Psychotherapie - was kann man erwarten?

    Guten Tag,


    ich leider seit einigen Jahren an Übelkeit, Ängsten sowie weiteren Beschwerden.


    Ich habe bereits 2 Psychotherapien (VT) gemacht und von beiden nicht wirklich profitiert.


    Die Therapeuten waren sehr passiv, haben zugehört, Mut zugesprochen aber letztendlich nicht viel gemacht und als Folge nicht viel erreicht.


    Gleichzeitig lese ich immer mal wieder von tollen Verfahren (Hypnose, lernen seelischen Schmerz nicht körperlich auszudrücken, umformen von erlernten Reaktionen/Symptomen, usw.)


    Klingt alles hervorragend und würde auch eine jahrelange Ausbildung rechtfertigen, leider habe ich nie das Glück gehabt so etwas zu erleben.

    Im Gegenteil: Die Therapeuten haben letztendlich wie Laien gewirkt, es wurde nichts spezielles angewendet.


    Ich solle mich nicht auf Symptome konzentrieren, leider sind diese aber immer noch da seit vielen Jahren. Eventuelle Angst entwickele ich erst, wenn die Symptome sehr langanhaltend sind.


    Sind das gängige Methoden und die Grenze des machbaren oder habe ich einfach 2 schwarze Schafe erwischt?

  • 2 Antworten

    Eigentlich ist auch Verhaltenstherapie alles andere als passiv und es gibt da auch "tolle" Methoden um viel zu erreichen (kognitive Umstrukturierung).


    Klingt nach eher schwarzen Schafen, ja.

    Du kannst nur dir selbst helfen und zwar damit immer bis an die Grenzen zu gehen und darüber hinaus. Ich war bei Psychotherapeuten, bei Lesungen, auf Konferenzen (presse), ich habe Bücher gelesen und, und, und. Fakt ist: Die Arbeit an der menschlichen Seele ist schwer. Im Bereich der Psychologie gibt es eine nahezu endlose Interpretationsvielfalt. Bei unklaren oder diffusen Beschwerden (gerade im somatoformen Bereich bei unklarer Anamnese) dauert es mitunter Jahre richtige Ansätze zu finden - und zwar für sich selbst! Irgendwann bündeln sich Erkenntnisse.


    Was ich gelernt habe:


    GERADE Übelkeit (und ich meine übelkeit und kein leichtes unwohlsein) ist bei längerem Bestand nebst Änderung seiner (angeblich krank machenden) Umstände IMMER und zwar in 99% aller Fälle körperlich Mitbegründet oder sogar der alleinige Auslöser. Gerade bei dieser schlimmsten Form der Somatisierung reagiert der Patient mit anderem Essverhalten, Verzicht und und und. Es entwickeln sich körperliche Krankheiten die DANN auf die Psyche geschoben werde.


    Ich kann dir nur raten: Ernähr dich gesund und geh bis an deine Grenzen und darüber hinaus. Besteht die Übelkeit weiter KÄMPFE um Diagnostiken.


    Ich habe viele Menschen kennengelernt, die einmal in die somatisierungsschublade gesteckt , nicht mehr ernst genommen wurden. Ein ganz krasser Fall war jemand, der Probleme mit dem Stuhlgang hatte. Damit war er auch beim Hausarzt der nur meinte "das gehört mit zu ihrer somatisierung". 1 Woche später gingst dann mit Notarzt und einem akuten darmverschluss ins Krankenhaus. Alles gut gegangen und sicherlich die Ausnahme, aber mach dir klar, dass dein KOPF nicht immer Sympthome vorspielt, sie sind manchmal auch da und deuten ab und an organische Leiden an, die medizinisch versorgt werden müssen.