• Seit Langem wieder Suizidgedanken

    Hallo Das letzte Mal, dass ich an Suizid gedacht hatte, ist mindestens ein paar Monate her. Ich bin heute an meinem Schreibtisch gesessen. Irgendwie war ich total klar im Kopf. Ich konnte nicht mehr meine Situation verdrängen. Ich konnte mich nicht ablenken. In meinem Gehirn poppten Suizidgedanken auf. Weil ich gemerkt habe, wie aussichtslos meine Lage…
  • 70 Antworten

    Kann man mir überhaupt noch helfen? Will man mir überhaupt noch helfen?


    In meiner absolut hoffnungslosen Situation? Kranke Zähne, kranke Augen, kranke Psyche, kein Geld... das im Winter während einer Pandemie und mit einem sich stetig erwärmenden Planeten... ich sehe den Sinn des Leidens einfach nicht. Warum passiert gerade so dermassen viel Scheisse in der Welt und mit mir?


    Ich rechne einfach jedes Jahr damit, dass es mein letztes ist...


    Von Grundsicherung, Hartz4 etc. kann ich nur träumen. Ich habe wieder gesehen, was für ein beschissenes Land das ist, in dem ich leben muss. Es geht nur um Zaster, und wenn du keinen Zaster hast, dann gehst du eben unter.

    Der Staat interessiert sich einen Scheiss für mich. Arbeitgeber wollen die eierlegende Wollmilchsau, die 168 Stunden pro Woche arbeitet; paradoxerweise möglichst jung aber doch mit grosser Berufserfahrung. Und wenn der Arbeitnehmer nicht mehr funktioniert, wird er einfach in die Mülltonne geworfen. Soll sich jemand anders um den Müll kümmern... aber warte, der Staat will ja auch keine Verantwortung übernehmen...


    Das ständige Gelaber von Eigenverantwortung geht mir so auf den Sack. Denn das bedeutet ja bloss, dass der Staat seine Verantwortung gegenüber den Bürgern nicht wahrnehmen will. Der Staat sollte für seine Bürger da sein, nicht umgekehrt.


    Ja... dann sterbe ich halt wohl in diesem Drittweltstaat. Muss wohl so sein. Wie man sieht, ist Profit schliesslich wichtiger als Menschenrechte. Hey, ist ja scheissegal, wenn Kinder in Bergwerken verunfallen und durch unsere Waffen erschossen werden, schau mal wie dieses Geld schön funkelt! Schöne, schöne Knete! Mehr, mehr, mehr!

    Regiert von Psychopathen...


    Ich weiss wirklich, wirklich nicht mehr weiter. Alles kostet hier, es wird einem nichts geschenkt.

    HopeToRecover schrieb:

    Von Grundsicherung, Hartz4 etc. kann ich nur träumen. Ich habe wieder gesehen, was für ein beschissenes Land das ist, in dem ich leben muss. Es geht nur um Zaster, und wenn du keinen Zaster hast, dann gehst du eben unter.

    Der Staat interessiert sich einen Scheiss für mich.

    In welchem Land lebst Du denn?

    Aedgiva schrieb:

    In der Schweiz, soweit ich weiß.

    Ah, ok. Nur wie da die sozialen Absicherungen gegeben sind, weiss ich nicht. Deshalb ziehe ich mich hier - auch aus diesem Grund - jetzt auch komplett raus, weil der TE bisher nie über Anklagen hinauskommt.

    Fizzlypuzzly schrieb:
    Aedgiva schrieb:

    In der Schweiz, soweit ich weiß.

    Ah, ok. Nur wie da die sozialen Absicherungen gegeben sind, weiss ich nicht. Deshalb ziehe ich mich hier - auch aus diesem Grund - jetzt auch komplett raus, weil der TE bisher nie über Anklagen hinauskommt.

    Ach so... jetzt bin ich wieder der böse, böse Täter und der Staat ist das arme, arme Opfer.

    Zitat

    Das ständige Gelaber von Eigenverantwortung geht mir so auf den Sack.

    Was ist denn an Eigenverantwortung so verkehrt? Ohne geht es eben nun mal nicht und du kannst nicht erwarten, dass der Staat an deine Tür klopft und fragt, was du brauchst. Komische Einstellung von dir.

    paint-it-colourful schrieb:
    Zitat

    Das ständige Gelaber von Eigenverantwortung geht mir so auf den Sack.

    Was ist denn an Eigenverantwortung so verkehrt?

    Ich vermute der TE bezieht sich auf die Schweizer Politik. Als Schweizer mag ich das Wort "Eigenverantwortung" auch nicht mehr hören. Es wird uns von rechten Politikern eingehämmert immer dann wenn der Staat für gerechtere Bedingungen eintreten sollte. Wie letzten Sonntag in der Volksabstimmung, als es um die Verantwortung der Konzerne in der Dritten Welt ging. Da war diese "Eigenverantwortung" eine dieser Waffen gegen die Gerechtigkeit.

    Der TE hat sich bestimmt darauf bezogen.


    HopeToRecover soweit kann ich dich verstehen. Aber es geht um DEINE Verantwortung für DICH! Du musst nicht den verständlichen Hass auf bestimmte Zustände über dich siegen lassen. Versuche zu verändern was du verändern kannst! :)z

    HopeToRecover schrieb:

    Alles kostet hier

    Wo denn nicht?

    HopeToRecover schrieb:

    es wird einem nichts geschenkt

    Was fehlt denn?

    Sry, bin jetzt aber erst bei Seite fünf eingestiegen.

    Zitat

    Ich vermute der TE bezieht sich auf die Schweizer Politik. Als Schweizer mag ich das Wort "Eigenverantwortung" auch nicht mehr hören. Es wird uns von rechten Politikern eingehämmert immer dann wenn der Staat für gerechtere Bedingungen eintreten sollte. Wie letzten Sonntag in der Volksabstimmung, als es um die Verantwortung der Konzerne in der Dritten Welt ging. Da war diese "Eigenverantwortung" eine dieser Waffen gegen die Gerechtigkeit.

    Der TE hat sich bestimmt darauf bezogen.


    Möpi16

    bezogen auf das von mir fett gedruckte deines Zitats: das glaube ich eher nicht. Eigenverantwortung fängt nach meinem Verständnis erst einmal bei mir an. Ich kann nicht erwarten - pauschal gesprochen -, dass, wenn ich nichts auf die Reihe bekomme, der Staat kommt und mich pampert. Es ist immer leicht, einen Rumdumschlag zu machen und alles zu verdammen, was nicht in mein System passt.

    So etwas

    Zitat

    Der Staat interessiert sich einen Scheiss für mich. Arbeitgeber wollen die eierlegende Wollmilchsau, die 168 Stunden pro Woche arbeitet; paradoxerweise möglichst jung aber doch mit grosser Berufserfahrung. Und wenn der Arbeitnehmer nicht mehr funktioniert, wird er einfach in die Mülltonne geworfen. Soll sich jemand anders um den Müll kümmern... aber warte, der Staat will ja auch keine Verantwortung übernehmen...


    sind Stammtischparolen. Ich habe gerade in einem anderen Thread geschrieben, dass es auch ganz andere Arbeitgeber gibt als die, die hier beschrieben werden. Aber davon wollen Leute wie der/die TE ja nichts hören; passt eben nicht in das selbst gewählte Weltbild.

    Zitat

    Ich weiss wirklich, wirklich nicht mehr weiter. Alles kostet hier, es wird einem nichts geschenkt.

    Was soll man dazu sagen? Natürlich wird einem nichts geschenkt. Was für ein Anspruch ist das? Aber das System lässt auch niemanden verhungern; man muss sich nur um die Hilfe bemühen.

    Einfach mal wild in den Raum werfen, dass alles sch... ist, macht es nicht besser. Was bis jetzt unternommen wurde, damit es besser wird, habe ich z.B. noch nicht gelesen.

    Warum der/die TE so lebt, wie es jetzt ist und aus welchen Gründen, weiß auch keiner. Also kann man auch keinen Rat geben, wie es besser laufen könnte oder wo man ansetzen müsste.

    Zitat

    Kann man mir überhaupt noch helfen? Will man mir überhaupt noch helfen?

    Wahrscheinlich nicht. Was muss denn passieren, damit es dir besser geht? Was kannst du dazu beitragen?

    Vielleicht kannst du ja mal schreiben, was du bisher getan hast, um aus deiner Misere herauszukommen. Wäre bestimmt interessant zu lesen. Und jetzt nicht wieder pauschal alles verdammen.

    paint-it-colourful schrieb:
    Zitat

    Ich vermute der TE bezieht sich auf die Schweizer Politik. Als Schweizer mag ich das Wort "Eigenverantwortung" auch nicht mehr hören. Es wird uns von rechten Politikern eingehämmert immer dann wenn der Staat für gerechtere Bedingungen eintreten sollte. Wie letzten Sonntag in der Volksabstimmung, als es um die Verantwortung der Konzerne in der Dritten Welt ging. Da war diese "Eigenverantwortung" eine dieser Waffen gegen die Gerechtigkeit.

    Der TE hat sich bestimmt darauf bezogen.


    Möpi16

    bezogen auf das von mir fett gedruckte deines Zitats: das glaube ich eher nicht. Eigenverantwortung fängt nach meinem Verständnis erst einmal bei mir an. Ich kann nicht erwarten - pauschal gesprochen -, dass, wenn ich nichts auf die Reihe bekomme, der Staat kommt und mich pampert.

    Der TE hat sich aber deutlich auf die Volksabstimmung in der Schweiz bezogen. Warum auch nicht, das war in der Schweiz DAS Thema.


    Und jetzt zum Rest: Ich wollte den Diskussionsteilnehmern die besondere Situation zeigen, in welcher ein sogenannt "erfolgloser" in der Schweiz steht. Besonders in der Deutschschweiz.

    1. Misserfolge, Arbeitslosigkeit und und Armut sind grundsätzlich selbst verschuldet

    2. "Eigenverantwortung" ist das Schlagwort das immer dann in die Diskussion geworfen wird, wenn etwas gemeinsam angegangen werden muss. Es liegt z.B.in der "Eigenverantwortung", ob wir die Umwelt kaputt machen und billige Rohstoffe aus Kinderarbeit o.k. finden. "Eigenverantwortung" heisst bei uns nicht immer Verantwortung für das eigene Tun, sondern sehr gern auch "Jeder schaut mal zuerst für sich, unbekümmert um Schaden für andere".


    Dem TE habe ich dagegen geschrieben, er soll die Verantwortung für sich selber in die Hand nehmen, und sich nicht durch die Verhältnisse bashen lassen.

    Glaube mir: Du wirst mit solchen Appellen nur auf taube Ohren und blinde Augen treffen. Es lohnt sich nicht. Dir wird jeder einreden wollen, dass es DEIN Problem ist, dass du mit dieser kranken Welt nicht klar kommst. Geh zum Psychologen, der schiebt dir den Kopf gerade und gibt dir ein paar bunte Pillen, damit es erträglich wird.


    Solange hier jeder Montagmorgen auf Arbeit fahren kann, sein Geld am Monatsende bekommt und 14 Tage Urlaub im Jahr, wirst Du niemanden von der Wohlstandcouch hoch kriegen. Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, ist ein Kostenfaktor. Und wenn du irgendwann stirbst, bleiben von dir nur Abrechnungen übrig.