Selbsteinweisung in die Psychiatrie wegen Suizidgedanken?

    Hey Leute.


    Ich bin 18 Jahre alt und ich habe seit ca. 2 Jahren Depressionen, die leider immer weiter bergab gehen. Grund dafür ist, dass ich mir keine Hilfe gesucht habe (außer beim Psychiater) weil ich meine Depressionen einfach nicht eingestehen wollte.


    Das einzige was ich gemacht habe..Antidepressiva genommen. Ich war auch eine Zeit lang Alkoholsüchtig aber das habe ich zum Glück wieder in den Griff bekommen. Ich hatte damals immer mal Suizidgedanken, aber da blieb es auch nur bei den Gedanken. Jetzt ist es leider so, dass ich diese Gedanken Tag und Nacht habe und es immer schlimmer wird. Gestern Nacht war ich ganz kurz davor mich umzubringen..ich hatte sogar schon alles vorbereitet. Kurz davor kamen die Bilder meiner Mutter in den Kopf, wie sie sich dann fühlen würde und das ich ihr das einfach nicht antun kann. Ich bin zusammengebrochen weil ich nicht mehr weiter wusste und weil der Drang mich umbringen zu wollen enorm hoch war. Ich verletze mich übrigens auch selbst aber davon weiß niemand und ich möchte auch, dass niemals jemand davon erfahren wird weil ich mich extrem dafür schäme. Ich mache das nur um mich selber zu bestrafen.


    Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll. Soll ich mich besser selber einweisen lassen? Ich hab langsam echt Angst vor mir selber und ich hab auch starke Angst das meiner Mutter zu erzählen, weil ich ihr nicht noch mehr Probleme machen möchte. Zum einen denke ich das es evtl. besser wäre mich einweisen zu lassen, aber zum anderen möchte ich das einfach nicht, weil ich eine soziale Phobie habe und das mittlerweile echt schlimm. Das macht das ganze natürlich noch schwerer.. :-(


    Ich bin echt verzweifelt :°(


    Ich hoffe irgendjemand kann mir hier einen Tipp geben :°(


    Mfg, Christin @:)

  • 7 Antworten

    wenn du wirklich befürchtest, dass du dir was antust, würde ich dir raten, dich selbst einzuweisen. klar ist das dann erstmal kacke, wenn das umfeld erfährt, dass bei dir etwas nicht zu stimmen scheint. aber das ist doch tausendmal besser, als wenn sie das erst im nachhinein bei deiner beerdigung erfahren. ;-)


    ansonsten würde ich als nichtfachmann dir raten, neben einem psychiater auch einen psychologen hinzu zu ziehen. depressionen kann man ja mit medikamenten ein stück weit bekämpfen, aber sicher ist es auch möglich über verhaltensänderungen eine besserung zu erzielen.


    eine zusätzliche soziale phobie ist natürlich auch kein zuckerschlecken. aber als jemand, der in punkto depressionen und soziale phobie auch seine eigene vorgeschichte hat, kann ich dir nur raten, dass es wirklich sinn macht zu versuchen sich selbst zu überwinden. erstmal hat man natürlich panik und alles ist neu und ängstigend, aber egal ob du dich nun einweist oder ob du eine ambulante therapie beginnst - du wirst im laufe der zeit merken dass es dir besser geht.

    Du kannst einfach in der Notaufnahme gehen. Sag Bescheid wegen suizidalen Gedanken und es geht ganz schnell. Normal ist erstmal 72 Stunden dann wird geschaut wie es weiter geht.


    Du bist wirklich im Gefahr!


    Du kannst auch die Kriesendienst anrufen, allerdings ist das natürlich nur ein Gespräch.

    Ich war schon in einer ähnlichen Situation und habe es nicht gemacht. Du scheinst mir sehr stark zu sein, trotz aller Not. So wie Du es beschreibst, hast Du ein hohes Level an Bewusstsein. Du schaffst es zum Beispiel, Dich von aussen zu sehen. Wer in Dir ist das, die sich selber so klar sehen kann? Aber Anfangmitfreude oder Luci32 haben recht: Besser hingehen als tot zu sein!


    Auf jeden Fall gilt: Belib hier, tue Dir nichts an. Der Tod ist nicht das Ende. Es wird nicht die erhoffte Erlösung sein, wenn Du Dir etwas antust. Es ist eine Scheinlösung, ein süsses Gift.

    Deüressionen sind behandelbar, überwinde dich und hole dir Hilfe , dann wird es besser .


    Gut, dass der Gedanke an deine Mutter dich zurück gehalten hat, denn ein Kind durch Selbstmord zu verlieren, dass sollte keine Mutter erleben müssen.


    Ich kenne zwei Mütter , die so ihr Kind verloren haben....ganz furchtbar.


    Du sagst, du willst ihr kein Kummer machen. Aber du bist nun zur Zeit mal krank....und dafür ist eine Mutter da um zu helfen, sie tut es sogar gerne. Stell dir vor, wie sie sich frage würde: was habe ich falsch gemacht, dass sie nicht mit mir reden konnte.


    Hole dir unbedingt Hilfe. :)*