Schlafstörung, Depressionen etc..

    Hallöchen.


    Vorerst, ich weiß, dass mir ein Gang zum Psychologen / Psychater nicht erspaart bleibt.


    Zu mir, Ich bin 18, weiblich, ehemalig. Speed abhängig, gelegentlicher Konsum von XTC (Beides habe ich auch nie wieder vor.) konsumiere noch immer gelegentlich Cannabis.


    Mein erstes Trauma hatte ich mit 6, drüber sprechen möchte ich nicht.


    Mit ungefähr 9 Jahren ist mir eine Sicht aufgefallen, wie bei meinem Fernseher damals, wenn der Kabelempfang weg war, alles voller kleiner, feiner, tanzender schwarzen und weißen punkten. Manchmal auch Bunte, wenn ich die Augen schließe kann ich Geometrische Muster wahrnehmen.


    Nach der Trennung meiner "ersten großen Liebe" mit 14 - in verbindung mit meiner nicht gerade positiven Situation zu Hause war für mich da psychisch vorbei. Meine Motivation für die Schule ging verloren.


    Über ein Jahr Psychotherapie brachte nicht's, und fing während der Psychotherapie noch mit den Drogen an, brach diese ab, es wurde darauffolgend alles schlimmer.


    Seitdem ich 16 bin höre ich stimmen, beispielsweise als würde jemand durch einen Polizeifunk zu mir sprechen wollen.


    Wenn es mir wirklich schlecht geht, sprechen diese mein Handeln und tun nach. Manchmal ist es so, als würden meine eigentlichen Augen hinter meinen Augen sitzen, und es fühlt sich an als würde nicht wirklich ich meine Hände bewegen.


    Ich bin relativ viel niedergeschlagen, habe aber auch meine Momente, wo ich viel und auch unangebracht lache. Ich wirke taktlos, direkt und wirke laut anderen in meinen Emotionen ziemlich verflacht. Ich verstehe oft nicht, was man mir sagen will, und nehme oft gesagtes schon gar nicht mehr wahr. Zudem kann ich mich irgendwie nicht mehr so bewegen wie früher. Meine Bewegungen sind oft ruppig und ich merke teils nicht, wenn ich auf harten Gegenständen sitze. Ich kann seit gut 10 Jahren nicht mehr ordentlich schlafen, schlafe teils nur 2-3 Stunden, kriege es einige Nächte gar nicht hin zu schlafen.


    Ich weiß, das ist nur ein kleiner einblick..


    Nun hatte ich seit langen eine Beziehung, wo ich hätte sagen können, dass diese gut läuft. Ich war seit langen mal wirklich Glücklich. Bei einem Streit zwischen meinen und seinen Eltern stellte sich raus, dass der liebe Kerl Schizophren sei, und dann fing seine Mutter an gegenüber meiner Eltern mich ebenfalls als Schizophren zu bezeichnen. Ich mein, ich verstand mich wirklich gut mit ihm auf jegendlichem Level. Ich hätte niemals gedacht, dass er irgendwie Schizophren wäre, zumal Geisteskrankheiten auch so eine Definition in sich sind.


    Jedenfalls, genauso wie ich lehnten meine Eltern diese gewagte Aussage ab. Keiner der beiden Elternteile erlaubt uns nun gegenseitig uns zu treffen, die Mutter mit der Aussage, dass ich "Geisteskrank wäre, ihr Sohn eine Psychose habe" und meine Eltern halt auch, mit der Begründung, "Weil er Geisteskrank ist".


    Das ganze, zusammen mit meiner Katze die kürzlich verstorben ist hat mich in ein ziemlich tiefes Loch geworfen, und ich weiß gerade nicht mehr so recht wo ich hin soll.


    Freunde habe ich keine, ausser meine Eltern, die genügend Probleme haben. Wenn ich über meine Probleme rede, heisst es oft nur, dass ich in's Krankenhaus soll.


    Nun wurde ich mit den Diagnose "Schlafstörung, Drogenmissbrauch, Psychose" in die Klinik überweisen, wo ich zur entgiftung sollte. Dort ist momentan seit gut 1 1/2 Monaten kein Platz frei, darum wollte ich a) eine Meinung dazu haben, weil ich geh in meinen Augen nur von Depressionen aus, die bis heute nicht weg sind und sich manifestiert haben oder so und b) wann ist die beste Zeit, sich eine neue Überweisung zu holen? Oder sollte ich mir einfach einen Psychologen suchen?


    Mit freundlichen Grüßen,


    Lisa... X-

  • 7 Antworten

    Kurze Anmerkung: Ich bin keineswegs suizidal oder hätte die Absicht mich selbst zu verletzen. Ich habe mir meine Kompensation in einer der schlimmsten Wege gesucht, das weiß ich selber. Aber es gibt noch so vieles zu erleben, dass ich es nicht einseh, meinem Leben frühzeitig ein Ende zu setzen.

    Hallo Lisa,


    na da hast du in deinem jungen Leben ja schon einiges durch.


    Deine Fragen kann ich dir nicht wirklich beantworten, ich bin auf dem Gebiet nun wirklich kein Experte, auch wenn ich aus deinen Schilderungen nicht "nur" von einer Depression ausgehe, sondern von weiteren psychischen Störungen. Endgültig klären kann das wohl nur ein Psychologe. Aber das weißt du selbst :-)


    Mich würde interessieren, ob die Diagnose "Schizophren" bei deinem Freund wirklich gestellt wurde oder ob das nur eine Vermutung seiner Eltern/seiner Mutter ist? Und weshalb genau will sie nun nicht, dass ihr euch trefft? Deine Eltern denken nicht, dass dein Freund schizophren ist, aber lehnen trotzdem ab, dass ihr euch trefft. Entschuldige bitte, aber ich glaube, ich habe das nicht so ganz verstanden. X-

    Stehst du auf der Warteliste für einen Klinikplatz?


    Irgendwie scheint es mir so, dass deine Eltern den Jungen abwerten, damit sie sich nicht damit auseinandersetzen müssen dass ihre Tochter eventuell. auch Schizophren ist.


    Wenn ein als schizophren Diagnostizierter die ihm verordneten Medikamente regelmäßig einnimmt,


    und sie so wirken, wie sie sollen dann wird ihm auch keiner anmerken dass er schizophren ist.


    Dass jemand an Schizophrenie erkrankt ist kommt meistens dadurch raus, dass sie es selber erwähnen, oder die Medikamente wirken nicht mehr richtig, bzw. der Erkrankte setzt sie einfach ab und wird dann auffällig.


    Da du hier sehr klar und keineswegs verwirrt rüber kommst würde ich momentan auch eher darauf tippen dass es bei dir Depressionen mit psychotischen Symptomen sind.

    Zitat

    Wenn ein als schizophren Diagnostizierter die ihm verordneten Medikamente regelmäßig einnimmt,


    und sie so wirken, wie sie sollen dann wird ihm auch keiner anmerken dass er schizophren ist.

    Ja, das stimmt. Ich kannte jemanden, einen älteren Mann, bei ihm hätte ich es nie vermutet.

    Ich steh auf der Warteliste, aber ein Platz wird nicht frei.


    Kann gut hinkommen. Die Psychose seh ich ein. Klar schaut man nach, ich sag zwar das viele dieser "Negativsymptome" die Annahme der Mutter bestätigen könnten (Sie weiss nicht von dem was ich noch wahrnehme und hören kann)


    aber das tun sie auch auf viele mit anderen Psychische Erkrankungen. Und sagen was ich letztendlich habe, wie man mir wirklich helfen kann, kann eh nur ein Psychologe, keine wildgewordene Mutter.


    Schön zu hören, dass wenigstens jemand mich nicht gleich als Geisteskrank abstempelt.


    Mit meinen Eltern sind seit der Aussage der Mutter wie gesagt kaum noch Gespräche möglich.

    In den Medien sieht und hört man immer nur die Negativbeispiele von an Schizophrenie Erkrankten.


    Dass es sehr viele an Schizophrenie erkrankte gibt de völlig unauffällig und ganz normal ihr Leben mit Hilfe von Neuroleptika meistern wird in den Medien selten erwähnt.


    Da werden immer nur diese Extrem Fälle wie Anders Breivik erwähnt und dadurch die Angst vor an Schizophrenie erkrankten geschürt.


    Du brauchst einen Psychiater und keinen Psychologen. Psychologen verschreiben keine Medikamente.