Und ich denke, es ist viel leichter aus einer "tiefen" Dissoziation rauszukommen, en ich erstmal kapiert habe das eine solche vorliegt. (das merke ich aber eher erst wenn es vorbei ist)


    Aber gegen die Alltags-Grunddissoziation fühle ich mich machtlos.


    Und dann ist da auch noch dieses Dauerstress-Gefühl.... So gern wäre ich einfach mal wieder voll hier, entspannt und wahrnehmend

    Zitat

    Wobei das früher vielleicht auch ein: "Ich traue mich nicht, zuzugeben was ich mag"

    Ich glaube, da habe ich vorhin etwas wichtiges gesagt. Ich habe mir oft nicht erlaubt, das zu fühlen was ich fühlte. weil rational, etwas dagegen gesprochen hat. Weil andere "das ja bestimmt nicht so gemeint haben" oder "einen guten Grund dafür hatten....weil andere das was ich empfinde oder mag blöd finden könnten usw.


    Deswegen auch immer ein "mir egal" wenn mich jemand gefragt hat, ob ich dies oder jenes machen will. ich habe mich nicht getraut, zu fühlen was ich wirklich möchte, weil ich Angst hatte, andere finden mich dafür doof.


    Ich denke, es kann aber durchaus sein, dass ich zwar zugeben kann, dass es rational gesehen keinen Sinn macht was ich fühle - ich dem Gefühl aber trotzdem glaube, erlaube da zu sein und es ernst nehme. Oder ich mich trotzdem verletzt fühlen kann, auch wenn die andere Person bestimt einen guten Grund hat, das zu tun. Ich habe mir das dann nie erlaubt. Und es gibt immer einen Grund, warum man etwas tut - also durfte ich mich deswegen nie negativ fühlen.


    Oder in Kunstklasse, mich nicht trauen zu malen, bzw. mir selbst gegenüber zu behaupten "ich weiß nicht was ich malen soll" - die anderen könnten ja hässlich finden was ich male, das Motiv lächerlich finden ... das hat mir wohl einiges an Potential genommen, ich war so schon nicht schlecht, aber ich weiß, es wäre besser geworden, wenn ich mich nicht selbst blockiert hätte. ...und am Ende habe ich ganz aufgehört :-/ ...Eigentlich sollte ich wieder anfangen...


    Ich denke, das ist ein Ansatzpunkt. Mir die Gefühle nicht ausreden. Sie sein lassen, akzeptieren, anhören, und Ernst nehmen, auch wenn sie was anderes sagen als mein Gehirn. Diese Verschiedenheit erlauben. Beides als gute Berater sehen. Dabei weiß ich eigentlich schon lange, dass ich Entscheidungen nicht bereue egal was passiert, wenn ich mache was ich wirklich "will" (Gefühl) im Gegensatz zu, wenn ich mache was ich denke, dass ich tun sollte.


    Danke fürs zuhören bei meinen Monologen Cytex ;-D :)_

    Zitat

    Mir die Gefühle nicht ausreden. Sie sein lassen, akzeptieren, anhören, und Ernst nehmen, auch wenn sie was anderes sagen als mein Gehirn.

    Auf jeden Fall. Das Gehirn ist in diesem Punkt ein dysfunktionales Unfallopfer. Man kann es nicht abstellen, aber man sollte es nicht ernst nehmen. Braucht etwas Mut, weil man ihm so lange geglaubt hat.

    Wie ist es denn wenn du über Missbrauch anderer liest? Ich denke für mich war das sozusagen der Brecher damals. War allerdings nie völlig gefühlstaub was das betrifft, manche konkreten Situationen waren beim erleben definitiv mit Entsetzen und Gefühl von Falschheit begleitet und auch beim dran erinnern. Der Zugang zu meinen Emotionen ist aber jedenfalls auch nicht ganz normal (ich hab aber deutliche Zweifel dran ob das in meinem Fall dem Missbrauch zuzuordnen ist). Wird immer besser und ich hab sogar irgendwie Spaß dran (außer Aggros die mag ich wirklich wenig^^), aber manchmal gibt's da schon noch ziemliche Mauern.


    Für mich ein Hardcore-Song:


    https://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA


    Der Knackpunkt ist da für mich wohl die Schutzbedürftigkeit über die mit dem Missbrauch eben drübergetrampelt wurde. Vllt ist Schutzbedürftigkeit und die Annäherung an Gestattung von Schwäche ein möglicher Ansatzpunkt, würde zu dem selbst zu Bett bringen passen.

    Zitat

    Da helfen dann nicht mal die traurigen Lieder, die mich sonst doch manchmal schaffen, zum weinen zu bringen.

    Sowas ist auch nur ein eher kleiner Hebel der sich erstens abnutzt und zweitens eine gewisse Gefahr von Pseudohaftigkeit hat (ein höchst oberflächliches Abschöpfen der Emotion ohne wirklich tiefen Zugang, ein Tropfen rausnehmen auf nen heißen Stein fallen lassen und daneben steht ne ganze Tonne in die es möglicherweise auch noch reinregnet) - das soll dich aber nicht abhalten! Ich denke es ist gut dass es überhaupt geht.

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    Und ich frage mich ja auch, aus welchem Grund ich zu meiner Mutter so ein zwar gutes aber halt distanziertes Verhältnis habe. Ich habe sie schon mit 10 oder vorher nicht mehr als Ansprechpartnerin für meine Probleme gesehen. Kann mich aber nicht wirklich erinnern, dass da was war. Vielleicht habe ich sie ja auch selbst von mir ferngehalten ":/

    vllt wärst du gern von ihr beschützt worden?

    Zitat

    Im Endeffekt habe ich vielleicht ja da schon nicht mehr wirklich Nähe zulassen wollen.

    das ist aber auch gut denkbar (wobei vermutlich das eine das andere nicht unbedingt zwangsläufig ausschließen müsste)

    Zitat

    Deswegen auch der lange Beitrag um die Zeit. Es ist so eine generelle, innnere Gestresstheit die keinen Bezug zu meinem Alltag hat. Sie ist da, und ich krieg sie kaum weg.

    Wird das nicht schlimmer oder besser wenn du nichts zu tun hast, Urlaub oder so?

    Zitat

    apropos Schlaf, vielleicht kennt das jemand?

    nur das Gegenteil, also absichtlichen Schlafentzug, aber meine Schwester hat zumindest früher auch extremst geschlafflüchtet. Ob's beim Schlaf dann wie bei dir war weiß ich nicht, natürlich auch absolut nicht ob's bei dir dann wirklich Schlaf oder ne Dissoziierungsart war. Aber so oder so eigentlich ne recht verständliche Methode find ich. Meine Begeisterung am Durchmachen (mach ich aber kaum noch weil man ja leider auch älter und luschiger wird :°( ;-D) hab ich dagegen immer noch nicht völlig durchblickt.


    Was ich aber weder bei meiner Schwester damals noch bei dir glaube ist dass das eine Problemverarbeitungsmethode wäre sondern eben schutzhafte Verdrängung. Die natürlich ihren Sinn hatte, ohne wärst du vllt noch dissoziativer oder sogar derb Persönlichkeitsgespalten. Ich denke die Emotionsunzugänglichkeit ist auch eine Form der Spaltung, aber es könnte sehr viel schlimmer sein.

    Zitat

    Habe gestern mit meinem Freund einen Film geschaut. Mein Gehirn hat gesagt: Ja, das ist traurig. Mein Freund hat geweint. Und ich? %:| Nichts.

    ich finde ehrlich gesagt schon dass das nach einigem Druck klingt. Hm... die Probleme weg zu kriegen ist natürlich eine verständliche Motivation die man auch gern erledigt hätte aber ich fürchte psychisch ist es kein sonderlich zugänglichmachender Antrieb, u.U. vllt sogar im Gegenteil könnt ich mir vorstellen: "Weg damit" im Sinne von nicht damit auseinandersetzen müssen und weniger im "will ich ergründen und auflösen"-Sinne.


    Mit Dissoziation kenn ich mich aus eigener Erfahrung nur sehr sehr wenig aus (wohl Glück gehabt) und vllt macht's die Weggetretenheit eh unmöglich aber kannst du dich damit nicht irgendwie anfreunden, nicht so als neues Hobby oder so sondern halt auf die Akzeptanzschiene?


    Für mich starke Antriebe sind vllt auch nicht so ganz koscher aber vllt wirksamer um Zugang zur Tiefe zu bekommen, z.B. Neugier auf die allerdunkelsten Abgründe :-q :p> ]:D Möglich dass man solche Neugier entwickeln kann. Die geht auch super Hand in Hand mit der Akzeptanzschiene.


    Eine Idee noch: hervorlocken durch machen. Schauspielerei vllt sogar. Klingt unerhört aber ich hab den starken Verdacht dass das echt einige Leute machen (ohne sich das überhaupt einzugestehen^^ und manche bleiben scheinbar sogar Suchtmäßig drauf hängen aber ich denke durch bewusstheit müsste das gut vermeidbar sein) Und hast mal richtig heftig rumgebrüllt? Urschreitherapie sozusagen^^ Mach mal (und berichte dann ;-D ich hab mir das schon seit Jahren vorgenommen und trau mich net wirklich mal so richtig in den Himmel zu schreien, net mal mitten in der Pampa ;-D)


    Könnt sein dass das ein leicht chaotischer Beitrag ist (keine Ahnung :-D mir kommt er natürlich total verständlich vor ;-D), also sorry fall's mühseelig zu lesen, hab, äh.. nicht geschlafen^^ (aber das hat zu einem guten Teil organisatorische Gründe o:) )

    ein Nicker lass ich noch da:

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    Ich denke, das ist ein Ansatzpunkt. Mir die Gefühle nicht ausreden. Sie sein lassen, akzeptieren, anhören, und Ernst nehmen, auch wenn sie was anderes sagen als mein Gehirn. Diese Verschiedenheit erlauben.

    :)z ...so, tschöö... ein Nicker dann ein Nickerchen zzz (ach oder vllt auch nicht mehr^^)

    Sorry, die letzten Tage waren viel, bin nicht eher dazugekommen.

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    Wie ist es denn wenn du über Missbrauch anderer liest?

    Wenn ich lese glaub ich nicht allzu viel.... Wenn ich allerdings real eine Szene mitbekomme, wo ein/e Frau/Mann tatsächlich oder mutmaßlich sexuell belästigt wird, werde ich sehr wütend und möchte einschreiten. (Je nach Situation habe ich das auch schon getan) Zum Teil nimmt mich das sehr mit wühlt mich sehr auf.

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    Und ich frage mich ja auch, aus welchem Grund ich zu meiner Mutter so ein zwar gutes aber halt distanziertes Verhältnis habe. Ich habe sie schon mit 10 oder vorher nicht mehr als Ansprechpartnerin für meine Probleme gesehen. Kann mich aber nicht wirklich erinnern, dass da was war. Vielleicht habe ich sie ja auch selbst von mir ferngehalten ":/

    vllt wärst du gern von ihr beschützt worden?

    Das Verhältnis hat vor dem Missbrauch schon nicht gepasst, sie war zuvor schon keine Ansprechpartnerin für mich. Wer weiß, wenn sie das gewesen wäre, wäre das ganze vielleicht nicht so lange gegangen.


    Keine Ahnung warum ich sie schon so früh von mir weggehalten habe.

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    Zitat

    Deswegen auch der lange Beitrag um die Zeit. Es ist so eine generelle, innnere Gestresstheit die keinen Bezug zu meinem Alltag hat. Sie ist da, und ich krieg sie kaum weg.

    Wird das nicht schlimmer oder besser wenn du nichts zu tun hast, Urlaub oder so?

    Ich denke es war besser, als ich ein paar Tage mit Zelt und Rucksack fernab der Zivilistation war. Und ich erinnere mich an eine Situation, da war ich aufgrund aufregender Umstände ein paar Tage mit wenig und schlechtem Schlaf gesegnet. Und als ich dann wieder die Möglichkeit hatte zu schlafen, war ich tatsächlich dann am Ende eines kleinen Schlafmarathon recht tief entspannt im Bett meines Freundes gelegen.


    Aber so...das tiefenentspannte aufwachen am Wochenende gibts nicht mehr, selbst wenn es zumindest offensichtlich keinen Stressfaktor gibt.


    Gerade bin ich tatsächlich relativ entspannt - vielleicht als Gegenzug zu den Momenten gestern in denen ich wirklich zum zerbersten angespannt war (und gefühlsmäßig vermutlich auch eher etwas weiter weg) ....und dem moment gestern, an dem ich einfach völlig zusammenhangslos angefangen habe zu heulen. "Lustigerweise" lief erst eine ganze Weile mein linkes Auge und mir war noch nicht bewusst, dass mich gerade überhaupt irgendwas bewegt....und dann wurde ich aber furchtbar traurig und habe angefangen zu weinen. Mein Auge wusste schon vor mir was bei mir los ist, schon, als ichs noch verdrängt hatte.

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    ich finde ehrlich gesagt schon dass das nach einigem Druck klingt. Hm... die Probleme weg zu kriegen ist natürlich eine verständliche Motivation die man auch gern erledigt hätte aber ich fürchte psychisch ist es kein sonderlich zugänglichmachender Antrieb, u.U. vllt sogar im Gegenteil könnt ich mir vorstellen: "Weg damit" im Sinne von nicht damit auseinandersetzen müssen und weniger im "will ich ergründen und auflösen"-Sinne.


    Mit Dissoziation kenn ich mich aus eigener Erfahrung nur sehr sehr wenig aus (wohl Glück gehabt) und vllt macht's die Weggetretenheit eh unmöglich aber kannst du dich damit nicht irgendwie anfreunden, nicht so als neues Hobby oder so sondern halt auf die Akzeptanzschiene?

    Ja, das klingt gut und ich werde es noch verstärkt versuchen :-D


    @:) Schlafen gehen nicht vergessen S. wallisii ! :=o

    Nö war brav :-D hab an dem Tag schon noch gepennt, wie gesagt, man wird halt doch alt und luschig^^ War seitdem auch nimmer hier insofern ist das "sorry" absolut nicht nötig (wär's meiner Ansicht nach ganz generell nicht).

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    Wenn ich allerdings real eine Szene mitbekomme, wo ein/e Frau/Mann tatsächlich oder mutmaßlich sexuell belästigt wird, werde ich sehr wütend und möchte einschreiten. (Je nach Situation habe ich das auch schon getan) Zum Teil nimmt mich das sehr mit wühlt mich sehr auf.

    Das ist auf jeden Fall gut in dem Zusammenhang. Dir werden bestimmt immer wieder mal Trigger begegnen, nimm sie wie sie kommen und zwing dich dann nicht krampfhaft direkt Zugang zum "eigenen" herzustellen. Sowas kratzt eh und automatisch an der abschottenden Hülle die man über das eigenen Erlebte und die zugehörigen Emotionen gelegt hat. Dazu ne Prise Bewusstheit um die (zumindest anteilig) stellvertreterische Art dieser Wut und ne Prise Offenheit/Bereitschaft für den Kontakt mit dem "eigenen", und vllt ist das sogar schon der Fall :-)

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    Das Verhältnis hat vor dem Missbrauch schon nicht gepasst

    dann ist der Missbrauch hierfür natürlich auch nicht ursächlich.

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    sie war zuvor schon keine Ansprechpartnerin für mich. Wer weiß, wenn sie das gewesen wäre, wäre das ganze vielleicht nicht so lange gegangen.

    das ganze gibt's aber auch als Nachwehe, was sich so äußert wie du da schreibst "was wäre wenn (gemerkt worden wäre)".


    Da kann einen schon allein die gewöhliche Ratio (auch ohne Hilfe von Blockaden) natürlich sehr daran hindern ein solches Gefühl Nach-auszuleben. Weiß zugegebenermaßen aber auch nicht wie wichtig das ist, ich hab zur Hochzeit der Missbrauchsverarbeitung drauf verzichtet dieses Gefühl meiner Mutter gegenüber zum Ausdruck zu bringen (was sozusagen die Krönung des Nach-auslebens/zulassens wäre und damit potentiell (aber nicht automatisch) am stärksten auflösend wirken würde).


    Besser so, sagt die Ratio, hätte vllt nur wenig nachhaltige Erleichterung gebracht rein auf Kosten einer Verschärfung ihrer vermutlich eh bestehenden Schuldgefühle. Hat wahrscheinlich recht die Ratio, aber das Problem bei Aufarbeitung kindlicher Traumas ist halt leider dass das alles keinem rationalem Erwachsenen passiert ist sondern eben einem Kind und entsprechend kindlich, auf den ersten Blick meist wenig logisch und vollständig egoistisch sind dann auch oft die Emotionen die Nach-ausgelebt/zugelassen werden wollen.

    Zitat

    Keine Ahnung warum ich sie schon so früh von mir weggehalten habe.

    Vllt erschießt es sich dir noch und wenn nicht wird daran dein weiterkommen trotzdem nicht scheitern.

    Zitat

    Ich denke es war besser, als ich ein paar Tage mit Zelt und Rucksack fernab der Zivilistation war.

    Ja, das glaub ich sofort :-D Ich denke das ist auch generell so mit einer der gesündesten Sachen mit der man seine Psyche streicheln kann, mach doch mal wieder :-)

    Zitat

    Aber so...das tiefenentspannte aufwachen am Wochenende gibts nicht mehr, selbst wenn es zumindest offensichtlich keinen Stressfaktor gibt.

    Normalerweise würd ich bei sowas als erstes daran denken dass es vllt Angst davor ist was hochkommen könnte wenn man mal wirklich zur Ruhe kommt, aber nachdem du ja meditierst und es geht wäre das zumindest komisch.

    Zitat

    Gerade bin ich tatsächlich relativ entspannt - vielleicht als Gegenzug zu den Momenten gestern

    Das klingt nach einem Auslebungsdefizit, aber das ist jetzt wohl net so die Erkenntnis, siehe ganzes Fadenthema^^


    Angst vor dem was bisher verborgen/verdrängt/unterdrückt ist/war ist vermutlich in jedem Fall wahrscheinlich, aber das wäre ok, nur nicht hindern lassen.

    Zitat

    völlig zusammenhangslos angefangen habe zu heulen. "Lustigerweise" lief erst eine ganze Weile mein linkes Auge und mir war noch nicht bewusst, dass mich gerade überhaupt irgendwas bewegt....und dann wurde ich aber furchtbar traurig und habe angefangen zu weinen. Mein Auge wusste schon vor mir was bei mir los ist, schon, als ichs noch verdrängt hatte.

    :)* ...das finde ich übrigens auch ein gutes Zeichen.


    Eben solche Nummern können bei mir auch vorkommen wenn ich bzgl irgendwas ausreichend Unwillen hab mir das anzusehn, gut wenn der Knoten dann mal platzt. :)z Ist bei mir auch oft ziemlich albern eigentlich, z.B. ne eher wenig beeindruckende Angepisstheit den ganzen Tag so dermaßen verdrängt am Rand spazieren zu tragen dass ich mich dann sogar ganz bewusst fragen kann warum ich denn eigentlich so scheiße drauf bin ohne drauf zu kommen^^ %-| (wenn man sich auf seine Selbstreflektionsfähigkeit auch noch was einbildet ist das natürlich mindestens latent beschämend vor sich selbst ;-D )

    Zitat

    Naja ich weiß zumindest, dass ich zu dem Zeitpunkt beschlossen habe, nicht mehr zu lachen wenn mich jemand kitzelt - bis ich es einfach nicht mehr spürte, nicht mehr zu weinen wenn mich jemand schlägt. Weil ich damals schon gemerkt habe, dass die anderen Kids /meine Brüder damit aufhören, wenn halt die erwünschte Reaktion nicht kommt.


    Keine Ahnung ob es daher kommt, aber das ist ja schon ein Ausschalten der Gefühle.

    Ich würde behaupten, dass diese bewusste Entscheidung dazu der Anfang ist und sich das nach und nach verselbstständigt. Später läuft dieses Abschalten als "Selbstschutz-System" dann voll-automatisch. Keine Ahnung ob das umso ausgeprägter ist, je jünger man zu Beginn ist. Aber ich glaube es ist so.

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    Ich habe bevor ich drei war auch schon beschlossen mich jetzt selbst ins Bett bringen zu können und das von da an gemacht. (das weiß ich nur aus Erzählung) Willensstärke war in dem Alter schon da bei mir.

    Wenn du an deiner Oma gehangen hast und sie eine Bindungsperson für dich gewesen ist, dann finde ich es persönlich nicht überraschend, dass du nach ihrem Tod nicht von jemand anderem (als ihrem Nachfolger) ins Bett gebracht werden wolltest. Um den Platz (ihren Platz) nicht neu zu besetzen. Auch das mit dem danach Nähe/Bindung nur noch bedingt zuzulassen bzw. zu vermeiden, um sich vor weiterem Verlust zu schützen.


    Wenn die Oma vielleicht sogar die einzige wirklich nahe Person gewesen sein und da schon irgendwas mit deinem Vater gewesen sein sollte, dann käme das noch verschärfend hinzu.

    @ wallisii

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    Aber so...das tiefenentspannte aufwachen am Wochenende gibts nicht mehr, selbst wenn es zumindest offensichtlich keinen Stressfaktor gibt.

    Normalerweise würd ich bei sowas als erstes daran denken dass es vllt Angst davor ist was hochkommen könnte wenn man mal wirklich zur Ruhe kommt, aber nachdem du ja meditierst und es geht wäre das zumindest komisch.

    Ja, das scheint nicht so das Problem zu sein. Ich kann im Gegensatz zu einigen Leuten die ich kenne es auch gut aushalten, nicht nebenher noch von tausend Dingen abgelenkt zu werden. Nicht immer Musik/Radio/Fernseher laufen zu haben, ich bin gerne in stillen Räumen und laufe gerne durch die Gegend ohne telefonieren zu müssen, nebenher etwas zu spielen/hören/machen.


    Es wäre genug Platz, das was hochkommen könnte. Ist aber für gewöhnlich nicht der Fall.

    @ Zuschauer:

    Zitat

    Wenn du an deiner Oma gehangen hast und sie eine Bindungsperson für dich gewesen ist, dann finde ich es persönlich nicht überraschend, dass du nach ihrem Tod nicht von jemand anderem (als ihrem Nachfolger) ins Bett gebracht werden wolltest. Um den Platz (ihren Platz) nicht neu zu besetzen. Auch das mit dem danach Nähe/Bindung nur noch bedingt zuzulassen bzw. zu vermeiden, um sich vor weiterem Verlust zu schützen.


    Wenn die Oma vielleicht sogar die einzige wirklich nahe Person gewesen sein und da schon irgendwas mit deinem Vater gewesen sein sollte, dann käme das noch verschärfend hinzu.

    Ja, logisch ist das. Aber ob es so war, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann mich nicht bewusst an meine Oma erinnern, ich weiß nicht, wie ich zu ihr gestanden habe. Meinte Mama meinte nur, sie hätte mich öfter mal ins Bett gebracht.


    Ich kann mich nur an Fotos von ihr erinnern. Woran ich mich allerdings auch noch erinnern kann, ist ihr Wohnzimmer, bzw. das Sofa - das war besonders gut zum spielen gestellt ;-D Aber ob ich das von Fotos weiß, oder mich tatsächlich erinnere, weiß ich auch nicht.


    Mein Vater muss eine starke Bindungsperson gewesen sein, den habe ich glaube ich als kleines Mädchen besonders gemocht. Wurde aber mit Sicherheit sehr früh von ihm enttäuscht/ verlassen.


    Der hat mich auch ziemlich geprägt mit seinem Verhalten. Gerade zum Beispiel hätte ich gern am liebsten um mich geschlagen, mich verkrochen und geweint (das habe ich dann auch noch gemacht, kann ja nicht schaden ;-D ), nur weil ich jemanden um Hilfe fragen sollte, ich unter Umständen ja stören könnte und die Anfrage unangemessen sein könnte. Anrufen? Um Gottes Willen! ...E-Mail ging dann irgendwie, aber mit laaangem Sträuben. Das ist für mich manchmal fast unmöglich das zu machen, furchtbar, grausam...


    Und ich weiß, dass mein Vater daran schuld ist. Immerhin ist es etwas besser, seit mir das bewusst ist.