• Quarterlife Crisis oder fürs Arbeitsleben nicht gemacht?

    Hallo Zusammen, ich stecke grade in einer ziemlichen Sinnkrise und frage mich, ob ich entweder im völlig falschen Job gelandet bin oder einfach für das Arbeitsleben nicht gemacht bin…. Ich habe BWL studiert und arbeite nun seit 3 Monaten in einem großen Unternehmen. Die Krise kam mit dem Berufseinstieg bzw. dem ersten Vorstellungsgespräch. Auf die…
  • 46 Antworten

    Hallo TimFaber,
    lieb, dass du fragst. Die Lage ist leider immer noch unverändert. Ich habe mittlerweile zwei Bewerbungen rausgeschickt. Bei der ersten habe ich eine Absage erhalten, die zweite ist noch offen, aber hier mache ich mir keine allzu großen Hoffnungen.

    Naja, ansonsten kämpfe ich mich weiter jeden Tag aufs Neue durch den Tag. Mal klappt es mehr mal weniger gut. Heute ist mal wieder so ein Tag an dem ich am Liebsten alles hinschmeißen würden, aber die Vernunft siegt. Langsam frage ich mich echt, wie lange ich das noch durchhalte...

    schön, dass du dich meldest :)=

    aus eigener erfahrung weiss ich: es geht lange zeit gut, bis irgendwann die schmerzgrenze erreicht ist. wichtig ist, dass du durch die arbeitsbelastung nicht in eine depression rutscht.


    kannst du am WE und nach der Arbeit gut abschalten? Hobbies, etc.


    Wie sieht es mit dem Wunsch aus wieder nach Hause zu ziehen? Ist das noch aktuell?

    Wie sieht es mit heimatnahen Stellen aus?


    Kannst du aktuell deine Überstunden abfeiern? Wird die Zeit erfasst oder habt ihr Vertrauensarbeitszeit?


    Dranbleiben, ich bin davon überzeugt, dass es sie gibt: die Arbeit, die Spaß macht ;-)

    Also am Wochenende kann ich super abschalten, das ist überhaupt kein Problem. Abends nach der Arbeit ist es sehr unterschiedlich.

    Ich denke, eines der wesentlichen Probleme ist halt auch, dass mein Leben unter der Woche nur aus Arbeiten besteht. Darüber hinaus gibt es quasi nichts. Ich komme in der Regel gegen halb acht von der Arbeit. Dann noch Essen/Duschen/Haushalt. Da bleibt nicht viel Zeit für anderes. Dann habe ich hier auch kein soziales Netzwerk, keine Freunde oder Hobbys. Mit einer Arbeitskollegin treffe ich mich meist so einmal die Woche abends und einmal die Woche gehe ich meist noch joggen. Das war's dann aber auch schon.


    Meine Wochenende sind dann absolut vollgepackt. Da stürze ich mich von einer Aktivität in die nächste und genieße das Leben in vollen Zügen.


    Unter der Woche geht es mir oft nicht gut, aber sobald ich freitags das Büro verlasse, ist meine Laune schlagartig super. Am Wochenende fühlt sich meine schlechte Stimmung dann völlig surreal an. Da kann ich oft selbst nicht mehr nachvollziehen woher meine schlechte Stimmung gekommen ist.


    Nach Hause ziehen würde ich sehr gerne. Ich schaue auch regelmäßig nach Jobs, aber es gibt nur sehr wenig was mich anspricht.


    Zeiterfassung haben wir nicht und Überstunden können auch nicht abgefeiert werden. Meist arbeite ich von ca. 8:30Uhr bis 19Uhr. Freitags so bis 17:30Uhr.

    das ist eig. unverschämt von seinen Mitarbeitern zu verlangen. Kein Wunder, dass deine Kollegen an Burnout leiden.


    Bei uns wird gestempelt. Ich finde das eine großartige Erfindung. Überstunden werden abgefeiert. Man wird auch nicht schief angeschaut.


    Ich habe herausgefunden, dass Indeed.de die besten Jobergebnisse liefert. Ansonsten noch Kimeta.de und natürlich Xing. Lass dich doch mal über einen Headhunter anheuern ;-) Bei deiner Qualifikation sollte das machbar sein. Lass deine Eltern die Heimatzeitung am WE lesen, insbesondere die Stellenanzeigen.


    Zitat


    kein soziales Netzwerk, keine Freunde oder Hobbys

    Wie wäre es mit einem Sportverein? Ich würde mir eine Mannschaftssportart aussuchen.

    Ich nutze auch meistens indeed, gefällt mir persönlich am besten. Zwischendurch schaue ich auch mal woanders rein, damit mir nichts entgeht.


    Sportverein wollte ich eigentlich auch schon länger angehen, aber habe mich dann doch nie so richtig aufraffen können. Ich habe ein leider sehr zeitintensives Hobby, für das leider nach der Arbeit nicht genügenden Zeit bleibt. Ansonsten hätte ich mir in die Richtung schon längst was gesucht.
    Mittlerweile stelle ich mir dann eher die Frage "lohnt sich das noch?". Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne zeitnah meine Zelte hier abbrechen.


    Aber einen neuen Job zu finden ist nicht so leicht. Zumal ich nach wie vor mit meinem Bereich bzw. dem Gesamtgebiet BWL unzufrieden bin.
    Jobs gibt es viele, aber schon allein beim Lesen der Stellenausschreibung habe ich dann oft das Gefühl, das ist das gleiche in grün. Würde ich einfach nur den Arbeitgeber wechseln wollen, nicht aber den Bereich, gäbe es zig Stellen auf die ich mich bewerben könnte. Aber, das ist eigentlich nicht meine Absicht.

    Du hattest geschrieben, du würdest gerne etwas mit Menschen machen, etwas Soziales. Käme vielleicht ein Job bei einer NGO, Stiftung bzw. im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit / allgemein im Non-Profit-Sektor für dich in Frage? Ich weiß ja nicht, was du genau machst, aber auch in diesem Bereich sind BWL-Kenntnisse sehr gefragt, bspw. als Projektmanager, in der Finanzmittelaquise, im Marketing, usw.

    Quereinsteiger sind dort willkommen.:)z Das Gefühl, dass die eigene Arbeit einem guten Zweck zugute kommt und nicht nur dem Gewinn eines Konzerns, empfinde ich persönlich als motivierend. Von firmeneigenen Stiftungen bis hin zu kleinen NGOs ist die Spannbreite an Arbeitgebern sehr groß. Vielleicht findest du da ja etwas, was dich anspricht.


    Ich wünsche dir sehr, dass sich deine Situation bald verbessert.@:)

    Hallo Zusammen,


    ich melde mich mal wieder mit einem kurzen Zwischenstand und würde mich natürlich auch wieder über euren Rat freuen :-)


    Ich hatte beim letzten Mal bereits erwähnt, dass ich in Summe zwei Bewerbungen geschrieben habe. Bei einer habe ich eine Absage erhalten, bei der anderen bin ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Das Gespräch hat mittlerweile stattgefunden eine Zu- oder Absage erhalte ich Anfang nächster Woche. Es ist also alles noch sehr hypothetisch. Falls aber eine Zusage kommen sollte bin ich momentan noch unschlüssig, ob es wirklich das ist was ich suche. Ich mache einfach mal eine pro/contra Liste:

    Pro

    1) Die Stelle ist in meiner Heimatstadt. Das heißt ich könnte wieder zurück in meine Heimatstadt ziehen.

    2) Dadurch, dass die Stelle direkt in meiner Heimatstadt ist, hätte ich einen sehr kurzen Arbeitsweg (10 Minuten). Damit hätte ich nicht gerechnet. In meiner Heimatstadt selber gibt es nicht allzu viele große Arbeitgeber. Allerdings habe ich drei größere Städte in Umkreis mit jeweils 20-30 Minuten Fahrtzeit. Im Berufsverkehr eher nochmal 10-15 Minuten länger. Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass das Wohnen in meiner Heimatstadt immer mit Pendeln verbunden wäre. Dass ich direkt etwas in meiner Stadt finden würde, hätte ich nicht erwartet.

    3) Das Gehalt wäre besser als in meinem aktuellen Job.

    4) Die Aufgaben klingen grundsätzlich spannend und besser als meine aktuellen Aufgaben


    Contra

    1) Bei den Arbeitszeiten bin ich mir nicht ganz sicher, ob die unter Pro oder Contra fallen. Im Gespräch hieß es, dass meist bis 17:30/18Uhr gearbeitet wird. Grundsätzlich ist das auf jeden Fall eine Verbesserung zu meiner aktuellen Situation. Hinzu kommt dann auch noch die kurze Fahrtzeit für den Heimweg. Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass ich eigentlich lieber früher Feierabend hätte. Meine absolute Traumvorstellung liegt bei 16 Uhr. Da ich aber auch weis, dass das eher unwahrscheinlich ist, wäre 17Uhr eine Zeit mit der ich mich auch arrangieren könnte und die realistischer ist. Mir fällt es gerade schwer einzuschätzen, ob ich im Enddefekt dann doch jeden Tag bis 18 Uhr arbeite oder ob nicht auch 17:15/17:30Uhr machbar ist mit entsprechender Anfangszeit.

    2) Die Aufgaben. Auch wenn diese grundsätzlich spannend und interessant klingen, klingt es doch wieder nach einem eher anspruchsvollem Job. Die Abteilung wird gerade neu gegründet, folglich gibt es hier auch eine gewisse Erwartungshaltung und gerade in der ersten Zeit müssen natürlich Ergebnisse geliefert werden. Zusätzlich ist die Stelle/Abteilung sehr hoch aufgehängt.


    Insgesamt finde ich es durchaus eine spannende Stelle mit guten Rahmenbedingen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Verbesserung der Arbeitszeiten für mich ausreichend ist und ob ich nicht eigentlich einen ruhigeren Job wollte. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass ich regelmäßig in die gängigen Jobportale schaue und es nach wie vor nur sehr wenig gibt, das mich anspricht.

    Zitat

    2) Die Aufgaben. Auch wenn diese grundsätzlich spannend und interessant klingen, klingt es doch wieder nach einem eher anspruchsvollem Job. Die Abteilung wird gerade neu gegründet, folglich gibt es hier auch eine gewisse Erwartungshaltung und gerade in der ersten Zeit müssen natürlich Ergebnisse geliefert werden. Zusätzlich ist die Stelle/Abteilung sehr hoch aufgehängt.

    Nun, eine Stelle ohne Anspruch ist doch echt ätzend? Wer will denn freiwillig etwas machen ohne Anspruch ? Ist es denn vom Themengebiet besser?


    Ich würde es wohl machen. Bietet einige Verbesserungen und wenn dich dann BLW immer noch nicht wirklich flasht kannst du mal ernsthaft über einen Wechsel nachdenken.

    alles gute ist doch nie zusammen - und wenns nicht passt , kannst du doch dir in Ruhe was neues suchen in der Nähe.

    ach war ein altes Angebot.... sorry


    Nein deine jetzigen Vorstellungen sind nicht übertreben, sollte doch was zu finden sein..nicht bis 18.00 /19.00 Uhr arbeiten zu müssen und mit Studium mehr als ohne verdienen zu wollen ist auch realistisch.

    wintersonne 01

    Das Angebot von dem ich heute betichtet habe ist aktuell. Bzw. noch ist es ja kein Angebot, habe ja noch keine Zusage erhalten. Vielleicht hat es sich dann ohnehin erledigt.


    klein_schlumpfine

    Mit dem Anspruch hast du natürlich Recht. Vielleicht habe ich mich da etwas falsch ausgedrückt. Natürlich möchte ich gerne spannende und fordernde Aufgaben und kein stumpfes Abarbeiten der Themen. Aber wenn ich ehrlich bin, ist es mir in meinem aktuellen Job oftmals zu viel. Oft kommen Aufgaben von allen Seiten, der Workload ist hoch und der Druck ist auch immer spürbar. Ich habe für mich einfach festgestellt, dass ich lieber einen Gang zurückschalten möchte. Die große Karriere von der ich früher geträumt habe reizt mich heute nicht mehr. Dafür sind Themen wie Freizeit und Freunde mir wichtiger geworden.


    Trotz allem ist meine Tendenz momentan auch eher den Job anzunehmen, sollte ich eine Zusage erhalten.

    Hallo Zusammen,

    lang ist es her, dass ich mich hier zuletzt gemeldet habe. Deswegen wollte ich euch nochmal ein kurzes Status Update geben.

    Vorweg: auch wenn es jetzt vielleicht überraschend ist, aber ich befinde mich immer noch auf exakt der gleichen Position wie vor zwei Jahren. Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt und bin sogar recht zufrieden. Trotzdem überlege ich momentan das Thema Jobwechsel noch einmal anzugehen, allerdings bin ich recht hin und her gerissen. Deswegen mache ich einfach mal eine Pro und Contra Liste und würde mich über euren Input sehr freuen:


    Pro (aktueller Job):

    1. Die Kollegen und mein Chef sind mehr als super

      Kurz nachdem ich hier damals geschrieben habe, habe ich einen neuen Chef bekommen, mit dem ich super auskomme. Menschlich verstehe ich mich sehr gut mit ihm und auch sonst hat er mich gerade am Anfang sehr unterstützt und viel aufgefangen.

      Meine restlichen Kollegen sind auch sehr nett. Das Team ist allgemein noch recht jung und ich unternehme mit einigen Kollegen auch immer mal wieder privat etwas. Grundsätzlich ist mir dieses Thema sehr wichtig und hier hätte ich bei einem Jobwechsel durchaus etwas zu verlieren

    2. Der Job und meine Aufgaben allgemein

      Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt. Ich kenne meine Aufgaben und weis was von mir erwartet wird. Ich gehe nicht mehr mit einem unguten Gefühl zur Arbeit und seitdem ich einen besseren Überblick über die Themen habe, macht mir der Job auch viel mehr Spaß.

    3. Ich habe das Gefühl „angekommen“ zu sein

      Während der 1 ½ Jahren Traineeprogramm habe ich sehr regelmäßig die Abteilungen gewechselt. Immer wieder musste man sich in ein neues Team und neue Aufgaben einarbeiten. Jetzt bin ich seit knapp 2 ½ Jahren auf meiner aktuellen Position und genieße diese Konstante.

    Contra:

    1. Der Standort

      Ich bin damals für den Job umgezogen und hier nie so richtig angekommen. Sicherlich auch weil ich hier nicht ankommen wollte, aber daran hat sich auch nicht unbedingt etwas geändert. Zumindest mittelfristig möchte ich wieder in meine Heimatstadt ziehen.

    2. Die Arbeitszeiten

      Ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt, dass ich einen Großteil des Tages im Büro verbringe und aktuell stört es mich auch nicht mehr. Gleichzeitig versuche ich auch meine Stunden etwas einzugrenzen und versuche gegen 18:30Uhr Feierabend zu machen. Klappt nicht immer, aber oft :-). Trotzdem wünsche ich mir mittelfristig mehr Zeit für mein Privatleben.

    3. Punkt 1 und 2 führen dazu, dass ich momentan Angst habe etwas in meinem Privatleben zu verpassen. Ich bin jetzt gut Mitte 20 und habe derzeit keinen Partner. Daran wird sich wahrscheinlich auch zeitnah nichts ändern. Unter der Woche fehlt es an Möglichkeiten jemanden kennen zu lernen, am Wochenende bin ich mal hier, mal in meiner Heimatstadt. Hier fehlt einfach die Konstante.
    4. Ich gebe mir Mühe und meine Leistung hat sich über die Zeit deutlich verbessert. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass es nicht reicht und hier auch einfach nicht meine Stärken liegen.

    Ganz nüchtern betrachtet sprechen die Rahmenbedingungen für einen Jobwechsel. Ich weis, dass ich hier (an dem Ort) nicht bleiben möchte und habe das dringende Bedürfnis mein Privatleben zu sortieren. Und gerade weil ich weis, dass ich hier nicht bleiben möchte, frage ich mich welchen Sinn es hat hier noch 2,3 Jahre zu bleiben.

    Gleichzeitig würde ich meine Kollegen super vermissen. Vielleicht haben sie auch deshalb einen so hohen Stellenwert für mich, weil ich überdurchschnittlich viel Zeit mit ihnen verbringe.

    Hinzu kommt, dass ich immer eine gewisse Zeit brauche um mich einzuleben (wie man an diesem Faden unschwer erkennen kann). Sicherlich am Anfang würde ich mich im neuen Job eher unwohl fühlen.

    Und zu guter letzt kommt dann noch wieder die alte bekannte Frage auf „Was will ich eigentlich machen“. Ich bin mit meinem aktuellen Job zufrieden, trotzdem würde ich ihn nicht als Traumjob oder Berufung beschreiben. Wenn ich meine Stellenbeschreibung in einem Jobportal lesen würde, würde sie mich wahrscheinlich wenig ansprechen. Aber genauso sprechen mich leider auch die meisten anderen Stellenbeschreibungen nicht an.


    So, nun ist der Beitrag doch länger geworden als gedacht. Nachdem ich damals so viel Input bekommen habe, wollte ich zumindest noch einmal ein Update geben. Und über die ein oder andere Einschätzung würde ich mich auch jetzt freuen.