• Selbstmordphantasien ohne -absichten

    Hallo zusammen,ich werde nicht allzu sehr ins Detail gehen, da die Thematik sicherlich Triggerpotenzial hat.Die Sache ist die, dass ich immer wieder und insbesondere in konfliktreichen Zeiten sehr intensive Selbstmordphantasien habe.Die Vorstellung hat eine beruhigende und befreiende Wirkung auf mich. Ich bin weder suizidal, noch aktuell depressiv. Die…
  • 56 Antworten
    Zitat

    Was verstehst du unter ''reparieren''? Geht es dir um das Äußere?

    Nicht nur. Ich hab jetzt grad versucht, dass bezüglich marblemadness in Worte zu fassen anhand dessen, was mir in ihren Fäden aufgefallen ist. Das wird ein Chaos.

    Deswegen bleib ich mal bei mir. Ich glaube da wirds am klarsten.

    Wie oft hat man mir nicht geglaubt, dass bestimmte Fähigkeiten einfach nicht vorhanden sind aufgrund meiner Behinderung. Ich gestehe, dass ich manches tatsächlich sehr frühzeitig gemerkt habe und es für Außenstehende wahrscheinlich erst mit Verschlechterung offensichtlicher wurde. Das gibt aber niemand das Recht mir zu unterstellen, dass ich mir das einbilde oder mich anstelle. Ich konnte früher größere Strecken laufen, heute geht das nicht mehr. Ich kann damit leben, das mich das einschränkt. Aber dann möchte man mir einreden, dass mir da doch was fehlen müsste. Nö, tut es nicht. Es kam dann auch schon zu Situationen in denen man mich mehr oder weniger zu Unternehmungen nötigen wollte - verbal versteht sich. Das nützt mir nichts. Mir geht die Puste aus und dann wirds nur noch anstrengend und doof. Wie gesagt, mir gehts auch ohne gut. Das ist nur ein Beispiel von vielen, aber echt nervig.

    Es ist nicht so einfach mit der Selbstakzeptanz, wenn man in seinem eigenen Körper steckt. Aber da hilft es nicht, wenn man von außen auch noch bedrängelt wird. Ich weiß ja, was mir vermeintlich "entgeht". Vielleicht auch eine Form von schneller, höher, weiter.


    Und zum Thema passt das auch. Es könnten tatsächlich ein paar Dinge verbessert werden. Aber dazu bräuchte ich Hilfe - körperlich. Da reicht telefonieren und schreiben aus der Ferne nicht. Wenn man das äußert, entgeht einem in den Augen der Anderen ganz schnell nichts mehr. Dann ist mein Zustand akzeptabel.

    Hilfsbereit sein wollen immer viele, aber es darf auf keinen Fall was kosten, zeitintensiv sein oder körperlich anstrengend.

    Da werden Anzeigen bei eBay Kleinanzeigen am Handy hingerotzt.

    Suche kostenlos Klamotten für eine alte Nachbarin in Gr. 48 oder ähnliches.

    Aber abholen ist dann schon nicht mehr drin.

    Und der Nachbarin finanziell unter die Arme greifen schon mal gar nicht.

    Dabei kriegt man hier für einen Zehner im Sozialkaufhaus wirklich gute Sachen,

    Das mit den Unternehmungen kenne ich auch, aber aus anderer Sicht.

    Da habe ich versucht jemanden zu überreden,

    Hat am Ende auch geklappt, aber ich durfte mir unterwegs ewig das Genöle anhören.

    Eigentlich wollte ich der Person eine Freude machen,

    Ich denke, dass wir ein wenig vom Thema abkommen, obschon diese Diskussion natürlich sehr essentiell auch für die psychische Gesundheit ist. Da der TE sich dazu nicht äußert, ist es schwer hier eine Einschätzung zu treffen, inwieweit die besprochenen Punkte auch eine Rolle spielen.


    Meine Erfahrung ist aber, dass die Lebensumstände maßgeblich auch für Zufriedenheit und Einklang sorgen. Gerade für Menschen, die irgendwie nicht der "arbeitenden Norm" entsprechen, stellt sich dieser Einklang nie ein, weil sie nicht die gesellschaftlich geforderte Arbeitsleistung erbringen. Man ist dann über Jahrzehnte - völlig unverschuldet - verdammt mit wenig Geld auszukommen und in der Rente wird es ja nicht besser. Dann lebt von Grundsicherung. Das ist Sozialdarwinismus per excellence.


    Ich möchte nicht sagen, dass Konsum glücklich macht. Wenn man aber sehr wenig finanzielle Mittel hat, ist man auch von Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Das Kino kostet Geld, der Kaffee und Kuchen, der Besuch im Zoo. Offenbar lässt diese Gesellschaft aber diese Spaltung wohlwollend zu und möchte es nicht anders.


    Fussballer wechseln für Millionen den Verein, während andere für einen Hungerlohn arbeiten. Das ist in Ordnung, aber die Mund-Nase-Maske ist das ultimativ Böse von einer korrupten Regierung. Ich tu mich echt schwer damit hier irgendwelche vernünftigen Gesellschaftsmuster zu erkennen. Im Endeffekt sind wir auch nur eine Horde zusammengescheuchter Affen.

    Hier ist vieles im Argen.

    Auf der einen Seite gibt es eine Grundrente von 400 Euro brutto die an viele Bedingungen geknüpft ist und auf der anderen Seite bekommt ein Manager nach wenigen Jahren und einer zweistelligen Millionenabfindung noch 2700 Euro Rente pro TAG.

    Zitat

    Hilfsbereit sein wollen immer viele, aber es darf auf keinen Fall was kosten, zeitintensiv sein oder körperlich anstrengend.

    Wobei ich mich da oft schwer tue, das zu kritisieren. Es ist schon so, dass jeder sein eigenes Leben hat und das überwiegend recht gut ausgefüllt ist. Da geht es aber eben auch um gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit. Jeder kann irgendwie helfen.

    Und da hat marblemadness schon recht, dass es niemand interessiert, wenn man nicht 100% leisten kann. Bleibst du halt auf der Strecke. Die meisten können eben doch 100% leisten. Im Grunde genommen müsste deren Leben aber auch hier und da entlastet werden, damit Prozente frei werden für Hilfsbereitschaft. Diese Erkenntnis nützt nur den Hilfsbedürftigen nichts.

    Zitat

    Da werden Anzeigen bei eBay Kleinanzeigen am Handy hingerotzt.

    Suche kostenlos Klamotten für eine alte Nachbarin in Gr. 48 oder ähnliches.

    Aber abholen ist dann schon nicht mehr drin.

    Ich frage mich da immer, warum man da überhaupt erst seine Hilfe anbietet. Ist doch logisch, dass die Klamotten auch abgeholt werden müssen.

    Ich kenne allerdings auch Fälle, da war die Hilfe weder zeit- noch kostenintensiv und auch nicht körperlich anstrengend. Trotzdem musste man sich da selbst behelfen.

    Zitat

    Und der Nachbarin finanziell unter die Arme greifen schon mal gar nicht.

    Dabei kriegt man hier für einen Zehner im Sozialkaufhaus wirklich gute Sachen,

    Finanzen sind so eine Sache. Da gibt es in unserem Staat aber tatsächlich recht viel, was man beantragen kann - in verschiedenen Lebenslagen. Aber da hängt eben Bürokratie und entsprechende Wege dran. Das ist dann wieder zeitintensiv und vielleicht auch körperlich anstrengend. Man bräuchte die finanzielle Hilfe der Nachbarn gar nicht, die physische würde ausreichen.

    Man muss auch, wenn man Hilfe benötigt an sein Gegenüber denken. Es bringt nichts etwas von jemand zu erwarten oder gar zu verlangen, von dem man weiß, dass er oder sie das gar nicht leisten kann. Da muss man realistisch bleiben.

    Das ist jetzt zwar ein anderer Zusammenhang, aber ich finde es immer krass, wie Heiratsschwindler es schaffen, Leuten das gesamte Vermögen aus der Tasche zu ziehen. Da ist die Skrupellosigkeit auf der einen Seite genauso ungesund wie das Helfersyndrom auf der anderen.

    Zitat

    Das mit den Unternehmungen kenne ich auch, aber aus anderer Sicht.

    Da habe ich versucht jemanden zu überreden,

    Hat am Ende auch geklappt, aber ich durfte mir unterwegs ewig das Genöle anhören.

    Eigentlich wollte ich der Person eine Freude machen,

    Ja, dass das meistens nett gemeint ist, weiß ich auch. Kommt auch so an. Ich verstehe nur beileibe nicht, warum ein Nein dann immer Diskussionen auslöst. Wenn ich zu irgendwas keine Lust habe und das so sage, kann ich das ja nachvollziehen, dass der andere dann nicht positiv reagiert. Aber es geht hier wirklich darum, dass man mir damit nur bedingt eine Freude macht. Das Genöle kann man dann leider nicht immer unterdrücken, wenn die Aktion zur Belastung wird. Wobei ich das tatsächlich zu unterdrücken versuche. Letztendlich habe ich mich dazu ja überreden lassen. Dazu gehören zwei. Mich nerven diese Überredungsversuche allerdings auch. Oder man versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Das durchschaue ich mittlerweile meistens und mache dann ganz dicht. Eigenständig denken und entscheiden kann ich immer noch selbst.

    Im Endeffekt entstehen durch solche Aktionen aber Missverständnisse, die ein zwischenmenschliches Verhältnis belasten oder gar zerstören können. Und das ist eben schade, weil unter Umständen dann alle beteiligten Parteien allein dastehen.

    Zitat

    Ich möchte nicht sagen, dass Konsum glücklich macht.

    Geht es da wirklich schon um Konsum?


    Der von dir beschriebene Einklang und die Zufriedenheit stellt sich schon dann nicht ein, wenn mir zu wenig Lebensmittel zur Verfügung stehen, ich duschen statt baden muss, um Wasser zu sparen und im Winter in der kalten Wohnung sitze, weil das Geld für die Heizungskosten in eine notwendige Reparatur geflossen ist. Und da lässt sich garantiert noch mehr finden.

    Da sind wir von zusätzlichem Konsum ganz weit weg. Man kann sich auch mit Freunden zum Picknick verabreden. Da muss dann aber im Kühlschrank was da sein.

    Und sich treffen kann man auch zu Hause oder eben an einem Ort, der kein Geld kostet. Wenn ich mal das Netflix-Beispiel aufgreifen darf. Man könnte denjenigen, der sich das nicht leisten kann, auch zu sich einladen und einen Film schauen. Und der Kuchen vom Discounter schmeckt auch. Mit den richtigen Leuten als Gesellschaft geht auch das.

    Es ist meines Erachtens auch von der Gesellschaft konstruiert, dass Spass überwiegend mit Konsum außer Haus zusammenhängt. Ich glaube das haben jetzt viele durch Corona gemerkt und daraus ist der Widerstand gegen die Maßnahmen entstanden.

    Ich wäre auch dafür, dass jedem alles offen stünde und jeder gleich verdient. Aber das war noch nie so. Das ist keine neue Entwicklung und meines Erachtens ist es illusorisch zu hoffen, dass das anders wird. Was sich ändern müsste, ist die Stigmatisierung derer, die mit weniger klar kommen müssen. Die sind nämlich nach meiner Erfahrung oft nicht unglücklich wegen der Situation an sich. Es geht eben auch mit wenig. Diejenigen, denen es besser geht, sehen aber oft auf sie herab. Was ich so mitgekriegt habe, kann man von diesen Menschen aber eher sehr viel lernen.

    Was glücklich macht ist nicht der reine Konsum an sich,

    sondern dass man könnte, wenn man wollte.

    Verdienen darf jeder gerne, wie er will.

    Aber ich wäre für eine Einheitsrente ohne wenn und aber.

    Zitat

    Was glücklich macht ist nicht der reine Konsum an sich,

    sondern dass man könnte, wenn man wollte.

    Verdienen darf jeder gerne, wie er will.

    Aber ich wäre für eine Einheitsrente ohne wenn und aber.

    Da möchte ich ein bisschen widersprechen. Das ist für die gerecht, die keine 100% leisten können. Mancher würde es sich dann aber sicher bequem machen in seinem Arbeitsleben. Die Rente ist ja sicher und in der Höhe bekannt. Umgekehrt würden die, die unter derzeitigen Umständen eine höhere Rente zu erwarten haben, da vielleicht auch nicht mehr einsehen, warum sie Leistung bringen sollen. Gibt ja am Ende das Gleiche. Gerecht ist das auch nicht. Wer auf dem Bau schuftet, hat es körperlich deutlich schwerer als ein Büroangestellter. Liegt in der Natur der Sache. Und da kommt hinterher das Gleiche raus?

    Also wenn dann schon gleicher Verdienst für alle, weil jeder einen sinnvollen Beitrag leistet und hinterher dann auch gleiche Rente. Aber ob das dann noch einen Anreiz bietet beispielsweise einen akademischen Beruf zu ergreifen, wage ich zu bezweifeln. Da hätten wir wahrscheinlich noch weniger Lehrer und Ärzte.


    Es mag sein, dass es glücklich macht, dass man könnte, wenn man wollte. Aber im Umkehrschluss macht das Trauern um das was ich nicht haben kann, eben unglücklich.

    Und da ist es schlussendlich doch der reine Konsum, der glücklich macht - zumindest vermeintlich. Der Schlüssel zum Glück liegt für mich darin, sich in seinem Leben mit den bestehenden Möglichkeiten einzurichten. Und sich nicht auf das zu konzentrieren, was nicht erreichbar ist. Das erzeugt nur Frust. Zumindest in materieller Hinsicht sollte das möglich sein.

    Und derjenige, der einen Zustand erreicht hat, in dem er gut lebt, aber auch auf dieses oder jenes gut verzichten kann, ist auch gerne eingeladen, seinen Überschuss solidarisch zu teilen. So könnte man das Problem der ungleichen Bezahlung auch lösen.

    Es gibt so viele Arbeitslose.

    Wer auff der Arbeit eine ruhige Kugel schiebt ist ganz schnell weg vom Fenster.

    Schon allein deshalb gibt sich jeder Mühe ordentliche Arbeit zu leisten.

    Gerade wenn man jung ist braucht man mehr Kohle als den Hartz iv Satz.

    Welcher 30 Jährige denkt denn an die Rente?

    Ich hatte früher jede Menge Kolleginnen die extra nichts in die Rentenversicherung eingezahlt haben, weil sie die paar Euro jeden Monat dringend brauchten.

    Zitat

    Es gibt so viele Arbeitslose.

    Wer auff der Arbeit eine ruhige Kugel schiebt ist ganz schnell weg vom Fenster.

    Ja, eben. Und die kriegen dann die gleiche Rente, weil es ja eine Einheitsrente gibt. Wenn es die ohne wenn und aber geben soll, deiner Meinung nach, dann spielt es eben auch keine Rolle, ob ich 40 Jahre gearbeitet habe oder nur 20. Und wenn ich deine Aussage nehme, dass jeder gerne verdienen darf, wie er will, dann fällt es einem Gutverdiener auch nicht schwer zwischendurch mal eine Weile arbeitslos zu sein. Und das werden die sich auch gönnen, wenn sie wissen, dass sie nicht ihre erarbeitete Rente bekommen, sondern eine einheitliche, wie jeder andere auch. Die fällt unter Umständen nämlich geringer aus. Das Problem ist, dass der Gutverdiener dann auf dem Arbeitsmarkt erst mal als Arbeitskraft fehlt.

    Das resultiert eben auch aus dem Individualismus. Für solche einheitlichen Aktionen müssten erst recht alle gleich ticken und an einem Strang ziehen. Es sieht aber jeder nur sich selbst.

    Zitat

    Welcher 30 Jährige denkt denn an die Rente?

    Ich hatte früher jede Menge Kolleginnen die extra nichts in die Rentenversicherung eingezahlt haben, weil sie die paar Euro jeden Monat dringend brauchten.

    Das ist aber nicht das Problem unseres Rentensystems. Es denkt nämlich kein junger Mensch an die Rente, weil man sich in der Sicherheit wiegt, dass es auf jeden Fall welche gibt. Und dann kommt das böse Erwachen, wenn es soweit ist.

    Und das Beispiel mit deinen Kolleginnen zeigt entweder das Problem eines zu geringen Verdienstes oder zu hoher Ansprüche.

    Ich kann anhand deines Beispiels den Wunsch nach einer Einheitsrente schon verstehen. Da ist das zumindest im Fall eines zu geringen Verdienstes legitim. Aber von der Einheitsrente profitieren dann möglicherweise auch Menschen, die das "nicht verdient haben". Es müsste sich am Verdienst was ändern, dann wäre die aktuelle finanzielle Lage entspannter und es würde bei der Rente mehr rumkommen. Unser Mindestlohn löst das Problem meines Erachtens aber auch nicht. Dann drehen wir halt die Preise hoch. Also wieder weniger im Säckel. Und unser Sozialsystem macht es auch nicht besser. Die Erhöhungen fressen jegliche Erhöhung des Mindestlohns auf.


    Wieso landen wir bei gesellschaftlichen Fragen eigentlich immer am Ende bei Konsum und Geld? Gegenseitige Hilfe kostet nichts.

    Aber Hartz iv ist zu wenig um gescheit leben zu können.

    Jeder der arbeitsfähig ist wird doch zusehen dass er nicht in Hartz iv rutscht.

    Es will doch keiner Jahrelang jeden Cent umdrehen, nur weil er sich sicher ist als Rentner mehr Geld zu haben.

    Man will doch verreisen, ein Auto unterhalten, eine Familie gründen, dafür braucht man Geld

    Meine Kolleginnen waren die typischen 8-12 Uhr auf 450 Euro Basis Arbeiterinnen,

    Hartz IV vielleicht. Aber nehmen wir mal die Hausfrauen, die vom Gehalt ihres Mannes mit leben. Wegen mir auch gerne umgekehrt. Nun kann man Hausfrau/-mann auch als Job betrachten. Fakt ist, dass die dann auch eine Rente kriegen wie der Bauarbeiter, der 40 Jahre geschuftet hat, aber nie im Arbeitsleben gestanden haben.


    Und ob Hartz IV immer wesentlich weniger ist als der eigene Verdienst ist zweifelhaft. Ich habe selbst anderes gesehen. Das ist sehr jobabhängig. Deswegen wäre ich eben auch eher für gerechte Bezahlung.


    Ich hatte in meinem vorherigen Beitrag auch bewusst Gutverdiener geschrieben. Das Beispiel mit den 20 und 40 Jahren war bewusst übertrieben. Die bekommen nicht automatisch Hartz IV, sondern können sich auch mal eine Auszeit leisten. Das werden sie jetzt vielleicht nicht tun, weil das ja dann an der Rente fehlt. Mit der Aussicht auf Summe X gestaltet sich das anders.

    Und wenn ich jetzt nicht jeden Cent umdrehen muss, muss ich das in der Rente vielleicht trotzdem, wenn ich nicht die volle erarbeitete Rente bekomme, sondern nur die Einheitsrente. Denn dann bin ich einen gewissen Lebensstandard gewohnt. Da haben wir trotzdem einen "sozialen Abstieg." Und mit Aussicht auf diesen lohnt sich Mühe geben auch nur begrenzt. Da kann ich den aktuellen Luxus auch nicht genießen. Dann muss ich vielleicht jetzt auf nichts verzichten, aber eben später.


    Was mich richtig ankotzt, sind diese ganzen schlecht bezahlten Arbeitsmodelle. Vollzeit oder Teilzeit, je nach Wunsch würde vollkommen genügen. 450 € nützt nur dem Arbeitgeber was. Da muss er keine Vollzeitkraft einstellen und vernünftig bezahlen.