Das klingt für mich doch alles sehr bekannt....


    naja , ein ich-Konzept, sicher soll es sich dabei um dein eigenes Ich handeln.


    Doch dein eigenes Ich ist jetzt sozusagen zweigeteilt. Du hast es weiter oben beschrieben,-


    ein Teil von dir möchte deine Freundin los werden, ein anderer Teil will sie behalten.


    Welche Teile liegen da im Clinch? Oft ist es so, dass wenn man von den Eltern keinen Rückhalt


    bekommen hat(was bei dir zweifellos der Fall war) versteck man sein "wahres" Ich und schafft dafür


    ein anderes Ich , ein starkes Ich (nennen wir es Max) Dieser Max ist leicht Größenwahnsinnig, zielstrebig


    perfektionistisch und nimmt sich das was er will. Er kommt in dieser Welt zurecht, er überlebt.


    Das zweite Ich -nennen wir es: "willgesundsein" ist nicht überlebensfähig . Deshalb wir er von Max verdrängt. Aber manchmal kommt willgesundsein doch an die Oberfläche und äußert Wünsche. Dann kommt es zum klassischen Zwiespalt der Gefühle.


    Das merkst du auch im Alltag. :

    Zitat

    Ich wünsche mir eine Partnerin, die so ist, wie ich gerne wäre, um meine eigene Unzulänglichkeit auszugleichen glaube ich.

    Klar, du wärst gerne perfekt, so wie deine Traumpartnerin, dann kann nix und niemand dir was anhaben.


    Deshalb muss sich der Narzisst in allen spiegeln.


    Das Problem ist nur- niemand spiegelt sich in dir.


    Der Weg ist klar: Max muss weg! Er hat willgesundwerden geholfen und beschützt als es notwendig war , als du ein Kind warst. Er hat dich aber daran gehindert erwachsen zu werden. Ein eigenes Ich, ein Fundament zu entwickeln.


    Für Max kann man auch (nach Freud) " über-Ich" einsetzen.

    Zitat

    Dich gibts noch, das freut mich *:)

    freut mich dass dich das freut! @:)

    Zitat

    Das klingt total gut! Ich versuche gerade mir das vorzustellen, dass ich mich nicht jedes Mal hasse, wenn ich wieder ne andere Frau geil(er) finde sondern mir einfach zu sagen: "Ach komm, das sind erstens deine Muster und zweitens bist du ein Mann, das ist ok so..." Das würde sich echt schön leicht anfühlen :p>

    Sei so dreist und wünsche es dir und denk vllt gar nicht so drüber nach wie genau da hinzukommen. Ich denk zwar auch immer rum wie ein Gestörter aber letztendlich läuft es dann manchmal einfach darauf hinaus "bloß" konzentriert ein Wollen zu erstellen und der Zukunft (und dem Unterbewusstsein) zu überlassen wie es sich verwirklicht. Das Wollen muss beim bewussten Erstellen aber befühlt werden, möglicherweise stößt man dabei auf Anteile die dem Wunsch eigentlich entgegenstehen, evtl sind sie auflösbar und ansonsten kann man sich neuorientieren was man eigentlich wirklich will.

    Zitat

    Leider kann ich das nicht so locker nehmen, es macht mich in den letzten Tagen so mega fertig, inkl. Heulanfälle, Wutausbrüche mit Loch ins (IKEA-billig)-Regal schlagen und tagelang nicht aus dem Haus gehen

    ja das würde mir da schon auch etwas schwerer fallen Selbsthumor anzuwenden und würde vermutlich eher versuchen den ganzen emotionalen Ablauf in ganzer Breite (also das fertigsein, dann die Wut, dann die Emotionen über die Wut) mit Verständnis zu betrachten, dieses kann neben z.B. Selbstwut oder Scham oder dem Wunsch das es anders wäre durchaus nebenher existieren (es fühlt sich vermutlich anders an, aber das dient wohl eher dazu sich eben weiterhin kein Verständnis entgegenzubringen, sondern abwertig von sich denken zu können oder sowas).


    Sobald jemand direkt involviert wird (also z.B. wenn sie das so mitkriegen würde) darf die dadurch entstehende Akzeptanz des eigenen Innenlebens natürlich nicht dazu führen sich hemmungslos den eigenen Befindlichkeiten hinzugeben ohne Rücksicht auf den anderen. Alles wegzuhalten wird aber wie gesagt wohl eher auch nicht gehen oder zu weiteren Problemen führen (passive Aggressivität z.B.). Vllt hat sie ja ne konkrete Meinung dazu, frag sie doch einfach (bei allzuschnellen "ist doch alles kein Problem"-reaktionen oder so würde ich persönlich mir aber gewisse Skepsis vorbehalten).

    @ rr2017

    Zitat

    ich würd sagen, beobachte und analysiere dich selber mal, wo die destruktiven kompensationsmuster zuschlagen, und versuche aktiv, dagegenzusteuern.

    Immer, wenn ich meinen Mangel stärker spüre, als die positiven Dinge im Leben (Überraschung...) Das kann sein:


    Wenn ich Fehler an meiner Freundin sehe


    Wenn ich mich einem Freund (oder Fremden) unterlegen fühle, dann will ich irgendwie zeigen, dass ich doch besser bin (zum Beispiel damals beim Fitnesstraining).


    Wenn ich attraktive Frauen mit der typischen "arroganten Fresse" sehe (die Stadt

    in der ich wohne ist voll davon)


    Wenn ich was erreichen will, aber es schwierig wird oder mir keinen Spaß mehr macht und der Erfolg auf sich warten lässt.

    Zitat

    Ich hab bei einigen typischen Dingen mittlerweile, dass ich zwar den destruktiven mist fühle, aber nicht mehr durch lasse. also wenn z.b. es mir grad nicht so gut geht und irgendjemand anderem grad besonders gut und das regt irgendwelchen mist in mir an und ich fühle eher neid und den impuls, den anderen von seiner wolke zu holen. mache ich das nie nie nie nie mehr. solange mans nur fühlt und nicht nach aussen lässts gehts ja noch halbwegs.

    Ist bei mir genau so und ich lasse es auch (nicht mehr) nach außen. Aber ich fühle mich innerlich dann immer noch so scheiße unterlegen. Es kommt Trauer und Scham, dass ich nicht so stark, erfolgreich, geerdet, ehrlich, fleißig, ausdauernd, intelligent, gebildet usw. bin. Dann werde ich wütend, um all diese Gefühle nicht spüren zu müssen wütend ??Unter Wut steckt meines Wissens nach immer eins der folgenden Gefühle: Angst, Trauer, Schuld, Scham oder Hilflosigkeit?? Und wenn es schlimm kommt, reflektiere ich das alles (leider nicht bis zu Ende) und fühle mich gegenüber meinen Freunden schuldig und unterlegen ind schwach und rutsche in eine "aus meinen Musten komme ich nie wieder raus-Spirale".


    Wenn ich darüber offen reden kann, kann sich der Schmerz abbauen und ich komme aus dem Schwarz-Weiß denken raus und kann auch wieder positives in meinem Leben sehen und Hoffnung schöpfen. Dann bin ich auch wieder mit den "kleinen Dingen" zufrieden und kann mich wieder auf wichtiges (und reales) konzentrieren. Oft Gheht das aber nur mit ner gehörigen Talfahrt in den Schmerz ☹

    Zitat

    ausserdem stärkt das das selbstbild (moral/ethik) und wenn man dann "dankbar" ist und es eher mit substanziell positiven dingen versucht wird das eine positivspirale.

    Wenn ich diesen Schritt innerlich immer gehen kann, habe ich ne ganze Strecke zurückgelegt, dafür brauche ich noch viel Zeit und Energie befürchte ich...

    @ graum

    Zitat

    ein Teil von dir möchte deine Freundin los werden, ein anderer Teil will sie behalten.

    Exakt so ist es!

    Zitat

    Oft ist es so, dass wenn man von den Eltern keinen Rückhalt bekommen hat(was bei dir zweifellos der Fall war) versteck man sein "wahres" Ich und schafft dafür ein anderes Ich , ein starkes Ich (nennen wir es Max) Dieser Max ist leicht Größenwahnsinnig, zielstrebig, perfektionistisch und nimmt sich das was er will. Er kommt in dieser Welt zurecht, er überlebt. Das zweite Ich -nennen wir es: "willgesundsein" ist nicht überlebensfähig . Deshalb wir er von Max verdrängt. Klar, du wärst gerne perfekt, so wie deine Traumpartnerin, dann kann nix und niemand dir was anhaben. Deshalb muss sich der Narzisst in allen spiegeln. Das Problem ist nur- niemand spiegelt sich in dir.


    Der Weg ist klar: Max muss weg! Er hat willgesundwerden geholfen und beschützt als es notwendig war , als du ein Kind warst. Er hat dich aber daran gehindert erwachsen zu werden. Ein eigenes Ich, ein Fundament zu entwickeln.

    So einfach und schön habe ich es noch nie selber sagen könne, danke!!! @:)

    Zitat

    Für Max kann man auch (nach Freud) " über-Ich" einsetzen.

    Wie meinst du das?

    @ S. wallisii

    Zitat

    freut mich dass dich das freut! @:)

    Hab mich manchmalgefragt, ob du deinen radikalen Weg weitergegangen bist, aber war so mit meinem eigenen Sumpf beschäftigt, dass es nur zum "mich fragen, ob ..." gereicht hat...

    Zitat

    Sei so dreist und wünsche es dir und denk vllt gar nicht so drüber nach wie genau da hinzukommen.

    Ich verstehe nicht genau, was du damit meinst. Einfach wünschen (auf den Gedanken konzntrieren): "ich will, dass mich der Anblick schöner Frauen nicht mehr verletzt"?

    Zitat

    Ich denk zwar auch immer rum wie ein Gestörter aber letztendlich läuft es dann manchmal einfach darauf hinaus "bloß" konzentriert ein Wollen zu erstellen und der Zukunft (und dem Unterbewusstsein) zu überlassen wie es sich verwirklicht. Das Wollen muss beim bewussten Erstellen aber befühlt werden, möglicherweise stößt man dabei auf Anteile die dem Wunsch eigentlich entgegenstehen, evtl sind sie auflösbar und ansonsten kann man sich neuorientieren was man eigentlich wirklich will.

    Kannst du das ein bisschen genauer beschreiben? Ich versteh das sonst nicht :/

    Zitat

    ja das würde mir da schon auch etwas schwerer fallen Selbsthumor anzuwenden und würde vermutlich eher versuchen den ganzen emotionalen Ablauf in ganzer Breite (also das fertigsein, dann die Wut, dann die Emotionen über die Wut) mit Verständnis zu betrachten, dieses kann neben z.B. Selbstwut oder Scham oder dem Wunsch das es anders wäre durchaus nebenher existieren (es fühlt sich vermutlich anders an, aber das dient wohl eher dazu sich eben weiterhin kein Verständnis entgegenzubringen, sondern abwertig von sich denken zu können oder sowas).

    Respekt vor deinem tiefen Verständnis der Psyche!!! Und deine Einstellung ist auch sehr schön. Ich lerne auch gerade, das Selbstakzeptanz / Selbstliebe unabdingbar ist, um langfristig gesund und glücklich zu werden. Dazu muss erst mal muss "Max" weg, damit "willgesundsein" leben darf und lernen kann, dass er gut ist, wie er ist ;-)

    Zitat

    Sobald jemand direkt involviert wird (also z.B. wenn sie das so mitkriegen würde) darf die dadurch entstehende Akzeptanz des eigenen Innenlebens natürlich nicht dazu führen sich hemmungslos den eigenen Befindlichkeiten hinzugeben ohne Rücksicht auf den anderen.

    Ich versuche ja immer krass, meine Scheiße von ihr wgzuhalten und sagt über ihren Körper nichts negatives, sondern konzentriere mich auf die vielen schönen Dinge, die ich vor mir sehe.


    Alles wegzuhalten wird aber wie gesagt wohl eher auch nicht gehen oder zu weiteren Problemen führen (passive Aggressivität z.B.).


    Aber sie spürt auch, dass ich ab und zu Dinge nicht ausspreche und manchmal leidet sie darunter ein bisschen befürchte ich.

    Zitat

    Vllt hat sie ja ne konkrete Meinung dazu, frag sie doch einfach (bei allzuschnellen "ist doch alles kein Problem"-reaktionen oder so würde ich persönlich mir aber gewisse Skepsis vorbehalten).

    So würde sie nicht reagieren :-D Sie hat beim Mantel aufhängen eine Millisekunde auf den Rand des (schlecht) verdeckten Loches geschaut aber nicht nachgefragt. Wir haben uns gestern ein bisschen unterhalten und sie hat immer nur Verständnis und sagt, sie wisse, dass sie in mancher Hinsicht einfach noch ein jungens Küken ist und sich vorstellen kann, dass manche Leute einfach krasse Schmerzen mit sich rumtragen, die ihnen im Leben beigebracht wurden (wie gesagt, sie hat da bisher echt Glück gehabt). Ich meinte, ich brauche viel Geduld von ihr und sie sagte einfach nur "Die habe ich" x:)

    Zitat

    Ist bei mir genau so und ich lasse es auch (nicht mehr) nach außen. Aber ich fühle mich innerlich dann immer noch so scheiße unterlegen. Es kommt Trauer und Scham, dass ich nicht so stark, erfolgreich, geerdet, ehrlich, fleißig, ausdauernd, intelligent, gebildet usw. bin. Dann werde ich wütend, um all diese Gefühle nicht spüren zu müssen wütend ??Unter Wut steckt meines Wissens nach immer eins der folgenden Gefühle: Angst, Trauer, Schuld, Scham oder Hilflosigkeit??

    Ich empfehle, eher mal zu hinterfragen, wie angemessen diese unterlegenheitsgefühle sind. Ist es real, oder nur getriggerter scheiss aus der Vergangenheit? Fühlt man berechtigerweise so? Ich denke, die Antwort ist klar - nein. Da werden nur alte, pathologische Prägungen aktiviert.

    Das kann sein, da muss ich erst ein besseres Gesprür entwickeln. Klar, mein Kopf sagt mir, dass du Recht hast. Ich hab generell mit meiner Veranlagung Glück gehabt (außer, man kann zum Grübeln veranlagt sein, dass tausche ich gerne mit irgendwem :=o )


    Ich danke, da kommt der "Perfektionismus" zum tragen und wenn ich dem nicht entspreche, habe ich Schmerzen, die wiederem die Wahrnehmung verzerren und dann andere umso besser sehe und mich umso schlechter (vermutlich, um das alte Selbstbild zu erhalten und mein System nicht zu verwirren?).

    Zitat

    Wie viel von meinem Seelen-Sumpf kann ich ihr zumuten?

    Lass sie 5-10% davon sehen und dann schau, wie sie reagiert. Vergiss nie, dass sie als Partnerin eben gerade nicht deine Psychotherapeutin ist. Die Offenheit des Ausgangspostings, wenn man die Sternchensachen einbezieht, finde ich schon verstörend offen. Natürlich hat deine PT die Meinung, dass du dies in die Beziehung tragen solltest, denn sie will vor allem eines: dich zu einer Unabhängigkeit von PT motivieren. Und sie hat bestimmt die Übertragungsgedanken, andere Frauen wären so psychologisch sattelfest/gewandt wie sie selbst, oder dass deine Partnerin das sein sollte. Ich denke aber, das hat auch gewisse Grenzen. Selbst in einer Partnerschaft.

    Zitat

    Und noch wichtiger: **Wie komme ich da raus? Wie kann ich mich wirklich ändern?

    Es wird eine Mischung bleiben: einen Teil Selbstakzeptanz/Selbstbewusstsein - ohne in die übertriebene Selbstliebe des dann pathologischen Narzissmuss abzugleiten, aber auch einen großen Teil Veränderung, ein "sich-kompatibler-mit-anderen-machen", sich "gesellschaftsfähiger" machen, und 2 Personen (ein Paar) ist ja schon eine kleine Gemeinschaft. Ohne bei der "Veränderungs-Amplitude" in die Extreme abzurutschen, die dann pathologisch für Borderline-Persönlichkeitsstörungen sind.


    Im Prinzip also eine Veränderung in deinem eigenen Akzeptanzrahmen (der aber variabel ist). Beide Teile für sich würden wohl jeweils keine Verbesserung bringen. Meine Meinung: suche öfter die Nähe psychisch nicht so auffälliger Personen. Automatisch färben solche Kontakte immer in beide Richtungen ab. Es macht dich "normaler" und die anderen etwas "besonderer". Kinder lernen viel durch Imitation des Verhaltens der Personen um sich herum. Und Erwachsene immer noch. Und dort kannst du doch beobachten: was machen diese Personen in welchen Situationen anders als du? Wie kommen sie gerade nicht in die Schwierigkeiten, die du mit deinem Verhalten hast?


    Was du schon erreicht hast: ein hohes Maß an Reflektion deines Verhaltens. Aber für meinen Geschmack auch ein bisschen viel des Beschäftigens mit dir selbst und der "Emo-Schiene". Also falls das im Alltag die Gewichtung annimmt, die es in deinen Beiträgen hier hat. Und die Alternative dazu ist nicht die Verleugnung, sondern ein gewissen Einpendeln an den Rändern des Mittelmaßes, da wo die Extreme pathologisch besetzt sind.

    Zitat

    Ich meinte, ich brauche viel Geduld von ihr und sie sagte einfach nur "Die habe ich" x:)

    Sie ist halt (noch?) verliebt. ]:D

    Zitat

    Zitat

    Zitat

    Für Max kann man auch (nach Freud) " über-Ich" einsetzen.

    Wie meinst du das?

    Strukturmodell der Psyche nach Freud


    Das Es


    Das Ich


    Das Über-Ich


    Grob gesagt: Das Es , das ist man, wenn man ein Neugeborenens ist


    und das Ich soll sich aus dem Kind seiner Natur gemäß entwickeln


    (Das Es das ein Ich werden will)


    Die Entwicklung läuft nicht immer gut, weil die Eltern versagen und es entsteht ein über - Ich.


    Ein "falsches" Ich, das aus Angst entstanden ist.


    Ein wenig musste ich bei deinen Beiträgen schmunzeln, natürlich nicht weil das so lustig ist,


    sondern weil das alles mein Freund schreiben könnte. Er will am liebsten auch alle Frauen


    besitzen. Und überhaupt macht er alles richtig und musste überall der Beste und Tollste sein.


    Bis der Körper beim Fitnesstraining schlapp gemacht hat......


    Wie ist das Verhältnis zu deiner Mutter heute?

    Ich würde an deiner Stelle erstmal das Testostern (also Anabolika) fachgerecht absetzten. Für Psychisch instabile Leute genau das falsche was man nehmen kann.


    Ich kenne Leute die normal recht besonnen waren, auf Testo nach 2-3 Monaten nicht mehr wieder zu erkennen waren (und das nicht gerade positiv). Also erstmal Finger weg vom Stoff, nur wird du dann deine Muskulatur/Optik nicht mehr in dem Rahmen halten können.

    @ Pythonist

    Zitat

    Lass sie 5-10% davon sehen und dann schau, wie sie reagiert.

    Danke für den konkreten Schuss ins Blau, das passt ganz gut zu dem Maß, das ich versuche einzuhalten ☺

    Zitat

    Vergiss nie, dass sie als Partnerin eben gerade nicht deine Psychotherapeutin ist.

    Dessen bin ich mir bewusst

    Zitat

    Die Offenheit des Ausgangspostings, wenn man die Sternchensachen einbezieht, finde ich schon verstörend offen.

    Was meinst du mit "verstörend"?

    Zitat

    Natürlich hat deine PT die Meinung, dass du dies in die Beziehung tragen solltest, denn sie will vor allem eines: dich zu einer Unabhängigkeit von PT motivieren.

    Sie will NICHT, dass ich meine krassen Probleme in die Beziehung trage und sie somit wieder sabotiere.

    Zitat
    Zitat

    Und noch wichtiger: Wie komme ich da raus? Wie kann ich mich wirklich ändern?

    Es wird eine Mischung bleiben: einen Teil Selbstakzeptanz/Selbstbewusstsein - ohne in die übertriebene Selbstliebe des dann pathologischen Narzissmuss abzugleiten, aber auch einen großen Teil Veränderung, ein "sich-kompatibler-mit-anderen-machen", sich "gesellschaftsfähiger" machen, und 2 Personen (ein Paar) ist ja schon eine kleine Gemeinschaft. Ohne bei der "Veränderungs-Amplitude" in die Extreme abzurutschen, die dann pathologisch für Borderline-Persönlichkeitsstörungen sind.

    Wow, das klingt erfahren und in meine Ohren sehr sinnvoll, vielen Dank!

    Zitat

    Beide Teile für sich würden wohl jeweils keine Verbesserung bringen.

    Warum nicht? Ist die Veränderung insgesamt nicht die Summer ihrer Teile?

    Zitat

    Meine Meinung: suche öfter die Nähe psychisch nicht so auffälliger Personen.

    Da bin ich mit meiner Freundin tatsächlich sehr gut bedient ☺ Das ist auch einer der Gründe, der auf der "Reiß dich zusammen und bleib bei ihr-Seite" liegt. Sie tut mir gut!

    Zitat

    Was du schon erreicht hast: ein hohes Maß an Reflektion deines Verhaltens. Aber für meinen Geschmack auch ein bisschen viel des Beschäftigens mit dir selbst und der "Emo-Schiene".

    Das ist sogar mir zu viel :-D Aber es bringt mir sehr viel, mit anderen über mein Innenleben zu sprechen/schreiben, weil von außen neue Denkanstöße kommen und ich in dem Gesagten überprüfen kann, wie sehr ich mir selber glauben kann. ??und ich genieße die Aufmerksamkeit auch...??

    Zitat

    ein gewissen Einpendeln an den Rändern des Mittelmaßes, da wo die Extreme pathologisch besetzt sind.

    Das ist genau eine meiner unterbewussten Ängste... Ich kann mir jetzt oft nur schwer vorstellen, dass ich einfach mit "ganz normalen Dingen" glücklich sein soll. Wo ist der Kick? Wo ist das Spezielle, das Aufregende? Mein Kopf weiß aber, dass ich das lernen kann

    @ Graum

    Zitat

    Die Entwicklung läuft nicht immer gut, weil die Eltern versagen und es entsteht ein über - Ich. Ein "falsches" Ich, das aus Angst entstanden ist.

    Vielen Dank für die Erklärung! Ich hatte immer gedacht, dass das Über-Ich die Gesellschaft darstellt. Aber ist die ganze Freudsche Psychologie nicht inzwischen ziemlich überholt und teilweise sogar widerlegt?

    Zitat

    Ein wenig musste ich bei deinen Beiträgen schmunzeln, natürlich nicht weil das so lustig ist, sondern weil das alles mein Freund schreiben könnte. Er will am liebsten auch alle Frauen besitzen. Und überhaupt macht er alles richtig und musste überall der Beste und Tollste sein.

    Wie macht er das mit sich aus? Und vor allem: Wie hältst du das aus?

    Zitat

    Bis der Körper beim Fitnesstraining schlapp gemacht hat......

    Was ist denn passiert?

    Zitat

    Wie ist das Verhältnis zu deiner Mutter heute?

    Ich versuche sie zu meiden. Ich liebe sie in vielerlei Hinsicht, aber kann ihr noch nicht vergeben, so lange ich immer wieder so leide und die Gründe ohne lang zu suchen in ihrer Erziehung und ihrem Umgang mit mir finde. Wir haben ab und zu Kontakt (wohnen in der gleichen Stadt) und können auch gut über vieles reden, aber ich suche inzwischen sehr selten Kontakt zu ihr und ihrer Meinung. Je mehr ich zu mir selber finde und mich abneble, desto mehr fallen mir ihre Muster auf und das wird mir schenll zu viel. Ich gerate automatisch in den "Mutter-retten-Modus" und muss echt aufpassen, mir ihre Probleme nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen und das Gefühl von Verantwortung für sie zu bekommen.


    Ich habe schon öfter probiert, mit ihr über die ganze Sache zu reden, aber sie lässt mich entweder ins Leere laufen oder nimmt es nicht an und versucht mir zu erklären, dass es ihr gut geht. Bezüglich der Frauenprobleme (die sie seit ca. 10 Jahren kennt) sagte sie mir, dass es schon in meinem Horoskop stand, dass ich in meinem Leben immer sehr viele Frauen haben werden muss. Ihre länste Beziehung waren 4 Jahre (sie wird bald 60) und der einzig Mann, dem sie lange nach der Trennung hinterhergetrauert hatte, war ein Vorzeigeboderliner! Ihr Schmerz ist so groß, dass sie die Wahrheit niemals ertragen könnte, das habe ich inzwischen verstanden!

    @ Shane33

    Zitat

    Ich würde an deiner Stelle erstmal das Testostern (also Anabolika) fachgerecht absetzten.

    Ich nehme keine Anabolika. Das mit dem Testosteron war so gemeint, dass ich meinen Testo-Spiegel durchs intensive Training unter Wut stark erhöhe. Das war nicht geschickt von mir ausgedrückt, sorry!

    Zitat

    Was meinst du mit "verstörend"?

    Das schreibe ich dir in einer PN.

    Zitat

    Sie will NICHT, dass ich meine krassen Probleme in die Beziehung trage und sie somit wieder sabotiere.

    OK, dann ist das ne Präzisierung. Indirekt die Aufforderung: mache dich etwas beziehungskompatibler als du bisher warst.

    Zitat
    Zitat

    Beide Teile für sich würden wohl jeweils keine Verbesserung bringen.

    Warum nicht? Ist die Veränderung insgesamt nicht die Summer ihrer Teile?

    Dann hast du mich missverstanden.


    Ein Beibehalten des "Ich bin halt so" - in 100% Form führt dich mit eh schon narzisstischer Tendenz in eine Selbstgefälligkeit, die dann krankhaft sein kann.


    Das Annehmen eines "Ich muss mich verändern" - in 100% Form macht dich zu einem ruhelosen, sprunghaften Sich-Veränderer ohne Kern, der dir Halt geben würde.


    Und ich denke, da ist ein Mittelweg ratsam. Einen Kern behalten, und die Änderungen angehen, die sich ratsam oder richtig anfühlen. Vielleicht auch mal auf einen externen Rat, wer mit seinen eigenen Einschätzungen in der Vergangenheit so seine Probleme hatte.

    Zitat
    Zitat

    ein gewissen Einpendeln an den Rändern des Mittelmaßes, da wo die Extreme pathologisch besetzt sind.

    Das ist genau eine meiner unterbewussten Ängste... Ich kann mir jetzt oft nur schwer vorstellen, dass ich einfach mit "ganz normalen Dingen" glücklich sein soll. Wo ist der Kick? Wo ist das Spezielle, das Aufregende? Mein Kopf weiß aber, dass ich das lernen kann

    Ich versuche das mal an Frauenkleidung zu demonstrieren:


    nimm Haute Couture Kleider wie diese


    http://ell.h-cdn.co/assets/cm/15/17/553689222d8b9-0707200523180469.jpg


    http://i2.cdn.cnn.com/cnnnext/dam/assets/160122154934-serkan-cura-aw14-haute-couture-super-169.jpg


    http://cdn-img.instyle.com/sites/default/files/styles/684xflex/public/1487873055/022317-naked-dresses-angela-sarafyan.jpg?itok=Z-lrHA-P


    https://www.welt.de/img/bildergalerien/mobile124104895/3232503257-ci102l-w1024/Alexandre-Vauthier-Spring-Summer-2014-Runway-Paris-Haute-Couture-Fashion-Week.jpg


    extravagant, aber im Alltag unpraktisch, teuer, aufwendige Einzelstücke, dann noch schwierig im Handling, weil frau schnell aneckt. Sicher mal gut für einen Effekt oder Auffallen. Gern auch mal fotografiert. Aber einmal getragen zu einem bestimmten Anlass, dann wieder in den Schrank gehängt. Und so am Ende nicht besonders weit verbreitet, sondern in schnellem Wechsel ausgetauscht. Denn der Effekt von heute zieht morgen schon nicht mehr.


    Und dann im Gegenzug praktische Alltagskleidung: der Lieblingspullover seit 15 Jahren, selbst wenn er schon ausgewaschen ist. Jeans-Hosen, die ja auch nen schönen Po machen können. Die Funktions-Jacke, die sich bei jedem Wetter gut anfühlt. Praktische Unterwäsche. Ein Flanell-Kuschel-Schlafanzug. Beispiele wie Frauen sich im Alltag wirklich kleiden. So normal und durchschnittlich, dass es hier keine Fotos braucht. Aber: immer wieder gern getragen. Breit akzeptiert. Bis zum Extrem der Adler- oder Bonprix-Zwillinge.


    Wer beide Extreme auslässt (die Haute Couture auf der extravaganten Seite, wie die Massenware auf der profanen Seite), der findet seinen Mittelweg der individuellen Alltagskleidung mit dem besonderen Etwas. Oder der Untergruppe der Designerstücke, die aber auch alltagstauglich und erschwinglich sind.


    Der Reiz des "Normalen" ist gerade die Unauffälligkeit, das Nicht-Anecken, das Verschwimmen mit der Masse, die hohe Kompatibilität mit anderen. Es braucht auch kaum Aufwand, um "normal" zu sein. Vielfalt in der Ernährung statt der Protein-Shakes, Vielfalt in den Freizeitaktivitäten statt Muckibude. Weg von einer selbst verordneten zwanghaften Trainings- und Ernährungsdisziplin, hin zu einer "ich trainiere eher nach Lust und Laune" und "esse-was-mir-schmeckt, aber bewusst"-Mentalität.


    Und die Ränder des Normalen sind für sehr viele doch schon auffällig und extravagant genug. :-D

    Zitat

    Hab mich manchmalgefragt, ob du deinen radikalen Weg weitergegangen bist

    jo^^

    Zitat

    Ich verstehe nicht genau, was du damit meinst. Einfach wünschen (auf den Gedanken konzntrieren): "ich will, dass mich der Anblick schöner Frauen nicht mehr verletzt"?

    das in regelmäßig wiederholter Form ist sowas wie Affirmieren oder Beten, bringt vllt was, aber vermutlich wenig. Schaden kann's aber wohl nicht und vllt ergeben sich interessante und potentiell erkenntnisbringende Gefühle wenn du dir das so konzentriert sagst und dabei in dich reinhörst.


    Mit dem Wollen meine ich eben mehr als das, nicht nur der bewusste Teil und äh, bewusst gedachte Gedanken, sondern sozusagen auf sämtlichen Ebenen/Persönlichkeitsteilen. Besser erklären kann ich das nicht, es geht da auch viel mehr um hinfühlen als um denken.

    Zitat

    Dazu muss erst mal muss "Max" weg, damit "willgesundsein" leben darf und lernen kann, dass er gut ist, wie er ist ;-)

    das find ich jetzt mal radikal^^ Also v.a. bzgl der Frage ob das denn überhaupt möglich ist.. ist es? Keine Ahnung, glaub ich bin da zwar net so krass selbstvernichtend wie du was meinen inneren Kritiker betrifft, aber überhaupt mal auf die Idee ihn abschaffen zu können wäre ich gar nicht erst gekommen, hm... Versuche es bisher eher mit bißchen weniger ernst nehmen und teilweise sogar ihm Verständnis entgegen zu bringen.


    übrigens (kam mir noch), mal ganz pragmatisch: Dass da ne Lebenslange Partnerschaft draus wird müsst ihr doch erstmal hinkriegen und in jedem anderem Fall sind die Gedanken doch sowas von hinfällig!^^ Und Lebensabschnittspartner ist doch grad eh eher die Norm ;-) Genieße! Ich mein 9 Monate, das ist doch tatsächlich grad erst noch Verliebtheitsphase. :-)

    @ Pythonist

    Zitat

    OK, dann ist das ne Präzisierung. Indirekt die Aufforderung: mache dich etwas beziehungskompatibler als du bisher warst.

    Ja, das sagt sie sogar direkt.

    Zitat

    Wer beide Extreme auslässt (die Haute Couture auf der extravaganten Seite, wie die Massenware auf der profanen Seite), der findet seinen Mittelweg der individuellen Alltagskleidung mit dem besonderen Etwas. Oder der Untergruppe der Designerstücke, die aber auch alltagstauglich und erschwinglich sind.

    Das beschreibt ganz gut den Stil meiner Freundin und auch meine Art, mich zu kleiden. Bei mir war es bis vor nem halben Jahr noch sehr körperbetont, das lasse ich jetzt (wie den Kraftsport) weg.


    Ich finde übringens die heutige normale Kleidung vieler Frauen in den 20ern schon auffällig und aufreizend. Die Klamotten machen nen runden Po, schlanke Beine, einen flachen Baucht, größere Brüste usw. Oft nervt mich das sehr, weil ich auf diese Reize so stark reagiere.

    Warum muss es immer sexy und aufmerksamkeitsheischend sein???

    Zitat

    Vielfalt in der Ernährung statt der Protein-Shakes, Vielfalt in den Freizeitaktivitäten statt Muckibude. Weg von einer selbst verordneten zwanghaften Trainings- und Ernährungsdisziplin, hin zu einer "ich trainiere eher nach Lust und Laune" und "esse-was-mir-schmeckt, aber bewusst"-Mentalität.

    Das kingt ziemlich schön! Danke für diese gelungene Formulierung :)

    @ S. wallisii

    Zitat

    das in regelmäßig wiederholter Form ist sowas wie Affirmieren oder Beten, bringt vllt was, aber vermutlich wenig. Schaden kann's aber wohl nicht und vllt ergeben sich interessante und potentiell erkenntnisbringende Gefühle wenn du dir das so konzentriert sagst und dabei in dich reinhörst.


    Mit dem Wollen meine ich eben mehr als das, nicht nur der bewusste Teil und äh, bewusst gedachte Gedanken, sondern sozusagen auf sämtlichen Ebenen/Persönlichkeitsteilen. Besser erklären kann ich das nicht, es geht da auch viel mehr um hinfühlen als um denken.

    Das erinnert mich an autogenes Training mit Meditation gemischt :)

    Zitat

    das find ich jetzt mal radikal^^

    Das hat ein sehr guter Freund von mir heute auch dazu gesagt...

    Zitat

    ich bin da zwar net so krass selbstvernichtend wie du was meinen inneren Kritiker betrifft

    Für mich ist es kein Kritiker, sondern ein inzwischen disfunktionaler Aufpasser, der meiner gesunden (und befriedigenden) Entwicklung im Weg steht.

    Zitat

    Versuche es bisher eher mit bißchen weniger ernst nehmen und teilweise sogar ihm Verständnis entgegen zu bringen.

    Das sage ich mir auch manchmal, aber von der Umsetzung bin ich noch ein bisschen weit entfernt :/

    Zitat

    Genieße! Ich mein 9 Monate, das ist doch tatsächlich grad erst noch Verliebtheitsphase. :-)

    Ja auf jeden Fall genieße ich das (wenn Max mir nicht gerade nen Strich durch die Rechnung macht und in Gedanken nem anderen Arsch hinterherjagt). Aber ich habe Lust, lange mit ihr zusammen zu sein

    und gemeinsam erwachsen zu werden :)^

    Zitat

    Wie macht er das mit sich aus? Und vor allem: Wie hältst du das aus?

    Wir sind ein paar Tage älter als du. Als ich meinen Freund kennenlernte hatte ich schon Therapie hinter mir. Ich konnte vieles was er gerade durchmachte verstehen . Er ist jetzt seit 3 Jahren ebenfalls in Therapie und es wird besser. In Therapie ging er , weil er es mit dem Sport so übertrieben hat, dass sein Körper schlapp gemacht hat. So nach dem Motto: Seine Seele sagte zu seinen Körper, "setz du ihn schachmatt, auf mich hört er nicht". Es ist häufig so, dass "Neurotiker" erst zum Therapeuten gehen wenn sie nicht mehr funktionieren. So lange hat "Max" die Oberhand.


    Für mich ist dieses Besitzen wollen von anderen Frauen einfach Teil seiner Neurose und was er in Gedanken macht ist seine Sache, wenn es konkret werden sollte ist das was anderes. >:(


    Aber inzwischen kann er sehr gut zwischen seinem wahren Ich und seinem Max unterscheiden. Manchmal kämpfen die beiden allerdings noch gewaltig miteinander.


    Auch bei meinen Freund muss man nach den Grund seiner Probleme nicht lange suchen. Seine Mutter war alles andere als eine gute Mutter.


    https://www.vchu.de/wissenswertes/leseproben/liebe-treue-und-verrat/


    Ich finde in diesen Textauszug ist es gut beschrieben. Vielleicht ist das was für dich.


    Die längste Beziehung deiner Mutter ist wohl ehr 30 Jahre. Die Beziehung zu dir.

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    Wir sind ein paar Tage älter als du. Als ich meinen Freund kennenlernte hatte ich schon Therapie hinter mir.

    Ich hoffe, meine Freundin braucht gar keine Therapie. Ihre Eltern sind zwar auch nicht perfekt, aber sie scheint einen tief sitzende innere Sicherheit und Bodenständigkeit zu haben, das wirkt auf mich sehr gesund. Ihre Mutter hat leider einiges aus ihrem destruktiven elternhaus mitbekommen, aber viel dafür getan, das nicht an ihre Tochter weiterzugeben. Und ihr Vater ist auch ein sehr ausgeglichener Mensch :-)


    Dass sie sich allerdings mit nem Typen einlässt, der ihr immer mal wieder indirekt zu verstehen gibt, dass er oft nicht klar kommt und sich mal geschworen hatte, so lange keine Beziehung einzugehen, bis er seine Psycho-Probleme in den Griff gekriegt hat, ist auch wieder ein bisschen auffällig ;-D Aber sie hat sich ja nicht in meine Probleme und Schwächen, sondern in meine "guten" Seiten verliebt und hat auch die "nicht so tollen" Seite (die ich ihr zeige) akzeptiert und teilweise sogar liebgewonnen.

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    Ich konnte vieles was er gerade durchmachte verstehen .

    Das wäre bei meinen wirklich destruktiven Seite wohl nicht der Fall. Deswegen weiß ich ja (wie eingngs beschrieben) nicht, wieviel Wahrheit ich ihr zumuten kann. So gaaaaanz langsam, Stück für Stück, begleitet von viel Arbeit und Durchhalten meinerseits könnte sie vielleicht genug Verständnis aufbauen und auch die Sicherheit für sich erlangen, dass das mit ihr nichts zu tun hat.

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    Vielen Dank für den Link, vieles resoniert bei mir! Wobei ich bei vilen Dingen nicht sagen kann, wie das bei mir war, weil ich mich ganz einfach nicht erinnere und es kaum wissen Zeugen gibt :-(

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    Auch bei meinen Freund muss man nach den Grund seiner Probleme nicht lange suchen. Seine Mutter war alles andere als eine gute Mutter.

    Dass bei mir allein meine Mutter meine Entwicklung so negativ beeinflusst hat, kann (möchte???) ich mir kaum vorstellen. Aber es spricht schon vieles dafür: Meine jüngere (Halb-)Schwester sagte gestern, dass ihr Vater auch erschrocken war, die überfordert meine alleinerziehende Mutter mit mir war und mein Vater war ja kurz nach meinem ersten Geburtstag schon weg, weil sie ihn verlassen und dann so hingehalten hatte, wie sie es brauchte. Sie hatte ihr Leben lang wechselnde Männer, ist beruflich und privat nirgends angekommen, braucht immer ihre vielen kleinen gesundheitlichen Sonderkonditionen und verbreitet oft dieses gaaaaanz subtile Gefühl, dass es nach ihren Regeln gehen soll ??eigentlich MUSS, weil sie sonst auf Dinge verzichten müsste??


    Mit dem Alter werden solche Seiten anscheinend milder. Sie ist in meiner Wahrnehmung viel umgänglicher geworden, hat Freunde die sie schätzen (das war mir gar nicht bewusst. In meinem Weltbild hatte meine Mutter nur Personen, bei denen sie sich meldet, wenn sie was braucht) und bekommt auch berufliche Anerkennung. ??Oder sie stellt sich immer wieder als Opfer der Unmstände dar und bekommt deswegen Zuspruch??


    Meine Mutter ist keine kalte und nur egoistische Frau! Sie hat viele warme, liebe- und verständnisvolle Seiten und ist ansich sehr sozial und gerecht eingestellt! Sie hat auch viel in ihrem Leben gekämpft. Für sich, für Frauenrechte und für Integration. Nur tief in ihr drin habe ich das Gefühl, dass sie einsam ist und sich ihre Welt so zusammen konstruiert hat, damit sie klar kommt und diesen inneren Mangel nicht spüren muss.

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    Die längste Beziehung deiner Mutter ist wohl ehr 30 Jahre. Die Beziehung zu dir.

    Witzig, dass du gerade bei diesem Punkt einen wichtigen Mann im Leben jeder Frau vergisst ;-) Sie meinte mal, ich wäre ihre zweite große Liebe (ist das schon ein direkter Hinweis auf Ödipale Bindung???) Die erste große Liebe war ihr Vater. Und Ich weiß, dass es da keine sexuellen Übergriffe, eine übertrieben körperluche oder anderweit erotische Verbindung o.ä. gab! Aber es rundet das Bild auf jeden Fall ab ":/