• Selbstironie -> Sarkasmus

    Was ist aus meinem Umfeld geworden, dass auf einmal Sarkasmus und Egoismus zur gängigsten Art geworden ist? Mein kleiner Bruder war mal ein süßer Knirps, der schon immer etwas frech war, aber mittlerweile ein richtiges Arschloch geworden ist (meistens zumindest). Mein Freundeskreis war vor einigen Jahren immer hilfsbereit, wir haben über Probleme…
  • 84 Antworten
    Zitat

    Dafür hat man in meinem Bekanntenkreis mehr Spaß. Jeder gegen jeden und am Ende klopft man sich auf die Schulter und geht zusammen ein Bier trinken.

    Ja, das passt bestimmt gut zu deinem Bekanntenkreis. Alleine schon die Annehme, dass du meinst einschätzen zu können, wer mehr Spaß hat, ist... gewagt. Aber das ist wohl die Art und Weise, wie es bei euch zugeht.

    @ Xenia33

    Daran das Mädchen fies sein können, habe ich nicht den geringsten Zweifel. Aber wenn weibliche Wesen sowas machen geschieht es mit böser Absicht, bei männlichen ist das nicht so eindeutig, da ist viel einfach nur Spielerei. Für die Spielerei gibt es natürlich auch Grenzen. Sich gegenseitig Sprüche reinzudrücken ist aber unter Männern ziemlich normal, machen wir auch andauernd und sind trotzdem oder gerade deswegen, gute Kumpels. Frauen machen sowas nicht einfach nur zum Spaß.

    Zitat

    Ja, das passt bestimmt gut zu deinem Bekanntenkreis. Alleine schon die Annehme, dass du meinst einschätzen zu können, wer mehr Spaß hat, ist... gewagt. Aber das ist wohl die Art und Weise, wie es bei euch zugeht.

    Stimmt schon, für sensibelchen ist es nichts bei uns.

    Jeder gegen jeden ist ja auch ok. Man zieht sich gegenseitig auf und jeder steckt auch selbst mal was ein und kann dabei auch über sich selbst lachen.


    Das ist doch ok und macht allen solange Spaß, bis es fies und gemein wird und alle gegen einen gehen, denn DAS ist Mobbing


    Es geht hier nicht um rumalbern, sondern um systematisches Fertigmachen einer Person

    Zitat

    Sich gegenseitig Sprüche reinzudrücken ist aber unter Männern ziemlich normal, machen wir auch andauernd und sind trotzdem oder gerade deswegen, gute Kumpels. Frauen machen sowas nicht einfach nur zum Spaß.

    Hevorhebungen durch mich


    Nicht "unter Männern", sondern unter euch. Was "ihr" macht, ist ganz allein euer Bier. Mit solchen Leuten verwehre ich mich in einen Topf gesteckt zu werden. Auch werden "die Frauen" keine homogene Gruppe bilden. In was für einer versimplifizierten Welt lebst du eigentlich? ":/

    Und rumalbern und sich gegenseitig aufziehenso dass ALLE Spaß dabei haben können Mädels auch. Wir sind ja keine bierernsten Wesen, die nur tiefgründige Unterhaltungen führen möchten😄

    Zitat

    Jeder gegen jeden ist ja auch ok. Man zieht sich gegenseitig auf und jeder steckt auch selbst mal was ein und kann dabei auch über sich selbst lachen.


    Das ist doch ok und macht allen solange Spaß, bis es fies und gemein wird und alle gegen einen gehen, denn DAS ist Mobbing


    Es geht hier nicht um rumalbern, sondern um systematisches Fertigmachen einer Person

    Geht es dem TE denn wirklich darum? Er spricht doch tatsächlich von normalem Männerverhalten, das ihn stört. Wo sich jeder gegenseit aufzieht. Wer da schwach ist wird aber natürlich häufiger Ziel der Attacken. Das ist ein ganz automatischer Prozess. Eigentlich sind alle fair und behandeln alle anderen gleich. Wer aber besonders schwach ist bietet eben mehr Angriffsfläche.

    Zitat

    Nicht "unter Männern", sondern unter euch. Was "ihr" macht, ist ganz allein euer Bier. Mit solchen Leuten verwehre ich mich in einen Topf gesteckt zu werden.

    Nein, er formuliert das schon richtig: Unter Männern ist das ziemlich normal. Logischerweise nicht bei allen Männergruppen und dennoch bleibt es für die Mehrheit normal.

    Zitat

    Nicht "unter Männern", sondern unter euch. Was "ihr" macht, ist ganz allein euer Bier. Mit solchen Leuten verwehre ich mich in einen Topf gesteckt zu werden. Auch werden "die Frauen" keine homogene Gruppe bilden. In was für einer versimplifizierten Welt lebst du eigentlich? ":/

    Ja ich bin untröstlich. Es war mir innerhalb meines kurzen Lebens natürlich nicht dazu in der Lage, alles und jeden bis ins Detail zu prüfen, so dass ich da natürlich nur aus meinem erweiterten Umfeld sprechen kann. Danke für die Richtigstellung.


    Ist nicht der schlechteste Topf in den man da gesteckt wird, alles gebildete Leute mit Universitätsabschluss, nicht schlecht bezahlt, viele verheiratet, die anderen mit fester Partnerin, viele mit Kindern und vor allem ohne Stock im Arsch.

    Zitat

    Danke für die Richtigstellung.

    Gerne. Ich bin froh, dass du deinen Fehler einsiehst.

    Zitat

    Ist nicht der schlechteste Topf in den man da gesteckt wird

    Ansichtssache.


    Solange du den Inhalt deines Topfes nicht zur allgemeingültigen Normalität erklärst und dich selber dort wohlfühlst: Prima. Soll ja jeder nach seiner Fasson glücklich sein und werden. :)^


    Ich selbst kaspere auch gerne mit anderen rum. Dabei geht es geschlechterübergreifend auch mal rabiat zu. Wenn man die Grenzen seines Gegenübers kennt und respektiert, ist das auch kein Problem für mich. Für Andere mag es aber problematisch sein, entweder grundsätzlich oder warum auch immer in diesem speziellen Moment. Das ist genauso normal und in Ordnung. Bei uns muss sich keiner verstellen, Sprüche klopfen oder Eier zeigen, damit er akzeptiert wird. Egal ob als Mann oder Frau.

    Zitat


    Wer da schwach ist wird aber natürlich häufiger Ziel der Attacken. Das ist ein ganz automatischer Prozess. Eigentlich sind alle fair und behandeln alle anderen gleich. Wer aber besonders schwach ist bietet eben mehr Angriffsfläche.


    Und genau da beginnt der Moment, wo man realisieren sollte, dass es für einen in der Gruppe in diesem Moment nicht mehr lustig ist.


    Darauf kann man Rücksicht nehmen und sich etwas zurückhalten, wenn man diesen Mensch als seinen Freund oder Kumpel betrachtet und ihm nichts Böses will.


    Man kann aber auch weitermachen, bis er psychisch am Ende ist und sich darüber totlachen. Das ist allerdings Mobbing und hat nichts mit Freundschaft zu tun. Der"Schwächere" mutiert zum Hofnarren. Das ist in kleinster Weise lustig, das ist menschenverachtend.


    Wieso meidet man nicht einfach den Kontakt zu diesem vermeintlich Schwächeren, wenn man nur "echte Kerle" um sich haben möchte? Vielleicht geilt man sich daran auf, dass man selbst zu den "Starken" gehört und das wird ja besonders deutlich, wenn da so ein "Schwächling" im Kreis ist?


    Ich weiß nicht, welche niederen Instinkte da noch mit eine Rolle spielen, aber normal ist das ganz sicher nicht.

    @ Xenia33

    Das mag sein. Was mich kritisch macht an der ganzen Sache ist, dass es scheinbar sein gesamtes Umfeld betrifft. Und wenn ringsrum um mich, alle nur noch komisch sind, bin ich es vielleicht einfach selbst. An der Stelle habe ich zwei Möglichkeiten, entweder ich bette mich in dieses Umfeld ein oder ich such mir ein neues. Wenn sich die anderen jetzt zurücknehmen sollen, nur weil er sich pikiert fühlt, wird er schon bald nicht mehr Teil der Gruppe sein. Jeder ist am liebsten mit anderen zusammen, bei denen man sich geben kann wie man ist und wenn er dann quasi die Spaßbremse spielt, ist das Thema Freundschaft bald durch. Wenn es wirklich Mobbing ist, hat sich das Thema sowieso schon erledigt, wobei das Ergebnis das gleiche ist.


    Warum meidet der vermeintliche Schwächere nicht die Gruppe? Die Gruppe wird unter Umständen es einfach nicht sehen.


    Wie ging das indische Sprichwort: "Du kannst die ganze Welt in Leder auskleiden oder dir einfach Schuhe anziehen."


    Ist alles ein bisschen hart, aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof.

    Verbitte dir das. Zeige Stärke, indem du ihm ein- für allemal deine Grenze aufzeigst und diese nicht nur benennst, sondeern auch klar setzt. Wenn er sie dann bewusst überschreitet, provoziert er bewusst und dann musst du das an dir vorbeiziehen lassen. Dein größtest Handicap ist, dass du dich als Opfer empfindest, denn du bist nicht handlungsunfähig, du leidest nur, statt dich zu wehren. Wehren muss nicht in Zurückschlagen bestehen, sondern kann auch, wie in fernöstlicher Kampfkunst darin bestehen, es "durch sich hindurch" bzw. an sich vorbei gehen zu lassen.


    Bist du noch in einer Gesprächstherapie? Dann solltest du das Thema dort auf den Tisch legen und dir richtige Strategien erarbeiten. Du fühlst dich dann sicherer.

    @ istdochMistsowas

    Ich gebe Dir Recht. Wer sich gemobbt fühlt und das mit klarer Ansage nicht ändern kann, ist gut beraten, sich aus diesem Kreis zurückzuziehen. Viele arrangieren sich mit Ihrer Opferrolle und leiden...


    Umgekehrt sollten die Mobber realisieren, was sie mit ihrem Verhalten anrichten. Jemanden psychisch fertig zu machen ist vergleichbar grausam, wie auf jemanden einzutreten, der schon am Boden liegt.


    Wenn man sich in einer Gruppe einig ist, dass einer nicht mehr dazu passt, sollte man das offen ansprechen und demjenigen die Chance geben sein Verhalten zu reflektieren. Vielleicht sind sich am Ende alle einig, dass man besser getrennte Wege geht. Dazu muß man die Eier in der Hose haben, Dinge offen anzusprechen. Mobben ist einfach nur feige.


    Und auch wenn es vielleicht nur "Frotzeleien" sind, die alle bis auf einen gut wegstecken. Anstatt sich dann gemeinsam auf diese "Spaßbremse" zu stürzen, kann man ihm erstmal versuchen zu erklären, dass es nicht böse gemeint ist.


    Bei manchen werde ich den Verdacht nicht los, dass man sich bewusst ein Opfer sucht, um einen "amüsanten Zeitvertreib" zu haben.

    Das ist so eine Sache. Mobber sind Täter und Gemobbte sind Opfer. Hm, ist das wirklich immer so? Ich will niemandem zu nahe treten - ich weiß auch, dass meine Sicht unbeliebt ist und Mobber fraglos ein fieses Verhalten an den Tag legen - und trotzdem: manche Menschen bieten sich förmlich als Opfer an, weil sie ausstrahlen, dass sie sich nicht wehren! Wobei ich "wehren" nicht unbedingt als "Gegenschlag" verstanden wissen will. Gemobbte (ich schreibe bewusst nicht "Mobbingopfer!) sollten sich psychologische Hilfe und Unterstützung holen, wenn sie sich hilflos fühlen. Ja nicht das Gefühl zur Dauersache werden lassen.