• Psychose? Schizophrenie? Hilfe!

    Erst einmal zu meiner Person. Ich bin 31 und pflege meine derzeit pflegebedürftige Mutter, studiere nebenher in Teilzeit im Fernstudium und arbeite 20 Stunden. Vor 2 Wochen ging es los, dass ich hypnagoge Bilder im Übergang von Wachheit und Schlaf hatte. Wenn ich mich hinlegte und die Augen schloss sah ich Gesichter. Das hat sich mittlerweile gegeben.…
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    7 Stunden.

    Nein, nicht wirklich. Nur das Forum. Auf Arbeit kann und will ich das niemandem erzählen und für die Uni arbeite ich ja zu Hause.

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    Zu der Frage (verzeiht, dass ich sie noch nicht beantwortet habe): Nein, ich nehme keine Drogen. Habe ich auch noch nie.

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    Du pflegst deine Mutter schon länger, oder?

    Ich meine dass du hier schon mal gefragt hattest wegen eines Problems.

    Bekommst du denn für diese Pflege wenigstens das Pflegegeld?

    Ich denk du solltest da bei dir grundlegend was ändern.

    Das was du jetzt erlebst ist ein Warnschuss vor dem Bug.

    Noch ist es harmlos, aber das könnte sich rasch ändern wenn alles beim Alten bleibt.

    Was genau hat deine Mutter denn, welche Pflegestufe?

    Ich frage nur, damit man sich mal ein Bild machen kann was du da alles leistest.

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    Nein, ich hab hier noch nicht geschrieben. Vermutlich gibt es viele, die das machen wie ich und daher die Verwechslung. Meine Mutter hat die Pflegestufe 3. Ich pflege sie seit 2 1/2 Jahren.

    Ich arbeite Teilzeit, studiere seit 2 Semestern und kümmere mich um meine Mutter. Momentan bin ich in Verhandlung mit einem Pflegedienst zur Entlastung.

    Auch würde ich vorübergehend gern meine Stunden reduzieren. Wegen Corona kann ich die Sachen fürs Studium von zu Hause aus absolvieren.

    In 3 Wochen habe ich aber 7 Prüfungen.


    Ich bin den ganzen Tag über angespannt und habe extreme Angst, dass es doch eine Psychose ist. Ich hab vorhin versucht mich an mein Unizeug zu setzen, konnte mich aber kaum konzentrieren. Sobald ich versucht habe mich zu konzentrieren kommen nicht zugehörige Gedanken dazwischen.

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    Allein die Tatsache, dass Du Angst vor einer Psychose hast und die einschießenden Gedanken klar und als irgendwie nicht zu Dir gehörig beschreiben kannst, klingt nicht nach Psychose. Dabei erkennt man diese Gedanken nämlich nicht mehr als absurd/fremd, sondern gibt ihnen eine Bedeutung etc.

    Was Du beschreibst, klingt so ein bisschen (Achtung, vorsichtige Vermutung) nach etwas in Richtung Zwangsgedanken. Bei einer gewissen Anfälligkeit machen sich solche Symptome (auch die rotierenden Gedanken etc.) tatsächlich bei extremer/dauerhafter Überlastung breit. Du solltest versuchen, ein wenig runterzufahren (bspw. auch durch Auszeiten, beruhigende Rituale,...) - und über psychotherapeutische Hilfe nachdenken.

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    Danke. Weiß jemand von euch, ob Zwangsgedanken auch nur ein einzelnes sinnloses Wort beinhalten kann, das den Gedankenfluss unterbricht?

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    Hallo isa,


    im Folgenden mal meine Theorie, ich bin kein Fachmann/frau, das sind eigene Erfahrungen mit dem Thema Angsterkrankung/Zwangsgedanken aus mehr als 30 Jahren:


    versuche mal 2 Minuten nicht an einen rosa Elefanten zu denken....na, klappt's? :-)


    Oder Du kennst das doch bestimmt, dass man irgendeiner Tätigkeit nachgeht und auf ein mal von jetzt auf gleich hat man irgendein Lied als Ohrwurm im Kopf, der nervenderweise über einen längeren Zeitraum da bleibt? Ohne, dass man (bewußt) dieses Lied zuvor gehört hätte.


    Ähnlich verläuft es mit Deinem einzelnen Wort oder sonstigen Gedankensprüngen.


    Das passiert Jedem hin und wieder, vor allem dann wenn man stark im Stress ist oder überfordert, überlastet. Das Gehirn fährt Achterbahn, zu viele wichtige Gedanken wollen gleichzeitig gedacht werden...was mache ich Mutter heute zum Abendbrot? Habe ich dies und jenes für diese und jene Prüfung schon zusammen? Habe ich auf der Arbeit meinen PC runtergefahren?...usw...dann versucht das Gehirn aus dieser Spirale rauszukommen und sendet Dir scheinbar völlig abstruse Gedanken oder Wörter. Oder eben auch Bilder.


    Tritt so etwas auf, wird den meisten Menschen dann klar: Es ist mir Alles zu viel, ich muß was ändern. An wenigstens einer Stelle muß ich kürzer treten.

    Diesen Punkt bist Du übersprungen und Deine Psyche sagt dann nicht: Was soll's, dann höre ich eben auf - nein, sie warnt Dich weiter, dass Du Dich mehr um Dich kümmern sollst.


    Du bist grade in einer Art Prozess, dass Du diese Vorgänge manifestierst und zwar indem Du sie viel zu bewußt wahr nimmst. Mittlerweile sogar darauf wartest. Angstvoll darauf wartest. Und damit führst Du sie auch selber herbei. Aus dieser Spirale mußt Du rauskommen.


    Wenn Dir das nächste Mal bei irgendeiner Tätigkeit zum Beispiel die Giraffe (stellvertretend für andere Begriffe oder Bilder) "über den Weg läuft" - lass' sie laufen. Was passiert dann? Nichts, oder? Du weißt noch immer wo Du bist, was Du aktuell grade tust, tun willst, was das Ziel ist von dem was Du tust? Oder?

    Aber warte nicht auf sie. Oder warte auf sie, lasse sie kommen und es wird wieder nichts passieren. Verliere Deine Angst vor der Giraffe, sie tut Dir nichts. Sie sagt Dir nur: Trete kürzer.


    Das wäre der nächste Punkt: Du solltest etwas an/in Deinem Alltag ändern.

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    Ich sitze und konzentriere mich auf etwas und plötzlich schießt mir der Gedanke aktuell oder Marmelade in den Kopf. So fühlt sich das an.

    Und dann erschrecke ich mich jedes Mal und bekomme leichte Panik.

    Danke für eure Beiträge. Ihr seid nett.

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    Danke, ich glaube genauso ist es. Irgendwie bin ich dauerhaft angespannt und ständig kreist es darum.


    Ich werde mich nächse Woche sicher noch krank schreiben lassen, sonst drehe ich noch komplett am Rad und dann geht gar nichts mehr.

    Sollte ich unabhängig davon nochmal diese Woche auf einen Neurologentermin drängen?

    Der Nächste ist erst in 3 Wochen und der Psychologe im Oktober.


    Danke für den Tip. Das werde ich machen.

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    Schließe mich Bellaisadonna voll und ganz an.


    Der erste Schritt jetzt ist: Die Gedanken nicht so ängstlich bewerten. Ja, sie kommen und sind doof. Aber was tun sie Dir? Nichts. Lass sie kommen - sie verschwinden ebenso wieder. Der größte Stress resultiert aktuell aus Deiner ängstlichen Bewertung. Ein Gedanke ist nur ein Gedanke...

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    isa2020 schrieb:

    Ich werde mich nächse Woche sicher noch krank schreiben lassen, sonst drehe ich noch komplett am Rad und dann geht gar nichts mehr.

    Du solltest aber sehen, dass Du dauerhaft etwas änderst. Denn das ist nur ein Aufschieben und hilft beim Stressabbau lediglich zeitlich bedingt.

    Du brauchst einen Zielpunkt ab dem Du weißt, dass wenigstens einer der drei großen Stressfaktoren wegfällt. Und das wäre an erster Stelle wohl das Studium - nach diesen Prüfungen bist Du ja noch nicht fertig, Du schreibst etwas von 2 Semestern? Kannst Du nicht ein Jahr aussetzen?

    Innerhalb dieses Jahres müsste sich das mit einer Pflegehilfe für Deine Mutter ja wohl (hoffentlich) auch geregelt haben?

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    Ich überlege momentan mindestens ein Urlaubssemester zu nehmen, um eine Besserung zu erzielen.

    Ich denke die 3 Sachen werden auf Dauer nicht funktionieren.

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    isa2020 schrieb:

    Zeitweise war es so, dass ich sobald ich die Augen geschlossen habe Fratzen oder Gesichter sah.

    das man im Übergang zum Teil irrationale Bilder sieht kene ich auch ,ich mache mir da aber keine Sorgen, da das für mich ein Zeichen ist, das ich gleich richtig einschlafe.

    Wenn mir das Bild unangenehm ist mache ich einfach die Augen wieder auf und warte ein bisschen.


    Also das scheint durchaus normal zu sein im Übergang zum Schlaf.