• Psychopharmaka für den Rest des Lebens?

    Was denkt ihr darüber? Ist es für einige Menschen besser, sein leben auf den gebrauch von Psychopharmaka auszurichten oder sollten immer freie interwalle eingelegt werden? Wie lange ist Psychopharmaka gut?
  • 79 Antworten

    Sondern?

    @ Mnef,

    also ich würde, Botenstoffwiederaufnahmehemmer nicht als Psychopharmaka bezeichnen.


    Diese Mittel wirken nicht unmittelbar auf die Psyche.


    Sie haben bei einem Gesunden mit der gleichen Dosis keinerlei Wirkung.


    Wobei Psychopharmaka direkt bei Gesunden und Kranken wirken also mittelbar auf die Psyche. So ist bislang mein Verständnis, bin aber nicht vom Fach.

    Per Definition zählen sie aber soweit ich weiß zu den Psychopharmaka, egal was "man meint".


    Wieso legt man dann Wert darauf, sie nicht als das zu nehmen, was sie sind? Weil "AD, aber kein Psychopharkakon!" harmloser klingt?

    mnefIch zähle alle ADs zu Psychopharmaka. Klar gibt es auch Unterschiede zu Verwendung und Risiko. Alles was auf die Psyche Einfluss hat kann als Psychopharmaka bezeichnet werden. Es gib nur den Unterschied zwischen neurologischen Mitteln und Einfachen Mitteln, welche leichter erhältlich sind. Was nicht sagt das Letztere auch erheblichen Schaden anrichten können, wenn man sie missbraucht.

    Letztlich ist doch nur das tatsächliche Risiko wichtig. Und das sehe ich bei de neuen SSRI als vergleichsweise gering an. Gering ist natürlich nicht gleich 0.

    Würde ich auch nicht empfehlen. Könnte einen üblen Trip geben.


    Mit deinen Psychopharmaka die du nicht nehmen würdest, hast du leicht reden.


    Sprech mal mit einem der eine Psychose hat oder Schizophrenie oder ich Bipolar.


    Ohne Neuroleptika zum Teil um das zehnfache der Normaldosis, wäre ein einigermaßen normales Leben nicht möglich.


    Ohne Neuroleptika müsste ich temporär in die Gummizelle, aber die ist ja inzwischen verboten.

    Ich habe erlebt das in meinen Freundeskreis damit jemand zu einen Zombie geworden ist! Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber [...]


    Man sollte Pillen nur nehmen wenn man grad überhaupt nicht mehr klar kommt: Extreme Angststörung sodass man nicht mehr vor die Tür geht, extreme emotionale Ausbrüche die sehr lange anhalten, Suizidgefährdung usw.! Sollte man doch irgendwie klar kommen.. und zum größten Teil am Leben teilhaben können, sollte man andere Wege gehen, Therapie, Klinik, Gruppen, WGs u.ä.


    Es gibt natürlich Härtefälle aber das sind sehr sehr seeeeehr wenige Menschen.


    Die können einfach nichts machen und sind ewig auf Psychopillen angewiesen.

    @ wissenschaftlich

    Ganz genau, und deswegen habe ich es auch in meinen Post deutlich gemacht. Nicht bei allen aber leider bei vielen (den meisten) hat man am Ende mehr Probleme als vorher