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    Wenn seine Vergangenheit nicht so verlaufen wäre, wie es passiert ist, wäre er nicht so, wie er jetzt ist. Und das möchte ich auf keinen Fall missen. Das ist ja sein Charakter und den liebe ich. Er ist sehr sensibel und einfühlsam.

    Ja und an der Vergangenheit lässt sich nichts mehr verändern. Es geht um das JETZT damit lernen und zu wachsen:-). Das was du schreibst, dass er deshalb so einfühlsam und sensibel ist, geht mir auch manchmal so durch den Kopf und ich frag mich, ob dies anders wär, wenn die Vergangenheit nicht so verlaufen wäre. Doch wie gesagt, lässt sich nicht ändern die Vergangenheit und eigentlich könnte man ja selbst auf diese Eigenschaften stolz sein, doch die Vergangenheit darf einen in der Gegenwart nicht so hindern, trotz dieser Eigenschaften. Und das merkt ihr ja beide, wie sehr die tiefen Verletzungen ihn heut noch bestimmen und da hilft in diesen Momenten nicht seine Einfühlsamkeit, denn bei sich selbst hilft sie ihm ja nicht. Für ihn zählt dann ja angeblich das nicht, was er anderen zugesteht und wo er so einfühlsam und sensibel ist. Doch er ist auch wichtig, genauso wichtig wie du für ihn bist und er für sich, gilt dies auch für ihn selber.

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    Hast du denn deine Therapie schon richtig hinter dir?? Kommst du heute besser zurecht mit deinem Leben, als früher, als du dich noch selbst verletzt hast?? Oder kommt es manchmal wieder dazu?? kann man das eigentlich ganz lassen, wenn man es über Jahre gemacht hat??

    also meine Therapie geht noch bis Juni:-). Richtig hinter sich?:-/, ich weiß nicht ob man dies so sagen kann. Denn wir verändern uns ja unser leben lang, dies hat auch meine Therapeutin gesagt. Heißt ja nicht, dass ich eine Therapie mache, einen Rucksack für mein ganzes Leben bekomme und so weiß was ich den Rest meines Lebens machen muss. Meine Therapeutin meinte auch, dass immer wenn eine neue unbekannte Situation kommt, man neu anfängt. Z. B. wenn man eine neue Beziehung anfängt, fängt man ja auch wieder neu an. Und dieses in der Therapie bewusstgewordene wieder zu durchdenken, abzuwägen, bei sich zu gucken und zu fühlen und dann auch zu entscheiden, das beginnt immer neu. Also die Therapie liefert keinen Schutzmantel, sondern eher vielleicht etwas Werkzeug, dass man aber selbst in die Handnehmen muss, es an einem selber also liegt. Und jetzt auf das Selbstverletztende Verhalten bezogen: es heißt nicht, dass wenn die Therapie zuende ist, dass dies wegsein muss. Es liegen ganz ganz viele Stufen dazwischen die auch wichtig sind und die dazu gehören, die aber vielleicht auch demotivieren, weil man sich nur als Ziel setzt: das Verhalten darf nicht mehr sein!! So macht man sich dann wieder fertig und meint versagt zu haben.


    Auf mich bezogen: ich gestehe mir langsam die Zwischenstufen zu und möchte mich selbst nicht mehr so fertig machen, wenn ich etwas getan hab, wo ich weiß: eigentlich weißt du es jetzt besser. Doch die Gefühle brauchen wirklich ihre Zeit liebe Vampi um da mitzukommen. Denn der Drang ist da, ja. Doch dies erst mal zu merken und sich zu sagen: ich fühle es jetzt, ich hab gemerkt in welcher Situation dieses Gefühl kommt. Ist auch schon eine Stufe, da bei sich zu hören und auf sich zu hören, was eigentlich abgeht und nicht nur das letzendliche Ergebnis. Die Schritte sind wichtig und nicht nur das Ergebnis. Ich merk den Drang nach wie vor und es reizt mich ja, und da für sich selbst zu entscheiden. Ich weiß nicht, ob der Drang je weggeht:-/. Soweit bin ich nicht. und ob dies heißt, wenn der Drang weg ist, ob man dann als "geheilt" gilt:-/. Doch dies darf nicht nur das einzige Ziel sein, denn damit setzt er sich doch selbst unter Druck und ist enttäuscht, wenn dies nicht erreicht wurde und vergisst die vielen kleinen Zwischenschritte die er lernen kann und auf die er auch stolz sein kann. Aber dies sich selbst einzugestehen ist auch noch mal ein Schritt, der sehr schwer fällt: denn er passt mit dem eigentlichen Denkmuster ja nicht zusammen: dass er es ja eigentlich gar nicht besser verdient hat. Merkst du wie viel dazwischen liegen muss und wie viel da eigentlich reinspielt und nicht nur das eine Ergebnis, was jetzt für euch zählt: nämlich das Ergebnis: hat er sich verletzt oder nicht (das was man sieht). Denn das andere das gedankliche verletzt ihn ja selbst auch und dies gehört aber zu dem Prozess der Veränderung dazu. Dass er sich selbst etwas liebes zugestehen lernt, dass er dies für sich möchte und nicht denkt, er hätte es eh nicht anders verdient. Das er sich selbst annehmen kann. Und dies zeigt sich nicht nur in dem sichtbaren Verhalten (so wie er sich sichtbar verletzt). Da zählt wirklich viel viel mehr dazu.


    Liebe Grüße@:)

    weiss nicht, wie es mir geht...

    :°_


    Habe dieses Forum erst letzte Woche entdeckt...


    Und könnte heulen, zu wissen, dass ich nicht allein bin, aber gleichzeitig auch, dass ich den Druck gestern nicht ausgehalten habe...


    Und das Schlimmste: Das ist mir seit Jahren nicht mehr passiert!!! Und meine Angst steigt, dass ich mir plötzlich das Leben nehme... :°_


    Dabei muss es doch irgendwann auch mal wieder schön werden, oder?


    Verdammt, ich glaube, das versteht keiner, aber ich fühle mich so tief in einem Loch, dass ich einfach denke, ich bin am Ende... Ganz am Ende...

    Wahrscheinlich kennen das auch viele und ich brauch es eigentlich nicht zu beschreiben, dass der körperliche Schmerz für wenige Momente den psychischen überdeckt...


    Aber ich hab einfach das Gefühl, ich komm da gar nicht mehr raus...


    Was tut Ihr???? Wie helft Ihr Euch? Ich habe oft das Gefühl, es hilft nur das Aushalten...

    Ich werde es wieder tun...

    ... und weiss genau, ich kann nichts dagegen tun...


    Ich weiss jetzt schon, ich kann es in ein paar Stunden nicht mehr aufhalten... Ich frage mich nur warum???


    Werde jetzt meine Freundin bitten, später bei mir vorbeizukommen. Bete, dass ich nach ihrem Gehen nicht durchdrehe... und frage mich gleichzeitig, was mich am Leben hält. Wenn ich nur eine einzige Antwort darauf hätte... :°(

    Freundin hat abgesagt...

    ...ich hab echt Schiss, nach Hause zu gehen....


    Werfe gleich Bedarfsmedikation ein und hoffe, es hilft...


    Meine Spirale dreht sich ganz gewaltig zu...


    Und das Schlimmste: Ich mache immer einen auf "Alles ist in Ordnung" und meine Ärztin hat mir "wegen der vielen Rezeptgebühr" meine Medikamente in großen Mengen verschrieben, damit sie bis Januar reichen... Ich weiss gar nicht, was ich machen soll!!! Ich verlier doch die Kontrolle...


    Ich werde mein Atosil gleich nehmen, wenn ich zu Hause bin, in der Hoffnung, dass ich einfach einschlafe und morgen ist es besser. Hab am Mittwoch endlich Therapie. Fängt gut an, gerade erst aus der Klinik und jetzt fang ich nach Jahren wieder mit ritzen an... Ich glaub, ich komm gleich wieder weg... :°(

    Hey, Depri :°_


    ich kann glaube ich verstehen was du meinst... Ich habe auch erst in der Klinik angefangen

    (das wollte ich dich noch bitten... könntest du Wörter wie ri*** in Sternchen setzen, da es viele, wie auch mich ziemlich triggert solche Wörter zu lesen... Dazu machst du ?? dann das worte - aber vollkommen ohne Leerzeichen - und dann wieder ?? Also ) Aber ich denke, dass es damit zu tun hat, dass du in der Klinik, bzw. während der Therapie erst einmal alles aufwühlst und es praktisch zu einem totalen Gefühlschaos kommt... Ich bin vor acht Wochen entlassen worden (nach 2 Kliniken und 14 1/2 Wochen) und es stand schon mehrmals im Raum, dass ich wieder in die Klinik gehe, weil es zuhause überhaupt nicht gut geht... Aber ich habe mich gewehrt, weil ich ja nicht immer flüchten kann... Aber du sagst, dass du Therapie hast... Das ist sehr gut und sehr wichtig... Vielleicht schaffst du es ja sogar das in der Stunde anzusprechen, vielleicht kann deine Thera dir helfen... Kennst du auch verschiedene Skills, also ablenkmethoden, wie z.B. Chillipulver oder so??

    @ malika

    Sorry, das mit den Wörtern wusste ich nicht! Werd mich natürlich dran halten... Kann das der Admin vielleicht ändern?


    Ja, ich bin sehr aufgewühlt und weiss auch vom Kopf her alles, was ich wissen muss. Die Skills helfen mir überhaupt nicht!


    Ich krieg es einfach nicht gebacken! Bin wohl zu blöd dazu! :°(


    Ich habe früher das auch oft nicht gemerkt, erst als ich es dann getan hatte und der Schmerz da war. Und hab Angst davor, dass es mich schlimmer erwischt und ich dann im Endeffekt meinen Empfindungen erliege und ich Schlimmeres tue... :°(