PTBS in der Beziehung!

    Ich bin mittlerweile an so einem Punkt gekommen, an dem meine Freundin glaubt mit mir machen zu können, was sie will. Um ihren Willen durchzusetzen, kommuniziert sie mit mir immer öfter auf eine herablassene Art und setzt mir dazu noch oftmals die Pistole auf die Brust.... Soll gehen, wenn ich ihr nicht gefalle... abfällige und zum Teil beleidigende Kommentare kommen nun auch immer öfters im alltäglichen Leben vor, sobald sie Alkohol intus hat verstärkt sich das Ganze.


    Sie hatte bisher Typen, die ihr gegenüber oft komplett ausgerastet sind und das endete immer mit Gewalt. Jetzt hat sie mit mir einen, der Gewalt verabscheut! Und sie testet fleißig an mir ihre Grenzen aus und das Ganze wird immer schlimmer.


    Ihr Problem ist psychischer Natur, man vermutet eine posttraumatische Belastungsstörung - PTBS. Ihr eigenes Kind ist bereits in Therapie und war nun wochenlang in der Geschlossenen. Was sie natürlich ebenfalls stark psychisch belastet, schließlich war sie jahrelang nie von ihrem Kind getrennt. Sie ist selbstverständlich totunglücklich mit dieser Situation und völlig aus dem Gleichgewicht.


    Weil sich all das erst später herausgestellt hat (vorher lief alles wunderbar, wir hatten ohne Ende Spaß, haben viel gelacht) habe ich ihr abwertendes Verhalten mir gegenüber anfangs persönlich genommen, irgendwann an ihre Liebe gezweifelt, auch Misstrauen hat sich breit gemacht... Ich habe öfters das Gespräch gesucht, anfänglich Vergebens... bzw. war und ist es allgemein sehr schwierig Zugang zu ihr zu finden. Sie redet äußerst ungerne über ihre eigenen Gefühle und macht dann oft sofort zu. Zumal ich mit meinem Zweifel und Misstrauen ihre Ausraster zusätzlich verstärkt habe.


    Mittlerweile oder seit längerem weiß ich, dass sie mich liebt und ich zweifel auch nicht mehr an ihrer Treue!


    Bis jetzt habe ich Verständnis für ihre Gesamtsituation gezeigt, bin immer für Sie da und habe dabei auch meine eigenen Bedürfnisse nach hinten gestellt. Habe mein Leben vielleicht zu sehr nach ihren Bedürfnissen ausgerichtet und genau das, hätte ich wahrscheinlich nicht machen sollen, denn das wird mir nun anscheinend zum Verhängnis. Meiner Meinung nach habe ich ihr meine helfende Hand gegeben und nun ist sie dabei meinen ganzen Arm herauszureißen... Sie respektiert mich aktuell nicht wirklich, nimmt mich nicht mehr ernst... sobald ich mal nicht ihrer Meinung bin, Widerstand leiste, wird sie laut, lehnt meine Meinung rigoros ab, macht zu, beleidigt im schlimmsten Fall. Wenn das geschieht, verlasse ich immer sofort den Raum... passiert das kurz vorm ins Bett gehen, übernachte ich im Gästezimmer... am nächsten Tag ist meistens erst einmal alles in Ordnung.


    Es ist aktuell verdammt schwierig mit ihr und es wird immer schlimmer.... ich bin überzeugt, dass die meistens Männer das Ganze bereits beenden hätten... Dennoch... Ich werde einen Teufel tun und sie jetzt aufgeben... Ich liebe sie und werde um sie kämpfen... Ich weiß, was ich an ihr habe, sie ist es wert!!!!


    Zumal ihr Kind eindeutig sehr positive Fortschritte macht und sie nun auch sehr bald in Therapie geht. Das stimmt mich positiv und lässt auf eine bessere Zukunft hoffen. Aufgeben ist einfach nicht!


    Ich hoffe hier auf helfende Kommentare, die mir noch mehr Kraft geben... Würde mich sehr freuen... wer von euch kann mir Rat geben, besser mit dieser Situation umzugehen oder hat schonmal ähnliches erlebt?


    Vielen Dank im Voraus!