Psychiater hilft nicht - was tun?

    Ich bin heute so enttäuscht vom 2. Besuch beim Psychiater.


    Wie krank und gestört muss man den sein, bis die gnädigen Herrn und Frauen sich herablassen einem zu helfen?


    Ich fühle mich echt im Stich gelassen und jeder TAg ist eine weitere Qual weil es mir psychisch nicht gut geht und ich keine Ahnung habe was los ist.


    Es war meine Hoffnung bis zum heutigen Termin durchzuhalten, damit mir geholfen wird und das hat Mut genug gebraucht weil ich Psychiatern eh nicht vertraue.


    Sie hat sich nur für mein MRT ineressiert und weil das ok war, war es das für sie. Sie hatte gar keine Zeit und auch nicht nachgefragt wie es mir geht (da ich es beim letzten mal angesprochen hatte und sie mir so blöde baldrian-kapseln verschrieben hat und meinte wir schauen beim heutigen Termin wie es geht). und ich soll positiv denken....


    Ja davon verschwinden aber meine Probleme nicht und könnte ich das oder die Gedanken ablenken dann würde ich es tun und bräuchte ihre Hilfe nicht. Also aus ihrer sicht war es das, keine weiteren Termine und mein Problem kam gar nicht zur Sprache.


    Und jetzt? was soll ich jetzt tun? Hausarzt interessiert das nicht und möchte ich auch nicht ansprechen weil sie mich dann eh nicht mehr ernst nimmt. Psychotherapeut hat keinen Sinn. Ich kann kein Vermögen für die Sitzungen bezahlen nur dass mir wer vorschreibt wie ich zu denken habe und zuhört, ausserdem bekommt man eh keinen Termin. Bei den bisherigen Anrufen wurde ich nicht mal auf die Warteliste gesetzt, weil diese angeblich zu lange ist. Soll es in einem Jahr wieder probieren.


    Ich kann kein Jahr warten! Bis dahin bin ich komplett kaputt und verrückt und bin wahrscheinlich Mann und Job los. Muss man sich echt erst was antun oder anderen bis man ernst genommen wird? Schließlich will ich ja grad das vermeiden, das es schlimmer wird und es dann bis zur Zwangseinweisung kommt

  • 13 Antworten

    Es erscheint dir sinnlos, aber eine Psychotherapie kann helfen.


    Es geht dabei auch nicht darum dir deine gedanken abzusprechen, sondern herauszufinden woher sie kommen und wie du die Ursprungssituation ändern kannst. Wie du alte Gewohnheiten, die dich krank machen, ablegst, lernst mit diesen Gedanken umzugehen usw.


    Ich würde weiter versuchen eine Psychotherapie zu bekommen, die du übrigens von der Krankenkasse bezahlt bekommst, sofern du gesetzlich versichert bist (5 Probestunden ohne Probleme, anschließend macht der Therapeut einen Antrag für eine Kurzzeittherapie)


    Psychiater sind nicht dafür da dir zuzuhören grundsätzlich. Sie sind Ärzte. Ja ich denke er hätte dir mehr zuhören müssen, aber...vielleicht bist du an einen Idioten geraten...auch Ärzte können Idioten sein.


    Du könntest auch eine 2. meinung bei einem andren Psychiater einholen.


    Ich selbst war in Therapie und nahm Medikamente. Ich ging zu einem Psychosomatischen Mediziner und Psychotherapeut. Der gute Mann hat mir also meine Kopftabletten verschreiben dürfen und hat mich therapiert.


    Vorher war ich 2 Mal bei einer Psychotherapeutin und die war einfach doof...hat nicht die richtigen Fragen gestellt.


    Du solltest einfach nicht aufgeben...das ist schwer, aber wenn man aufgibt, hat man nichts mehr.


    Lass dich überall auf die Warteliste setzen, sag es ist dringend und besuche einen weiteren Psychiater.

    Zitat

    Psychotherapeut hat keinen Sinn. Ich kann kein Vermögen für die Sitzungen bezahlen nur dass mir wer vorschreibt wie ich zu denken habe und zuhört, ausserdem bekommt man eh keinen Termin.

    Wenn du in Österreich leben solltest: stimmt, hier gibt es so gut wie keine Therapieplätze für die man nichts (zu) zahlen müsste. Du könntest dich aber telefonisch mal an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden und dich dort beraten lassen. Die können dir auch weiterführende Infos geben wo dir wie geholfen werden kann.


    Eine andere Möglichkeit wäre es noch, dass du dir einen Therapeuten in Ausbildung suchst. Die sind, soweit ich weiß, deutlich günstiger und meistens sehr motiviert.


    Allerdings macht eine Therapie auch nur dann Sinn, wenn du daraus etwas für dich mitnehmen und auch mitarbeiten möchtest. Das hat aber nichts damit zu tun, dass dir vorgeschrieben wird wie du zu denken hast.

    Zitat

    Ich kann kein Jahr warten! Bis dahin bin ich komplett kaputt und verrückt und bin wahrscheinlich Mann und Job los

    Naja, und was soll ein Psychiater da jetzt machen? Der kann dir ja nicht ohne Indikation irgendwelche Glückseligkeitstabletten verschreiben, oder was hattest du dir genau erhofft? Wie sollte Hilfe deiner Meinung nach aussehen, damit es dir etwas bringt?

    Ja, ich komme aus Österreich. Dann werde ich mal den sozialpsychiatrischen Dienst kontaktieren. Ich weiß nur das es nicht so weiter gehen kann und ich Hilfe annehmen muss.


    Bis jetzt habe ich nur in Erfahrung gebracht, das wohl nur Plätze frei wären, wenn man sie auch selbst zahlt. Es ist ja nicht das erste mal das ich einen Therapie-Platz suche, darum weiß ich das mit der Warteliste auch, weil ich schon von einem Jahr auf das nächste vertröstet wurde und dann war das gleiche. Damals ging es allerdings um ein anderes Thema. Einfach an sich selbst zu arbeiten. Das hätte ja eh warten können, weil es einfach ärgerlich aber jetzt kein großer Leidensdruck ist.


    Jetzt ist es halt anders und es macht mir Angst weil ich die Gedanken nicht stoppen kann und mich zeitweise nicht selber erkenne weil ich deswegen wütend werde oder weine. Und es legt sich eben nicht von alleine, darum ja auch die Wartezeit vom 1. bis zum 2. Termin.


    Ich hab mir erhofft das der Psychiater halt das tut was ein Arzt tut. Mir hilft herauszufinden was schief läuft, an welcher psychischen/Geistigen Krankheit ich leide. Was da los ist. Eben eine Krankheit herausfinden (sonst kann man ja nicht auf gut glück behandeln) oder ausschließen.

    Ich weiß nicht, ob es das in Österreich auch gibt, ich kann nur von Deutschland berichten.


    Hier gibt es Psychiatrische Notfallambulanzen. Dort könntest du auch hingehen, wenn es dich überkommt und deine Gedanken zu schlimm werden. Eine Rettungsleine, die ich auch schon benutzt habe.


    Teilweise machen die dann auch ambulante Therapie oder verschreiben Medikamente.


    Vielleicht gibt es sowas bei euch ja auch?

    Falls Du aus Wien bist: es gibt hier eine Psychotherapeutische Ambulanz, bei der die Kosten einkommensabhängig sind. Ich zahle z.B. 30 Euro pro Sitzung, andere auch weniger. Die Gruppentherapie ist überhaupt kostenlos.


    Schau Dir mal die website an: http://pt-ambulanz.at/ und ruf ruhig einmal dort an. Die sind sehr nett und hilfsbereit.

    Hallo, ich verstehe Dich nur zu gut! Immerhin hat die Psychiaterien Dir sehr schnell einen Termin für das MRT verschafft, was auch sehr wichtig ist. Baldrian ist nun wirklich nicht sehr stark, aber da kann Dein Apotheker /-in Dir was besseres empfehlen. Ich habe im Urlaub auch schon in Österreich selbst rezeptfreie Schlaftabletten gekauft, die gut und nur nachts gewirkt haben. Das sind Antiallergika, die so müde machen, dass man sie auch als Schlaftabletten nehmen kann. Ein guter Nachtschlaf ist Voraussetzung für einen guten Tag, sagt mein Arzt.


    Dann, dann weißt Du ja inzwischen wo es lang geht, und ich halte Dich für intelligent genug, dass Du Dir auch selbst helfen kannst, zumindest ein ganzes Stück weit. Beantworte bitte Dir selbst und nur Dir selbst die Frage, was Dich denn krank gemacht haben kann und versuche dies dann zu ändern! manchmal verlangt dies nach einer Änderung bestimmter Lebensumstände, der Partnerschaft oder des Wohnortes. Dann tu das.


    Ich hoffe, es ist kein finanzielles Problem, weil das ist am schwersten zu ändern. Aber versuchen kannst Du es.


    Mit Deiner Andeutung, Dir selbst oder anderen etwas an zu tun, machst Du absolut deutlich, dass es da ein sehr großes, psychisches Problem für Dich gibt. Bitte versuche das soweit wie möglich selbst zu lösen und wende Dich dann mit konkreten Fragen an Deine Psychiaterin. Einfach abnehmen kann sie Dir Dein Problem nicht, und ich weiß nicht, ob Du Psychopharmaka wirklich willst. Ganz liebe Besserungswünsche nach Österreich!

    Zitat

    welche Tabletten sind das denn genau?

    Ich nehmen an die Calmaben Dragees. Von denen habe ich in Österreich auch zum ersten Mal gehört. Ist allerdings nur schlaffördernd und nur ein Schlafmittel zur Kurzzeitbehandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Bei mir wirken sie nur minimal besser als gar nicht, habe seit Jahren eine Packung bei mir im Badschränkchen. Und gegen Probleme mit der Psyche wirken diese Dragees so gar nicht.

    Ich denke sie meint Antihistaminika der früheren Generation.


    In Deutschland bekommt man nur Citirizin und Ähnliches ohne Rezept. Diese wirken nicht beruhigen oder einschläfernd.


    Ich bekam eines dieser Antihistaminika der 1. Generation auf Rezept zur kurzzeitigen Behandlung von nervösen Schlafstörungen.


    Sie wirkten beruhigend. Nicht ganz so stark wie Valium, was ich auch kurzzeitig nahm, da ich Wände hoch ging und fast Löcher in den Boden gelaufen hätte.


    Allerdings habe ich bei dir bisher nichts von Schlafstörungen gelesen (Überlesen????).


    Am wirksamsten sind bei mir die sogenannten Z-Schlafmittel. Die nehm ich und 5 Minuten später schlaf ich. Und das ohne den HangoverEffekt von Valium oder Tavor.


    Allerdings sollte man mit ALL diesen Mitteln sehr vorsichtig sein, denn sie haben Nebenwirkungen und können abhängig machen.


    Auch Antidepressiva muss man ausschleichen UND, was viele ÜBERschätzen. Antidepressiva machen NICHT glücklich.


    Sie helfen den Antrieb zu verstärken oder eben Abends einzuschlafen. Sie helfen die Stimmung zu stabilisieren, sodass man nicht mehr den Heulattacken komplett hilflos ausgesetzt ist. Das tiefe Loch in das man fällt ist weg, ja...aber glücklich machen sie nicht.


    Um wieder glücklich zu werden, muss sich etwas verändern, du musst aktiv etwas ändern wollen, nur dann sehe ich Antidepressiva als sinnvoll an, denn dann können sie dir helfen diese Veränderungen durch mehr Antrieb und weniger Fälle in Löcher zu meistern.


    Ein Antidepressivum ist nichts, was man mal ein paar Wochen nimmt und dann einfach wieder weglässt. Man hat meist mindestens 1 Jahr lang die Einnahme dieser Tabletten inkl. aller Nebenwirkungen (Nieren müssen teilweise öfter kontrolliert werden, die Nebenwirkungen zu beginn sind meist sehr stark, lassen dann nach, tauchen aber beim Absetzen erneut auf. Man muss Antidepressiva ausschleichen, sie machen zwar nicht abhängig, aber man kann sie nicht einfach absetzen.)


    Ich will dir Tabletten nicht ausreden, denn mir haben sie vermutlich mein Leben gerettet, ABER geh verantwortungsvoll damit um und such dir einen Weg, eine Therapieform, die dir hilft dein Leben später wieder ohne diese Mittel bewältigen zu können.

    1. Psychiater/Psychologen sind oft kostenlos, bzw. zahlt die Krankenkasse, sofern sie Kassenpatienten nehmen (meiner z.B.). Ich zahle 0 €, obwohl ich gesetzlich versichert bin.


    2. Es gibt nur wenige Psychologen, die richtig gut sind. Vielleicht bist Du einfach an den falschen geraten.

    3. 2 Sitzungen sind ein Witz, außerdem musst Du parallel auch selbst an Dir arbeiten, und vor allem alles ansprechen, was Dir gerade in den Kopf kommt.

    Ganz einfach: Anderen Psychiater suchen. Falls leistbar: Wahlarzt. (Zumindest bis du medikamentös eingestellt bist.)


    Es ist leider nicht einfach, einen guten Psychiater zu finden. Gerade bei Kassenärzten.


    Ich würde dir auch empfehlen, eine Therapie zu machen oder zumindest Beratungssgespräche in Angriff zu nehmen. Wenn du die Therapie nicht selbst zahlen kannst/willst, dann wirst du um die Wartezeit nicht drumherum kommen :/