@ mauma

    Ich habe dich schon oft gelesen, neuere Beiträge, alte Beiträge und ich empfinde dich auch als ziemlich "kaputt". Du suchst die Schuld immer bei anderen, wo du mal besser bei dir gucken solltest.


    Deine Fadenfrage haben die anderen schon beantwortet.


    Früher gab es insgesamt für den Einzelnen auch mehr Halt in der Gesellschaft, nicht so viele Möglichkeiten, Dinge zu tun, heute kann man sich schneller verlieren, was früher nicht so war.


    Deswegen gab es aber trotzdem schlimme Probleme unter den Menschen. Es wurde geprügelt, unterdrückt und auch gemobbt, nur wurde nicht so offen darüber geredet wie heute.

    Auch wenn es ein alter Faden ist..... Ich finde ihn hochspannend. Ich war bis vor wenigen Tagen in einer psychosomatischen Klinik und staune über die Zeit, die einem "nur" gegeben wird. 6 Wochen und dann raus. Mit Glück ein zwei Wochen mehr.


    Wenn ich sehe welche Krankheitsbilder zeitlich über einen Kamm geschert werden kann ich nur den Kopf schütteln.


    Und wenn ich die Geschichte anderer mitbekommen habe und dann aber wieder die Meinung der Allgemeinheit lese habe ich auch oft den Eindruck dass psychisch kranke Menschen nicht ernst genommen werden und darum erst recht sehr spät Hilfe annehmen wollen und dann noch länger warten müssen um Hilfe zu bekommen.

    Dem ist so. Auch die TE halte ich hingegen ihrer Meinung für durchaus wertend. Wer sich noch nie ein Knie verdreht hat, weiß nicht wie sich das anfühlt. Gleiches gilt für die Psyche.


    Die Menschen fragen sich, weshalb eine Psyche zerbrechen kann, schreien kann, Hilfe benötigt. Jeder ist individuell, jeder hat sein Päckchen zu tragen, die einen schaffen mehr Gewicht, die anderen eben weniger.


    Ich finde es ekelhaft darüber zu reden, dass heute schon bei kleinsten Anforderungen die Psyche streikt. Wisst ihr denn was im Hintergrund alles passiert?


    Solche Menschen raten depressiven Leuten ebenfalls einfach mal unter Menschen zu gehen. Vermutlich also auch Querschnittsgelähmten Sonntags im Wald zu joggen.

    Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, aber: bei mir entstand alles im Alter von fünf Jahren. Kaputtes Elternhaus, Pflegefamilie, Misshandlungen, etc. Daraus bis heute resultierend (chronisch): ADHS, Depression, soziale Phobie, Kardiophobie, Hypochondrie, PTBS, Zwangsstörungen, Verdacht auf schizoide Persönlichkeitsstörung.


    Wenn nur eins der Dinge ein Aussen-stehender erfährt, kommt meist Unverständnis dabei raus, oder Abwertung. Man wäre ja schließlich selbst an allem schuld, und so schlimm kann es ja gar nicht sein. Ich habe mit meiner "kranken" Psyche Frieden geschlossen. Das Problem, finde ich, ist Verständnis, Akzeptanz und fehlendes Wissen. Denn kaum jemand fragt, wieso ich das alles habe. Ich habe es, also bin ich ein niederes Wesen, dass nichts auf die Reihe kriegt. Normalerweise wünsche ich keinem, was ich habe, erlebt habe, aber manchmal überkommt mich der Gedanke. Ich werde heute noch für etwas bestraft, wofür ich als Kind nichts konnte, was ich mir nicht ausgesucht habe. Wenn ich dann heutzutage deswegen noch negative Erfahrungen machen muss, ist das mies. Und da wundern sich die Leute, warum man lieber alleine bleibt, und irgendwann gar nichts mehr sagt. Der Hintergrund ist egal, warum ich psychisch krank bin. Ich bin es, und deswegen werde ich negativ bewertet. Schön. Es kann nicht jeder behütet groß werden, schön wär's ja. Aber ich wünsche mir, dass Menschen wie ich mehr akzeptiert würden, anstatt noch weiter in den Wunden rumzustochern.