Risikoschwangerschaft und große Angst

    Hallo da Draußen,


    ich denke ich versuche es mal hier, denn ich weiß zur Zeit einfach nicht mit wem ich reden soll.


    Ich bin in der 7. Woche ganz frisch schwanger, weiß es jetzt aber schon seit 3 Wochen.


    Es ist so das ich vor 2 Jahren schwanger wurde, da bei meinem Mann und mir ein großer Kinderwunsch erwachte.


    Ich war damals 28 und es passte einfach.


    Leider entdeckte der Frauenarzt beim 2. Ultraschall, dass ich eine Uterus Fehlbildung habe und das die Gebärmutter wohl oft Schwierigkeiten in einer Schwangerschaft macht.


    Bei mir kam es dann damals durch ein Hämatom auch zu Blutungen und in der 9. Woche sah man dann leider keinen Herzschlag mehr beim Baby.


    Ich musste damals zur Ausschabung und wollte danach erstmal nichts mehr sehen und hören.


    Das ganze Kinderthema ließ mich aber dann doch nie richtig los und ich unternahm noch einiges.


    Ich hatte eine kleine Gebärmutterspiegelung usw.


    Von mehreren Ärzten hörte ich das man meine Fehlbildung wohl operieren kann, aber ich es auch erstmal nochmal so probieren soll.


    Im Internet fand ich aber viele Horrorgeschichten, ob auf YouTube, in Foren oder auf Klinik-Seiten.


    Das Schlimmste ist, dass es bei dieser Art der Gebärmutter wohl aber auch zu vielen Spätaborten kommt und ich lag von vielen Frauen die ihre Kinder zwischen der 20-26. Woche still gebären mussten. Die Op sagte man hätte das Risiko das sich eine Schwachstelle der OP Narbe bildet und ich fand auch Fälle in denen die Gebärmutter nach der OP riss.


    Allerdings fand ich mehr positive OP Berichte als negative.


    Ich habe wahnsinnige Angst vor Narkosen bin sowieso ein Angsthase, hatte früher Angststörungen und Alkoholprobleme.


    Aber ich habe mich damals aus eigener Kraft dort rausgezogen.


    Nun hatte ich mich mit meinem Mann und meinen Eltern besprochen, da es trotz einer Fehlgeburtenrate von über 70 % wohl auch Frauen gibt, die ganz normal ihre Kinder zu Welt bringen.


    Zusammen haben wir uns gesagt dass wir es drei Monate versuchen schwanger zu werden und danach sonst einen OP Termin holen.


    Ich wurde nach einem Monat schwanger und bin jetzt eben voller Angst und Freude zugleich.


    Bis jetzt entwickelt sich alles sehr gut und das Herz schlägt bereits.


    Ich schone mich auch viel mehr als in meiner ersten Schwangerschaft vor 2 Jahren, weil ich eben nun von dem Risiko weiß.


    Dennoch fühle ich mich zur Zeit einfach nur schlecht.


    Die Ärzte sind zuversichtlich, aber ich habe ja alle Fallbeispiele online gelesen und gesehen.


    Bei diesen Frauen waren wohl auch einige Ärzte vorher zuversichtlich.


    Zur Zeit fühle ich mich schuldig..Hätte ich doch die OP versuchen sollen?


    Riskiere ich eine zweite Fehlgeburt?


    Was ist wenn ich das Kind tot gebären muss?


    Ich liebe den kleinen Krümel jetzt schon.


    Gestern habe ich dann noch erfahren das meine Schwester schwanger ist und ihr drittes Kind erwartet.


    Ich will nicht neidisch sein, aber ich möchte so gerne auch endlich unser Baby in den Armen halten :( Ich würde mich auch gerne so freuen können wie sie.


    Bis jetzt weiß auch nur mein Mann und meine Mutter von der Schwangerschaft und wir wollen es niemandem anderen sagen.


    Mich quälen nach meiner Entscheidung es ohne OP nochmal zu versuchen Selbstvorwürfe und große Ängste.


    Mein Mann ist hoffnungsvoll und auch meine Mama, aber ich denke immer an ihre traurigen Gesichter wenn ich sie wieder enttäuschen muss, wenn ich mein Baby wieder verlieren sollte.


    Tut mir leid das der Text etwas länger geworden ist, aber ich musste es mir von der Seele schreiben.


    Ganz liebe Grüße von mir mit Krümel im Bauch.

  • 2 Antworten

    Liebe Ohnedich!


    Wenn die Ärzte gesagt haben, dass ihr es nochmal probieren sollt, dann besteht doch eine gute Chance, dass jetzt alles gut geht. Das Wichtigste ist jetzt positiv zu denken und sich keinen Stress, auch keinen seelischen Stress in Form von Grübeleien anzutun. Glaub an dich und das Baby und schone dich, so gut es geht.


    Ich hatte auch eine Risikoschwangerschaft und was man im Internet zu einer Plazenta praevia findet, kann einem auch schreckliche Angst einjagen. Aber es ist alles gut gegangen und ich habe planmäßig eine wundervolle Tochter bekommen.


    Kopf hoch und berichte mal, wie es dir geht.


    Liebe Grüße!