Schlafprobleme meiner Frau

    Hallo,


    ich brauche ein paar Tipps für meine Frau, da Sie nicht mehr schlafen kann..


    Der Vater meiner Frau ist im September verstorben und im November kam unser gemeinsamer Sohn zu Welt. Nun ist es so, dass Sie seit der Diagnose, der Krankheit ihres Vaters, im November 2015 nicht mehr richtig schlafen kann..


    Wenn der kleine am schlafen ist liegt Sie wach da, obwohl Sie hundemüde ist.


    Zur Anmerkung: Ich weiß, dass die Umstände extrem sind und ihr Problem auch als normal angesehen werden kann.. Dennoch hoffe ich, dass vielleicht jemand ein paar nützliche Tipps oder Ideen hat, wie ich ihr helfen kann..


    Im vorraus vielen Dank!

  • 2 Antworten

    Eventuell hilft Hypnose. Aber in Anbetracht der Umstände würde ich auch darauf achten, dass sie jemanden zum Reden hat, wo sie ihren Ballast zumindest teilen kann. Kann sie mit dir über ihre Sorgen und Gefühle sprechen? Macht ihr das auch? Wenn du dich überfordert fühlst, sollte sie sich zumindest mal für ein paar Wochen professionelle Unterstützung holen. Sie scheint in einem Teufelskreislauf zu sein, und da darf man nicht lange warten. Wenn sie schon Angst davor hat, nicht zu schlafen, wird sie garantiert nicht schlafen. Genau diese Konditionierung kann man mit Hypnose gut unterbrechen, aber die Ursachen müssen bei ihr natürlich auch aufgeräumt werden.

    Hallo Schneemann,


    ich kann deine Frau mehr als gut verstehen. Kurz vor der Geburt meines Kindes ist mein Vater ebenfalls verstorben und ich hatte große Schlafprobleme. Das ganze ist inzwischen einige Jahre her und es hat sich (zumindest meistens) wieder gelegt. Aber die Zeit habe ich noch als sehr anstrengend und belastend in Erinnerung. Die Trauer konnte nicht raus und die Freude über das Baby auch nicht so richtig... und ich stand aufgrund des Schlafmangels (und der Hormone) mehr als neben mir. Außer für das notwendigste zu funktionieren ging nicht viel.


    Was hat mir geholfen? Eigentlich nur die Zeit. Und es war eine lange Zeit. Bestimmt das ganze erste Jahr war ich hundemüde. Mir hat es geholfen mich mit dem Baby einfach hinzulegen und mir zu sagen, dass es schon ausreicht, wenn ich mich ausruhe. Schlafen muss nicht sein. (Der kam dann hin und wieder von alleine).


    Ansonsten ist natürlich Entlastung hilfreich: Das Baby abgeben zu können zum Wickeln, vielleicht auch mal zum Fläschchen geben oder für einen kleinen Spaziergang im Kinderwagen. Denn zusätzlich zu dem Schlafmangel hat mich das Gefühl der Verantwortung sehr belastet, ich konnte nicht abschalten, ich musste ja für das kleine Wesen sorgen. Da tat es gut zu wissen, dass jemand die Verantwortung mit mir teilt.


    Vielleicht hilft deiner Frau auch ein leichtes Schlafmittel. Das ist jedoch natürlich schwierig wenn sie stillt (ich hatte nach 2 Monaten abgestillt, im Nachhinein tut mir das zwar leid, aber in der Situation nicht anders.)


    Letztendlich hilft aber wirklich nur Geduld, Geduld, Geduld. Geduld von deiner Frau sich selbst gegenüber. Und Geduld von dir. Denn von meinen Mann weiß ich, dass es ebenfalls super anstrengend für ihn war.


    Euch alles Gute!