"...stures gestarre..."

    Ich glaube, Ihr bewertet das zu stark.


    Wenn ich etwas Auffälliges sehe, sehe ich genauer hin - das ist schon die menschgegebene Neugier.


    Wenn ich aus meinen Fenstern schaue, sehe ich manchmal eine Mutter mit ihrem mongoliden Jungen vorüberlaufen; er bewegt sich recht auffällig - ich empfinde Mitleid und Bewunderung für sie - ich weiß sehr genau, was das bedeutet...


    Ich hatte hier schonmal von dem Mädel in unserer damaligen Clique geschrieben - die mit dem knallroten Arm. Wir haben herrliche Zeiten in einer Nachttanzbar im 2. OG damals verbracht - bei der Hitze dort ging sie ärmellos oder kurzärmlig und mir ist nie aufgefallen, daß da jemand auffällig lange gestiert hätte.


    LG an Alle

    Die Sonne scheint

    und ich könnte schon wieder nur kotzen...


    Eigentlich würde ich jetzt in ner Mathe Vorlesung sitzen, aber na ja. Bei meinen tollen Noten kann ich es mir ja anscheinend leisten... Scheiß drauf, da fall ich eben durch...


    Vorrhin schrieb mir ne Freundin ne Sms - sie kommt heute nicht zm Training - müsse Arbeiten und hätte es gestern vergessen. Na das glaub ich nicht. Gestern meinte sie noch zu mir "Weiß noch nicht ob ich komme. Hab keinen Bock" Wenn sie keinen Bock hat kann sie es mir auch sagen... Na ja, vielleicht schau uich die Nacht mal bei ihr auf Arbeit vorbei...


    Und ne andere Bekannte - meldet sich seit Monaten nicht und nun, als ich ihr nicht zum Geburtstag gratuliert habe, will sie mich aufeinmal wieder sehen. Aber nicht das mir das sagte, nein, einer gemeinsamen Freundin. Sagt mal spinn ich? Wer bin ich denn? Die können mich alle mal. Ich brauche keine Freunde mehr. Nie mehr. Ohne Freunde gibt es niemanden der mich verletzen kann, der mich enttäuschen kann. Niemanden!!!


    Und meine Mutter will das ich mit ihr zu Ikea fahre - und wenn ich nicht will? Will in mein Bett und nie wieder aufstehen.


    stern rief noch meine Mitbewohnerin an - sie hätte langeweile und wollte mal fragen ob ich gut angekommen sei. Und ich Idiot lüge sie auch noch an - von wegen Blut ziehen heute... Wers glaubt. Jetzt habe ich dort alle angelogen und sie auch noch alloein gelassen. Mein ganzes beschissenes Leben besteht eh nur noch aus Lügen und es wird immer mehr. Ich hasse mein beschissenes Leben.


    Ich will das alles nicht mehr. Nie mehr.

    ich glaube net, das wirs überbewerten.


    ich hab ne ziemlich große auffällige narbe am linken arm, auf höhe der pulsader.


    wer auch immer da hinguckt, starrt regelrecht.


    mittlerweile geht es mir wirklich am a**** vorbei.


    es ist mein körper, ich habe und tue es immernoch eine schwere zeit durchlebt.


    das sind die spuren. verstecken tue ich es nicht, denn es ist eben nen abschnitt aus meinem leben.


    solange wie ich selber mit meiner krankheit und den resultaten klarkomme, fühle ich mich wohl.


    da sollen die anderen doch denken was sie wollen.

    hab ne zeitlang nur schweißbänder getragen... damit es keiner sieht. aber als ich aus der klinik wieder kam, nach hause, da war es für mich wie selbstverständlich es offen zu zeigen, dort hat es ja auch jeder offen getragen..


    nun trage ich am linken arm ne schmale uhr und ab und an ein armband...

    das leben hat nunmal ab und an diese scheiß phasen. und bei manch einem scheint es kaum nen weg raus zu geben.


    du hast gelogen, ok, ist vllt weniger schön, aber sicherlich hattest du deine gründe dafür!


    notlügen sind erlaubt! und wieso schwänzt du mathe? geht dir alles dermaßen am arsch vorbei?


    leider kann man sich nicht immer im bett verkriechen und den rest der welt vor der tür lassen...

    @ Suse1202

    Zitat

    da sollen die anderen doch denken was sie wollen.

    Na bitte, ist ja doch möglich, wie man hört :)^

    @Clair

    Doch, man braucht Freunde, und wenn's schwierig ist, besonders. Es fragt sich nur, ob man sich so nennt oder ob man es IST. Ich mußte gestern an einer Freundin für sie unangenehme Kritik üben - zu ihrem Wohl und für Frau besonders unangenehm - sie hat's nach vorsichtiger Einstimmung aufgenommen, als hätte ich gesagt "Der Rasen ist grün, müßte aber mal gemäht werden"; ich glaube, SO muß das sein unter Freunden.


    Wenn taktieren und VeraXXXXe laufen, ist das nix...


    Und wenn Du Dich dauernd im Bett verkriechst, wirste richtig "mufflig" ;-)


    LG

    Viel - müsst nicht lesen

    kleener ich bin zur Zeit sowieso ungenießbar. Frag mal Che, ich glaub meine gestrige Mail war nicht sehr nett (Sorry Che, tut mir leid :-x). Und ich brauche echt keine Freunde. Die enttäuschen mich nur. Belügen mich. Unternehmen aus Mitleid was mit mir. Na Danke! Darauf kann ich verzichten. Wirklich um mich bemüghen tut sich niemand. Niemand nimmt mich mal in den Arm. Keiner. Alle machen mir Vorwürfe und meckern an mir rum. Ich mache das falsch und dies und bla bla. Zu Hause geht es dann weiter. Das musst Du ändern und das und bla bla. Ich brauche keine Freunde mehr. Freundschaften sind doch nur Oberflächlich. Es gibt keine richtigen Freunde. Es gibt keine Menschen die einen verstehen (ihr, ja aber ihr wohnt alle zu weit weg :°( ). Sowas gibt es niocht. Hier nicht und in Bautzen nicht. Dort durfte ich mitr schonwieder anhören "Clair, Du isst wieder nichts" Köbnnen die mich nicht in Ruhe lassen? Ist mein beschissenes Leben und meine beschissene Gesundheit. Wenn ich verrecke ist es allein mein Problem. Alle sollen mich in Ruhe lassen. Alleine lasse.


    Ujnd meine Mutter meinte gerade "Du musst Dich mehr um Deine Oma kümmern. Sie hat Dir auch viel gutes getan" Ja hat sie. Und ja, ich kümmere mich nicht genug um sie. Es stimmt. Ich bin ein schrecklicher Mensch. Egoistisch und zu nichts in der Lage. Muss mich mehr um meine Oma kümmern. sie war immer lieb zu mir. Kam jeden früh vor der Schule zu mir um mir die Haare zu machen, mir Frühstück zu machen. Nach der Schule bin ich zu ihr - Mittagessen. Dann hat sie was mit mir unternommen. Wir haben gespielt, gelacht. Sind in die Stadt gefahren. Dort habe ich immer was bekommen. Auch als ich älter wurde ging ich gerne zu ihr. Mal einfach so zum Essen. Oder mal um was zu spielen. Oder wir sind mal in die Stadt gefahren. doch nun ist alles anders. Sie im Rollstuhl. Hört sehr schwer. Blind auf dem einen Auge. Merkt sich viele Dinge nicht mehr. Bekommt vieles nicht mehr mit. Ich halte das nicht aus. Wenn ich die Wohnzimmertür zu mache und ihr 'Tschüss' gesagt habe. Und sie geweint hat. Ich habe mich jedesmal gehasst. Und tu es immer noch,. Ich habe sie vernachlässigt. Sie ist doch auch so krank. :°(


    Meine Oma war die einzigste,. die stolz auf mich war nach dem Abi. Sie hat geweint als ich sie im Krankenhaus besuchte und sagte ich hätte bestanden. Da hat sie geweint weil sie so stolz war. Ihr größter Wunsch war es, einmal mit zum Abiball zu kommen. Bei meiner Schwester durfte sie nicht - meine Schwester wollte es nicht. Ich wollte Oma mitnehmen. Habe ihr ne Karte besorgt und dann der erste Scvhlaganfall. Bis zum Schluss habe ich gehofft das sie mit kann. Wollte alles in Bewegung setzen -ö von wegen nur mal kurz mitkommen und dann heim gebracht werden. Aber nein, meine Eltern hatten recht. Sie war zu krank. Als wir zum Abiball sind, war meine Oma bei uns - zu Hause konnte sie noch nicht sein. War zu krank. Sie war so stolzb - ich im Kleid und zurecht gemacht. Mit Absatzschuhen - alles was ich sonst nicht trage. Dann als ich mit dem Zeugnis zurück kam. Sie war so stolz und traurig das sie nicht mit durfte.


    Jetzt erinnere ich mich dran wie ich mit meiner Oma gespielt habe. Bei ihr zu Hause. Wir haben Autofahren gespielt und sie hat mir flechten gelernt. Ich habe mit Puppen gespielt. Ich war so gern bei ihr. So gern. Ich liebte sie so sehr. Sie war doch meine einzigste Oma. Unhd meine Eltern hatten so Ruhe vor mir. Und nun? Nun ignoriere ich sie so sher. Oh man wie ich mich dafür hasse. Sie tut mir so leid, ich bin so gemein. So abscheulich. So böse. So schrecklich. Scheiße, wie kann man nur ein so schlechter Mensch sein? Das geht doch gar nicht mehr. Ich habe ein Leben nicht verdient. Ich bin undankbar. So undankbar und bin unfreundlich zu Menschen die mir helfen wollen. Unterstelle ihnen Dinge, die sie nicht gesagt haben (es tut mir wirklich leid). Ich hasse mich so dafür und habe es nicht verdient geliebt oder gemaocht zu werden. Es wäre besser alle wenden sich von mir ab. Das wäre das Beste...


    Und nun kam auch noch Nena - Liebe ist und ich hätte heulen können.


    Nun habe ich so viel geschrieben. Es tut mir leid. Wollte ich nicht. Machts gut!


    Und sorry für die Tippfehler - lese es mir jetzt nicht durch... Tut mir leid, aber ich bin auch unfähig am PC die Tasten zu treffen...

    hey du,


    ich hab gerad tränen in den augen...


    was freunde angeht, so teile ich deine meinung.. gibt es überhaupt wahre freunde? am ende ist man eh allein, wenns einem dreckig geht.


    wem kann man schon vertrauen, ohne verletzt zu werden?


    meine freundschaften sind nur noch oberflächlich, ich lasse keinen mehr an mich ran, nicht mal meinen freund.


    wegen deiner oma... ihr hatte super schöne tage und du selber siehst, dass du ihr eigentlichmehr zeit widmen solltest.


    wieso tust du es dann nicht, was hält dich davon ab?


    manchmal ziehen einen die eigenen sorgen der art runter, so dass man die augen vor dem leid anderer verschließt. verständlich, denn wie soll man, selber geschwächt, mit dem leid der anderen klarkommen?


    deshalb bist du kein schlechter mensch.


    versuche wieder fuss zu fassen und dann gehst du wieder auf deine oma zu, wenn du selber stark genug bist, ok?


    :-x

    clair:-x

    Zitat

    Viel - müsst nicht lesen

    Clair, wer lesen will, der liest, wer nicht will, liest nicht, und wer trotzdem liest, wenn er nicht will, ist es sein Problem und nicht deins;-).


    Clair deine Sätze klingen für mich sehr selbsthassend.

    Zitat

    Und ich brauche echt keine Freunde. Die enttäuschen mich nur. Belügen mich. Unternehmen aus Mitleid was mit mir.

    Diesen Satz hast du bestimmt schon x-mal gehört: Aber das sind keine Freunde!!! Wenn jemand etwas aus Mitleid mit dir unternimmt, dann macht er das doch auch nur für sich, damit du dann in seiner Schuld stehst, damit er sich rausheben kann und sich besser fühlt und du dich schlechter, finde ich.

    Zitat

    Alle machen mir Vorwürfe und meckern an mir rum.

    Mir kommt jetzt die Geschichte mit dem Zirkuselefanten von Southseapearl wieder ins Gedächtnis. Wir, wenn ich überhaupt wir sagen kann, haben es von klein auf so erfahren und nun bleiben wir in den Mustern und brauchen das, damit wir uns jetzt fertig machen können, damit wir uns jetzt runterziehen können. Denn wenn das alles wegfällt von den anderen, haben wir keinen für uns denkbaren Grund uns runterzumachen, da würden wir auf uns mal gucken müssen, uns mal anhören. Aber das gestehen wir uns ja nicht zu.


    Jetzt kommt ein Mensch und meint es ehrlich, hat einen lieb (deine Oma) aber gerade das können wir nicht zulassen, das würde nicht zum Gesamtbild passen.


    Du sagst, du willst in den Arm genommen werden und wünschst dir das so sehr. Könntest du es zulassen, so wie du jetzt denkst, kannst du deine Oma an dich ranlassen, die dir diesen Wunsch erfüllen würde? Oder halten wir uns den Wunsch vor, sehen bei den "verkehrten" Personen, dass es nicht so ist und machen uns fertig, aber öffnen auch nicht die Augen für die Personen, die es machen würden.


    Ich seh es bei mir. Vom Verstand her weiß ich, dass ich nie von meinem Sch***vater das bekommen kann, was ich mir so sehr wünsche, nämlich auch mal in den Arm genommen werden, und mal ein menschliches Wort. Ich weiß es 100 %. Aber anstatt damit jetzt klarzukommen, abzuschließen, zieh ich mich mit diesem Punkt runter und fühl mich traurig. Ich weiß also, dass wenn es mir mal wieder schlecht gehen soll, was ich machen muss, damit ich einen Grund hab. Aber doch auch nur, weil ich mir nicht zugestehe vielleicht auch mal glücklich zu werden, und nicht so depressiv.

    Zitat

    Ich brauche keine Freunde mehr. Freundschaften sind doch nur Oberflächlich. Es gibt keine richtigen Freunde. Es gibt keine Menschen die einen verstehen

    Werden Freundschaften nur als oberlflächlich empfunden, weil man selbst nicht fähig ist, in die Tiefe zu gehen, sich fallen zu lassen, eine Person an uns ranzulassen?


    Und auch wenn ich mich zum dritten mal wiederhole, meine Therapeutin hat mal gesagt, dass man sich glücklich schätzen kann, wenn man einen wahren Freund hat, das ist nicht so selbstverständlich, so gang und gebe. Es muss von beiden Seiten kommen, zu gelassen werden.


    Und das Zulassen ist doch das, was so schwer fällt, also mir jedenfalls. Ich glaub, dass an dem Satz viel wahres dran ist: Jeder kann nur für sich sprechen, auch wenn das vielleicht egoistisch klingt. Aber meinen, wissen zu können, was der andere denkt, oder mit einem bestimmten Satz ausdrücken will, ist zu viel. Aber wie schnell ist man gekränkt bei bestimmten Sätzen, wie schnell hört man das raus, was man selbst hören will und hält es dem anderen dann vielleicht auch noch vor.

    Zitat

    Oh man wie ich mich dafür hasse. Sie tut mir so leid, ich bin so gemein. So abscheulich. So böse. So schrecklich. Scheiße, wie kann man nur ein so schlechter Mensch sein? Das geht doch gar nicht mehr. Ich habe ein Leben nicht verdient.

    Deine Oma ist vielleicht traurig darüber, aber wird sie wirklich so von dir denken, wie du es machst? Wird sie dich so sehen?

    Zitat

    Ich bin undankbar. So undankbar und bin unfreundlich zu Menschen die mir helfen wollen. Unterstelle ihnen Dinge, die sie nicht gesagt haben

    Hier sagst du es ja selbst. Und es hat doch auch einen Grund dafür, weshalb so gehandelt wird. Wenn der Elefant im Zirkus an der Kette steht und denkt: Ihr Menschen ihr seid so gemein zu mir, kettet mich an, ich kann nicht weg, ich muss hier mein Leben driften und kann nicht glücklich werden. Da nimmt er die anderen doch auch um sich unglücklich zu machen. Klar er hat es nicht anders gelernt. Er nimmt die kleine Kette an seinem Bein, die kleine Kette die wirklich reißen würde, wenn er seine Kraft nehmen würde, die in ihm schlummert. Es ist ungewiss, wie es für den Elefanten so weiter gehen würde, wenn er sich losreißt. Aber er weiß was passiert, wenn er nichts macht: nämlich nichts was ihn glücklich machen könnte. Und wenn er sich losreißen würde, für einen Moment mal die Freiheit spüren, seine Kraft, egal wie es dann kommt. Aber er kann sich sagen, dass er es probiert hat!! Das er sein Leben in die Pfote genommen hat, das was ihm keiner abnehmen wird. Es gibt so viele Möglichkeiten.


    Vielleicht wollen ja die Menschen, bei denen wir meinen, dass sie aus Mitleid mit uns zusammen sind und was unternehmen uns nur aus uns rauskitzeln, uns anstacheln und wachrütteln. Wir wissen es nicht. Aber legen für uns die Antwort hin, wie wir sie brauchen.


    Ich hab auch immer gedacht: keine Freunde, niemand versteht mich, bin alleine... "nur" hier im Forum werde ich verstanden. Hier im Forum traut man sich Dinge anzusprechen, die man seinem Gegenüber nicht so offen sagen kann, weil da die ganzen zwischenmenschlichen Faktoren eine riesengroße Rolle spielen. Doch das sind Menschen die hier sitzen und schreiben, und da draußen doch auch. Keiner weiß, wie es in dem anderen dort drin aussieht, wenn nichts angesprochen wird. Wir wissen es nicht und geben uns keine Chance, was aber auch verständlich ist, weil es nicht anders gelernt wurde.


    Und ich bin riesenglücklich, dass ich hier dieses Forum gefunden hab:-D. Dass das hier das Sprungbrett ins Leben war und noch ist. Und ich bin dem Herrn da oben so dankbar:-D:°(:-D dass ich phoebe hierdurch kennen gelernt hab:°(:-D, dass ein virtueller Austausch lebensecht geworden istx:). Und ich weiß, dass der Herr da oben dies genau wusste, er genau wusste, dass ich es ohne, den schriftlichen Austausch vorher nicht geschafft hätte, auch wenn ich mich jetzt noch sehr schwer tue in Sachen Freundschaft. Doch wenn ich mich da jetzt immer wieder damit fertig mache und runterziehe, verschließ ich mir doch auch wieder die Möglichkeit, weiter zu laufen. Denn dann bin ich doch wieder in der alten Spirale drin: Ich hab es doch gewusst, mit mir kann niemand und so weiter und man denkt wieder bei "Null" zu sein. Der Herr da oben weiß aber auch ganz genau, was jeder braucht, wieviele Wiederholungen. Wir gestehen es uns nur nicht ein. Es muss gleich von hier auf jetzt funktionieren und wenn nicht, ist alles mal wieder besch***en. Ja und genau diese Sätze saugt unser Inneres auf um nicht weiter zukommen. Andere Sätze prallen ab. Sie könnten ja bewirken, dass es uns besser geht. Aber nein, das geht ja nun gar nicht, wieso sollte es uns besser gehen, wir sind doch so schlecht.


    Ich weiß, dass es nicht leicht ist, ich wollte dir ein bisschen Mut machen.


    Liebe Grüße

    Zitat

    wegen deiner oma... ihr hatte super schöne tage und du selber siehst, dass du ihr eigentlichmehr zeit widmen solltest.


    wieso tust du es dann nicht, was hält dich davon ab?

    Das ich es nicht ertrage sie so zu sehen. Zusammengekauert im Rollstuhl. Sie kann kaum sprechen, weil die Schlaganfälle ihre Stimmbänder stark angegriffen haben. Sie will aber reden und wir so stark heißer, dass sie nur noch hustet. Aber husten kann sie auch nicht mehr. Ich denke dann immer sie erstickt jeden Moment. Dann erzählt sie mir fünf mal hintereinander das selbe. Meist von meinem Opa oder wie lieb meine Mutter ist und wie krank meine Mutter ist und das ich mich um sie kümmern muss. Dann spricht sie über meine schwester, wie stolz sie auf meine Schwester ist und wie sehr sie sich auf ihr Kind freut. Das schlimmste für meine Oma ist wenn ich gehe, dann weint sie und ich muss sie einfach sitzen lassen, die Wohnzimmertür schließen und gehen. Das ist ein beschissenes Gefühl. Wie sehr man sich in einem solchen Moment hassen kann. Unbeschreiblich. Mit meiner Oma wird nie wieder etwas so wie früher. Nie wieder. ICh werde sie nie wieder so erleben wie ich sie in Erinnerung habe. Nie wieder. Ich kann sie nicht so krank und leidend sehen. Das geht nicht. Ich kann das nicht. Aber sie hat so viel für mich gemacht. War für mich da. Und ich?? Wie ich mich hasse...

    Zitat

    Du sagst, du willst in den Arm genommen werden und wünschst dir das so sehr. Könntest du es zulassen, so wie du jetzt denkst, kannst du deine Oma an dich ranlassen, die dir diesen Wunsch erfüllen würde?

    Ganz klar: Nein! ICh will niemanden an mich ran lassen, will in den Arm genommen werden, aber auch wieder nicht. Ich bin ein einzigster Widerspruch. Will geliebt werden und doch am liebsten allein sein. Will nicht allein sein und doch nur meine Ruhe haben. Nur so'n scheiß. Bin verrückt, ich weiß...

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    Werden Freundschaften nur als oberlflächlich empfunden, weil man selbst nicht fähig ist, in die Tiefe zu gehen, sich fallen zu lassen, eine Person an uns ranzulassen?

    Kann sein. Ich kann keinen realen Menschen an mich ran lassen. Will das nicht, es geht auch nicht. Will es aber schon, aber wieder nicht und keine Ahnung. Dann eben wieder nur allein sein...

    Zitat

    Deine Oma ist vielleicht traurig darüber, aber wird sie wirklich so von dir denken, wie du es machst? Wird sie dich so sehen?

    Wie mich meine Oma sieht, weiß ich nicht. Im Sommer nach dem ersten Schlaganfall kam sie zu uns nach Hause und ich pflegte sie Tag für Tag. Sie erzählte mir immer nur, dass sie am liebsten Tod wäre. Sie wünscht sich nichts mehr. Einfach tot sein. Sie sagte wie dankbar sie meiner (damals noch gesunden) Mutter sei und wie lieb sich meine Schwester um sie kümmern würde. Von mir hat sie nichts gesagt. Auch meine Mutter lobte in meiner Gegenwart nur meine Schwester. Mich nicht einmal. ICh denke meine Oma kreidet es mir auf jedenfall an, dass ich nicht komme. Ist enttäuscht, traurig und versteht die Welt nicht mehr,. Wie ich sie nur so verletzen kann. Ich bin nicht fähig mit Menschen umzugehen.


    Muss Schluss machen. War ja jetzt mit meiner Mutter bei Ikea und wäre am liebsten vor Wur an die Decke gesprungen. Aber nein, es kochte (und kocht) nur innerlich. Jetzt wollte sie mit mir Kaffee trinken. Da ich jetzt hier schreibe, bin ich nicht sofort runter. Das heißt sie alleine gegessen und ist stinksauer. Ich bin unfähig und beschissen. Ja ich hasse mich. Ich hasse mich so sehr. Ich verletze alle in meinem Umfeld. Vielleicht will ich es ja auch? Danach hasse ich mich extrem. Wie jetzt und immer.


    Sorry. Muss jetzt weg.

    Teil 2

    Zitat

    Er nimmt die kleine Kette an seinem Bein, die kleine Kette die wirklich reißen würde, wenn er seine Kraft nehmen würde, die in ihm schlummert. Es ist ungewiss, wie es für den Elefanten so weiter gehen würde, wenn er sich losreißt. Aber er weiß was passiert, wenn er nichts macht: nämlich nichts was ihn glücklich machen könnte. Und wenn er sich losreißen würde, für einen Moment mal die Freiheit spüren, seine Kraft, egal wie es dann kommt. Aber er kann sich sagen, dass er es probiert hat!! Das er sein Leben in die Pfote genommen hat, das was ihm keiner abnehmen wird.

    Ich glaub hier liegt das Problem - ich hjabe wahnsinnige Angst vor Veränderungen meines Tagesablaufes. Vor Veränderungen in meinem Umfeld. Ich will nicht weg. Ich habe angst vor dem was danach kommt. Ich weiß nicht wohin, wie und was und ich will meinen Eltern nicht noch mehr schaden als ich es die letzten 19 Jahre tat...

    Zitat

    Ich hab auch immer gedacht: keine Freunde, niemand versteht mich, bin alleine... "nur" hier im Forum werde ich verstanden.

    Ja so geht es mir auch... Hier bin ich anonym. Niemand kennt mich. Wenn ich jetzt wüßte, dass einer aus dem Forum mich kennt - gott, ich würde mich sofort abmelden.


    Auf der einen Seite will ich ja, dass mich auch reale Menschen verstehen, aber ich lasse auch niemanden ran. Stoße allen vor den Kopf. Kränke sie gar. Ich weiß nicht warum ich das mache. Ich weiß nur das ich es nicht gern tu, es aber irgendwie sein muss. Alle empfinden mich nur als "komisch" - 'Von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt' so ändert sich meine Stimmung manchmal - binnen Minuten. Das versteht keiner. Alle denken ich hab Drogen genommen oder sonst was. Bin ebven 'komisch' und werde es immer bleiben. Aber die 'Hochs' sind schon lange vorbei. Es gibt nur noch ein zu Tode betrübt. :-(


    Ich weiß nicht wo ich hin gehöre. Echt nicht. Ich fühl mich zu Hause unwohl und in der anderen Stadt, beim Studium auch. Will hier bleiben, in Leipzig,. aber nicht hier bei meinen Eltern. Kann ihnen nicht weh tun. Will ne eigene Wohnung wo ich meine Ruhe habe und will gleichzeitig nicht allein sein.


    Bin ein einzigster Widerspruch.


    Gehe nachher zu Oma... :°(

    clair*:)

    Ich wünsche dir Kraft für den Besuch bei deiner Oma! Auch wenn sie wieder weint, wenn du gehst: Sie freut sich garantiert, dass du da warst; das zeigt ihr, dass du sie nicht vergessen hast. Und nicht aufregen, wenn sie mehrmals dasselbe erzählt (ich weiß, das ist schwer, gent mir mit meiner Omi auch so). Vielleicht kannst du was mitnehmen zum Vorlesen?

    mein opa litt auch an schlaganfällen, einer nach dem anderen. ich war noch jung und empfand es auch immer als nervig hinzufahren und sich das leid anzutun.


    heute, nach dem tod meines opa hätte ich mir gewünscht mehr ziet mit ihm verbracht zu haben.


    auch wenn er in keiner guten verfassung war, merken tut deine oma deine gegenwart auch.


    wünsche dir auch ganz viel kraft, und überstürz es nicht.


    geh, wann du es für richtig hälst!

    clair

    viel Kraft für deine Oma*:)

    Zitat

    ICh werde sie nie wieder so erleben wie ich sie in Erinnerung habe. Nie wieder. Ich kann sie nicht so krank und leidend sehen. Das geht nicht. Ich kann das nicht. Aber sie hat so viel für mich gemacht. War für mich da. Und ich?? Wie ich mich hasse...

    Clair, ich hab vorgestern einen Satz von jemanden gelesen, weiß leider nicht mehr von wem. Aber diese Person hat gesagt: dass das einzige, was wir nicht schaffen, ist, an schönen Momenten zu klammern, festzuhalten und wieder herbeizuführen. Damit werden wir unglücklich und verbauen es uns so weiter zu machen. Deine Oma ist vielleicht auch so traurig, dass sie jetzt nicht mehr so sein kann, wie damals, dass sie merkt, wie sehr du dich quälst, sie dir aber nicht helfen kann, genauso wie du es bei ihr siehst.


    Ich könnte jetzt sagen, dass der Selbsthass daran auch nichts ändert, aber ich weiß nur ja selbst, wie diese Sätze abprallen. Denn dieser Selbsthass ist ja da und den Ausstellknopf gibt es nicht.

    Zitat

    ICh will niemanden an mich ran lassen, will in den Arm genommen werden, aber auch wieder nicht. Ich bin ein einzigster Widerspruch. Will geliebt werden und doch am liebsten allein sein. Will nicht allein sein und doch nur meine Ruhe haben. Nur so'n scheiß. Bin verrückt, ich weiß...

    Clair, danke, wenn es danach ginge, wären wir doch alle verrückt!!! Vielleicht sind wir es ja auch, aber was ändert das daran? Clair ich versteh dich nur zu gut. Deshalb ist mir das auch eingefallen, als du geschrieben hast, du willst in den Arm genommen werden. Das ist so einfach gesagt, der Wunsch ist da, doch wenn er in Erfüllung gehen könnte, wird er zum Albtraum, oder besser gesagt, kann er zum Alptraum werden.

    Zitat

    Sie sagte wie dankbar sie meiner (damals noch gesunden) Mutter sei und wie lieb sich meine Schwester um sie kümmern würde. Von mir hat sie nichts gesagt. Auch meine Mutter lobte in meiner Gegenwart nur meine Schwester. Mich nicht einmal.

    Haben deine Oma und deine Mutti dafür irgendwelche Gründe angegeben? Denn du schreibst ja, dass du dich um sie gekümmert hast. Ich will deiner Oma jetzt nichts unterstellen, aber wenn als Grund angeben wird, dass sie sich so dolle um dich gekümmert hat und du jetzt halt nicht so, wie sie es sich wünscht, wäre es wirklich traurig. Denn dann hat sie sich ja nicht um deinetwillen (heißt das Wort so???:-/) um dich gekümmert, sondern um ihretwillen (sorry, keine Ahnung ob das Wort so geschrieben wird:-/) und wenn das aufgewogen werden soll, wäre wirklich schade. Man das hört sich jetzt so abgehoben an. Denn klar wer wünscht es sich nicht, auch so behandelt zu werden, wie man die geliebt Person behandelt hat. Aber bei diesem Punkt kann es dann nicht bleiben, wenn man feststellt, dass es nicht so ist, und du hast ja deine Gründe. Aber zwingen find ich wirklich traurig.

    Zitat

    Das heißt sie alleine gegessen und ist stinksauer. Ich bin unfähig und beschissen. Ja ich hasse mich. Ich hasse mich so sehr. Ich verletze alle in meinem Umfeld. Vielleicht will ich es ja auch? Danach hasse ich mich extrem. Wie jetzt und immer.

    Du bist also unfähig und beschissen, weil du dich nicht mit an den Tisch deiner Mutter gesetzt hast? Clair, das war doch mutig!! Du hast geschrieben, das es Knatsch gab und du es wieder nur brodeln gelassen hast. So jetzt hast du auf dich gehört und für dich entschlossen erst mal Dampf abzulassen, und das schreibend und garantiert noch mehr in deinem Zimmer, auf alle Fälle nicht vor deiner Mutter. Wer weiß, was dann noch gekommen wäre. So und deshalb musste sie halt alleine essen. Ich fand das gar nicht unfähig und beschissen. Wie hättest du dich denn gefühlt, wenn du mit diesen Gefühlen mit ihr an einen Tisch gesetzt hättest? Da hättest du doch nicht auf dich gehört.


    Weißt du ich konnte mich mein ganzes Leben jetzt nicht mit meiner Mutti unterhalten, keiner wollte von seinem Stand runter und meine Mutti hat nichts verstanden. Deshalb hab ich schön nach ihrer Pfeife funktioniert und alles gemacht, damit sie sich nicht schlecht fühlt. Und wie ich mich gefühlt hab, war ja egal. So und jetzt, und vor einer Weile hab ich mir geschworen, dass ich es anspreche, weil sie mir nicht egal ist. Und was kam? Sie hat gedacht, dass ich sie hasse, dass ich sie fertig machen will. Aber hat nicht gesehen, dass ich mir und auch ihr helfen wollte. Sie wollte keinen Kontakt mehr und hat auch gemeint, dass ich sie erschießen solle! Aber nur, weil sie sich gleich angegriffen gefühlt hat und nicht auch einen Fehler bei sich suchen konnte. Jetzt nach nem guten halben Jahr ist sie mir dankbar, dass ich es angesprochen hab und sie so anfangen konnte nachzudenken.


    So was ich jetzt eigentlich damit sagen wollte. Es hat mir und meiner Mutti nichts gebracht, dass ich wollte, dass sie sauer wird, dass sie sich schlecht fühlt. Eher im Gegenteil. So waren wir alle von einander abhängig und keiner hat die Chance gehabt, die Kette zu lösen, wie bei dem Zirkuselefanten.

    Zitat

    ich hjabe wahnsinnige Angst vor Veränderungen meines Tagesablaufes. Vor Veränderungen in meinem Umfeld. Ich will nicht weg. Ich habe angst vor dem was danach kommt. Ich weiß nicht wohin, wie und was und ich will meinen Eltern nicht noch mehr schaden als ich es die letzten 19 Jahre tat

    Clair, starte mal eine Umfrage hier im Forum, wer keine Angst vor Veränderung hat. Klar klingt jetzt so normal, so verständlich und sicher ist die Intensität bei jedem anders, aber wer sagt denn einem jetzt schon, dass es danach schlimmer wird? Und wenn es schlimmer werden kann, dann kann es doch auch besser werden. Wer weiß das schon.


    Du hast deinen Eltern geschadet? Wer sagt das? Du warst das Kind, du bist ihr Kind!

    Zitat

    Wenn ich jetzt wüßte, dass einer aus dem Forum mich kennt - gott, ich würde mich sofort abmelden.

    Clair, auch wenn es jetzt total blöd klingt. Ich hab sogar gedacht, dass meine Therapeutin hier ist, dass sich hier alle kennen und eine Front gegen mich bilden. Aber in dem Vertrauensfaden wurde ja so schön gesagt: Wieso denkt man, dass sich das ganze Forum nur um einen selbst dreht. So was egozentrisches. Aber ich konnte, als ich mich angemeldet hab, etliche Monate hier nicht schreiben, weil ich dachte erkannt zu werden.

    Zitat

    Auf der einen Seite will ich ja, dass mich auch reale Menschen verstehen, aber ich lasse auch niemanden ran. Stoße allen vor den Kopf. Kränke sie gar. Ich weiß nicht warum ich das mache. Ich weiß nur das ich es nicht gern tu, es aber irgendwie sein muss.

    Und wenn die Menschen einen verstehen könnten, würde man auch sehen, dass man sich selbst verstehen könnte, besser, eigentlich nur dann haben doch die anderen eine Chance zu verstehen, wenn es das große Verstehen überhaupt gibt.

    Zitat

    Aber die 'Hochs' sind schon lange vorbei. Es gibt nur noch ein zu Tode betrübt.

    Oh ja, dieser Satz:-(. Dieses Gefühl:-(. Ich kann grad auch nur so schreiben, weil das Tal mal wieder vorbei ist. Ich weiß aber auch, dass der Bergabstieg dazu gehört. Also das sag ich mir jetzt, wenn ich dort unten sitze, kann ich mir das aber auch nicht sagen.

    Zitat

    Ich weiß nicht wo ich hin gehöre. Echt nicht. Ich fühl mich zu Hause unwohl und in der anderen Stadt, beim Studium auch

    Ich verstehe dich:-x