• Positives Verhältnis zur Menschheit bewahren

    Oder wenigstens neutral. Fällt mir manchmal etwas schwer, manchmal geht's und manchmal ist's wirklich positiv. Momentan ist es arg schwer, geht schon ne Weile so und kann nicht mal sicher sagen warum. Gestern hab ich mich mit jemand unterhalten der schon langsam die Grenze zum Hass überschreitet und konnt anläßlich meiner eigenen diesbezüglichen Phase…
  • 339 Antworten

    @ a.fish

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    NotMichaelCaine**, ich will Deinen Beitrag an mich nicht kommentarlos übergehen, ich habe aber gemerkt, dass ich mich mit dem Thema gerade für mich nicht befassen möchte, deshalb hab ich erstmal nichts dazu geschrieben und werd es vermutlich auch erstmal nicht, sorry. @:)

    Ok - das akzeptier ich natürlich. Sorry auch von mir. Zum anderen schreib ich später was - ich möchte erst Wallisis Anwort abwarten nicht das ich da etwas vorwegnehme - es geht ja zentral um Wallisii hier ,).

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    ja das ist ja auch ne lästige Sache irgendwie ;-D immer Ausgleich, Mitte, selten ist was eindeutig, klar und einfach. Immer hinspüren "was brauche ich denn jetzt?" Und irgendwie ist eins von den Dingen die ich vllt auch mal irgendwann gern wenigstens lockern würde wollen Kontrollfreakigkeit, und net etwa in die Richtung lockerer und noch mehr kontrollfreakig zu sein^^

    Ist denn bei dir die von dir angesprochene Kontrolfreakigkeit der Motor dieses Verhaltens? ":/ ":/ So wirkt es nicht auf mich (wirklich auf verschiedene Bereiche jetzt bezogen, die alle mal in deiner Biografie stehen werden :-p :-p) Für mich wirkt es wie nach WOLLEN. So wie du es jetzt schriebst, klingt es echt antstrengend. Nö, so mach ich es nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass du das so machst, wenn es so super anstrengend wäre (und mehr Kraft raubt, als dass ich selbst davon etwas habe).

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    keine Ahnung, vllt gibt's da bei mir Besserung aber net viel, vllt zu ungeduldig weiß nicht. Aber das ist dach auch irgendwie sich-beißend das loslassen einerseits und konkrete Vorstellungen oder Wünsche bzgl solcher Sachen wie schwankende Extreme vs. Mittigkeit.

    Du (;-D, wer sonst ;-) ;-D) frage mich nicht, wie es geht, doch es ist nicht unmöglich. Joah....ich weiß und es ist ja nicht so, dass mir diese Gedanken vollkommen fremd sind. Doch es ist kein "vs.". Es geht beides... oder dreides ;-) *g* Das Extreme steht nicht der Mittigkeit gegenüber. Ich dachte es auch immer, doch das bin nicht ich. Ich bin nur mit allen Teilen komplett und durch das Mischen (boah ;-D so oft, wie ich jetzt hier schon gemischt habe, müsste das Blatt doch bald voll sein ]:D ) ziehen die verschiedenen Seiten "Vorteile" für sich/für mich. Diese Komplettlichkeit hat wiederum Einfluss auf meine Sicht auf die Menschheit (schrieb ich schon, will ich nicht nochmal aufwärmmalen).

    oh toll, hab beim gestrigen Beitrag wohl nicht auf abschicken geklickt^^ Hmnaja, egal.


    Hadern, hab mich gefragt was der Gewinn dabei ist und auch wenn ich den emotionalen Vorgang z.B. im Fadenfall noch nicht verstehe (evtl nicht eingestehen kann) scheint's mir rational so zu sein dass es da um Verantwortungsabschiebung geht. Ein willkommenheißen von Machtlosigkeit sozusagen, irgendwas ist schlimm und unänderbar und anstatt die Anstrengung machen zu wollen einen Umgang damit zu finden ist da die bequeme Möglichkeit es zu behadern, sich als Opfer zu fühlen. Und ob der ach so schlimmen Schlimmheit und Unänderbarkeit des Problems kann man sich ganz genüßlich verantwortungslos fühlen denn ändern kann man daran ja nichts. :)D (*Opfertee schlürf* ... nachvollziehbar? Gestern hab ich das irgendwie eingängiger formulieren können aber was soll's, wenn das unnachvollziehbar ist war's das gestern auch)

    @ NotMichaelCaine

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    Zum anderen schreib ich später was - ich möchte erst Wallisis Anwort abwarten nicht das ich da etwas vorwegnehme - es geht ja zentral um Wallisii hier

    Ach es kann sein (oder auch nicht^^) dass ich die nächste Zeit langsamer mache, der Faden tut mir zwar gut aber er mindert andere Dinge die mir auch gut täten, z.B. Achtsamkeit, Wahrnehmen, Nichtdenken. Weiß noch nicht... vllt geht ja beides, mal schaun, wär ne gute Übung es zwanglos zu versuchen. Wenn nicht entscheide ich mich vllt für oder vllt gegen das Schreiben hier, ich würde da an eurer Stelle nix von abhängig machen.

    @ Cleeni

    Zitat

    Ist denn bei dir die von dir angesprochene Kontrolfreakigkeit der Motor dieses Verhaltens? ":/

    ganz ausschließen würde ich das generell nicht als Mitmotivation für Entwicklung. Ich frag mich anlässich des Fadens und RL-Geschehniss eh was da alles so für Motivationen für Entwicklung da sind und Kontrolle und Vermeidung sind da wohl schon involviert. "Es Wollen" ja natürlich, aber das ist keine einzelne Motivation sondern ein Zusammenschluss vieler (Spaß ist auch dabei ;-)).

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    und ich kann mir nicht vorstellen, dass du das so machst, wenn es so super anstrengend wäre

    ja, da hast du natürlich recht, ich hab da halt einen Blickwinkel rausgegriffen. Aber wie betrachtet man Dinge die einzelstehend fast unwahr sind anders als sie zu formulieren/einzeln anzusehen? Find ich schon schwierig, v.a. wenn man der Relativiererrei und den Zusammenhängen in Gedanken aber v.a. in der Kommunikation nicht unendlich Raum zugestehen will weil es dann halt schnell unverständlich und unkommunizierbar wird.

    Zitat

    Doch es ist kein "vs.". Es geht beides...

    schwankende Extreme und Mittigkeit? hm... also ich mag Widersprüchliches ja hin und wieder, aber das fällt mir wirklich schwer vorstellbar (ach was heißt schwer, gar nicht ;-D das ist ja quasi schon fast mathematisch betrachtet unmöglich)

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    ... oder dreides ;-) *g*

    hm, ok, schon eher vorstellbar, mal dieses und mal jenes Extrem und mal die Mitte oder so? Nur bedingt doch ein Extrem (sehr sehr) das andere und beide die Abkehr von der Mitte?

    Zitat

    Was ich mich frage ist, ob du noch mehr von dir verlangst oder meinst machen zu können / zu dürfen, damit es dir besser geht.

    ich halte das nicht für endlich (im Rahmen dessen dass ich eine 100%ige Aufgeräumtheit meiner Psyche eben nicht für machbar halte), ich kann nur irgendwann beschließen es (entwickeln) sein zu lassen. Unterbewusst oder bewusst, sehe ich oft, oder meine es zu sehn, an Älteren, da ist keine Entwicklung mehr da (macht mir Angst (es würde mir keine machen wenn ich stattdessen Selbstakzeptanz sehen würde, aber das tue ich nur für kleinste Teilbereiche, nie in Gänze)).


    (Bin heut nicht soo gut drauf glaub ich (andererseits aber irgendwie doch %-| ;-D ), wurde nämlich verraten :°( von meinem eigenen Immunsystem! Dachte nach der Zahngeschichte es hätte jetzt total die Megaressoucen übrig um solche Banalitäten wie Erkältungskrankheiten im Keim zu ersticken und auf einen komplettgesund-Winter gehofft, hmpf, von wegen^^ *Bonbon lutsch*)

    @ a.fish

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    Warum auch? Warum sollte man eine Regel über die Art, wie Menschen mit sich selber umgehen, aufstellen

    Ja, warum sollte man das? Die goldene Regel tut genau das. Sie sagt zwar über den Umgang mit anderen aus, aber ist der Mensch eine Maschine der sich irgendwie verhalten kann ohne dass dies auch etwas mit ihm selbst tut?

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    Als würde das die eigene Ethik im Umgang mit anderen Menschen total untergraben und entwerten.

    ach die eigene Ethik/moral für den Umgang mit anderen steht da natürlich wie ne Eins, vor allem im außeren Anschein. Was ich halt meine ist dass es nicht wirklich nett ist solange es nur eine Regel ist oder die eigene Moralselbstverpflichtung. Wirklich nett ist es in meinen Augen wenn man nett sein will. An einem für einen miesen Tag die Freundlichkeit in Person auszustrahlen sieht z.B. nett aus, es ist aber nur Fassade und für einen Selbst ist es unnett, Selbstvergewaltigung. Ich sehe das so, du musst es nicht so sehen und wenn du dir denkst dass es Schmarrn ist tue das bitte einfach :)z ( @:) )

    Zitat

    Und wenn ich mir nun die Regel betrachte, die ja soweit ganz gut akzeptiert ist, lautet die nicht: "Behandele Dich selbst, wie Du andere behandelst"

    :-D ich fände auch eine solche Regel blöd^^ aber stell's dir mal vor... Oder auch nicht, wieauchimmer, fühl dich bitte nicht über Gebühr kritisiert... (blöde Bitte... hm... Nimm's mir nicht übel? Nä, auch blöd^^ ok: Fühl was du fühlst aber halte es nicht länger fest als nötig... (ach irgendwie so) *schiefgrins*)

    @ Kleio

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    Es war die Frage von rücksichtslos.

    Ne, mich hat (sehr und weiterhin) interessiert ob du, und wenn aus welchen Gründen, du schonend mit jemand umgehst.

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    Was ich auch schon immer tue ist Menschen zu beobachten

    ja das ist ne interessante Tätigkeit der ich mich auch schon immer gern widme. :)z Auf Leute zugehen tue ich aber sehr wenig, öfter als früher immerhin aber das ist natürlich immer noch wenig (außer ich bin auf Suche nach Gesellschaft im freundschaftlichen Sinne).

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    Die Gesichter sind selten lächelnd, zumindest weniger lächelnd als mein Gesicht

    scheinbar haben sie net viel zu grinsen die armen Leut, ich schon, du wohl auch. Vllt kannst du mir hier ein Beispiel angewandter Nichtwertung geben. Ich sag die armen Leute und werte, aber wie könnte ich nicht, es ist ja erstmal nur ein automatisch stattfindender Vergleich plus die nicht so weltbewegende Erkenntnis das lächeln (meistens^^ (ich hab natürlich auch das schon hinterfragt ;-D) was gutes ist, also muss dauerfinsterglotzen doch schlecht sein?!?

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    Wenn die alte Frau und ihr Mann also über die Straße gehen, dann kann es durchaus sein, wenn ich die Beobachterin bin, dass ich mir denke, dass sie ganz schön rüde mit ihm umgeht, aber weiß ich, warum sie das tut?

    Ne, und das hab ich in der Tat auch gar nicht wirklich bewertet, dass ich mich in dem Moment selbstbemitleidet habe hat nur Sekunden zu erkennen gedauert und davor waren nur Emotionen, keine Einschätzungen, Wertungen. Und nach dem Erkennen was mich da bewegt natürlich auch nicht, außer der Haderung das Stresse überhaupt weiter und weiter gegeben werden, warum auch. Aber:

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    Wer trägt die Verantwortung und wofür?

    Offensichtlich der der die Ampelschaltung programmiert hat (meine Güte regen mich unerhörte Ampelschaltung auf ;-D Symbolik halt)

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    Es geht um diese beiden Menschen und wie sie sich einander gegenüber verhalten, ist doch ihre Sache und ich habe da nicht zu urteilen und zu bewerten.

    Ja das sehe ich theoretisch genauso, in der Praxis bin ich da weit davon entfernt, natürlich nicht zuletzt weil es mir weh tut. Ich kenn zwei und der eine davon steht mir freundschaftlich näher, die beiden sind manchmal nicht so nett zueinander, in meinen Augen, ich weiß sogar dass sie (beide) es nicht so schlimm finden wie ich allein beim zuschauen, und ich sag mir immer wieder und wieder dass es deren Sache ist, mich nichts angeht und mich lieber um meine Abgrenzung kümmern soll (tue ich so gut ich kann), aber trotzdem kann ich es nicht lassen immer wieder mal was zu sagen, für Verständnis füreinander zu werben, für Selbstwahrnehmung wenn offensichtlich der jeweils andere gar nicht Auslöser ist sondern kompensativer Blitzableiter, für Selbstverantwortung und Bei-sich-bleiben (die zwei sind untrennbar, können nimmer ohne einander). Und dann kann ich mich manchmal schon selber nimmer leiden weil ich so nervig bin :-(

    Zitat

    Auch dafür müsste ich meine Denkweise als höher, richtiger oder wichtiger ansehen, als die Denkweise anderer.

    schierige Sache für mich, ich hasse Hierarchien und elitäres Getue, das hält mich davon ab dahin bis hin zu Ekelhaftigkeit abzudriften. Aber ich werte halt und komm dann natürlich zu schlüssen dass ich diese und jene Denkweisen z.B. scheiße finde. Ich Vergleiche auch und wenn ich z.B. sehe dass jemand bagatellisiert dann erkenne ich meine eigene frühere Bagatellisierung darin wieder und daraus entsteht natürlich eine schätzungsweise Wertung dessen wo derjenig gerade (eine Sache betreffend) steht. Ich meine auch viele Dinge wahrzunehmen die anderen Leuten an sich selbst nicht bewusst sind, was soll ich denn damit machen als es einzuordnen und zu werten?

    @ NotMichaelCaine

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    Mh. Vielleicht 2 Fragen dazu: Wie könnte eine solche Regel Deiner Meinung nach konkret entstanden sein? And unterschiedlichen Orten in verschiedenen Kulturen und damit religiösen, spirituellen Backrounds der Welt?

    na wie geschrieben, dadurch dass erkenntnisreiche Leute nicht dran gedacht haben welche Wirkung das von schönem Schein abgesehn noch haben kann. Auf den ersten Blick ist sie ja feini, wem sollte es missfallen dass alle lieb und artig sind?^^ Und vermutlich waren das (die Regelbegründer) Menschen die ein negatives Verhältnis zur Menschheit und ihren Häßlichkeiten hatten (;-D). Vllt ist es auch so dass sie das Verständnis für Menschen ohne Gelegenheit oder Willen für Selbsterkenntnis verloren haben, das scheint mir am laufenden Band zu passieren. Leute entwickeln sich, überwinden dies und jenes Problem und verlieren anschließend das Verständnis für jene die mit dies und jenem Problem noch zu kämpfen haben oder gar noch weit davor stehen. Ich bin noch (schon länger) unentschlossen was ich davon halten soll (außer dass ich innigst nicht will dass mir das passiert (nicht zu oft und nicht nachhaltig (reingefallen bin ich schon öfter)) aber es fällt mir immer mal wieder auf. Falls du dir darunter nichts vorstellen kannnst: Das prominenteste Beispiel sind da natürlich die militanten Ex-Raucher.

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    Und ich muss nochwas fragen: Wie würdest Du ganz allgemein einen Bewusstwerdungsprozess beschreiben? Also wenn Du ihn so allgemein wie möglich umreissen solltest?

    meinst du da jetzt eine einzelne Sache oder nennst du so die ganze Entwicklung? Für einzelne Sachen hab ich glaube ich vor Jahren in irgendeinem Faden mal versucht was zu beschreiben wie die Verarbeitung einer Sache abläuft war aber nicht so glücklich damit und so würde es mir jetzt wohl auch gehen. Zu starr.

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    schwankende Extreme und Mittigkeit? hm... also ich mag Widersprüchliches ja hin und wieder, aber das fällt mir wirklich schwer vorstellbar (ach was heißt schwer, gar nicht ;-D das ist ja quasi schon fast mathematisch betrachtet unmöglich)

    Zugegebener Maßen ist der Kreis der Personen, die dies .... *überleg*: respektieren? akzeptieren? *hmpf* da fehlt eine passende Bezeichnung... also der Kreis der Personen ist nicht sehr groß. Ich selbst finde dies auch nicht immer so einfach. Doch anstrengender ist eben für mich selbst das Nichtakzeptieren und dadurch mich selbst so zu fühlen, als ob es da doch noch was anderes geben mag, was für mich selbst "besser" ist. Doch irgendwie nicht. Was bedeutet denn für dich Mittigkeit? Was ist das für dich ganz innerlich für ein "Zustand"? Du hast einen weitgefächerten Einblick in meine Extremlichkeiten und viele davon sind immer noch da, obwohl (?) - ich habe grad das Gefühl, dass das Wort obwohl da nicht "richtig" ist, also nicht passt. Wir könnten nochmal einen Kontest starten :-p . Dennoch bin ich mittiger für mich/ mit mir. Und das "auszuhalten" ist - und da fehlt auch ein passendes Wort. Ich wollte jetzt schreiben "nicht einfach" - doch das trifft es nicht. Denn es nicht auszuhalten ist genauso "nicht einfach". Merkst du? Das ist auch widersprüchlich. Dadurch, dass vieles einzieht, wovor ich Angst ha(tt)be, aber ein großer Teil in mir immer lauter wird, der dies WILL und ich immer mehr darauf hören möchte, fühlt es sich auch immer besser an. Mit dem immer besser anfühlen wird aber das ängstliche Gefühl irgendwie nicht weniger. Ich habe immer gedacht, dass dies sich doch bedingt - wie mit dem Sandglas probiert zu beschreiben. Doch das passiert bei mir nicht. Ich habe immer hingefühlt und dachte, dass ich es doch genau daran merke und es mir dadurch besser geht. Näää klappt nicht. Jetzt höre ich dich mit deinen Argumenten, dass es nicht dein Weg ist, dich in die Angst "hin zu bewegen", sodass sie sich auflöst. Das meine ich nicht damit. Ich zwinge mich nicht zu etwas. So nach und nach passiert aber innerlich was, dass ich "stereofühle" für eine Weile.


    Kurzes Beispiel: ich hatte letzte Woche mit meiner Klasse einen Auftritt. Da waren nicht nur zweierlei Gefühle, sondern ein ganzes Buffet ;-D - inklusive verschiedener Extremlichkeitswirrungen - wenn die innerlich lauter werden - sich gut anfühlende und nicht gut anfühlende, ist das mal kurzfristig Stress für mich. Das weiß ich, doch es ist weniger Stress, weil das verschiedene so in mir tingelt und die sich gut anfühlende Innerlichkeiten auch Spuren hinterlassen. Mehr Stress ist es, wenn ich kontrollig wie ich auch sein kann, probiere da irgendwas zu lenken (wobei, ich ja dennoch lenke, sonst wäre ich ja fremdgesteuert). Dieser Auftritt wurde toll. Wenn ich mir das Video angucke, merke ich, dass ich auch nicht unentspannt aussah - im Gegenteil: es sieht total freudig und genießend aus und andere, die ich jetzt mal doch frage, wie ich wirke - obwohl es sich innerlich genauso widersprüchlich anfühlt, wenn ich frage ;-), sehen dies nicht. Also die sagen mir, was sie sehen und das ist auch das, was ich sehe. Eine Person hat mit mir ganz eng zusammen gearbeitet und wir beide haben uns Zeit gelassen, uns anzuschnuppern, auch wenn ich innerlich sehr oft dachte, wie wirkt das denn, grad weil auch sie mit anderen "schneller" zum "DU" kommt z.B. und ich mir deshalb Gedanken machte. Doch ich merkte - jetzt nur auf das DU-Thema bezogen. Ich hatte bei ihr den Drang und den Wunsch innerlich, es mit diesem "DU" nicht machen zu wollen, nur weil es irgendwie immer du-iger wird in der Gesellschaft und für mich das dU lange braucht- wenn es überhaupt kommt bei der Menschheit. Durch dieses Achten von beiden Seiten hat sich da was entwickelt, was ich ganz wertvoll finde und ganz wichtig: was mir gut tut. Ich habe mir meine Zeit gelassen und es hat mit der Zeit der anderen Person gepasst. So, dadurch, dass es so war passierte aber noch mehr. Innerlich nahm bei mir so der kontrollige Teil, dass ich für mich merken wollte, dass das DU doch nicht schlimm ist, weil es sich eben so gehört, ab, obwohl er da blieb und bleibt (klingt komisch, ich weiß). So und wenn es jetzt um andere Kollegen z.B. geht, fällt es mir "leichter" jetzt, das Du über die Lippen zu bekommen, obwohl ich das andere innerlich noch genauso merke. Es hängt aber nicht mehr so ein Rattenschwanz am Du dran, der sonst immer kam, was ich dachte, was sich mit dem DU verändert. Dies wirkt sich für mich auch meinen Umgang mit anderen aus. Ich mag es überhaupt nicht, gleich gedutzt zu werden. Was bilden sich die anderen eigentlich ein ;-) , dennoch finde ich es nicht mehr (ganz so) schlimm für mich, wenn es kommt. Es ist echt beides da.


    So.. ich war aber eigentlich bei dem Auftritt: als ich diese eine Person also fragte, die einen kleinen Einblick hat (was schon ein sehr großer Einblick ist), meinte dies auch. Ihr kann ich aber sagen, was da noch alles ist und es wird von ihr nicht gewertet. So, auch ich selbst merke, dass ich da mit mir nicht mehr so hart ins Gericht gehe, wie sonst. Mir aber dennoch, das extremanfühlige erlaube, was da noch alles ablief. Nämlich: oh Gott... du sitzt zu dem restlichen Publikum mit dem Rücken ganz vorne, hast alle hinter dir, das kann ich absolut nicht leiden. Doch ich merkte innerlich auch, ich will für mich und für "meine" Kinder als Stütze da sein und ich will auch, dass alle anderen sehen, was wir tolles machen (;-D also dieses Gefühl ist sehr stark dabei, sich grad mit mir anzufreunden ;-D, das ist noch relativ neu *g*). Also da kommt dann echt so ein Lustdrang, dies so machen zu wollen und joah gleich auch ein Bewerterteil der denkt: Boah bist du angeberisch, du wirst mal noch voll zur Tussi). Dann musste ich dem Kollegen an der Technik ein Zeichen geben, wann er denn die Musik anmachen soll. Innerlich konnte ich in dem Moment Romane erzählen: oh Gottt, du darfst das jetzt nicht vergeigen, nicht das er sich schlecht fühlt, wenn du zu lange wartest mit dem Einsatz. Auf der anderen Seite wollte/musste ich aber auch gucken, wann es mir gut tut und auch den Kindern und dieser Teil kommt immer mehr ins Gewicht - der andere ist aber auch da ;-) . Dann der Druck: so jetzt den Einsatz nicht vergeigen und gleichzeitig: jaaaa ich freu mich, dass ich es jetzt zeigen darf. Gleichzeitig aber auch: eigentlich will ich nicht, dass andere sehen, was ich tolles mache. Da bekommen die ja noch ein ganz anders Bild von dir und du verlierst deinen Unscheinbarkeitsstatus. Dann mussten noch andere Kollegen für mich arbeiten (boah, das fühlt sich mal gleich ganz mies an, so als ob ich sie ausnutze). Sie mussten Hocker schleppen. Sie kamen vorher zu mir und fragten mich, wie ich es brauche. Innerlich: aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhh. ICH muss entscheiden!!!!! Was ist, wenn es denen zu viel wird, sie es gar nicht für mich machen wollen? Sie sich ausgenutzt fühlen? Dann aber auch: hey, wenn du es so sagst, wie du es brauchst, kann es sein, dass es weniger stressig für dich selbst ist, weil du es ja nicht so machst, wie sie es brauchen und dann gucken musst, wie du damit klar kommst.


    Die Kollegen die die Hocker schleppten, sahen jetzt nicht so aus, als ob sie sich gezwungen fühlten. Ich habe mir aber meine Innerlichkeiten erlaubt in dem Moment und das ist dann so ein Parallelablaufen innerlich und weil ich mir diese Seite erlaube, wird sie dann auch schneller leiser und ich kann innerlich da eben auch an die anderen Seiten ran. Dies läuft phasenweise innerlich ab, also nicht so sehr sichtbar. Dennoch gibt es auch Phasen, die mal die Sichtbarkeit brauchen und sich melden. Je nachdem was ist, kann ich es, es eben auch mal zu zeigen. Dann hopse ich eben mal im Viereck und es ist mir "egal" ob die anderen gucken. Oder ich zieh mich für mich mal kurz zurück, lass das durchziehen und dann gehts weiter, oder eben auch: wenn mal was positives kommt, dann zeig ich es, wenn ICH es will. (und das fiel mir lange Zeit schwer) und ich beobachte mich da auch manchmal und bekomme da noch nicht immer gleich den Bezug zu mir, dass ich das mache, das ich lebendig bin. Ich gucke mir dann Bilder und Filme an davon. Immer und immer und immer wieder und sehe mich da, aber noch unabhängig von mir, sondern ich sehe da einen Menschen, finde das schön, dann kommt wieder der Drang, es nochmal zu betrachten und so nach und nach zieht dann ein: das bist du. Bis zum, wie es jetzt war bei dem Weihnachtsauftritt: WOW!!!! das bist du. Und joah ]:D mit dem WOW kommt auch: boah du Tussi!!!! Doch neben der Tussi eben auch die Freude, was möglich ist, wenn ich es zulasse, auch wenn es so "vs"ig eigentlich ist.


    Mag es vs-ig sein. Doch es ist wohl meins. Da bin ich mir meiner selbst bewusster ;-) und das löst Gefühle aus, das löst was verhaltensmäßig aus mit mir und auch im Umgang mit anderen und so auch auf das Bild auf die Menschheit (joah.. du merkst, ich will mir ne Erlaubnis holen, dass ich dies hier in deinem Faden schreiben darf/ es Berechtigung hat und nicht falsch ist und du mich hier raus schmeißt :-p ;-D)

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    na wie geschrieben, dadurch dass erkenntnisreiche Leute nicht dran gedacht haben welche Wirkung das von schönem Schein abgesehn noch haben kann.

    Wirklich? Ist die Regel im Ursprung tatsächlich mal so entstanden? Ich frage nicht wie sie dann von Institutionen genutzt wurde - sondern wie sie entstanden ist?! Das ist ein großer Unterschied und für micht hängt der mit Bewusstwerdung und der menschlichen Natur zusammen. Daher meine Nachfrage wie Du Bewusstwerdung erlebst - ganz allgemein.


    Aus meiner Sicht ist die Regel eben nicht entstanden weil erkenntnisreiche Leute sie dazu gemacht haben. Wenn Du Dir tatsächlich erkenntnisreiche Leute mal konkret anschaust, dann haben die darauf bestanden, dass ihre Wahrheit, die sie unterschiedlich ausgedrückt haben, eine von jedem selbst auszufüllenden und erst dann erfahrbare ist (bis hin zu Physikern wie Einstein ;-) ) und keine "erfülle Regel A dann passiert B". Und so gut wie alle in diesem Kaliber betonen, dass Sprache nicht das Gesamtbild der Erkenntnis erfassen kann. Dazu ist sie, wie Du selbst schreibst, zu beschränkt. Nur ist sie das offensichtlichste Tool des Austauschs für uns Menschen.


    Deshalb ist Sprache für mich ein Ausgangspunkt für eigene erfahrbare Untersuchungen. Welche Rolle spielt sie bei der Bewusstwerdung? Das macht eben auch schriftlichen Austausch - auch anonym - wie z.b. hier im Netz sehr interessant, weil die Sprache hier gegossen bleibt und das "ringen" der Sprache um die tatsächliche Erkenntnis, die sie versucht auszudrücken hier deutlich wird. Auch in ihrer frustrierenden Unmöglichkeit.


    Wenn ich eine These aufstellen müsste wie z.B. die goldene Regel enstanden ist würde ich folgendes sagen: Jemand hat sich verlässlich auf eine Art und Weise verhalten und wurde von anderen in seinem Umfeld als Vorbild empfunden - warum auch immer. Menschen die unzufrieden mit ihren Lebensumständen waren fragten sich warum dieser jemand das nicht ist, was genau an ihm anders ist. Also fragten sie nach. Je mehr bei einer Person, die von vielen anderen als irgendwie positiv bewertet wurde nachfragten, desto mehr wurde diese Person aufgefordert mit Sprache auszudrücken was ihr Leben von anderen unterscheidet. Da diese Person aber nicht in 20 Minuten ausdrücken konnte wie sie zu dem wurde was sie jetzt war kam das Verlangen der anderen nach Abkürzungen, Verallgemeinerungen und so weiter. Es wollte sicher kaum einer eine ewige Lebengeschichte hören, vor allem wenn sich die praktische Lebengeschichte von dem unterscheidet was sie selbst erlebt haben. Menschen wollen die "Abkürzung" - den schnellen Weg - den es bei Selbsterkenntnis aber nur gibt, wenn man ihn selbst geht und nicht wenn man der Selbsterkenntnis anderer hinterher hechtet.


    Du siehst dieses Verhalten hier sehr häufig in den Beziehungstfäden von Menschen, die noch nie eine Beziehung hatten. Es wird versucht die wenn A dann B Logik zu verlangen während den meisten, die das verlangen gleichzeitig völlig klar ist das es die nicht gibt - merkt man immer dann wenn jemand darauf hinweist und der Fragesteller entrüstet behauptet er wüsste das es so nicht geht trotzdem aber nicht von dem Verhalten danach zu fragen abweicht. Da fehlt der Zugang zu sich selbst in diesem speziellen Themebereich. Den kann aber keiner Erschliessen ausser dem Fragesteller. Wenn der das nicht möchte versteht er eben sich selbst nicht, was ja nicht sagt, dass er nie eine Beziehung finden wird. Das geht ja trotzdem. Er leidet halt nur weiter bis es zufällig mal klappt was weniger der Fall sein kann wenn er seine eigenen Grundzusammenhänge mal verstanden hätte.


    Zurück zur möglichen Entstehung von so etwas wie der goldenen Regel: Der Person mit der Erkenntnis war ( je nach Erkenntnistiefe) klar, dass diese Technik, die die Fragenden da anweden nicht funktioniert ( aus eigenem Erleben, weil auch sie mal so angefangen haben). Sie weiss aber auch, dass sie nicht in Sprache allgemeingültig ausdrücken kann wie ein innerer Erkenntnisprozess abläuft. Sie kann die Erkenntnisse mitteilen und damit einen Reibungs oder Anstoßungspunkt liefern anhand dessen sich der andere entwicklen kann, wenn er sich dazu entschliesst. Mehr geht nicht.


    Was passiert als nächstes: viele Menschen fühlen, dass in der Erkenntnis etwas steckt was richtig ist - aber sie sind sich noch nicht sicher was sie damit anfangen sollen. Die Erkenntnis durchläuft einen individuellen Bewertungsprozess durch jeden. Die meisten bleiben dabei möglicherweise zunächst mal in der Oberfläche stecken und wenn sie die Erkenntnis für gut befinden versuchen sie mal danach zu leben. Das funktioniert dann unterschiedlich gut oder schlecht und führt zu Erfahrungen, die diese Erkenntnis entweder bestätigen oder in Frage stellen.


    Gleichzeitig nutzen ein Teil der Menschen, die die Erkenntnis noch gar nicht gelebt und geprüft haben aber merken, dass viele Menschen für diese Erkenntnis erst mal offen sind ( dazu muss die Erkenntnis breitenwirksam genug sein ;-) ) die um eine Regel oder ein ganzes Regelwerk zu bilden unter dem sich Menschen versammeln, die diese Erkenntnis richtig finden und leben wollen. Häufig erst mal für eine kleine Gemeinschaft. In meiner Vorstellung sind so Religionen entstanden.


    Das Problem damit ist systemimmanent: Die Erkenntnis von aussen, die übernommen wurde, weil sie richtig klang, wird von vielen, die dieser Erkenntnis "nachfolgen" aus praktischen und Effizienzgründen nicht ausreichend an der eigenen Realität geprüft. So haben wir das als Kinder gelernt: Regeln einhalten führt zu Versorgung. Und das praktizieren wir gern weiter.


    Es ist bequemer zu behaupten sich an die für die Gemeinschaft aufgestellten regeln zu halten, als diese zu hinterfragen und einen Weg für sich selbst zu finden ob und wie man die tatsächich leben will. Auf den ersten Blick funktioniert anpassung so lange ganz gut, so lange sich der überwiegende Teil einer solchen Gemeinschaft an die Regeln hält - egal ob geprüft oder ungeprüft. Aber früher oder später beginnt das zu bröckeln, weil die Erkenntnis nicht mit Erfahrung unterfüttert ist wie beim Ursprungsguru. Der Ursprungsguru ( oder das selbstgewählte Vorbild) kann aber nur kommunizieren. Er kann Kommunikationserfahrung vermitteln ( das ist z.b. das was ein Zenlehrer macht ) - aber das ist es dann auch. Und Sprache ist begrenzt. Solange alle die die Erkenntnis so toll finden, dass sie sie als Regel akzeptieren sie nicht selbst aktiv prüfen und eigene Handlungsmuster dazu entwickeln, die aus ihnen heraus wirken führt das zwangsläufig zu Frustration und manipulierbarer Hierarchie.


    Wenn Du diesen Mechanismus anschaust ist das eigentlich der, der momentan gesamtgesellschaftlich abläuft.


    Kannst Du damit was anfangen?

    danke euch, wird schon werden. :-) Ist eh auf hohem Niveau gejammert wenn ich mir anseh wie andere Leute selbst wohnenderweise erkältungskrank sind, wenn ich extrapoliere würde ich an deren Stelle vermutlich denken ich stünde kurz vorm Tod ;-D

    @ Kleio

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    Ich habe auch durchaus ein Ideal, das ich aufgrund meiner vorhandenen Fähigkeiten als realistisch ansehe und Schritt für Schritt anstrebe – immer einen Schritt nach dem anderen, genauso habe ich Rückfälle in alte Musterverhalten.

    Wie kommt man hierbei denn zur Einschätzung "realistisch"?


    Warum ist schade-finden keine Wertung? Ist das nicht nur sprachliche Trickserrei vor sich selbst? (weißt du was ich meine? Ich meine ein vages Gefühl dabei, die rationale Argumentation warum es keine ist kann ich mir selbst geben. Du dachtest bei "Gefällt mir *wert*" doch bestimmt dass es doch keine Wertung darstellt, nicht? Ich kann das so für mich nicht so sicher sagen, vllt einfach dadurch dass es den Bereich bloßen Fühlens mit der Äußerung verlässt, weiß nicht genau...)

    @ Cleeni

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    joah.. du merkst, ich will mir ne Erlaubnis holen, dass ich dies hier in deinem Faden schreiben darf/ es Berechtigung hat und nicht falsch ist und du mich hier raus schmeißt :-p ;-D

    warum sollte es falsch sein? *Therapeutenbrille aufsetz* lol, ne Schmarrn ;-D hab nix gesagt. :)_

    Zitat

    Zugegebener Maßen ist der Kreis der Personen, die dies .... *überleg*: respektieren? akzeptieren? *hmpf* da fehlt eine passende Bezeichnung... also der Kreis der Personen ist nicht sehr groß.

    scheiß drauf wenn sich das für dich richtig anfühlt :)z Siehst dann wo's hinführt und ob's dauerhaft gut anfühlt oder dann was anderes kommt. Für mich weiß ich nicht so recht, ich lass es mal wirken, also die dreidigkeit^^


    Zur Auftrittsbeschreibung kann ich erstmal net viel sagen außer dass es sich wirklich sehr lebendig anfühlt und danke für die Schilderung :-D

    Zitat

    Jetzt höre ich dich mit deinen Argumenten, dass es nicht dein Weg ist, dich in die Angst "hin zu bewegen", sodass sie sich auflöst.

    weiß nicht wie ich dazu stehe (;-D) den Satz kann ich so jedenfalls nicht unterschreiben, fürchte das Thema fällt generell unter Unausgegorenheit bei mir.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Aus meiner Sicht ist die Regel eben nicht entstanden weil erkenntnisreiche Leute sie dazu gemacht haben.

    wie auch immer diese Regeln entstanden sind, sie, und selbst wenn sie sie explizit nicht so gesagt haben, tragen schon gewise Verantwortung dafür dass diese Regel existieren.. denk ich... weiß nicht, glaub schon^^

    Zitat

    Und so gut wie alle in diesem Kaliber betonen, dass Sprache nicht das Gesamtbild der Erkenntnis erfassen kann.

    Interessant, das ist mir neu. (Meine Güte! Selbst Uwe Kling oder wie er heißt hat das begriffen^^ oder zumindest sein Känguru weiß dass man selber denken muss! ;-D) Aber es ändert nicht wirklich was, eigentlich ist es offensichtlich sogar total nutzlos, oder eine Selbstabsicherung, Verantwortungsabschiebung? ":/

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    Je mehr bei einer Person, die von vielen anderen als irgendwie positiv bewertet wurde nachfragten, desto mehr wurde diese Person aufgefordert mit Sprache auszudrücken was ihr Leben von anderen unterscheidet. Da diese Person aber nicht in 20 Minuten ausdrücken konnte wie sie zu dem wurde was sie jetzt war kam das Verlangen der anderen nach Abkürzungen, Verallgemeinerungen und so weiter.

    %-| Das ist mir leider wirklich sehr sehr vertraut und es nervt mich inzwischen schon desöfteren^^ Dabei geht's da ja net mal um allgemeine Erkenntnisse oder so. "Warum sitzt du hier?" %-| Zum Pfannkuchenbacken natürlich! %-| 20min krieg ich aber net (sehr selten, aber das ist dann fast immer nett), am liebsten nur 5s, pfft, Fastfood oder so.

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    Wenn Du Dir tatsächlich erkenntnisreiche Leute mal konkret anschaust

    tja, eigentlich nur zu gern :-D wo finde ich die denn im RL, wie erkenne ich sie? Letztens sehr kurz mal mit nem harekrishna-Mönch geplaudert, war nicht so berauschend^^ Wenn ich nach wenigen Worten schon deutlich unbeeindruckt bin dann brauche ich das nicht, da kann potentiell jeder Mensch mir genauso was vermitteln. Aber gut, war noch extrem jung und hat halt Bücher "verkauft". Vllt sollte ich mal ein paar Pfarrer abklappern aber ich wette ich wäre enttäuscht und zwar gewaltig, sind sicher auch alles nur normale Menschen mit mehr oder weniger Selbsterkenntnis. Ich treff (bzw sie mich) sogar beim betteln immer wieder Mal Menschen die sich Gedanken machen, das freut mich immer sehr, aber inspiriert wurde ich da auch noch nicht (kann ja an mir liegen, aber trotzdem...) Bücher religiöser oder philosophischer Natur zu lesen mag ich bisher nicht, da hindert mich wohl mehreres daran. (vor ein paar Tagen mal ausnahmsweise Ernst Jüngers "Der Waldgänger" reingezogen weil der Titel so für mich gemacht schien und das fand ich schon fast zu grenzwertig geistig (ich mag SciFi und Fantasy ;-D Banalität in Reinform, und wenn ich da mal was schlaues drin finde freu ich mich wie sonst was^^), dabei ist das sozusagen eher nur eine Ode an den Widerstand gegen den Mainstream und für das Selbstdenken, bestimmt höchstens ein 5tel verstanden ;-D und beim verstandenen immer bloß "ja genau!" gedacht, nett, aber weiter bringt es mich nicht so wirklich). Das Problem ist ja dass das was mir zu weit vorraus ist ich nicht verstehe ;-D Und das was man selbst verstanden hat braucht man eigentlich nimmer lesen. ":/

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    Das Problem damit ist systemimmanent: Die Erkenntnis von aussen, die übernommen wurde, weil sie richtig klang, wird von vielen, die dieser Erkenntnis "nachfolgen" aus praktischen und Effizienzgründen nicht ausreichend an der eigenen Realität geprüft.

    ja, eben! Ich weiß nicht aus welchen (sicher mehreren) Gründen genau es nichts taugt, aber jede geistige Bewegung die tatsächlich Anhänger hat stößt mich heftigst ab, die Fallgruben in praktisch vorgekauter "Weisheit" zu erkennen ist für mich vllt sogar schwieriger als sich von Grund auf eigene Gedanken zu machen. Das Forum war/ist zwar das beste Werkzeug überhaupt um das besser zu lernen, aber in hochgeistigen Büchern zu lesen ist schon noch mal was anderes.

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    So haben wir das als Kinder gelernt: Regeln einhalten führt zu Versorgung. Und das praktizieren wir gern weiter.

    joa leider^^ aber könnte es denn, und sei es noch so theoretisch, anders sein?

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    Wenn Du diesen Mechanismus anschaust ist das eigentlich der, der momentan gesamtgesellschaftlich abläuft.

    wie meinst du das? *fasziniert schau* ;-D Ich seh nämlich wenig was wirklich anders ist als es immer schon ist, die Ebenen und Mittel ändern sich, aber ansonsten bleiben die Mechanismen doch gleich, in 500 Jahren werden die Menschen entsetzt sein wie ekelhaft wir zueinander waren und selbst Ekligkeiten begehen die wiederrum nur von einem Bruchteil der Menschen überhaupt hinterfragt werden. Das ist ne weitere Sache die ich an Literatur die sich Gedanken macht schlimm finde, und je älter desto schlimmer, "es" (wasauchimmer) haben schon immer Leute gecheckt... und es hat sich, außer im Detail, nichts geändert, das Bild bleibt gleich. Also wenn das nicht frustrierend ist weiß ich auch net^^ Aaaber, das ist vielleicht eine Sache womit ich meinen Frieden machen will, nur wie...?

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    Aber es ändert nicht wirklich was, eigentlich ist es offensichtlich sogar total nutzlos, oder eine Selbstabsicherung, Verantwortungsabschiebung?

    Verantwortung für wen oder was? Beispiel?

    wenn sie es für nötig halten darauf hinzuweisen müssen sie ja offensichtlich ganz genau wissen dass es potentiell falsch verstanden (oder sogar missbraucht) wird, also sagen sie vorher was... "heyho, das alles drückt zwar zwangsläufig nur mangelhaft aus was ich meine und ersetzt eh nicht dass ihr selber denken müsst, aber nachdem ich das nun vorgeschoben hab ist das nimmer mein Problem sondern euer und ich erzähls euch trotzdem"^^ Klar, die Leute sind für sich selbst verantwortlich, aber man selbst ja auch, eben für sich und seine Handlungen. Stell dir mal vor du bringst was in die Welt und andere Leute machen Schmarrn draus, vllt sogar richtig häßlichen Schmarrn der deinen Intensionen total entgegensteht, würde dir dann eine solche Absicherung reichen damit dir das egal wäre?

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    Stell dir mal vor du bringst was in die Welt und andere Leute machen Schmarrn draus, vllt sogar richtig häßlichen Schmarrn der deinen Intensionen total entgegensteht, würde dir dann eine solche Absicherung reichen damit dir das egal wäre?

    Wie z.B. Atomphysik? ;-) (siehe Hiroshima) Hätten die Atomphysiker besser alle die Klappe halten sollen? ]:D


    Ich kenne nichts Gutes was nicht auch eine Option auf negative Variante mit sich brächte. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und die These aufstellen, dass auch alles Schlechte eine positive Variante beinhaltet. Kannst Du mir ein Beispiel von "reinem Guten" nennen?


    Zum Rest schreib ich nach dem ersten Weihnachtstrubel wieder ,)- Dir und allen die grade mit lesen eine gute Zeit!