• Selbstverletzung

    Hallo, habe schon länger mal mitgelesen, aber jetzt muss ich selber mal was loswerden. Komme mit meinem Leben nicht mehr klar. Seit einiger Zeit geht´s mir besser, wenn ich mich selbst verletze, z.B. den Arm am Backofen verbrenne, mir die Unterarme anritze usw. Das hört sich jetzt wahrscheinlich total bescheuert an, aber ich muss das einfach mal…
  • 23 Antworten

    Affekt

    schon klar. Aber Schoko schrieb ja grade über ihre DERZEITIGEN Gefühle und den sehr wohl registrierten Widerspruch zwischen Fühlen und Denken. Und in diesen Momenten kann sie ansetzen, drüber nachdenken, analysieren... Es geht nicht darum, im Moment des Affektes die Notbremse zu finden - denn die kann m. E. dann nur von außen kommen. Es geht darum, diesen Affekt zu unterdrücken.


    Und hier schreib ich ganz klar aus der Sicht des Nicht-Betroffenen:


    Ich weiß, daß jede Verletzung weh tut und wie der Körper darauf reagieren muß. Deshalb muß es meiner Meinung nach auch das Ziel sein, daß Schoko (und andere auch) lernen, wieder so zu fühlen wie z.B. ich.


    Das wäre doch gut, wenn das hinzubekommen wäre durch therapeutischen Ansatz.


    Menschen lernen, eine Prothese zu gebrauchen, mit den Füßen zu malen, mit dem Mund einen Rolli zu steuern... Schoko muß lernen, Schmerz als Schmerz zu empfinden.


    Und sie wird es lernen, darauf verwette ich alle meine Haare...

    Che:


    Ja, ich denke auch dass sie es lernen wird.


    Und gerade in der Therapie...


    Allerdings kann ich mal grad schildern, dass ich Schmerz auch nicht als etwas was mir schadet empfinde. Um ganz ehrlich zu sein.


    Aber vielleicht ist das bei mir so, weil ich keine Therapie gemacht habe und in der Hinsicht nichts aufgearbeitet habe. Ich hab kurz mal medikamente genommen.


    Naja, immerhin kann ich trotzdem mittlerweile Leben ohne zu sch****n.


    Schwer zu beschreiben warum, aber ich seh den Schmerz weder als etwas positives noch negatives an.


    Und ganz ehrlich, wenn ich meine äußerlichen N*rben (die mittlerweile stark verblasst sind) anschaue, dann empfinde ich GAR NICHTS. Null.


    Keinen hass und keine Abneigung, aber auch kein "Zu-mir-gehören-Gefühl".


    Ich empfinde nichtmal Gleichgültigkeit.


    Ich hab mich auch schon gefragt ob das etwas ist, über was ich mir gedanken machen sollte. Aber ich hab keine Lust, weil ich mein Leben genießen will.


    ich hab zu lange trübsal geblasen.


    LG Zimt

    Zimt

    mach Dir darüber keine Gedanken, genieße Dein Leben - wenn Du es nicht für erforderlich hältst, um einer Wiederholungsgefahr zu begegnen.


    Wenn Du "drüberweg" bist ist es gut, mit den Gegebenheiten - und auch mit den Narben des Lebens - Frieden zu schließen... aber das "zu-mir-gehören" fehlt da noch bei Dir.


    Ich steh zu den Fehlern, die ich gemacht hab - aber ich verharmlose nichts und würde sie nicht wiederholen - ich seh sie als Fehler. Da müßt Ihr noch hingelangen...

    Menschen stolpern nicht über Berge sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius


    ....


    hmmmm.. na konfuzius hat wohl nicht so unrecht... :-/


    .....


    wenn es diese blöden hügel nicht gäbe.. wäre das leben doch so einfach :-)

    che

    ja die maulwürfe sind ja so niedlich ;-) .. kommen bei mir gleich hinter den murmeltieren ;-).. wobei mann sich jetzt natürlich die frage stellen muss was besser ist über den hügel hinfallen oder ins loch reinfallen ;-D

    @che.. hab mal den mountkenia umrundet.. da gibts klippschliefer.. sehen aus wie murmeltiere nur ein bisschen grösser.. (nächster verwandter ist der elefant ;-) .. ) .. die graben aber dann schon grosse löcher ;-D .. selbst für meine schuhgrösse ;-D