Pseudologie,

    Hallo Ihr Lieben!


    Also, ich hatte schonmal angedeutet, daß eine mir nahstehende Person unter zwanghaftem Lügen leidet. Jetzt haben wir einen Psychotherapeuten aufgesucht, es gibt eine Diagnose-"Pseudologie".


    Mittlerweile lerne ich, mit dieser Feststellung umzugehen und freue mich, daß die Therapie soweit läuft. Meine Frage wäre nun-da es ja auch hier einige Leute gibt, die sich in Behandlung befinden-wie packt der Therapeut das Ganze jetzt an? Wie läuft so eine Behandlung bestenfalls ab? Hat irgendwer Erfahrung mit dem Thema?


    Kennt Ihr evtl. gute Inet-Seiten?


    Vielen Dank schonmal! @:)

  • 16 Antworten

    Hallo Vanille *:)

    Zwar leide ich nicht unter dem Münchhausen-Syndrom, aber da dies sehr viel mit Zuneigungs-Defizit zu tun hat, gehe ich davon aus, dass ein Therapeut als erstes herauszufinden versucht, wie, wann und wo dieser Mangel herkommt, damit der Patient sich verstehen lernt. Dann werden vermutlich "gesunde" Massnahmen erlernt, wie man diese Zuneigung sich selbst geben kann.

    Oh Mann, das sich das dann so äußert-heftig...


    Außerdem soll in unserem Fall der Vater schuld sein, der selbst unter dem Syndrom leidet.


    Ich hab´s immer für Bauernschläue gehalten, in der Kindheit zu graben, aber ich merke mittlerweile, daß das doch meistens, wenn nicht sogar immer, zutrifft. :-/

    Als ich damals krank wurde und mit der Therapie begann, hätte ich auch nie gedacht, wieviel das alles mit meiner Kindheit zu tun hat. Ich dachte immer: Nee, bei mir ist das was anderes, ich hatte doch eine gute Kindheit.


    Leider liegt das Problem aber wirklich meist irgendwo in der Kindheit. :-/

    Bei meiner Therapeutin bin ich seit 4,5 Jahren. Während der Klinikaufenthalte (die sie veranlasste) stand ich natürlich unter Aufsicht von diversen Psychiatern und Psycho-Therapeuten, die aber alle guten Kontakt zu meiner Therapeutin haben.

    Pseudologie ist doch nicht gleich Münchhausen-Syndrom, oder? :-
    Es ist lediglich eine Form davon...

    Zitat

    Pseudologia phantastica bezeichnet in der Psychiatrie seit Anton Delbrück (1891) den Drang zum krankhaften Lügen und Übertreiben. Häufiger wird heute der Begriff "pathologisches Lügen" verwendet. Eine besondere Form der Pseudologia phantastica stellt das Münchhausen-Syndrom dar, bei dem der Patient körperliche Beschwerden erfindet und durch Lügen untermauert, um Aufmerksamkeit in Krankenhäusern zu bekommen. In der modernen psychiatrischen Klassifikation ist die alte Bezeichnung als Symptom in der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8) aufgegangen.

    Quelle: Wikipedia


    ansonsten schliesse ich mich TheUnfinished an.


    Ich weiss ja nicht, um was für Lügen es sich handelt.


    Aber mit Lügen kann man sich u.U. ziemlich viel Aufmerksamkeit holen. Z.B. hab ich erst grad letztens von einer gelesen, die gesagt hat, sie wäre schwanger gewesen und hätte dann eine Fehlgeburt gehabt. Natürlich waren alle entsetzt und haben sie getröstet. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass sie nie schwanger geschweige denn eine Fehlgeburt hatte. Doch die Lüge hat ja perfekt funktioniert.


    Ich vermute mal, der Therapeut wird auf Ursachenforschung gehen, damit auch der Patient diese erkennt. Man kann dann irgendwie besser behandeln (finde ich).

    Hi Grasi!

    Bei den Lügen in "meinem" Fall handelt es sich um Lügen, die im Grunde Ausreden sind. Das dicke Ende, was letztendlich zur Therapie geführt hat, war ein Doppelleben. Die betroffene Person hat vorgegaukelt, einen Job zu haben, über mehrere Wochen, hat sich aber irgendwo hingestellt mit´m Auto, geschlafen etc...


    Ja-Ursachenforschung, so läuft das momentan. Wird der Therapeut denn auch Rat geben, wie man dann vorgeht, wenn die Ursachen gefunden sind?

    Zitat

    Die betroffene Person hat vorgegaukelt, einen Job zu haben, über mehrere Wochen, hat sich aber irgendwo hingestellt mit´m Auto, geschlafen etc...

    krass. :-o


    ja, ich denk schon, dass dann am Verhalten gearbeitet wird. Sonst bringt das ja nichts..