Reha möglich, trotz einer Sperre für Psychotherapie?

    Hallo,

    Ich habe eine Frage bzgl Psychotherapie.

    Im letzten Jahr begann ich aufgrund Jahrelanger Schlafstörungen eine Psychotherapie.

    Eigentlich stand ich einer solchen Therapie immer gemischten Gefühlen entgegen . Auf Anraten meines Hausarztes versuchte ich es trotzdem..leider bestätigten sich meine Zweifel. Die Therapeutin und ich lagen leider nicht auf einer Wellenlänge und so brach ich die Therapie nach 10 Stunden von 12 Stunden ab. Ich hatte der Therapeutin bereits vorher gesagt, dass ich zweifle und sie meinte, wir sollten es versuchen und man könne immer vorzeitig beenden. So geschah es dann auch . Soweit so gut. In der letzten Sitzung sagte sie mir dann,dass ich nun 2 oder 3 Jahre keine Therapie mehr machen dürfe,das wäre von der Krankenkasse so vorgegeben. Soweit auch so gut. Ich hatte nicht vor je wieder eine Therapie zu machen.


    So und nun kommts.

    Im Februar stellte man Krebs bei mir fest und nun rät man mir zu einer Reha. Ich habe meinem Hausarzt gesagt,dass ich gern eine Reha möchte aber bloss nicht mit Menschen, die alle Krebs hatten. Ich ertrage diese Schicksale nicht und es würde mich psychisch nur noch weiter nach unten ziehen.

    Gern würde ich aber eine Reha für den "Kopf "also für die Psyche machen. Wie man mit der Diagnose umgeht, wie man die Ängste loswird,wie man Stress abbaut ect.

    Geht das denn trotz der Sperre von der KK oder ist Krebs und Schlafstörungen was unterschiedliches und ich darf dann doch dieses Jahr schon wieder?Oder sind Psychotherapie und Reha gar ganz 2 verschiedenen paar Schuhe?

    Weiss das einer? Vielen lieben Dank für eine Antwort.

  • 15 Antworten

    Hallo,


    wohnst du in D? Das was dir deine Psychologin gesat hat, kann ich mir kaum vorstellen. OK ich habe 120 Therapiesitzungen hinter mir, bezahlt von der KK. Da kann ich mir das eher vorstellen, dass es eine "Sperre" gibt. Erkundige dich doch einfach bei deiner Krankenkasse.

    Ein Telefonat kostet nur wenig.


    Normalerweise gehen Krebspatienten zu einem Psychoonkologen. Wüsste nicht, was dem in Weg steht.


    Welchen Krebs hat du? Leider. Sind OP und Chemo erfolgreich verlaufen?


    Alles Gute für dich

    ja ich wohne in Deutschland.

    So hat es mir die Therapeutin gesagt. Sie sagte sinngemäß,dass man nur aller 2 oder 3 Jahre eine Therapie machen darf..Das wäre von den Kassen so festgelegt. Ich empfand das als nicht schlimm, denn ich war ja froh,dass es vorbei war.


    Das ich so schnell dann doch wieder in eine solche Situation komme, hatte ich nicht bedacht 😪


    Ich hatte ein Melanom und brauchte zum Glück keine Chemo.

    Eine OP steht noch an. Ich werde in einer Uniklinik behandelt.

    👍 uniklinik = sehr gut.


    aber: du darfst ja mehrere probesitzungen haben, wenn das nichts ist, dann ab zum nächsten therapeuten.


    nimm ihre aussage nicht für bare münze

    Ich hatte auch mal abgebrochen, und der Therapeut "drohte" dann damit, dass ich dann erstmal jahrelang nichts Neues bekomme. Ich ignorierte seine Worte und ich bekam zeitnah etwas Neues.

    Versuche es einfach, Deine Vorhaben umzusetzen. Erzähle nicht noch vorab, dass Du schonmal abgebrochen hattest.

    Viel, viel Glück jetzt erstmal, dass Deine Krebserkrankung für immer vollständig ausheilen möge. :)*:)*:)*:)*:)*@:)

    Mietzli schrieb:

    In der letzten Sitzung sagte sie mir dann,dass ich nun 2 oder 3 Jahre keine Therapie mehr machen dürfe,das wäre von der Krankenkasse so vorgegeben.

    Ja


    Lies hier

    http://www.praxis-floetotto-he…in-der-psychotherpie.html




    Zitat


    Es gibt von der Krankenkasse vorgegebene Behandlungskontingente. Eine Kurzzeittherapie bei Erwachsenen umfasst 2 x 12 Sitzungen. Stellt man vor Ende der Kurzzeittherapie fest, dass die Stundenzahl noch nicht ausreicht, so kann man die Therapie in eine Langzeittherapie umwandeln. Diese beträgt dann weitere 36 Sitzungen. Danach ist es in besonderen Einzelfällen möglich, die Therapie um weitere 20 Sitzungen zu verlängern. Danach ist in der Regel das mögliche Kontingent der Krankenkasse erschöpft. Jeder dieser Schritte wird mit einem erstellten Bericht vom Gutachter der Krankenkasse geprüft. Sollte ein Gutachter einen Antrag ablehnen, so ist es möglich, einen Obergutachter der Krankenkasse einzuschalten, der nochmals den Antrag prüft. Erst nach einer Pause von zwei Jahren ist es möglich, einen erneuten Therapieantrag problemlos bewilligt zu bekommen. Sollte es innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums nötig sein, einen Therapieantrag zu stellen, müssen besondere Gründe vorliegen, dass dies von der Krankenkasse genehmigt wird.

    Zitat

    Sollte es innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums nötig sein, einen Therapieantrag zu stellen, müssen besondere Gründe vorliegen,

    Sollte ja aber mit der Krebserkrankung der Fall sein, insofern wahrscheinlich kein Problem. Ich würde aber auch vermuten, dass Reha und ambulante Therapie zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Allerdings bin ich nicht sicher, in wie fern man eine psychosomatische Reha durch kriegt, ohne ambulante Therapie zu haben. Aber diese Fragen wird dir deine Krankenkasse beantworten können, alles andere ist sowieso Spekulation.

    Ich bin mir nur ehrlich gesagt nicht sicher, ob es für dich bei deinen Beweggründen weniger belastend ist, mit Menschen mit Depression, Traumata etc. zusammen zu sein, als mit Menschen, die Krebs überwunden haben. Die Schicksale, die du da zu hören bekommst, sind auch nicht unbedingt Zucker...

    Ja, stimmt schon. Das Gesetz gibt es wirklich. Die Therapeuten erzählten da keinen Mist. Aber ich zum Beispiel habe trotzdem direkt was Neues bekommen, ohne Hickhack oder besondere Maßnahmen treffen zu müssen oder Begründungen einzureichen.

    Mein Abbruchgrund war, dass der Therapeut einfach nicht fähig war, weniger wußte, als allgemein die Leute schon. Da wollte ich keine weitere Zeit verschwenden.


    Beispiel einer blöden Aussage von dem: "Ach, was kümmert sie die Traumen von früher...sind doch schon lange her!"

    Oder: " Ach man, wieso so viele Probleme? Sorge dich nicht, lebe! Warum leben Sie so ein erbärmliches Leben?"


    Der Typ ging gar nicht auf Probleme ein, brachte immer nur solche Schlagzeilen.


    Na toll....*ohne weitere Worte*


    Kackfrech schrieb ich der Krankenkasse, dass mein Thera zu dumm ist und ich bekam was Neues.

    hyperion, danke für den Link.


    Dennoch zwei Fragen.

    1. Hab ich ja die 2 Kurzzeittherapien nicht ausgeschöpft.


    2. Ist Psychotherapie und Reha nach einer Krebserkrankung,wo halt Psychoonkologie mit dabei ist,das Gleiche?

    Bei der Reha geht's ja nicht nur um die Psyche.

    Es sind ja quasi 2 verschiedene Diagnosen.

    Schlafstörungen sind ja nicht mit einer Krebserkrankung gleichzusetzen oder?


    Ich werde wohl mal bei KK anrufen müssen.

    blue heron schrieb:
    Zitat

    Sollte es innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums nötig sein, einen Therapieantrag zu stellen, müssen besondere Gründe vorliegen,

    Sollte ja aber mit der Krebserkrankung der Fall sein, insofern wahrscheinlich kein Problem. Ich würde aber auch vermuten, dass Reha und ambulante Therapie zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Allerdings bin ich nicht sicher, in wie fern man eine psychosomatische Reha durch kriegt, ohne ambulante Therapie zu haben. Aber diese Fragen wird dir deine Krankenkasse beantworten können, alles andere ist sowieso Spekulation.

    Ich bin mir nur ehrlich gesagt nicht sicher, ob es für dich bei deinen Beweggründen weniger belastend ist, mit Menschen mit Depression, Traumata etc. zusammen zu sein, als mit Menschen, die Krebs überwunden haben. Die Schicksale, die du da zu hören bekommst, sind auch nicht unbedingt Zucker...

    ja das stimmt schon... es geht mir auch nicht darum,mich von allem bösen und schlechten der Welt festzuhalten, aber es reicht mir,was ich in der Uniklinik sehe und erlebe.

    Alle Ärzte sagen,ich muss positiv denken und Hoffnung haben und mir sämtlichen Stress vom Leibe halten.

    Das ist schwer ,wenn man umgeben ist von Menschen, die durch Krebs teilweise echt entstellt sind.


    Klingt blöd,aber für mich ist es (vom Kopf her)ein riesen Unterschied,ob einer neben mir sitzt, der seinen Arm durch einen Suizidversuch verloren hat oder ob da einer neben mir sitzt,dem man den Arm abnehmen musste,weil er Knochenmetastasen hatte und wenn die Knochenmetastasen dann noch nach einem melanom entstanden sind,ist's kopflastig erst recht aus bei mir.

    Ich hoffe man kann das verstehen. Ist schwer zu beschreiben.


    Diese ganzen Krebsgeschichten kann ich nicht ertragen..mir reicht meine eigene. Deshalb würde ich tatsächlich die Reha nicht antreten,wenn dort ausschließlich Krebskranke sind.

    Ich muss mich da für mich und meine Psyche stark abgrenzen. Das weiss ich ganz sicher.

    Kann man verstehen, doch. Ich würde vermuten, dass du eine psychische Diagnose haben musst für die Art von Reha. Ich glaube nicht, dass das ohne weiteres austauschbar ist. Aber wenn du zum Beispiel sehr krasse Ängste entwickelt hast, dann könnte das eben auch eine sein. Das würde ich mit dem Arzt besprechen.

    Es ist für mich wirklich gerade eine echt blöde Situation.

    Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die ambulante Geschichte letztes Jahr nicht angefangen. Ich wollte das sowieso nicht, hab es mehr oder weniger gemacht weil mein Hausarzt mich überredet hat und geholfen hat's ja auch nicht. Meine Schlafstörungen waren dort in Stunde 1 Thema.Danach nie wieder.dafür hat sie mir gefühlte 100 andere Probleme einreden wollen. Echt anstrengend und nervig. Jede Sitzung war eine lästige Qual.


    Nun hab ich wirklich Bedarf und darf nicht. Echt doof.


    Bei der KK geht derzeit nur der AB ran. Ich versuche es weiter.


    Ansonsten hab ich halt Pech gehabt und Kämpfe mich ohne Reha zurück in den Alltag.

    jetzt hab ich doch die KK erreicht und die Reha hat nichts mit der ambulanten Therapie zu tun. Ich kann getrost den Antrag stellen.

    Ich bin erleichtert.

    Danke euch allen.

    blue heron schrieb:

    Allerdings bin ich nicht sicher, in wie fern man eine psychosomatische Reha durch kriegt, ohne ambulante Therapie zu haben

    doch das geht, ich kenne einen , er nie ambulante Therapie gemacht hat und momentan gerade zur psychosomatischen Reha für 5 Wochen ist.

  • Noomyia

    Hat den Titel des Themas von „Psychotherapie Sperre“ zu „Reha möglich, trotz einer Sperre für Psychotherapie?“ geändert.

    siehst, habe ich gleich gesagt, anrufen :)z ist aber sehr positiv zu sehen, wünsche dir viel kraft und erfolg bei deiner genesung