Reaktion / Aggresivität - Psyche

    Hallo Leute,


    ich bin 29, männlich, zurzeit übergewichtig (Frust). Mir geht es im großen und ganzen nicht wirklich so gut, hatte die letzten fünf Jahre sehr große Probleme mit Geld, mit mir selbst und einer Spielsucht.


    Ich würde behaupten ich bin auf dem Weg der Besserung, auch wenn das nur langsam voranschreitet.


    Zu meinem Problem:


    Ich bin definitiv heterosexuell und stehe auf Frauen. Mein Wunsch nach einer Partnerin ist gerade sehr groß, jedoch möchte ich bevor ich mit ir selbst nicht im reinen bin, keine Beziehung eingehen.


    Mir ist die letzte Zeit aufgefallen, dass wenn ich andere Männer sehe, ich eine Reaktion in meinem Körper spüre. Es ist so dass mein Penis reagiert, aber nicht auf die Art "ich bin schwul und finde den geil", sondern eher so ein "zucken".


    Dabei werde ich dann meist aggressiv und will dem gegenüber am liebsten eine in die FR**** hauen. Weil meist ist das immer der selbe Typ mann, mit so einem damaligen "Kollegen" hatte ich einen finanziellen Schaden in fünf-stelliger Summe vor ein paar Jahren.


    Damals habe ich meine Wut nicht herausgelassen und ich würde behaupten dass das bis heute in meinem Unterbewusstsein drin ist. Auf dem rechtlichen Wege hatte ich damals leider auch keine Chance.


    Also mir ist aufgefallen dass wenn ich diese körperliche "Reaktion" habe das meist dann jemand ist den ich mit diesem damaligen "Kollegen" in Verbindung bringe.



    Was genau kann das sein? - Ich hatte schon fürchterliche Angst davor "Schwul" zu sein und habe mir einen schwulen-Porno absichtlich eingeschalten und musste nach 10 Sekunden abbrechen.


    Ich stehe definitiv auf Frauen, so viel dazu.



    Jemand eine Idee wie ich das lösen kann? Bzw. was genau das ist? Unterdrückte Gefühle (Aggressivität, Wut, etc?)

  • 97 Antworten

    Nachtrag:


    Leider habe ich keine Edit-Funktion gefunden.


    Mir ist auch aufgefallen, dass ich meine gleichgeschlechtlichen Kollegen oft "ablehne". Eben so welche die Verräter sind, falsch sind, hinterhältig sind, etc. Und sich anschließend dann noch als "Ehrenmänner" betiteln.


    Ich hatte es erst letztens, dass jemand meinte er muss sich mit mir in "Wettbewerb" begeben. Er hat den Wettbewerb gewonnen, aber eben nicht mit fairen Karten! Für mich ist ein Wettbewerb kameradschaftlich und auf Augenhöhe, ohne faule Tricks etc.


    Und jemand der eben nicht fair ist, diesen lehne ich ab und denke mir dann dass das kein Mann sei.


    Ich habe in der Tat ein Männlichkeitsproblem(charakterlich), weil ich ohne Vater aufgewachsen bin, meine Mutter mir meine Aggressionen aberzogen hat, etc.

    alexiusss schrieb:

    Mir ist die letzte Zeit aufgefallen, dass wenn ich andere Männer sehe, ich eine Reaktion in meinem Körper spüre. Es ist so dass mein Penis reagiert, aber nicht auf die Art "ich bin schwul und finde den geil", sondern eher so ein "zucken".


    Dabei werde ich dann meist aggressiv und will dem gegenüber am liebsten eine in die FR**** hauen. Weil meist ist das immer der selbe Typ mann, mit so einem damaligen "Kollegen" hatte ich einen finanziellen Schaden in fünf-stelliger Summe vor ein paar Jahren.


    Damals habe ich meine Wut nicht herausgelassen und ich würde behaupten dass das bis heute in meinem Unterbewusstsein drin ist. Auf dem rechtlichen Wege hatte ich damals leider auch keine Chance.


    Also mir ist aufgefallen dass wenn ich diese körperliche "Reaktion" habe das meist dann jemand ist den ich mit diesem damaligen "Kollegen" in Verbindung bringe.

    %:| ... Sorry, aber hier blicke ich nicht durch.



    alexiusss schrieb:

    Ich hatte schon fürchterliche Angst davor "Schwul" zu sein (...)

    Warum macht dir Schwulsein Angst?

    Was genau blickst Du nicht? - Ich habe eine Reaktion, meist bei so einem Menschen der meinem damaligen KOllegen der mir geschadet hat ähnlich sieht.


    Es ist eben oft so, dass ich mit meinem "Nice-Guy-Syndrom" schon desöfteren Probleme in der Vergangenheit hatte. Ich konnte mich oft nicht wehren und der Gegenüber hat sich dann noch in seinem respektlosen Verhalten bestätigt gefühlt.


    Und so wirst Du dann eben mal leicht zum Mobbingopfer.


    Ich glaube dass das schon mit meiner Kindheit zusammenhängt, ich glaube dass ich es unbewusst in meinem Kopf "Mutter und Vater" gleichzeitig rechtmachen will und deshalb lieber bei einem konflikt nichts mache und das in mich hineinfresse.


    Obwohl ich in Ausnahmesituationen Konflikte lösen kann und sicher nicht auf den Mund gefallen bin.


    Und deshalb denke ich dass diese Reaktion die ich da habe mit meiner Psyche verbunden ist und eventuell mit Hormonen. Wenn Du ständig jahrelang deine Wut über etwas unterdrückst, kommt glaube ich sowas dabei raus. Ist jetzt aber nur eine Theorie die ich denke die bei mir zutreffen könnte.


    Zum Schwulsein:


    Angst ist der falsche Ausdruck. Ich würde eher behaupten, dass mich so etwas anekelt und ich schwule eigentlich nicht leiden kann. Ich finde es okay wnen sie es nicht heraushängen lassen und das nicht in die Öffentlichkeit tragen.

    alexiusss schrieb:

    Ich habe in der Tat ein Männlichkeitsproblem(charakterlich), weil ich ohne Vater aufgewachsen bin, meine Mutter mir meine Aggressionen aberzogen hat, etc.

    Meinst du, dass man nur dann "männlich" ist, wenn man auch aggressiv ist? Oder habe ich dich missverstanden?

    Sylphide schrieb:
    alexiusss schrieb:

    Ich habe in der Tat ein Männlichkeitsproblem(charakterlich), weil ich ohne Vater aufgewachsen bin, meine Mutter mir meine Aggressionen aberzogen hat, etc.

    Meinst du, dass man nur dann "männlich" ist, wenn man auch aggressiv ist? Oder habe ich dich missverstanden?

    Nein.


    Aber wenn mir jemand unrechtes tut und ich einfach stumm bleibe und einfach keine Reaktion darauf habe, dann ist das auch nicht richtig. Obwohl ich ja innerlich diese Ungerechtigkeit spüre.


    Und ja: Notfalls muss man sich auch mit Gewalt und Aggressivität verteidigen. Oder soll ich bei einem körperlichen Angriff einfach dastehen und mich verhauen lassen?

    alexiusss schrieb:

    Zum Schwulsein:


    Angst ist der falsche Ausdruck. Ich würde eher behaupten, dass mich so etwas anekelt und ich schwule eigentlich nicht leiden kann. Ich finde es okay wnen sie es nicht heraushängen lassen und das nicht in die Öffentlichkeit tragen.

    :|N:(v


    ... ich bin raus.

    Sylphide schrieb:
    alexiusss schrieb:

    Zum Schwulsein:


    Angst ist der falsche Ausdruck. Ich würde eher behaupten, dass mich so etwas anekelt und ich schwule eigentlich nicht leiden kann. Ich finde es okay wnen sie es nicht heraushängen lassen und das nicht in die Öffentlichkeit tragen.

    :|N:(v


    ... ich bin raus.

    Ja sorry aber das ist meine persönliche Meinung. Ich mag schwule Menschen nicht, ich akzeptiere es, weil ich kein Anrecht darauf habe es nicht zu akzeptieren.


    Aber ich mag sie einfach nicht und wenn ich zwei Schwule in der Stadt sehe, dann finde ich das einfach nur eklig.


    Das ist einfach nur meine Meinung. Jeder darf das anders sehen - (Zum Glück).

    Besprich das mit deinem HA und mache einen Termin bei einem Psychologen. Deine Problematik kannst Du nur mit fachlicher Begleitung lösen. Dafür braucht man Jahre und das ist hier in einem Laienforum nicht möglich.

    Such dir einen Psychologen, und lass dir dort helfen.

    Deine Homophobie ist echt abstoßend.

    Denkst du homosexuelle Männer sind Weicheier mit denen man alles machen kann? Und deshalb kennst du schwul sein ab, weil ein Mann "härter" sein muss?

    lehnst nicht kennst

    Rührt dein Ekel daher, dass du Kopfkino hast wenn du zwei Schwule siehst?

    Und was ist wenn du ein Frauenpärchen siehst?

    Da könnte man ja auch Ekel empfinden.

    An deiner Stelle würde ich mich eher mal fragen, warum dich das Thema Homosexualität überhaupt derartig irritiert.


    Du wirkst als warst du gar nicht so sicher und dein "ich bin doch nicht schwul" eher eine Art Selbstbeschworungsformel.


    Wer hat dir eingeimpft, das da irgendetwas eklig dran wäre?


    Menschen lieben Menschen und jeder kann sich jederzeit auch durchaus mal in jemanden gleichen Geschlechts verlieben.


    Auch wenn es dir so gar nicht schmeckt, niemand kann wissen ob er sich nicht nach 50 jähriger Ehe mit 70 auf einmal in einen Mann verliebr. Auch du nicht.


    Meines Erachtens wäre fur dich ein guter Therapeut ein besserer Ansprechpartner

    alexiusss schrieb:

    Jemand eine Idee wie ich das lösen kann? Bzw. was genau das ist? Unterdrückte Gefühle (Aggressivität, Wut, etc?)

    Ja, in einer Therapie kann das gelöst werden, sofern du es ändern willst, dass du aggressiv und wütend wirst.

    alexiusss schrieb:

    Ich habe in der Tat ein Männlichkeitsproblem(charakterlich), weil ich ohne Vater aufgewachsen bin, meine Mutter mir meine Aggressionen aberzogen hat, etc.

    Da scheinen weitaus mehr Probleme da zu sein. Ablehnung bringt Kampf. Akzeptanz bringt Gleichgewicht.


    alexiusss schrieb:

    Und deshalb denke ich dass diese Reaktion die ich da habe mit meiner Psyche verbunden ist und eventuell mit Hormonen. Wenn Du ständig jahrelang deine Wut über etwas unterdrückst, kommt glaube ich sowas dabei raus. Ist jetzt aber nur eine Theorie die ich denke die bei mir zutreffen könnte.

    Das bist doch du und was und wie du denkst und ob du wütend bist, ist deine Entscheidung und nicht irgendeine Psyche, die nichts mit dir zu tun hat. Bei dir klingt das nämlich so.

    alexiusss schrieb:

    Angst ist der falsche Ausdruck. Ich würde eher behaupten, dass mich so etwas anekelt und ich schwule eigentlich nicht leiden kann. Ich finde es okay wnen sie es nicht heraushängen lassen und das nicht in die Öffentlichkeit tragen.

    Du kannst offensichtlich vieles nicht leiden.

    Ich würde auch mal sagen: Therapie.


    Der Typ hat Dich verarscht; Du hast Deine Wut geschluckt und Dich nicht gewehrt. Scheinst seither in Deinem Leben einige Dinge zu ändern in eine positive Richtung, aber das Ereignis hängt Dir nach.

    Was bedeutet es FÜR DICH, dass der Bekannte Dich so verarscht hat? Da liegt doch ziemlich eindeutig die Wutursache! Du nimmst Dich jetzt offensichtlich ernster/wichtiger, aber das Hühnchen ist noch zu rupfen.


    Schwulsein würde ich hier erstmal gar nicht groß thematisieren.

    Das mit den unterdrückten Aggressionen kenne ich von mir, weil auch ich bei meiner Mutter aufgewachsen bin, die mir vermittelt hat, dass Aggressionen zumindest nicht gut sind. Auch ich war in der Schule oft Zielscheibe für Schikane und Mobbing. Ich habe aber halt immer jemanden zum Reden gehabt, habe diese Wut quasi heruntergeschluckt, und nun 10-15 Jahre kommt dieser Hass auf diese Menschen in mir hoch.
    Mit dem Schwulsein bei dir sehe ich das so, du willst erst nicht sein weil ein Großteil unserer Gesellschaft, Homosexuelle zwar dulden aber immer noch als Menschen zweiter Klasse ansehen. Und du möchtest nicht als Mensch zweiter Klasse angesehen werden, weil dich an deine angebliche Unmännlichkeit erinnert.

    Mein Tipp: Ich bin auch gerade dabei das zu lernen...Akzeptiere dich so wie du bist, die Meinungen anderer kannst du nicht ändern!!!. Und deine Vergangenheit sowieso nicht. Ich bin selbst jemand, der leider viel zu oft auf das Negative ausgerichtet ist. Positive Erlebnisse, wie z.B. Spaß auf der Arbeit oder sogar Komplimente nehme ich garnicht wahr oder gebe denen kaum Bedeutung.