• Selbst einweisen? - Depressionen und latente Suizidalität

    Hallo, ich leide unter Depressionen und je nachdem was gerade passiert an Selbstmordgedanken. In die Tat habe ich bisher davon nichts umgesetzt, habe zu viel Angst vor Schmerzen, denke ich. Ich habe mir meine Depressionen in der Charite diagnostizieren lassen plus eine soziale Phobie und eine spezielle Zahnarztphobie. Nun ist es ja bekannt, dass viele…
  • 47 Antworten

    Ich habe vorhin das erstmal die Chatseelsorge in Anspruch genommen. Es tat gut, 45 Minuten schreiben. Das Thema entwickelte sich einfach. Die Mailseelsorge habe ich gleichzeitig mit in Anspruch genommen und da auch schon eine Antwort erhalten. Ich schaue jetzt dort immer rein und gucke nach freien Chatterminen.


    Die Psychologin meldet sich frühestens Dienstag, solange muss ich noch ausharren, bis ich weiteres weiß. Vorher habe ich noch diesen blöden Termin beim MDK. Habe vorhin festgestellt, dass ich am 24.11. genau ein halbes Jahr schon krank geschrieben bin. :(

    Zitat

    Diejenigen, die ohne Einweisung kamen, haben die erste Nacht auch auf der geschlossenen Station verbringen müssen. Ich konnte gleich auf eine offene.

    chi


    Also ganz so verlief das bei mir zumindest nicht. Ich war leider schon mehrere Male in der Psychiatrie, jeweilig immer mit Einweisung meines Hausarztes, bzw. Psychiaters.


    Vier Mal davon war ich die ersten drei Tage in einer geschlossenen Station. Ich denke, das ist immer individuell fallabhängig, wohin man kommt, welche Betten frei sind, wie akut die persönliche Aufnahmesituation ist, etc.


    sunflower_73 schrieb sehr informativ und richtig, wie es mit einer Aufnahme in der Psychiatrie vonstatten geht.


    Wenn Du Dir anders nicht zu helfen weißt, bietet sie Dir einen geschützten, betreuten Rahmen. Meines Wissens nach darf Dich niemand in der Psychiatrie abweisen, wenn Du Hilfe suchst.


    Zur Krisenintervention eignet sich die Einrichtung. Psychiatrien sind dennoch mit Vorsicht zu betreten...ist meine Meinung.


    Hab keine Angst, dass Du abgelehnt werden würdest. Eine Psychiatrie hat die Verpflichtung, Menschen, die in psychisch schwierigen Situationen sind, über den Berg zu helfen - etwas flapsig ausgedrückt.


    Mit den Medis: ich habe nie etwas bekommen/genommen, was mir nicht schon vorher verschrieben worden war. Du wirst als Mensch geachtet und Deine Meinung berücksichtigt. Du wirst nicht einfach mit irgendwas "zugedröhnt".


    Sowieso hast Du einen anderen Status, wenn Du freiwillig kommst.


    Den genauen Wortlaut, den Du sagen wirst, kann Dir keiner in den Mund legen. Du weißt selbst, weshalb Du Dich in einen geschützten Rahmen begeben möchtest. Von suizidalen Äußerungen würde ich Dir, wie Du selbst schon erwähnt hast, abraten, da läufst Du tatsächlich Gefahr, in einer geschlossenen Abteilung zu landen.


    Viel Kraft für Dich und alles Gute @:)

    Zunächst einmal wünsche ich der TE alles Gute und drücke alle Daumen, dass dir geholfen wird und du wenn du das wirklich willst schnell einen Platz in der Klinik bekommst!


    Ich selbst habe da leider gegenteilige Erfahrung gemacht von dem, was hier alle schreiben:


    Als ich in so einer Akutphase war, auch meine damalige Psychologin mir riet in eine Klinik zu gehen, bin ich zu der zuständigen Klinik bei uns gefahren um mich selbst einzuweisen, habe div. Probleme geschildert u.a auch, dass ich mich für massiv Selbstm. gefährdet halte, sogar schon Pläne hatte und alleine wohne und so erhielt ich ein Gespräch mit deinem der Klinikpsychologen, der nach all den Schilderungen sagte ich sei ihm nicht gefährdet, er gab mir zwei Tavor mit und sagte ich solle diese versuchen, wenn ich der Meinung bin, dass es nicht mehr geht....


    Seitdem habe ich bezüglich meiner Probleme nie wieder einen Arzt/Psychologen etc aufgesucht...


    Ich will dich damit nicht abschrecken oder dir jegliche Hoffnung nehmen, ich möchte dich nur vorwarnen, dass es vielleicht nicht immer so "glatt" läuft, wie hier alle schreiben, auch darauf sollte man sich einstellen/vorbereiten.

    @ Mittern8cht

    Natürlich gibt es auch absolute Flachpfeifen im klinischen Umfeld, habe auch da eine schlimme Erfahrung gemacht.... '


    *Kotzsmiley* :(v :°( :°( :°(


    Wie schon erwähnt, es geht ums Netzwerken, Erfahrungen austesten usw. . Ich kann mich z.B. ganz gut auf meine Psychiaterin verlassen, auch, wenn wir uns nur ganz selten sehen. Sie hält mir bisher zuverlässig den Rücken frei gehalten und hat bisher meine Erwartungen als Patientin sehr ernst genommen.... :)^ Deshalb auch der Tipp mit der Eigen-Information. Auch als psychisch Kranker muss man nicht alles annehmen / mitmachen, das gerade regional angeboten wird. Letztlich läuft vieles auf die Eigeninitiave des Patienten hinaus (und ja, ich finde das durchaus missglückt, dass bereits angeschlagene Personen so sehr für sich kämpfen müssen). Nur: Das System funktioniert leider für somatisch und psychisch Kranke annähernd gleich, wobei psychisch Kranke mit ihren speziellen Bedüfnissen und den eingeschränkten Möglichkediten tendenziell vernachlässigt werden... leider.

    Zitat

    Natürlich gibt es auch absolute Flachpfeifen im klinischen Umfeld

    Und wenn es sie gibt, habe ich das Talent immer genau jene zu finden! *sich den Kotzsmilie mal ausleih*


    Was das System angeht hast du natürlich recht!


    Ich verstehe allgemein nicht, wie man Menschen mit schlimmen psychischen Problemen sagen kann "Oh, Ihnen gehts grad scheiße, Sie stehen grade am Abgrund, warten Sie bitte noch 6 Monate auf einen Platz bei einem Doc/Klinik"


    Das ist mehr als demotivierend und grade Leute mit Depressionen und schlimmerem ziehen sich nach sollen An- und stetigen Absagen wohl immer mehr zurück, anstatt weiter aktiv nach Hilfe zu suchen :-|

    Joah, das finde ich auch mehr als scheisse! :(v Tut mir leid, dass du so viele schlechte Erfahrungen machen musstest... :)_ :)_ :)_ :°_ :°_ :°_


    Ich bin nicht aus D und frage mich immer und immer wieder, wie ein akut psychisch Leidender noch monatelang auf einen Termin warten soll....? In meinem Land kriege ich Psychiater- bzw. Psychologentermine innerhalt von 1-2 Wochen...


    Allerdings: Dafür ist in meinem Herkunftsland die stationäre Psychiatrie mit sehr hohen Aufnahmehürden verbunden und bietet nur zeitlich sehr eingeschränkte (wenn überhaupt) Aufenthalte in der Psychiatrie an., weil ganz wenig Plätze pro KH.. Alles nicht so dolle... :(v


    Ich persönlich wäre wohl bei einer mehrmonatigen Wartezeit völlig eingegangen, zumal ich ganz lange an meinem Zustand gezweifelt habe und das Ganze bei langen Wartezeiten wohl gar nie angegangen wäre... alleine, aus dem Gefühl heraus, dass ich nicht wichtig bin, dass ich ja gar nicht krank bin und / oder keine Hilfe verdiene.


    Das Bewussstsein über die Art und die Ausprägung meiner Erkrankung kam erst im Laufe der Zeit und mit den Informationen, die ich mir selber angelesen habe (Bücher, spezifische Foren usw)... davor war ich voll im "Reiss dich mal zusammen!"-Modus, wie ich es halt in meiner Familie gelernt habe.


    Die ganz schlechten Erfahrungen habe ich - zum Glück - erst in einem Stadium gemacht, als ich gedanklich und emotional schon die Reife hatte, mich dagegen zu wehren und mich davon zu distanzieren. Daher konnte ich den Schluss ziehen, dass ich zukünftig bei Bedarf eben die Anlaufstelle an meinem aktuellen Wohnort (große, renommierte Uni-Klinik) wahrnehmen werde. Diese Kraft zur Differenzierung hätte ich allerdings in meinen schlimmen Phasen und zu Beginn der Erkrankung nicht gehabt.


    Da galt ich als unbequem, lernunwillig usw., weil ich halt genau wusste, wie ich ticke und dies auch in Form von Kritik / Sonderwünschen geäussert habe.

    Schön, dass hier endlich ein vernünftiges Austausch stattfindet. :)


    Ja warten, das ist echt das Schlimmste. Ich könnte Hilfe kriegen, kann sie aber nicht leisten, die Krankenkasse muss das erst bewilligen, solange muss ich eh warten. Das zieht einen verdammt runter, dabei war ich zum Anfang so motiviert und hatte einen Plan! Seit Mai bin ich ja etwa krank geschrieben, überlegte was denn falsch läuft. Meine große Schwester sah Ähnlichkeiten zu einer bipolaren Störung - deswegen kam ich überhaupt in die Charite, ohne diese Vermutung und die Charite, würde ich vermutlich immer noch irgendwo vor mich hinvegetieren. Bipolar hat sich zum Glück nicht bestätigt nach 2-3 Gesprächen und konnte aber vorübergehende Gespräche mit dieser tollen Dame wahrnehmen. Ich nahm damit auch gleich an einer Studie zur Früherkennung von Bipolarer Störung teil und wurde sogar also hochrisikoreicher Patient eingestuft, bei dem das mal eventuell ausbrechen könnte. Dadurch kam ich dann zu einer anderen Dame zur Diagnostik. Über mehrere Wochen hatten wir teilweise 4-5 Stunden Sitzungen! Die waren sehr heftig, aber auch erkenntnis reich. Es war meine erste Diagnostik.


    Ende September bekam ich dann meine Diagnosen, wie zum Anfang ja schon geschrieben. Mir wurde dringend eine Therapie ans Herz gelegt und von der tollen Dame bekam ich Tipps, welche Therapieverfahren für mich sinnvoll sind und wo gerade ein Platz frei ist. Ich fand in dieser ganzen Zeit auch heraus, eine Frau muss es sein. Da fühle ich mich wohler. Und sie darf auch nicht so viel älter sein als ich. Vielleicht gerade so, dass sie meine Mutter sein könnte. Eine sehr wichtige Erkenntnis wie ich finde, was meine Suche aber nicht leichter macht. :/


    Meine schlechte Erfahrung ist eigentlich meine 2jährige Gesprächstherapie. Es war ein Mann, dem ich aber nie alles sagte. Nie 100% vertraute und im Endeffekt mit einer Vergangenheitsaufarbeitung rausging aber nichts für das Hier und Jetzt hatte. Das wurde mir dann ein halbes Jahr später bewusst, es ging mir schlechter bis wir dann Mai diesen Jahres hatten. :/

    Hallo Pea,


    jeder will hier seinen Senf dazu geben aus seiner Perspektive, die immer relativ ist.


    Es gibt immer Hilfsmöglichkeiten, vorallem in Berlin ist das mit am besten in Deutschland!!!


    Vorallem Anlaufstellen ginbt es in Berlin viele. Auch Kliniken haben Notfall Ambulanzen oder Notfall Aufnahmen, einfach hingehen.


    Grundsätzlich ist es so in Deutschland, wer sich umbringen will, kann oder kommt sofort in die Klinik.


    Also du kannst zu einer Psychiatrischen Klinik hingehen und sagen ich habe Selbstmordgedanken und brauche Hilfe.


    Dann reden die in der Regel mit dir.


    Was ich gemacht habe (keine Selbstmordgedanken, nur Depressionen und Schlafstörungen), ich bin in eine Tagesklinik gegangen, hatte mich vorher sehr gut informiert.


    Tagesklink finde ich sehr gut, da man den Klinikaufenthalt in sein Leben integrieren kann, gibt es heute in den meisten Städten.


    Das war für mich gut, aber eine stationäre Klinik kann auch gut sein, wo man dann auch schläft.


    Ich hab es so gemacht:


    Ich bin zu einem Psychiater und hab gesagt wie es mit geht und das ich in diese Tagesklinik will (ich wusste also schon in welche Klinik ich will, kann man sich aussuchen und ich hab recherchiert)


    Das Gespräch hat 4 Minuten gedauert und ich hatte die Überweisung.


    Damit hab ich mich in der Klinik angemeldet und nach 8 Wochen war ich dran für sechs Wochen.


    Das wars.


    Am Ende gabs ne Abschluss Bewertung/Entlassungsbrief mit psychiatrischer Diagnose, weil das ja eine psychiatrische Klinik war.

    Zitat

    Grundsätzlich ist es so in Deutschland, wer sich umbringen will, kann oder kommt sofort in die Klinik.


    Also du kannst zu einer Psychiatrischen Klinik hingehen und sagen ich habe Selbstmordgedanken und brauche Hilfe.


    Dann reden die in der Regel mit dir.

    Sie reden und wenn sie grade keine Kapazitäten frei haben schicken sie dich wieder heim!


    So einfach wie du es schilderst ist es bei weitem nicht, selbst du warst vorher bei einem Psychiater (Dauer bis zur Terminvergabe ?) und der hat dich weiter geleitet!

    Zitat

    Damit hab ich mich in der Klinik angemeldet und nach 8 Wochen war ich dran

    Nutzt dir in einer Akutsituation garnicht!


    Schonmal garnicht wenn es dich schon massig Überwindung gekostet hat überhaupt mal den Mund aufzumachen!


    Wirst du in so einer Situation abgewiesen machen manche ihn dann nämlich garnicht mehr auf, denn wenn sie dich wegschickten heißt das übersetzt : Stell dich nicht so an, so schlimm ist es nicht!

    Zitat

    Sie reden und wenn sie grade keine Kapazitäten frei haben schicken sie dich wieder heim!

    Aber auch nicht immer. 3 Patienten, die am selben Tag wie ich gekommen sind, sind einfach zur Rezeption gegangen und haben Tacheles geredet. Eine hat mir erzählt, sie sagte der Dame: "sie können mich aufnehmen oder abweisen, aber wenn sie mich abweisen setze ich mich wieder in das Auto und dann werde ich mich umbringen" - und das war ja auch die Wahrheit. Ähnlich ging es mir, aber ich hatte meinen Mann, der sich um mich kümmern konnte und deswegen sind wir vorher noch zum Hausarzt.

    In einer Tagesklinik bin ich sogar schon angenommen, allerdings darf man ja die 6 Wochen keine Arzttermine haben bzw. keine anderen Ärzte aufsuchen, da es ja teilstationär ist und sich das dann nicht abrechnen lässt mit der Krankenkasse. Da ich aber immer wieder vereinzelt Termine habe, konnte ich dort bisher nicht Go geben und Zweiteres: ich glaube ncht, dass ich nach den 6 Wochen gesund bin und wieder arbeiten gehen kann. Gruppentherapie und 1x die Woche Einzeltherapie schön und gut, aber ich brauche ja was längerfristig und würde die Tagesklinik entweder jetzt als Plan B nehmen, wenn die Krankenkasse ablehnt (oder vielleicht Klinik) oder als Abschluss bzw. zur Eingliederung in den Alltag, damit ich mich wieder an Struktur gewöhne und dann arbeiten gehen kann.

    Peakina ich glaube du hast von Akutpsychiatrien eine falsche Vorstellung. Wenn du wirklich glaubst dort besser oder genauso aufgehoben zu sein wie in einer Tagesklinik, da irrst du dich aber gewaltig. In den meisten geschlossenen Akutpsychiatrien hat man ein Aufnahmegespräch und 1-2 Mal die Woche Visiten die um die 5-10 Minuten pro Patient gehen. Ansonsten hat man dort keine Gespräche. Ab und zu kann man sich mit den Schwestern/Pflegern unterhalten(falls die Zeit haben, was oft kaum der Fall ist). Beschäftigungstherapie hat man ab und zu mal und auch Bewegungstherapie(falls man raus darf). Aber ansonsten sitzt man dort nur herum, langweilt sich oder ist so zu gedröhnt von Psychopharmaka, dass man sowieso nichts mehr mitbekommt.


    Das ist natürlich nicht in jeder geschlossenen Akutpsychiatrie der Fall. Ich war schon in einigen und kenne das nur so wie ich es oben beschrieben habe. Dort wird man nur sicher verwahrt und medikamentös behandelt. Sollten es tatsächlich Gespräche geben, sind es nur Krisengespräche, aber keine Gesprächstherapie. Die finden auf Akutpsychiatrien nicht statt, egal ob offene oder geschlossene.


    Ich weiß nicht wo du wohnst, nicht in jeder Stadt gibt es offene Akut Stationen in Kliniken oder offene Akutpsychiatrien. Bei mir z.B. gibt es so etwas nicht. Es gibt nur psychosomatische Kliniken oder Stationen, aber da muss man Wochen/Monate warten bis man ein Platz bekommt. Bei mir und damals auch in München war es so, dass man kein Einweisungsschein brauchte. Wenn jemand suizidal ist, geht er entweder selbst in die Klinik und sagt das er Hilfe braucht oder er kommt mit Rettungswagen/Polizei. Also entweder freiwillig oder gezwungen. In beiden Fällen kam man auf die geschlossene und verbringt entweder nur paar Tate dort oder auch paar Monate. Ich war schon öfters paar Monate drinnen.


    Du wirst weder in einer Akut Psychiatrie, noch in einer Tagesklinik in 6 Wochen gesund werden, auch ambulant wird dies nicht der Fall sein. Tagesklinik würde ich dir eher empfehlen weil


    1. du wie du schon schreibst nicht akut suizidal bist und ich mir sicher bin das eine geschlossene/offene Akutpsychiatrie dein Zustand eher verschlimmern, als verbessern tut, da man eben dort außer Medikamente keine wirkliche Hilfe erwarten kann.


    2. Tagesklinik ist eine gute Überbrückung bis zu deiner ambulanten Therapie. Falls es ambulant nicht klappt, können auch dort die Therapeuten/Ärzte dir helfen eine ambulante Therapeutin zu finden. Ich war übrigens viel länger als 6 Wochen in Tageskliniken, auch schon 3-4 Monate. Die Behandlungsdauer hängt immer vom Patienten und dem Beschwerdebild ab und natürlich auch von der Krankenkasse wie lange die genehmigen.


    3. In der Tagesklinik hat man Struktur, viele Therapieangebote und Einzelgespräche. Meistens 1 Gespräch die Woche mit der Therapeutin(das hättest du ambulant auch nur, außer du machst Analytische Therapie) und 1 Gespräch mit der Bezugspflege.


    Also ich würde jede Tagesklinik bevorzugen als irgendwelche Akutpsychiatrien.


    Was sind das denn für Arzttermine? In der Tagesklinik hat man alles was man braucht, falls man zu speziellen Ärzten muss wie Zahnarzt oder Augenarzt, dann darf man natürlich hin gehen. Falls du irgendwelche anderen Medikamente nimmst, wie für die Schilddrüse oder Blutdrucktabletten musst du das dort nur angeben und die bekommst du dann auch. Also an Arztterminen sollte ein Aufenthalt in einer Tagesklinik nicht scheitern. Einfach den besagten Ärzten Bescheid geben.

    @ pea

    in meiner Tagesklinik war es oberstes Prinzip das man auch Termine außen wahrmehmen soll.


    Das gehört zum inegrativen Konzept einer Tagesklinik, wo man ja sein Leben integrieren soll und nicht weggeschlossen sein soll!!!


    Man konnte sich austragen, wenn keine Gruppen und Kurse waren und auch einfach alleine spazieren gehen.


    Ich hab sogar Psychotherapie ambulant währenddessen angefangen, parallel.


    Das soll explizit so sein.


    Als Eingliederung in den Alltag ist hier wo ich Lebe eine ambulante medizinische Reha Maßnahme immer das was durchgeführt wird.


    Was ich dir empfehle, eine/n Psychotherapeuten. Das kann auch ein Arzt sein, wenn er Therapeut ist und diese 50 Minuten Zeit für dich hat einmal die Woche. Ansonsten bestell dir die Liste aller Kassenzugelassenen Psychotherapeuten und rufe diese an.


    Ich hab 90 angerufen und hatte innerhalb zwei Tagen vier Erstgespräche.


    Du kannst fünf mal hingehen mit deiner Kassenkarte einfach so und dann sehen, welcher dir passt. Auch zu allen vier Personen je fünf mal hingehen.


    Dann auch die sozialen Beratungsstellen butzen, Vereine, die es in Berlin so schön gibt. Weglaufhaus Berlin:.


    http://www.weglaufhaus.de/beratungsstelle/

    hier die Seite die mir als offizielle Seite von allen Kassentherapeuten in der Klinik genannt wurde, die Seite ist ganz gut.


    Einfach mal ein paar anrufen.


    http://www.psych-info.de/

    Ich will den Faden nicht allzusehr zweckentfremden, habe aber auch noch eine Frage bezüglich Klinik und hier scheinen sich ja einige auszukennen.


    Braucht man für einen Aufenthalt immer eine Einweisung?


    Hintergrund ist, dass man mir gesagt hat, dass ich mir mal überlegen soll, wie ich zum Thema Tagesklinik stehe. Als ich nachgefragt habe, wie das dann organisatorisch laufen würde, meinten die, dass ich da einfach mal hingehen soll, mir das mal anschauen soll, mit denen einen Termin für ein Vorgespräch machen soll und dann irgendwann aufgenommen werde.


    Irgendwie... zweifle ich das so ein bisschen an. Man kann doch nicht einfach ohne irgendein Dokument in einer Klinik anrufen und dort - wenn auch nicht sofort - aufgenommen werden wollen, oder? ??? ":/