Aber du bezahlst doch den Friseur, wenn die Frisur hinterher aussieht wie der letzte Mist, ist das nicht deine Schuld. :)z


    Genauso darfst du sagen "Ich fühle mich nach unseren Therapiestunden immer schlecht" oder auch "Ich habe Schwierigkeiten damit mich selbst in der Therapie zu öffnen...ich weiß ich sollte es, aber ich weiß nicht wie..."

    Ja das stimmt schon, dass es nicht meine Schuld ist, wenn die Haare verschnitten werden. Aus der Perspektive kann ich das selbst immer nicht sehen, da muss ich erst immer von außen daran erinnert werden, dass es auch eine andere Sicht gibt. Ich hätte mir wahrscheinlich gedacht, dass ich vielleicht gewackelt hab oder mich falsch ausgedrückt hab und der Friseur deswegen die Haare so blöd geschnitten hätte :-/


    Hach das ist so schwierig für mich, mich nicht ständig schuldig zu fühlen.

    Dazu fällt mir was ein: "Guten Tag, mein Name Edward Lewis, ich bin furchtbar wütend auf meinen Vater" ...


    :p> (dafür hatte ihm der Therapeut wohl 10 000 USD abgenommen)


    ... die Story hatte auch ein Happy End... |-o


    ist "ot", sry

    An dem Punkt kann man arbeiten :)


    Weißt...ich bin ja selbst nicht besser...


    Einmal war ich beim Friseur und sah hinterher aus wie ein gerupftes Huhn...(Ich hätte echt stopp rufen sollen, als der mit einem Messer an meine EH SCHON DÜNNEN Haare ging) Sagen konnte ich in dem Moment nichts... Erst zuhause hab ich das ganze Ausmaß der Katastrophe gesehen...


    (Ich trage Brille, muss also dem Friseur zu 100% vertrauen, denn ich seh ja kaum was er macht...)


    Heute (nach meiner Therapie) würde ich das so nicht mehr hinnehmen... Eine Kleinigkeit gut...aber son Hühnerfederkopf...


    (Selbst 3 Monate später konnte eine andre Frisöse mir kaum helfen...)


    Weißt du, ich denke du solltest dich und deine Bedürfnisse anfangen wichtiger zu nehmen...


    Für den Therapeuten ist es seine Arbeit deine Knoten zu entwirren, aber das kann er nur, wenn du ihm die Knoten aufzeigst.

    Ja.. Ich hab Angst dass ich das nicht schaffen werde und mich immer selbst hassen werde.


    Das tut so weh mich selbst von außen zu betrachten, wie wenig selbstbewusst ich bin, dass ich eher noch wie ein Kind statt wie ein Erwachsener handele, wie ich mich erbärmlich fühle. Ich will mich so nicht sehen.

    Herbstnacht,


    Ich hatte am Anfang die gleichen Probleme. Meine Therapie hat mich innerlich völlig entgleist und ich konnte es nicht äussern. Bis zum nächsten Mal hatte ich die Situation meistens auch wieder verdrängt. Ich hab es dann einmal wirklich aufgeschrieben und wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass ich immer Mails schreibe, wenn es so ist. Auch das hat mich sehr viel Überwindung gekostet und ich musste es üben. Aber ich habe es ein bisschen gelernt. Gleichzeitig hat mein Therapeut dadurch gemerkt, dass er viel zu schnell war. Ich konnte das in dem Tempo nicht verkraften. Wir haben ein wenig gedrosselt und es wurde etwas besser. Manchmal braucht die Psyche Zeit. Schließlich hat es einen Grund, warum man Ereignisse nicht gleich zu Beginn verarbeiten konnte, als sie eintraten. Da kann man sie jetzt auch nicht einfach lostreten und den Prozess einfach ungefiltert nachholen. Wenn das so einfach ginge, müsstest du wahrscheinlich nicht in Therapie. Das ist zumindest deinem Therapeuten bewusst und er ist dazu da und bereit dir zu helfen. Vielleicht kannst du das als weiteres Thema sehen mit der Rückmeldung und versuchen zu üben. Auch das gehört zum Prozess. Als meiner erkannte, dass es mir so schwer fiel, hat er versucht mir da viel Hilfestellung zu geben und auch gezielt in die Richtung gefragt. Das hat geholfen. Sei etwas geduldig mit dir. Auch Hilfe annehmen muss man manchmal lernen. Nimm am besten einen Zettel mit, falls du es nicht ansprechen kannst. Oder schreib gleich einen Mail und sag, dass du es nie geschafft hast bisher und Angst hast, es wieder nicht zu sagen. Damit können Therapeuten umgehen.