiß nicht genau, alles ein bißchen vermutlich^^ Der Anfang der Besserung muss auch schon lange zurückliegen, 10 Jahre bestimmt. Weg ist es halt nicht aber das ist eigentlich ok, bin auch generell sehr langsam was sowas betrifft und will's auch meist gar nicht eilig haben.

    @ danae87

    Zitat

    Zufrieden und ausgeglichen? Kommt drauf an wie man das definiert. Ich würde sagen das hängt sehr stark von äußeren Faktoren ab. Wenn alles gut läuft, dann schön, wenn nicht, dann greift eine für mich unerträgliche Selbstherrlichkeit, die allen anderen die Schuld zuschiebt.

    ok, danke für die Einschätzung, Schuldzuschieberei ist leicht zu erkennen und damit ist das für mich uninteressant. Die Hintergrund der Frage ist halt dass ich glaube (ohne zu wissen) dass gewisse Entwicklungszustände sehr kalt wirken können (ob sie es sind weiß ich nicht) aber möglicherweise den Inhaber recht zufrieden machen.


    bzgl "alles gut = öde", ich fürchte ich muss dir da zustimmen^^ Damit das nicht so wäre müsste man schon sehr weit entwickelt sein glaube ich, und damit eine ganze Welt damit klarkäme müssten wohl alle so weit sein. Die Sache hat mich übrigens über Dankbarkeit nachdenken lassen, was wohl ein kleinen Einflussfaktor für das Thema darstellt (aber auch da stoße ich an meinen selbstgesetzten Rahmen gewaltloser Entwicklung und nehme sie daher wie sie kommt ohne zu forcieren, bewusstmachen ab und an find ich aber gut, und so war ich sogar auch schon Felsen dankbar, warum auch nicht?^^ So im Großen und Ganzen bin ich nicht der talentierteste Dankbarkeitsempfinder aber nachdem ich ja alles geschenkt kriege kommt natürlich trotzdem einiges zusammen und joa, Dankbarkeit zu empfinden tut einem definitiv gut :-D ist jetzt aber auch net der heilige Gral oder so und ich find sogar man kann's auch übertreiben (eine ganz perfide Verantwortungsabschieberei (frag mich net warum, reine Intuition^^))

    @ Cleeni

    Zitat

    Doch, um es mal ganz unwertend zu fragen/bemerken: scheinen die Menschen / die Menschheit Einfluss so auf dich zu haben, dass du eben zu der Fragestellung hier kommst und irgendwas ist da noch, doch ich komm nicht ganz drauf, doch irgendwas fühlt sich für mich da noch nicht stimmig an (*g* keine Ahnung, wie viel dies mit dir zu tun hat ;-) oder ob ich für mich noch mehr Erklärungen rausfiltern will |-o ;-D ) . Irgendwas verstehe ich hier grad noch nicht, doch ich kann es noch nicht in Worte fassen.

    vielleicht ergibt sich ja noch was :-)


    Danke für die netten Worte dafür dass ich ein maßlos selbstzentrierter Egoist bin ;-D ;-D ;-D (das ist, ohne Witz^^, ein Scherz, höhö ;-D aber mit einem wahren Kern natürlich, manchmal würde ich mir wünschen nicht gar so krass zu sein, aber wirklich nur ein bißchen und manchmal, davon abgesehn (und es spielt jetzt gerade wirklich keine Rolle) kann ich schon (und mit Freude) annehmen was du da geschrieben hast @:) )

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    Im Eingangspost schriebst du von der vorbeifahrenden Straßenbahn und den darin sitzenden Menschen. Die müssen ja was ausgestrahlt haben, was dich dazu führte, dass es nicht das zu sein scheint, was du sehen möchtest.

    hm, ja sie haben sich selbst ausgestrahlt oder dass sie eben da waren^^ was ich sehen wollte war vermutlich einfach "keine Menschen"

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    Guck mal, wie du auf den Satz von mir reagiert hast

    das war sozusagen lästern ;-D das erlaub ich mir schon hin und wieder, vorsichtig und immer hinfühlend dabei, wegen Abdrift-Gefahr, schnell verlorenem Maß und teilweise auch Ungerechtigkeit und sowas.

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    Jetzt nur mal gesponnen: stell dir mal vor, du sitzt mit einem Smartphone ;-) *nur vorstellen ;-)* du sitzt in dieser Straßenbahn und siehst dich dort sitzen, wie du guckst. Guckst du da nicht genauso? Hast du "mehr" Recht als alle anderen dort in der Straßenbahn so zu gucken? Warum wirkt sich das so auf dich aus, wenn du andere siehst?

    ;-D lol, vllt hat mein Hirn ja wirklich bei "Smartphone" ausgeschaltet aber das verstehe ich nicht^^

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    Ist natürlich die Frage: Wie viel Prozent gebe ich selbst zu diesem Bild dazu und wie viel Prozent die anderen?

    ja das stimmt, das ist eine Frage (;-D eine gute), denke mal die eigenen Prozent sind "besser" wieauchimmer sie gewichtet sind, sie sind ja was man in der Hand hat (wie beeinflussbar man ist natürlich auch und wie sehr einen Kack runterzieht auch, aber nicht wieviel davon kommt (ach oder naja, auch das ist gar nicht sooo völlig unbeeinflussbar,.. hmpf..^^))

    @ a.fish

    wegen latenter Missverständlichkeit: also mit langsam sein und nicht eilig haben meine ich Entwicklung, nicht Emotionen. (ich glaub das natürliche emotionale Empfinden wäre immer schnell und Verlangsamungen immer installierte Selbstschutz)

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    (ich glaub das natürliche emotionale Empfinden wäre immer schnell und Verlangsamungen immer installierte Selbstschutz)

    Mh, meinst Du? Warum? Wie bist Du darauf gekommen, dass das ein Schutzmechanismus ist?


    Ich kenne das halt von mir und versuche eigentlich seit einer Weile, zu akzeptieren, dass ich einfach so bin und oft emotional eine lange Leitung hab. Dass ich Dinge oft länger in meinem Kopf bewegen muss (auch unbewusst), um dann irgendwann zu einem Gefühl dazu zu kommen und das nicht mehr als so fehlerhaft anzusehen, sondern einfach als persönliche Eigenschaft. Mein Umgang damit ist nun eher, dass ich dann halt mit der Peinlichkeit leben muss, nach Tagen oder Wochen zu jemandem hinzugehen und olle Kamellen aufzuwärmen (wenn es etwas ist, aus dem sich Gesprächs- oder Handlungsbedarf ergibt).

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    aber mit einem wahren Kern natürlich, manchmal würde ich mir wünschen nicht gar so krass zu sein

    Vielleicht ist es ja ein Weg für dich, diese Krassigkeit "umzulenken", damit du für dich Wege findest, zu diesem Weltbild zu kommen, was du dir vorstellst. Also deine Kompetenzen, die sehr extrem sind auf dich bezogen, eben etwas weiter "polst". Nochmal also, weil das so komisch klingt: Dass du das, was schon da ist, und das was du machst und nutzt, dass diese Energie eben auch dafür genommen wird. Wie das rezeptmäßig aussieht - keine Ahnung. Hier im Faden wirkt es jedoch so, dass du nach etwas suchst, was du noch nicht hast. Deshalb der Gedanke, dass du ja mit dem was du hast, etwas anfängst.


    Die Smartphonstelle: Also (du glaubst wirklich, dass, je mehr ich erkläre, es besser wird???? ;-D ;-D )


    Die Stelle war auf deinen Eingangspost bezogen, als du von den Leuten in der Straßenbahn schriebst. Als ich las, dass du die Augen so verdrehst bei der Bemerkung von meinen Bekannten, weil die wollten, dass ich den Schuldigen verklage, da kam mir der Gedanke (;-D.... bessser??? ;-D) stell dir mal vor, du bist einer der in der Straßenbahn sitzt und so die Augen verdrehst (und der Gedanke kam mit dem Smartphone, dass du in diesem grad deinen Faden liest und dann die Augen verdrehst). So, wie würdest du da von dir denken, wenn du dich so sitzen siehst? Denkst du da genauso über dich, wie über die anderen? Wenn ja: warum dürfen die anderen nicht auch so gucken? Wenn nein: was ist bei den anderen anders, als bei dir.


    Und dann kam mir noch so der Gedanke: wenn du reiner mit dir bist, strahlst du das auch aus. (ok, jaaaa ich übertrage es jetzt vollkommen von mir auf dich. *ertappt*) So und wenn du das anders ausstrahlst, dann passiert es, dass andere auch anders gucken - und sei es nur für einen kurzen Moment. So und da kam mir die Idee: warum nicht selbst eben gutes tun (;-D ;-D und das meine ich jetzt nicht übertrieben künstlich, sondern eben: ich kümmere mich so gut um mich, wie es geht und das wirkt sich dann auch auf andere aus und dann wiederum ja vielleicht auch auf meine Sichtweise).

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    Dass du das, was schon da ist, und das was du machst und nutzt, dass diese Energie eben auch dafür genommen wird.

    Tue ich doch.

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    stell dir mal vor, du bist einer der in der Straßenbahn sitzt und so die Augen verdrehst (und der Gedanke kam mit dem Smartphone, dass du in diesem grad deinen Faden liest und dann die Augen verdrehst).

    Ich finde lästern nicht sonderlich aufgeräumt, es ist eigentlich ne eher unschöne Angelegenheit, ich hab nur irgendwann eingesehn dass es eine soziale Funktion erfüllt und hab meine Verweigerung dessen leicht zurückgefahren. Ich fand ja eben auch nicht schön dass ich einfach so ohne Grund so abwertend gedacht habe als ich die Leute in der Straßenbahn sah und umgekehrt ist das auch nicht anders. Lästert man nicht nur sondern lässt ohne Grund die Abwertung auch noch spüren ist das arschig, egal in welche Richtung.

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    So und wenn du das anders ausstrahlst, dann passiert es, dass andere auch anders gucken - und sei es nur für einen kurzen Moment.

    das ist ne nette Theorie der ich sogar gewissermaßen anhänge, in der Realität ist ihre Wirksamkeit aber doch recht begrenzt. Glaubst du wirklich dass z.B. jemand der mit der bewussten oder unbewussten Absicht mich abzuwerten zu mir kommt wenn ich bettel, dass es für den automatisch eine für mich günstige Rolle spielt wie sehr ich mir mir im Reinen bin? Möglicherweise verstärkt es sein Bedürfnis mich abzuwerten sogar noch. Ab und an hilft es natürlich, oft aber nicht oder eben sogar im Gegenteil. Je mehr ich mit mir im Reinen wäre desto häufiger würde es vermutlich helfen aber wie oft wirklich das ist fraglich. Menschen funktionieren einfach so, was/wen sie nicht verstehen, wer irgendwie anders ist als sie den müssen sie ausgrenzen und abwerten. Ihre Identität und Wertvorstellungen sind dann einfach bedroht und das ertragen sehr viele nicht im geringsten. Sich selbst und die eigenen Vorstellungen mal infrage zu stellen, nene, wär ja furchtbar %-| (;-D :-p)