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    Das Wasser von den schmelzenden Polen muss wohin. Das bedeutet das Ende für weite Teile der Niederlande und andere Staaten mit Küste werden dasselbe Problem haben. Der Meeresspiegel steigt, z.B. Tuvalu wird komplett verschwinden in den kommenden Jahren.

    Der Klimawandel ist aber einer der Gründe (von vielen!), warum so viele Menschen gerade in Nordafrika ihre Heimat verlassen. Stichwort Wasserknappheit und immer weitere Ausdehnung der Wüstengebiete, die die Möglichkeit zur Land-und Viehwirtschaft immer weiter einschränken.

    Und ich finde schon, daß die Überbevölkerung auch der Psyche der Menschen schaden kann, wenn sie in Gegenden leben, wo sehr viele Menschen dicht an dicht leben.

    Dazu kommen auch noch menschenfeindliche Wohnungsbaukonzepte, wie z.B. die typischen Hochhaus-Satelitenstädte. Wo man nur noch Straßen, Autos und öde gleichförmige Klötze von Häusern sieht, das belastet tatsächlich die Psyche der Menschen.

    Und es ist nicht so, daß das nur daran liegt, daß dort überwiegend arme, entwurzelte und „bildungsferne“ Menschen leben.

    In den 1960ern und 70ern sind viele junge Familien in diese neuen Hochhaussiedlungen gezogen. Ich kenne auch Leute, die damals in solchen Gegenden aufgewachsen sind, und die sagen alle, daß sie ihre Kinder niemals dort aufwachsen lassen würden.

    So etwas wie Liebe zur Heimat und Zugehörigkeit kann sich so auch gar nicht erst ausbilden.

    Auch wir Menschen brauchen einen gewissen Bezug zur Natur, und wenn der uns fehlt, dann kann das auch schon vorhandene schlechte Eigenschaften noch verstärken.


    Eine ältere Sintiza, die in einer der scheußlichsten Hochhaussiedlungen Hannovers lebte, bevor sie zu ihren Verwandten bei Celle gezogen ist, hat es für mich auf den Punkt gebracht: „eine häßliche Umgebung macht auch häßliche Gedanken.“

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Ich finde die Fragen gut und du könntest auch mal darauf antworten. Stellst selbst oft soviele Fragen. Als ich dich letztens dann löchern wollte, kam plötzlich keine Antwort mehr. Das empfinde ich als unangenehmes Ungleichgewicht.

    Ich habe den TE weiter oben um Konkretisierung seiner Fragestellung gebeten. Da kam bisher leider nichts. An anderen Fragen (?) habe ich bisher nichts herauslesen können, außer einige für meinen Geschmack sehr fragwürdige Statements. Du wirst dich also noch etwas gedulden müssen mit mir. Auf konkrete Fragen antworte ich gerne bzw. gebe meinen Senf dazu.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Hmmmm....ob, das meint ihr. Das habe ich nicht als erstes in Betracht gezogen, weil ich bei Pole schmelzen immer an Eisbären auf Schollen denken muss und anderen Tieren, denen der Weg zum Futter abgeschnitten wird 😓

    Lieber Himmel, Wurzelchen, die nächsten 50 Jahre werden noch eine Menge Überraschungen für Dich bereithalten.

    Evoluzzer schrieb:

    Ich weiß nicht, ob du alles gelesen hast, aber hier gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Ein "euch" und "ihr" als Meinungsblock lese ich hier nicht.

    ":/ Ich habe doch extra schon die beiden User zitiert in meinem Beitrag, an die sich meine Frage gerichtet hat. Meine Fragen waren an Paritu und Paul-Kling gerichtet.



    Evoluzzer schrieb:

    Leider hast du mit deinem Beitrag erst mal nur Fragen in den Raum gestellt, ohne dabei etwas eigene Meinung kundzutun. Her damit!

    Meine Meinung steht in den nachfolgenden Beiträgen von mir. Es ist aber auch egal. Am Ende des Tages sind die meisten Diskussionen online sinnlos.

    Damit ist die Frage von _Lynx_ an mich eigentlich auch schon beantwortet.


    Ja, es gibt Armut in der Welt. Allerdings immer weniger.


    Ja, eine freie und gut informierte Entscheidung für oder gegen mehr Kinder ist ein Menschenrecht, d.h. unter anderem auch trivialerweise ein Frauenrecht. Das gilt für alle, auch wenn sie grünkariert oder hellschwarz sind oder schon zwölfeinhalb Kinder oder gar kein Kind haben.


    Aber nein, nicht die "Überbevölkerung" ist die Ursache für Armut. Die "Überbevölkerungs"-Theorie ist veraltet, meistens auch noch rassistisch, intellektuell arm und - sorry gauloise - leider nicht mal unterhaltsam.


    Abgesehen davon kann es in großen Städten und Hochhaussiedlungen sehr stressig oder auch sehr geil sein. Wenn man die Wohnung von den Behörden zugewiesen kriegt oder nur dort Angebote findet, ist das ein Problem, sonst eher nicht.

    Stimmt, für mich hat das ab und zu auch rassistische Untertöne, denn es schiebt die Verantwortung anderen "Völkern" zu - statt zu überlegen warum sich etwas wie entwickelt wird gleich "die da sind schuld, kriegen egoistischerweise einfach zu viele Kinder".

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Und ich möchte gern auch etwas mitgestalten mit dem, was ich mitbringe: Denkanstöße. Mehr kann ich halt jetzt nicht tun, außer meinen Mund aufmachen.

    Vielleicht erst bisschen informieren vorher, dann ist das Mundaufmachen gegebenenfalls etwas zielgerichteter.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Aber ich weiß zu wenig und habe zu wenig Macht

    Ich finde das ganz okay. Es darf auch Menschen mit wenig Wissen, wenig Macht und vielen Träumen geben. Vor allem, wenn sie wissen, dass sie wenig wissen. Darüber sollte man sich nicht lustig machen.


    Ich weiß viel, ich habe auch Macht (na ja, als Angehöriger meiner sozialen Klasse zumindest), und ich weiß trotzdem nicht, ob meine Träume eine Chance in der Welt haben.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Shojo, ich verstehe deine Ungeduld ob meiner Ignoranz. Allerdings mochte ich gerne Information erlangen IM GLEICHGEWICHT mit Handlungsmöglichkeiten, sonst belastet es mich zu sehr, weil ich mich ohnmächtig fühle.

    Aber wie willst Du das austarieren ohne Informationen?

    Übervölkerung: Meiner Ansicht nach das größte Problem das wir haben.


    Viele andere große Probleme (Klimawandel, Energiebedarf, Resourcen, Nahrung, Unterkünfte, Migration, Kriege etc.) leiten sich daraus ab und würden verschwinden oder zumindest stark zurückgehen, wenn wir die Weltbevölkerung drastisch reduzieren würden.


    Ich habe größere Hoffnungen darin daß wir unserer Umwelt etwas antun (vielleicht Mikroplastik/endokrine Disruptoren oder sowas) das uns unfruchtbar macht, als das wir diese Probleme lösen können indem die Menschheit an einem Strang zieht, denn das hat sie in ihrer Geschichte noch nie.

    Freidreher schrieb:

    Übervölkerung: Meiner Ansicht nach das größte Problem das wir haben.


    Viele andere große Probleme (Klimawandel, Energiebedarf, Resourcen, Nahrung, Unterkünfte, Migration, Kriege etc.) leiten sich daraus ab und würden verschwinden oder zumindest stark zurückgehen, wenn wir die Weltbevölkerung drastisch reduzieren würden.

    Wer hätte dann noch das Recht zu leben, und wer nicht? ;-)


    Viele merken jetzt dass "wir" unseren Ressourcen verbrauchenden Lebensstil nicht weiterführen könnten, wenn alle Menschen so leben wollen wie wir. Und jetzt kommen "die" sogar noch zu "uns", weil "sie" es zu Hause nicht auf die Reihe bringen (warum auch immer, das interessiert dann schon weniger).

    Wer muss jetzt weg? Bei wem liegt das Problem?


    Dabei gibt es längst schon Menschen, die mit einem sehr viel kleineren ökologischen Fussabdruck leben als andere, ohne dass ich leben weniger lebenswert ist. Aber das darf man eben nicht vorschreiben. Eigenverantwortung... :=o