Rat um Umgang mit Depressionen und Ängsten, insb. Derealisation

    Guten Abend!


    Bin neu in diesem Forum und wollte mal um Rat fragen, da es mir momentan Depressionsbedingt sehr schlecht geht.


    Zu meiner Vorgeschichte: Ich leide seit Sommer 2015 an einer Angststörung mit folgender Depression. Die ersten Wochen mit dieser Erkrankung ergingen mir sehr schlecht. Erst machten mir die Panikattacken sehr zu schaffen, anschließend ein Derealisationsgefühl, bei dem es mir so vorkam, als sei ich der einzige Mensch auf diesem Planeten. Bin seit dem auch in psychiatrischer Behandlung. Nach zwei Monaten ging es mir wieder wesentlich besser, ich konnte grundsätzlich ein normales Leben führen, nur diese schlimmen Derealisationsgefühle machten mir ungefähr alle zwei Monate noch einmal für 3-4 Tage zu schaffen.


    Nun mein eigentliches Problem: Meine Symptomathik ist einer Art und Weise zurückgekehrt, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Es fing relativ harmlos mit einer Panikattacke and Heiligabend an. Diese hat sich dann wieder gelegt und es ging mir gut. Drei Tage später bahnte sich dann am Folgetag einer Party, vermutlich unter anderem Alkoholinduziert, das nächste Debakel an. Es überkam mich ein enormer Bewegungsdrang i.V.m. Angstzuständen, was mich so stark beeinträchtigte, dass ich dann das Gespräch mit meiner Familie suchte. Dies half auch vorerst, die ersten Tage waren schlimm, dann fand ich mich mit dem Zustand ab und es war auszuhalten. Im Hinterkopf hatte ich immer den Gedanken, dass auch wieder die Derealisation wiederkehren könnte, was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht so erschreckend fand, da ich das Symptom ja kannte und einigermaßen damit klar kam. Natürlich kam aber pünktlich zum Zeitpunkt als ich meinen Zustand okay fand, Nachts das Gefühl der Derealisation im extremen Maße wieder. Ich sprang aus dem Bett auf und ging im Zimmer auf und ab, nach einer halben Stunde hatte ich mich dann beruhigt und konnte einigermaßen schlafen. Seit dem lässt mich dieses Gefühl aber kaum los und es raubt mir wirklich die letzte Kraft. Ich fühle mich, wie oben schon beschrieben sehr einsam und es kommt mir so vor als wäre alles um mich herum nur Kulisse, mir fällt es schwer Gespräche zu führen oder irgendwie Spaß zu haben, da mir alles unreal vorkommt. Leider weiß ich mir momentan kaum zu helfen, ich stehe jeden Morgen auf und frage mich, wie ich durch den Tag kommen soll :(v


    Vielleicht kennt ja jemand dieses oder ein ähnliches Gefühl und weiß Rat?


    Ich weiß momentan echt nicht mehr weiter. Habe Morgen auch einen Termin bei meiner Therapeutin bezweifel aber aktuell, dass mir das sonderlich helfen wird. Hatte auch erst vor fünf Wochen das letzte Gespräch, was vielleicht auch zu meinem jetzigen Zustand beitrug, da sich vieles angestaut hat.


    Es gibt Momente in denen ich denke, dass es mir nie wieder besser gehen wird, aber andererseits habe ich ja die Erfahrung gemacht, dass es schon mal aus einem noch schlimmeren Zustand besser ging und ich mir hinterher unendlich dankbar war, mich in der Zeit nicht aufgegeben zu haben.


    Habe aktuell auch keine Tagesstruktur, bin Student lebe bei meinen Eltern und habe noch diese Woche Ferien. Leider empfinde ich es auch momentan als sehr anstregend vor die Tür zu gehen.


    So viel zu meinem Problemen. Ich wollte das einfach mal unabhängig von meiner Therapie schildern und vielleicht jemanden finden, der selbst diese Symptome kennt und Rat weiß. :-)


    Mit freundlichen Grüßen,


    valus :)^

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