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    Psychose? Schizophrenie? Hilfe!

    Erst einmal zu meiner Person. Ich bin 31 und pflege meine derzeit pflegebedürftige Mutter, studiere nebenher in Teilzeit im Fernstudium und arbeite 20 Stunden.

    Vor 2 Wochen ging es los, dass ich hypnagoge Bilder im Übergang von Wachheit und Schlaf hatte. Wenn ich mich hinlegte und die Augen schloss sah ich Gesichter. Das hat sich mittlerweile gegeben.

    Parallel dazu kann ich mich gedanklich nicht mehr fassen. Wenn ich beispielsweise denke: Ich gehe jetzt in die Küche, kommt plötzlich ein völlig zusammenhangloser Gedanke dazwischen. Wie Blumenbeet, Giraffe oder z.B. Nachbarshund. Ich hab dann gegoogelt was das für eine Ursache haben könnte und stoße immer wieder auf das Thema Psychose und Schizophrene und dort wird das wohl als Gedankeninterferenz definiert.


    In Panik war ich dann beim Neurologen (wegen er hypnagogen Bilder), der mich mit Schlafmittel nach Hause schickte (und der Ansage, ich soll bitte etwas zurück drehen von dem was ich jeden Tag an Pensum habe), was ich aber nicht nahm (das Schlafmittel), weil die Bilder nach einer Nacht gutem Schlaf wieder besser wurden.

    Ich erschrecke mich aber jedes Mal wenn ich diese Gedankeninterferenzen habe halb zu Tode und bekomme richtig Panik. Vorhin bin ich vertieft und dachte etwas ganz anderes, kommt plötzlich das Wort aktuell auf oder er Begriff Frieda (so heißt die Katze der Nachbarn). Oftmals habe ich auch eine Flut an Gedanken, aber davon wollte der Neuro nichts wissen.


    Ich habe solche Angst, dass ich schizophren werde oder eine Psychose kriege. Was ist nur los mit mir? Kann mir jemand weiterhelfen?

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    Der Neurologe hat recht mit seinem Rat etwas kürzer zu treten und sich Auszeiten zu gönnen.

    Nach Psychose hört sich das für mich nicht an, du kannst ja durchaus differenzieren. Ein Psychotiker kann nicht mehr differenzieren, der ist überzeugt.

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    Grottig hat recht. Zumindest von Schizophrenie weiß ich, dass die wahnhaften Idden als komplett nirmal und real erlebt werden, daher gibt es keine Krankheitseinsicht (oder nur nach langer Therapie oder medikamentöser Einstellung).

    Prinzipiell ist eine Fixierung / Panik immer kontraproduktiv, wenn man etwas als Störend empfindet (ich weiß, leichter gesagt als getan), gerade in psychologischer Hinsicht.

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    Danke. Ich bin aktuell krank geschrieben und versuche einige Prüfungen abzumelden.

    Wie kommt das durch die Gedankenflut und die ständig unterbrechenden Gedanken zu stande? Warum schieben sich Gedanken dazwischen, die keinen Sinn ergeben?

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    Danke Schnecke. Bei mir ist es so, dass ich mich sehr sorge, dass es Schizophrenie/oder Psychose sind.

    Ich kann mich kaum konzentrieren, leide unter einer Flut an Gedanken bzw. Gedanken, die plötzlich meinen Gedankenfluss stören.

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    Schizophreniker haben zuweilen keine Krankheitseinsicht. Aber daran allein kann man natürlich keine Diagnose festmachen ;-)

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    Nur weil man grade überirgendwas nachdenkt und plötzlich einem die Nachbarskatze in den Sinn kommt hat man noch lange keine Psychose oder Schizophrenie...

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    Mir wird jedes Mal ganz flau im Bauch. Ich denke beispielsweise der Himmel ist blau und dann kommt der Begriff Giraffe dazwischen und ich bekomme Panik, weil ich das so nicht kenne.

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    Eine Psychose und Schizophrenie äußert sich ganz anders... du bist da von einer bestimmten Sache komplett überzeugt und bildest dir dazu was ein.


    Du stehst beispielsweise zehn Meter entfernt und zwei Personen unterhalten sich übers Wetter und du bildest dir ein die reden über dich, du hörst sogar Worte die sie garnicht sagen.

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    Das hat mit Schizophrenie nicht ansatzweise etwas zu tun. Und es gibt nicht "Psychose und Schizophrenie", sondern Psychose ist eines der Kriterien von Schizophrenie.


    Wenn du was hast, ist es eine Angststörung bzw. eine allmähliche Zwangserkrankung. Aber ganz sicher keine Schizophrenie.


    Geh in die Notaufnahme eines psychiatrischen Dienstes, wenn du derart Angst hast und lass dich psychiatrisch-psychotherapeutisch behandeln.

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    laraito schrieb:

    Eine Psychose und Schizophrenie äußert sich ganz anders... du bist da von einer bestimmten Sache komplett überzeugt und bildest dir dazu was ein.


    Du stehst beispielsweise zehn Meter entfernt und zwei Personen unterhalten sich übers Wetter und du bildest dir ein die reden über dich, du hörst sogar Worte die sie garnicht sagen.

    Nein, das habe ich nicht. Ich hab auch nicht den Eindruck, dass jemand über mich redet.


    So eben mal ins Krankenhaus kann ich nicht gehen. Hab hier ja jemanden zu pflegen, der auf mich angewiesen ist.


    Meint ihr wirklich, ich bin nur überarbeitet? Woher kommt das dann mit den Gedanken dazwischen?

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    Wurde dir doch bereits alles gesagt, vom Neurologen und hier im Forum: Überarbeitung, zu wenig Schlaf, Ängste. Allenfalls noch Cannabis?


    Krankenhaus heisst ja nicht gleich stationär bleiben. Ich rate dir trotzdem zu einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, so wie du dich hier präsentierst.

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    ? wenn du eine (akute) psychose hast, dann merkst du das zum teil nicht, weil du es als normal ansiehst.


    es gibt schon antipsychotika die dagegen helfen, aber dass du jetzt eine psychose/schizophrenie hast, das kann nur ein facharzt beurteilen.


    zurück nehmen, ist schon mal der erste schritt, Google bitte nicht mehr weiter.


    geh in eine notaufnahme, wenn du der Meinung bist, die Welt geht für dich gerade unter.