Probleme nach 5 Wochen Alprazolam?

    Servus,

    ich muss zur Zeit eine ziemlich belastende berufliche Fortbildung über mich ergehen lassen, die viel mit dem Tod etc zu tun hat. Danach wird mich das Thema zum Glück beruflich nie wieder betreffen, aber durch diese 5 Wochen muss ich leider durch!


    Da ich vor einigen Jahren ein Kind durch einen grässlichen Unfall verloren habe, halte ich derartige Seminare, die auch Besuche einer Pathologie, Palliativstation etc beinhalten, einfach nicht durch.


    Mein Hausarzt hat mir daher Alprazolam 0,5mg verschrieben. Davon nehme ich jetzt Mo-Fr. täglich morgens eine Tablette und halte so die Fortbildung perfekt durch. Am Wochenende nehme ich die Dinger natürlich nicht!


    Meine beste Freundin hat mich jetzt darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Alprazolam stark abhängig machen soll. Ich nehme es doch aber nur so gering dosiert und auch nur für 5 Wochen Mo-Fr. Ist das echt bedenklich? Bis jetzt (Woche 3) verspüre ich am Wochenende jedenfall keinen Drang nach den Tabletten... Mein Hausarzt meinte nur: Was hilft ist gut!


    DANKE für jede Antwort, mache mir echt Sorgen.

  • 8 Antworten

    Ich musste mal über einen längeren Zeitraum (10 Wochen) recht hochdosiert Morphium nehmen, durchgängig. Dann habe ich es abrupt abgesetzt und etwa 36-48 Stunden eine Entzügigkeit durchlebt. Da ich das Medikament aus ärztlicher Sicht gegen Schmerzen genommen habe und nicht, weil es mich kicken sollte, war es keine seelische Abhängigkeit, sondern ein körperliches Absetzsymptom.


    Und so ähnlich sehe ich es bei Dir auch. Für eine begrenzte Zeit (und jetzt ja nur noch 2 Wochen) wird es Dich nicht in eine seelische Abhängigkeit bringen. Ich würde mir jetzt keine Sorgen machen und in Deinem speziellen Fall die Tabletten als reine "Situationskrücke" sehen.


    Alles Gute @:)

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das Alprazolam schon nach kürzester Einnahme hochgradig abhängig macht. Ich würde es nie nie wieder nehmen. Ich habe die Tabletten damals auch von meinem Hausarzt verschrieben bekommen - zur Beruhigung, weil ich einen Todesfall in der Familie zu verarbeiten hatte, der mir den Boden unter den Füssen weggezogen hat. Für die Zeit, die ich sie genommen habe, war es auch ok. Ich muss dazu sagen, das ich die kleinste Dosis genommen habe und nicht mal jeden Tag. Aber das Absetzen war die Hölle, ich übertreibe nicht, aber ich dachte, ich muss sterben. Schwindelanfälle, Übelkeit, Angst- und Panikattacken ohne Ende. Irgendwann war ich von den Medis runter, aber es hat bestimmt gut ein halbes bis dreiviertel Jahr gedauert. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass manche Patienten, die das Medikament absetzen, es allein nicht schaffen und es in einer Klinik über einen richtigen Entzug machen müssen. Ich habe es so gepackt, aber da ich weiß, wie schlimm das war, bin ich für alle Zeit davon geheilt.


    Liebe Grüße, Abendprinzessin

    also nach 5 Wochen gibt's da keine Probleme da du am Wochenende auch keine nimmst ist die Abhängigkeit gering. aber du kannst ja wenn es dich beruhigt die 0,5mg halbieren und es eine Woche weiternehmen. das einzige ist eine psychische Abhängigkeit wenn du dich mit der roten Pille besser fühlst und nach 5 Wochen meinst war gar nicht so übel lockerer zu sein dann musst du aufpassen also schleiche sie aus und schmeiß die restlichen direkt weg.

    LG

    Ja, dass KANN problematisch werden. Die Grenze liegt bei 2 Wochen, auch bei so geringer Dosierung. Die Wochenendpause düfte sich positiv auswirken. Evtl. musst Du mit etwas Unruhe rechnen beim Absetzen.

    Ganz gefährliche Sache! Das Zeug täglich zu nehmen ist hoch riskant, selbst wenn du am WE nichts nimmst. Du solltest immer Tage ohne Einnahme dazwischen haben also 2 Tage nehmen und 2-3 Tage Pause. Und immer , wirklich immer aufschreiben wann du sie nimmst. Ich selbst bin in der Psychiatrie abhängig gemacht worden, mir wurde Zopiclon als harmloses Schlafmittel verkauft und 8 Wochen gegeben. Danach hatte ich starke Entzugserscheinungen und bin voll in die benzo sucht gerutscht. Mein ganzes Leben ist deswegen zerstört. Diese Tabletten sind starke Drogen die dich genauso wie Heroin um den Verstand bringen können. Pass bitte auf!

    Suchtentwicklung ist etwas sehr individuelles und auch genetisch determiniert.

    Du könntest anstatt des Alprazolams Lasea probieren, ein Lavendelpräparat.

    Einer Studie zufolge soll Lasea so wirksam sein wie 1 mg Lorazepam (ähnlich Alprazolam, auch ein Benzodiazepin).

    Lasea macht nicht abhängig und ist pflanzlich.

    Suchtentwickung bei Benzos ist nicht "individuell und genetisch determiniert", sondern selbst im Niedrigdosisbereich ein bekannte Problem. Unabhängig von sämtlichen individuelln Faktoren. Man sollte ja auch trennen zwischen "psychischer Sucht" und "rein körperlicher Abhängigkeit". Und das Risiko besteht nach 14 Tagen Einnahme mit niedriger Dosierung.

    Sunflower_73 schrieb:

    Suchtentwickung bei Benzos ist nicht "individuell und genetisch determiniert", sondern selbst im Niedrigdosisbereich ein bekannte Problem. Unabhängig von sämtlichen individuelln Faktoren. Man sollte ja auch trennen zwischen "psychischer Sucht" und "rein körperlicher Abhängigkeit". Und das Risiko besteht nach 14 Tagen Einnahme mit niedriger Dosierung.

    Falsch. Informieren Sie sich mal, zum Beispiel hier: https://www.aerztezeitung.de/m…it-sucht-liegt-genen.html


    Es gibt Leute, die können Unmengen Alkohol, Benzos über längere Zeit nehmen, ohne abhängig zu werden. Andere werden bei kleinen Dosen und nach kurzer Zeit abhängig.