Riesen Problem mit Frauen :(

    Hallo Forum,


    ich habe Angst, meine aktuelle Beziehung zu zerstören und wieder depressiv in die Klinik zu flüchten (wie vor 2 Jahren) und wieder nichts zu ändern. Dieses Mal will ich meine Beziehungsschwierigkeiten durchstehen und an mir arbeiten, aber es ist extrem schwierig :(


    Meine Muster:


    Ich habe leichte narzistische und borderline Tendenzen

    : Ein Wechsel aus Minderwertigkeit und Größenwahn und die Kompensation der inneren Leere / Unsicherheit durch Erhöhung meines Selbst. Das Verwechseln von Leistung und Liebe, die Projizierung der eigenen Unzufriedenheiten aufs Umfeld, die Spannung zwischen Nähe und Distanz usw.


    Ich grüble extrem viel, habe immer ein oder zwei gute Freunde, aber nicht mal diese kann ich so lassen wie sie sind und versuche, sie kleiner zu machen und besser dazustehen als sie. Wenn ich das nicht schaffe, versuche ich, sie zu ändern. Damit ich mir meine eigenen Fehler nicht eingestehen muss.


    Fitnesstraining für die Optik und die Ausstrahlung und das Testosteron, um Frauen zu erobern, um mich bestätigt / geliebt zu fühlen. Ich verliebe mich aber irgendwann, gewinne die jeweilige Dame und höre plötzlich auf zu kompensieren --> werde zum kleinen Jungen, entwickle Abhängigkeitsgefühle meiner Affäre oder Freundin gegenüber und stecke nach recht kurzer Zeit in der Klemme zwischen "Ich kann nicht gebunden sein, weil ich die heißeste Frau meines Umfeldes haben will (Die Äpfel des Nachbarn sind immer süßer als die eigenen :-( ) und frei sein muss, sie zu erobern" und "ich kann nicht ohne meine Partnerin, weil ich sie liebe und auch von ihr mein Wohlergehen abhängt" (feinste Mutterprojektion!).


    ??Manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht richtig lieben zu können, weil ich so stark in einem ineren Mangel bin, dass ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt bin, diesen auszugleichen.


    Ein bezeichnendes Beispiel für meine "Wertigkeit von Liebe": Ich bin auf eine viel frühere Affäre mit einem Typen mit Riesenschwanz eifersüchtig, obwohl sie nie an ihn denkt und ihr die Größe seines Penises egal war und sie nicht mit ihm geschlafen hat. Auf ihren letzten Freund dagegen bin ich nicht eifersüchtig, weil ich mich ihm überlegen fühle, obwohl sie sehr viel mehr für ihn empfindet und er immer noch einen winzigen Platz in ihrem Herzen hat. Meine Werte sind augenscheinlich "Überlegenheit, Erfolg usw."


    Zweites Beispiel: Ich habe mich einem Ex-Freund einer Ex-Freundin unterlegen gefühlt, weil er sie vergewaltigt hat.??


    Mein schwierige Situation: (Details für Psychologen sind hinter den Sternchen versteckt, dann wird es nicht so lang)


    Ich bin 30, habe seit ca. 9 Monaten eine Freundin, die mich sehr liebt und unterstützt. Sie zieht bald in meine Gegend und ich freue mich drauf, aber habe auch ein bisschen Angst, weil es dann noch ein bisschen verbindlicher wird. Ich möchte irgendwann mal mit ihr zusammenziehen, (er)wachsen (werden), vielleicht auch Kinder kriegen und ein gemeinsames Leben führen! Ich liebe sie, aber manchmal (so wie seit ein paar Tagen) wird die Liebe plötzlich vom Verlangen überdeckt, wieder frei zu sein um andere Frauen zu erobern und bestätigt bekommen, was für ein toller Mann ich bin.


    Eine innere Stimme sagt: "du brauchst sie nicht, verlasse sie". Eine andere Stimme reagiert: "Nein, du darfst sie nicht verlassen, sie wäre extrem traurig!". Und dann sehe ich ihr frühliches Gesicht und weiß, dass ich sie liebe. Es ist also ein Mix aus Liebe und Abhängigkeit und wenn ich die Liebe nicht spüre, weil die innere Leere zu groß ist, überkommen mich Schuldgefühle, dass ich am liebsten sterben würde :°( ??Mutter und Vater waren 1 Jahr lang on/off, dann wurde sie schwanger und hat meinen Vater sofort verlassen. Sie nutzte ihn als Babysitter, aber ließ ihn nur zu mir, wenn es ihr passte. Er war sehr verletzt und und floh (nicht nur deswegen) in den Westen und ließ meine Mutter und mich zurück. Mutter war überfordert, latent egoistisch und manipulativ, nimmt immer mehr, als sie gibt. Das Motto meiner Mutter: "Nimm dir was du kriegst, sonst hast du zu wenig". Ich bin das beste Beispiel: Baby machen lassen und für sich alleine haben wollen. Der Vater wird benutzt. Das exakt gleiche mit meiner Halbschwester wiederholt.)


    Ich war ihr Vorzeige-Baby. Ich bin also ohne Vater aufgewachsen und wurde schon früh ein "verhaltensauffälliges", sehr aggressives Kind. Habe meine Schwester, meine Cousin und meine Klassenkameraden immer deutlich spüren lassen, dass ich körperlich überlegen bin. Meine Mutter hatte immer wechselnde Partner, niemand länger als 2 - 3 Jahre. Niemand war gut genug, es gab immer was auszusetzen oder die Beziehungen konnten von vorne rein nicht klappen. Sie lag sehr oft heulend auf dem Bett, ich und meine Schwester versuchten vergeblich, sie zu trösten, starke Schuldgefühle waren da!


    Spieltherapie ab dem achten Lebensjahr. Von 5ter bis 8er Klasse war ich Mobbing-Opfer wegen meiner Haare und Intelligenz. Haare abgeschnitten, Karate trainiert, angefangen mich (mit Argumenten) zu wehren. Keinen Kontakt zu Mädchen, viel zu unsicher und schüchtern. Zur 11ten Klasse Wechsel auf gutes Gymnasium. Eher Eigenbrödler, Grübler, überheblich, unsicher. Immer schon sehr stark auf weibliche Reize gepolt, keine richtigen Kontakte zu Frauen. Ich fühle mich oft einsam und habe depressive Phasen, in denen ich mich mit Onanie zu extremer Pornographie oder Essen ablenke, um die Leere zu füllen. Dazu ständiges Grübeln, es macht mich fertig und müde!??


    Meine Freundin ist extrem hübsch und auch ziemlich attraktiv, aber ich will eine "Perfekte" Frau ??Mein Frauenbild ist sehr stark von Medien und Pornographie geprägt, da kann kaum eine Frau mithalten: Lange schlanke sportliche Beine, Runder Arsch, schlank, große Brüste, hübsches Gesicht, wenig Körperbehaarung, glatte Haut usw?? und wünsche mir immer wieder, dass sie sich verändert und "heißer" wird. Sie ist extrem sexuell, würde gerne vieles ausprobieren, was man in Softpornos nicht sieht. Ich habe Angst vor meinem sexuellen Versagen und auch vor meiner eigenen Zerstörungswut, die geweckt würde. ??Fühle mich der Macht von attraktiven Frauen ausgeliefert. Manchmal kommen Zerstörungs- und Vergewaltigunswünsche auf, aber ohne konkrete Bilder oder Vorhaben!?? Sie ist in vielerlei Hinsicht sehr bodenständig und erwachsen, aber was Beziehungen und Krisen angeht, ein fast unbeschriebenes Blatt. Sie kommt aus einem intakten Elternhaus und hat keine Lust auf Drama, Exzess und Betrügereien. Sie weiß, dass ich ab und zu Probleme mit mir selber habe, aber bedrängt mich nicht, wenn ich mich nicht öffnen will. Ich habe ihr gesagt, dass es Dinge gibt, die ich nicht mit ihr besprechen will, das hat sie akzeptiert. Aber ganz verstecken will ich das alles auch nicht, das ist fast wie ein Hälfte meines Charakters, die die dann nicht kennt, das fühlt sich scheiße an. Meinte derzeitige Therapeutin meinte, ich sollte nicht wieder den gleichen Fehler machen wie vor 2 Jahren und meine Beziehung sabotieren (um wieder meinen alten Mustern nachgehen zu können). Jetzt stehe ich vor der Frage: Wie viel von meinem Seelen-Sumpf kann ich ihr zumuten?


    Und noch wichtiger: Wie komme ich da raus? Wie kann ich mich wirklich ändern


    Ich danke euch fürs Lesen und für konstruktive Kommentare und Meinungen @:)

  • 38 Antworten

    Na Du beschreibst doch selber glasklar Deine eigenen destruktiven Verhaltensmuster, z.B.

    Zitat

    habe immer ein oder zwei gute Freunde, aber nicht mal diese kann ich so lassen wie sie sind und versuche, sie kleiner zu machen und besser dazustehen als sie. Wenn ich das nicht schaffe, versuche ich, sie zu ändern.

    Darauf ist die Antwort einfach - höre damit in Zukunft halt auf. Du bist ja nicht willenloses Opfer Deiner inneren Antriebe sondern kannst da bewusst gegensteuern.


    Ansonsten beschreibst Du ein Dilemma, in der Beziehung; ich denke, das ist normal; man hat, was man hat, und das hat viel gutes, bedeutet gleichzeitig auch, dass man anderes nicht haben kann (Nachbars Äpfel). Das ist halt einfach so, so ist das Leben. Da gibts dann drei Varianten


    a) akzeptieren und damit Frieden schliepen und zufrieden sein mit dem was man hat


    b) einfach immer weiter grübeln


    c) frei sein und Nachbaräpfel jagen, wobei das eine ziellose nie endende Suche wird.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du mit perfekter Frau meinst?


    Ich meine du sagst ja selbst, dass sie sehr hübsch und attraktiv ist. Meinst du jetzt ihren Charakter ? Oder die Art wie sie sich anzieht?


    Wie alt seid ihr denn? Und woran denkst du, könnte es liegen, dass sich bei dir so ein Muster entwickelt/eingeprägt hat?

    @ Ankelina

    Zitat

    Indem du anfängst an dir zu arbeiten .

    Ich arbeite an mir. Zum Beispiel, in dem ich mir immer wieder klar mache, dass das meine Muster sind und nicht meine Freundin, die mir weh tut. Ich versuche manchmal aktiv, mein Grübeln abzustellen, aber das ist meistens noch nicht möglich. Ich verzichte bewusst auf alte Kompensationsmuster wie Krafttraining, um nicht wieder in die alte "Alpha-Rolle" zu fallen.

    @ 11hexe15

    Zitat

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du mit perfekter Frau meinst?


    Ich meine du sagst ja selbst, dass sie sehr hübsch und attraktiv ist. Meinst du jetzt ihren Charakter ? Oder die Art wie sie sich anzieht?

    Eine "perfekte" Frau hat einen Körper wie ein Unterwäschemodel aber nicht so ein Gesicht von der Stange, sondern wie meine Freundin. Sie ist klug, künstlerisch begabt und kulturell interessiert, offen im Denken und reflektiert, eine liebevolle Partnerin, leidenschaftlich im Bett, ein Energiebündel in ihrer Freizeit, macht Sport und gibt mir genug Freiheit ohne übertriebene Eifersucht und Komplexe. Sie ist dabei keine Angeberin und betrachtet die Lebewesen in ihrem Umfeld als wertvoll.


    Ich wünsche mir eine Partnerin, die so ist, wie ich gerne wäre, um meine eigene Unzulänglichkeit auszugleichen glaube ich.

    Zitat

    Wie alt seid ihr denn?

    Ich bin 30, sie ist 20. Sie ist für ihr Alter sehr viel weiter als so mancher 25jährige, nur mit Beziehungen oder Psychoproblemen noch nicht sehr vertraut. Sie ist selber manchmal sehr grüblerisch und hat auch so ihre Muster, kommt aber ansich gut klar im Leben und fängt jetzt schon an, erwachsen zu werden (in sofern passt das von der Lebensphase gut).

    Zitat

    Und woran denkst du, könnte es liegen, dass sich bei dir so ein Muster entwickelt/eingeprägt hat?

    In den kleinen Sternchen in meinem Einganzpost habe ich versucht, kurz meine Entwicklung zu beschreiben. Kurze Zusammenfassung: Ohne Vater aufgewachsen, überforderte "Kranke" Mutter, früh Problemkind geworden, viel gelogen, geklaut, zum Glück keine Drogen o.ä. Ich bin in meinem Leben auf schnelle Bedürfnisbefreidigung aus und höre Dinge auf, die mir nicht so leicht von der Hand gehen oder keine Spaß machen, wenn keine Belohnung ersichtlich ist oder die Sache in meinen Augen nicht sinnvoll ist. Ich muss das Gefühl haben, irgendwie besonders zu sein und was besseres zu bekommen als mein Umfeld, sonst fehlt mir was (hat meine Mutter auch, aber sie will das nicht sehen).

    @ Kleio

    Zitat

    Seit wann bist Du in Therapie und was ist das Ziel der Therapie?

    Erste Spieltherapie mit 8, dann Spieltherapiegruppe mit 11 - 13. Mit 21 selbst eine VT gesucht, seitdem mehr oder weiniger durchgehend in V-Therapie. Bei meiner jetzigen Therapeutin bin ich seit über 2 Jahren.


    Konkretes Ziel ist es zurzeit, meine Beziehung nicht wieder abzubrechen und nen Job zu finden.


    Langfristiges Ziel ist es, durch eigene Kraft ein selbstverantwortliches Leben aufzubauen, mit dem ich (wenigstens halbwegs?) zufrieden bin und zu lernen, dass ich kein kleines (und schwaches) Kind mehr bin.


    Außerdem meine eigenen Muster früher zu erkennen und bewusster damit umzugehen: Grübeln stoppen, ausgewogene und gesunde Lebensführung, Zufriedenheit in kleinen alltäglichen Dingen spüren, durchbeißen, wenn es mal schwierig ist, auch mal die Regeln meines Umfeldes befolgen und nicht immer eigene aufstellen (manchmal ist das auch durchaus sinnvoll!)

    @ rr2017

    Zitat

    vielleicht geht es auch darum zu akzeptieren, dass man einfach nicht glücklich wird. Ein Leben im Mittelmaß is möglicherweise das einzige, was auf Dauer drin ist. Aber wenn man sich darüber dann nicht weiter aufregt, ists zumindest "ganz ok", sonst wirds noch schlimmer.

    Ich befürchte, dass viel mehr inzwischen nicht mehr drin ist, weil ich mit diesem scheiß Anspruch auf mehr, mich total bremse und das Gegenteil erreiche :|N


    Aber ich bin ja auch nicht doof und kann mir immer noch ein Leben erarbeiten, das mir Spaß macht und nicht von so vielen Faktoren abhängt wie jetzt. Ist halt echt knallharte Arbeit und zurzeit habe ich wieder das Gefühl, das nicht zu schaffen, da hilft mir eine Therapiestunde die Woche auch nicht soooooo viel weiter...

    Ich muss gestehen, ich finde mich in Deiner Beschreibung ziemlich wieder. Allerdings nicht so stark ausgeprägt. Aber von den Persönlichkeitstendenzen isses be mir alles eigentlich genauso.


    Du hast diese Probleme ja sicher nicht durch Zufall sondern wurdest schon schwer seelisch verletzt in Deinem Leben, oder? Irgendwie isses halt auch die A-Karte. Auch dass muss man akzeptieren. Wer Querschnittsgelähmt ist, muss das auch irgendwie akzeptieren. Halt ein handicap ggü "gesund und normal".


    Das "Selbstwertgefühls- und Wohlbefindens-Konto" bei narzisstisch angehauchten Personen ist wohl wie ein Bankkonto, von dem ständig Daueraufträge abgehen. So von selber geht es immer wieder runter ins Minus, nur durch ständige Zufuhr kann man es ausgeglichen halten. Von daher die ständige Suche nach "Kick" und "mehrr". Allein dies zu verstehen hilft mir auch schon weiter.

    Ja, das ist ein sehr treffendes Bild mit dem Konto. Ich vergleiche es immer mit dem Fass ohne Boden. Da kann man reinschütten was man will, es wird nie voll werden solange man nicht den Boden wieder einbaut oder repariert...


    Das alles weiß ich schon seit vielen Jahren, aber ich will so einfach nicht mehr weitermachen, es ist nicht lebenswert finde ich! Ich habe nicht vor, mir was anzutun, nur so wie jetzt gehts nicht weiter. Der leidensdruck wird wieder so groß, dass ich im Alltag kaum noch funktioniere und wieder die gleichen Schritte gehe, wie vor zwei Jahren (exakt gleiche Situation). ??Habe mir alte Tagebuch-Einträge durchgelesen. Man könnte den Namen meiner damaligen Partnerin gegen den meiner aktuellen Freundin austauschen, es würde zu 100% stimmen??


    Eine narzistische Wunde zu heilen, geht nicht (habe ich zumindest gehört und gelesen). Aber die Symptome ein bisschen mildern, eine gewisse Grundzufriedenheit herstellen und wenigstens über längere Strecken halten, das muss doch drin sein!!!

    Hallo!

    Zitat

    Da kann man reinschütten was man will, es wird nie voll werden solange man nicht den Boden wieder einbaut oder repariert...

    Mal eben nichts stumpf-kompensierend reinzuschütten ist vllt nicht schlecht, finde es insofern einen guten Ansatz mit dem Kraftsport mal aufgehört zu haben. Verweiger dir aber nicht alle Erfolgserlebnisse (oder höchstens mal als Selbsterforschungsexperiment).


    Weiß halt nicht ob wir Menschen generell, sogar ganz abseits psychischer Schädigungen, gar nicht anders können, also die Selbstwertkompensation, die Egopusherei usw. Letztendlich kann ja sogar einen Egotripp zu vermeiden wiederrum einen eigenen Egotripp darstellen (Den Buddhismus hab ich diesbezüglich extrem in Verdacht^^).

    Zitat

    Aber die Symptome ein bisschen mildern, eine gewisse Grundzufriedenheit herstellen und wenigstens über längere Strecken halten, das muss doch drin sein!!!

    glaub ich auch. Selbstreflektion ist da schon hilfreich (kannst du auch wie ich weiß), aber da muss Verbissenheit, Ernst und Selbstkasteiung raus und stattdessen Selbstverzeihung, Humor und Gelassenheit rein. Ein gewisser Grad an Selbstakzeptanz (sie muss nicht perfekt sein) ist wahrscheinlich unerlässlich.


    Wenn das nicht geht könnte die Selbstreflektiererei letztendlich vllt auch kontraproduktiv für die Zufriedenheit sein, weiß aber nicht genau, nur ne Vermutung.


    Das mal so generell, aber im Falle von Verliebtheiten...^^ also da ist man doch eh am abdrehen ;-) Und wenn man eh schon son dauerratterndes Hirn hat dann kann man froh sein wenn's im Falle von Verliebtheit net davonflattert. Ich würde das jetzt einfach mal nicht so ernst zu nehmen zu versuchen (ehrlich, ich würde es versuchen (und vermutlich scheitern ;-D trotzdem muss man dann ja net jedem abgründigem Impuls nachgehen))

    Zitat

    Wie viel von meinem Seelen-Sumpf kann ich ihr zumuten?

    (du meinst doch deine Freundin und nicht deine Thera, oder?) Hängt doch auch zu einem großen Teil von ihr ab. Probier's aus und achte hinspürend darauf ob in dem Akt des Mitteilens Destruktivitäten irgendeiner Art drin stecken, das kann nämlich durchaus sein und dann wär's natürlich nicht so der Hit.


    Sie aber mit sowas regelrecht ungebremst zu überschwemmen würde ich aber in deinem (Meister im selbst verrücktmachen) und ihrem Fall (was du so von ihr schreibst (Alter, intakte Familie)) instinktiv absolut nicht empfehlen. Alles von ihr weghalten zu wollen wird aber vermutlich auch nicht funktionieren also gehts vllt um's passende Maß und das kann dir hier natürlich keiner nennen.

    Zitat

    Den Buddhismus hab ich diesbezüglich extrem in Verdacht^^

    OT, aber: oh ja..


    Domian beschreibt in seinem Buch "richtig leben" ja in dem Kapitel "Maßlosigkeit" auch die radikale Abstinenz als eine Form der Maßlosigkeit.


    wieder on topic:


    ich hab mal irgendwo gelesen, eines der Therapieziele bei narzisstischen Problemen wäre es, ein "ich-Konzept" aufzubauen, welches weniger stark von Bestätigung von aussen abhängig ist.

    @ S. wallisii

    Dich gibts noch, das freut mich *:)

    Zitat

    Mal eben nichts stumpf-kompensierend reinzuschütten ist vllt nicht schlecht, finde es insofern einen guten Ansatz mit dem Kraftsport mal aufgehört zu haben. Verweiger dir aber nicht alle Erfolgserlebnisse

    Ich suche gerade nach ner anderen Sportart, die mir in erster Linie Spaß macht, meinen Körper gesund hält und auch zum Dampf ablassen geeignet ist. Hab dummerweise ein lädiertes Knie, da ist die Auswahl recht gering :( Musik muss ich auch neu entdecken. Meine Rockband ist nicht mehr (bin ausgestiegen) und jetze müsste ich mal üben und aushaltn, dass ich nicht ganz schnell ganz toll sein werde. Aber erst, wenn ich wieder Kapazitäten dafür habe!

    Zitat

    da muss Verbissenheit, Ernst und Selbstkasteiung raus und stattdessen Selbstverzeihung, Humor und Gelassenheit rein. Ein gewisser Grad an Selbstakzeptanz (sie muss nicht perfekt sein) ist wahrscheinlich unerlässlich.

    Das klingt total gut! Ich versuche gerade mir das vorzustellen, dass ich mich nicht jedes Mal hasse, wenn ich wieder ne andere Frau geil(er) finde sondern mir einfach zu sagen: "Ach komm, das sind erstens deine Muster und zweitens bist du ein Mann, das ist ok so..." Das würde sich echt schön leicht anfühlen :p>

    Zitat

    Ich würde das jetzt einfach mal nicht so ernst zu nehmen zu versuchen (ehrlich, ich würde es versuchen (und vermutlich scheitern ;-D trotzdem muss man dann ja net jedem abgründigem Impuls nachgehen))

    Dein Humor ist so geil :-D Leider kann ich das nicht so locker nehmen, es macht mich in den letzten Tagen so mega fertig, inkl. Heulanfälle, Wutausbrüche mit Loch ins (IKEA-billig)-Regal schlagen und tagelang nicht aus dem Haus gehen und vorm Rechner versacken :(v

    Zitat

    Hängt doch auch zu einem großen Teil von ihr ab. [...] ... also gehts vllt um's passende Maß und das kann dir hier natürlich keiner nennen.

    Du verstehst mich und hast vollkommen Recht, das Maß muss ich selber "erfühlen". Prinzipiell werde ich ihr erst mal nichts von der ganzen Frauen-Sache erzählen. Das würde sie kränken und sie ist ja nicht mal eifersüchtig oder reglementierend. Sie wird aber wissen wollen, woher das Loch im Regal kommt, da werde ich ihr morgen wohl ein bisschen was erzählen müssen. Nur was?


    Von meiner Geschicht inkl. Eltern weiß sie schon vieles und auch, dass ich das Gefühl habe, "meine Jugend nicht gelebt zu haben" und Freiheit manchmal ein Thema von mir ist. Vielleicht würde es reichen, ihr meine Gefühle ohne viele Worte zu zeigen. Also einfach mal weinen und den Schmerz aushalten und merken, dass sie mich dafür nicht verachtet oder weniger liebt ":/

    @ rr2017

    Zitat

    ich hab mal irgendwo gelesen, eines der Therapieziele bei narzisstischen Problemen wäre es, ein "ich-Konzept" aufzubauen, welches weniger stark von Bestätigung von aussen abhängig ist.

    Weißt du noch, wo du das mal gelesen hast? Das klingt total sinnvoll und nach dem Ziel, was ich auch (mehr oder weniger direkt) verfolge!

    ne, leider nicht, aber viel mehr an infos stand da eigentlich auch nicht.


    ich würd sagen, beobachte und analysiere dich selber mal, wo die destruktiven kompensationsmuster zuschlagen, und versuche aktiv, dagegenzusteuern.


    ich hab bei einigen typischen dingen mittlerweile, dass ich zwar den destruktiven mist fühle, aber nicht mehr durch lasse. also wenn z.b. es mir grad nicht so gut geht und irgendjemand anderem grad besonders gut und das regt irgendwelchen mist in mir an und ich fühle eher neid und den impuls, den anderen von seiner wolke zu holen, mache ich das nie nie nie nie mehr. solange mans nur fühlt und nicht nach aussen lässts gehts ja noch halbwegs. ausserdem stärkt das das selbstbild (moral/ethik) und wenn man dann "dankbar" ist und es eher mit substanziell positiven dingen versucht wird das eine positivspirale.