Entschuldigt bitte,

    aber ich muss mal kurz meinen Senf dazu geben.


    Suse, das ist jetzt nichts gegen Dich, aber mir wurde in letzter Zeit hier öfter geschrieben, dass ich mir endlich helfen lassen soll. Nochmal: Vor nem dreiviertel Jahr oder so habe ich das erste mal hier geschrieben. Davor ging es mir ähnlich wie Malika. Ich sah die SV und das mit dem Essen (mal fressen, hungern oder eben Finger in den Hals stecken) als normal an. Ich kannte es ja nicht anders. Klar, das es ist nicht normal ist sich zu verletzen ist schon klar, aber jetzt das mit dem essen. Es war eben normal. Ich kannte und kenne es nicht anders. Durch Zufall entdeckte ich das Forum und den Faden hier. Das sah ich, dass es auch andere Menschen gibt denen es ähnlich geht. Nachdem ich am Anfang nur mitgelesen habe, habe ich mich irgendwann überwunden hier mitzuschreiben. Seitdem hat sich bei mir einiges geändert. Wie ich schon tausend mal schrieb studiere ich an einer Berufsakademie. Das heißt Ausbildung (hier) und Studium (170 Km entfernt) wechseln alle 3 Monate. Da ist das mit Therapie nicht so leicht... Als ich das erste mal (November bis Februar) beim Studium war, wollte ich mir helfen lassen. Ich habe lange im Netz gesucht und ne Kinder - und Jugendpsychologische Beratungsstelle gefunden. In der Stadt. Als ich mich endlich getraut habe rein zu gehen, war zu. Sie haben nämlich nur Vormittags auf. Dann kamen die Prüfungen und es ging immer weiter bergab. Wieder zurück in Leipzig ging ich zum Arzt. Wegen der SV. Ich sagte zum ersten mal in meinem Leben das ich ein Problem habe. Das ich mich verletze. Sollte ich noch hinzufügen, dass ich wahnsinnige Angst vor Ärzten hatte und habe? Aber ich bin hin und habe gesagt das ich an SV leide. Dann kam ich zu dem Assistenzarzt in der Praxis. Ihm vertraute ich vom ersten Moment an wie noch nie einem Menschen (realen jetzt). Ich ging gerne hin und sagte nicht mehr "Ich muss zum Arzt" sondern "Ich darf zum Arzt". Dann hatte ich nen Termin bei nem Therapeuten bekommen. Eigentlich wollte ich zu ner Frau, aber ich kam zu nem Mann. Egal. Wollte es probieren. Da sagt der Mann mir, dass kein Therapeut der Welt mir helfen kann, wenn ich mich nicht öffne und das ich mit meinen 19 Jahren in der Lage sein muss, mein Problem in Worte zu fassen. Ja sorry, aber das reden ist nicht leicht. Jedenfalls für mich nicht. Das sagte ich ihm, aber er verstand es nicht. Als ich dann gehen wollte meinte er "Ist besser so" und sagte mir nicht 'Tschüss', gab mir nicht die Hand (ich streckte ihm meine entgegen und sagte 'Tschüß'). Ich war danach so fertig. Ich wollte zu meinem Arzt, aber die Praxis hatte schon zu.


    Ich wartete also noch ab - ich hatte eh wieder Termin ein paar Tage später. Ich ging also hin und hatte so viel zu sagen. Im Wartezimmer war schon was komisch. So viele Menschen. Durch Zufall bekam ich mit, dass er (mein Arzt) nicht mehr wieder kommt. Das tat so weh und ich war so traurig und enttäuscht. Zu ihm hatte ich Vertrauen und nun? Einfach weg...


    Die Ärztin ist auch nett und lieb und so, aber anders. Wie gesagt, ich habe ein Problem mit Ärzten und wechsle diese ständig. Ich kann nicht lange bei einem bleiben. Komme nicht klar...


    Gut, nun musste ich wieder in die andere Stadt.


    Mit dem Arzt, der 50 Km von mir weg ne Praxis hat, habe ich mich jetzt in Verbindung gesetzt.


    So, und nun bitte: Erwartet nicht, dass ich mich um 180° drehe und mich in ne Klinik einweisen lasse, wie es dem ein oder anderen lieber wäre. Ich bin an meine Grenzen gegangen und habe so viel erreicht wie ich nie dachte. Bitte akzeptiert das als Anfang. Bitte!!!


    Jetzt bin ich wieder beim Studium und Therapie kann erst im August los gehen, weil ich erst dann wieder hier bin. Termin werde ich vorher schon machen...


    So ihr zwei, und nun redet weiter. Muss eh runter. Mama ruft... %-|


    Aber das musste jetzt mal raus und Suse, echt nichts gegen Dich...


    Für euch beide: :-x

    ich nehm es nicht persönlich, denn wie gesagt ich verstehe deine ängste. du hast viel mist mitgemacht, aber du weißt eben genau, nur ein arzt kann dir helfen!


    und wie schon richtig gesagt, nur wenn du dich öffnen kannst, bringt eine therapie überhaupt was. sonst ist es pure zeitverschwendung.


    anscheinend bist du nicht (mehr) bereit dazu.


    und ja es gibt phasen da will man hilfe, aber es ist schwer eine zu finden und dann gibt es zeiten, in denen man überhaupt nicht will.


    ich kenns ja selber von mir. manchmal möchte ich mein sv nicht ablegen... ich kanns mir ohne net vorstellen, obwohl es auf dauer kaputt macht.


    ich hab damals jemandem gebraucht der mir druck gemacht hat, der wichtigste mensch in meinem leben, mein damaliger freund.


    die beziehung ist daran zerbrochen, aber ich habe daran gesehen, wie viel man verlieren kann...


    heute bin ich auf mich alleine gestellt, hab zwar ne neue beziehung, aber die ist weniger intensiv, da ich zu mache.


    es soll niemand sehen wie ich fühle..


    doch ich weiß, wie gut mir die sitzungen beim therapeuten taten und möchte eben wieder in behandlung und ich dachte eben, dass es dir vllt auch gut tut.


    sorry..

    Doch, es ist noch ziemlich lange! sechs tage! Morgen und Samstag muss ich arbeiten, Sonntag bin ich ganz alleine zuhause, dass bedeutet, dass ich doppelt aufpassen muss, dass nichts passiert... Montag schule und dienstag wieder arbeiten... und dann ist erst mittwoch... schaffe das einfach nicht...

    hi...


    grashalm *:) hallo malika ... tach suse *:) suse dir wollt ick nur sagen find deine gedankensprünge nicht schlecht... und zu dir malika nun et is nüsch leicht sowat vllt. zu sagen aber wat gibbet denn zu verlieren? ausser eine hohe anerkennung von deiner ärztin weil sie et von dir hat und nicht von dritter person kannst du doch nur gewinnen


    mfg lasti :)D

    Man Suse,

    was heißt ich bin nicht mehr bereit dazu? Sorry, aber ich habe ein wahnsinniges Problem damit zu reden. Glaub mir das. Was soll ich denn in Deinen Augen tun? Ich bin jetzt (gut, jetzt Himmelfahrt bin ich zu Hause) bis Ende Juli 170 Km von zu Hause weg. Dort Therapie. Gut, und was wenn ich im August wieder hier bin? Was dann? Ich habe kein Auto und mit dem Zug kostet eine Fahrt 25€ und 3 Stunden Fahrzeit von Bahnhof zu Bahnhof. Da würde ich es nicht schaffen mal kurz wegen Therapie in die andere Stadt zu fahren. Das geht einfach nicht.


    Die Therapie will ich außerdem hier in Leipzig machen, denn ich denke danach brauche ich meine Ruhe und die ist in der anderen Stadt im wohnheim (Doppelzimmer) nicht gegeben.


    Und meine Angst vor Ärzten - weißt Du was es mich für Überwindung gekostet hat? Weißt Du wie schwer es ist mit einer solchen Angst sowas zu sagen?


    Und das ich mich öffnen muss ist mir klar, aber sorry, ich kann nicht in der ersten Stunde (oder besser: in den ersten 5 Minuten) mein ganzes Leben erzählen. Das geht nicht. Ich habe zum ersten mal mit dem Arzt Ansatzweise über meine Probleme geredet. Wirklich nur in einer Eichtung gedeutet. Mehr ging nicht und das war mehr als ich mir jemals zutraute. Und der Therapeut sagt mir am Anfang als ich auf seine Frage warum ich es tu nichts antworten konnte "Sie müssen doch mit Ihren 19 Jahren in der Lage sein Ihr Problem in Worte zu fassen." Das ich da dicht mache, wird klar sein.


    Ich hab das Gefühl Du verstehst mich überhaupt nicht. Sorry... :-/


    Trotzdem :-x (will mich nicht streiten - nur so mein Eindruck)

    @ clair:

    hey du, ich verstehe dein problem schon, es ist im moment eben örtlich nicht möglich, was wirklich sch**** ist!


    ist bei mir ja net anders, auf der insel gibt es keine freien plätze. nu hab ich aber dad glück, in ein paar wochen hier wegzukommen. wie lange geht diese ausbildung denn noch, und wie stellst du dir deine zukunft vor?

    @ mailka:

    dann sind es eben frische wunden. wenn es dir so unangenehm ist, denke ich, würdest du dir vor der thera keine neuen zufügen...


    ist das ein verbrechen? du bist nunmal an sv erkrankt, da ist das doch normal!

    @ lasti:

    danke *:)

    Meine zukunft

    keine ahnung. Mag nicht in die Zukunft blicken. Hab Angst davor. Das Studium ;-) geht noch 2,5 Jahre...


    Nein nur viele sagen immer 'Wenn Du willst, dann lässt Du Dir helfen' aber bis auf Klinik kam noch kein Vorschlag wie ich es anstellen könnte. Und Klinik kommt nicht in Frage und wenn ich von dwer Brücke springe, aber keine Klinik. Auch wenn es vielleicht wirklich das Beste wäre...

    sorry

    jetzt hab ick wat vergessen ... ich meinte ja auch nicht dat du da hingehen sollst und dich nackisch machen sollst... nix zeigen von mir aus aber halt selber wat sagen von dir aus ... dat wars aber nu ;-D

    Suse, vielleicht liegt es einfach daran, dass ich mich im Grunde wegen meiner Narben hasse, denn die Erinnern mich immer daran, was "er" mit mir gemacht hat... Und ich habe immer Angst, dass andere sich dadurch vor mir ekeln, also wenn sie meine Narben sehen... Oder, dass sie mich deswegen auch hassen...

    ok. ist echt nachvollziehbar. aber es gibt viele die wollen und nicht können, und eben welche die nicht wollen aber könnten.


    du gehörst wohl eindeutig zur ersten kategorie, was ich ja net wissen konnte.


    hm, was machen wir nun mit dir?


    diese beratungsstelle ab und an mal aufsuchen oder irgend ne andere?

    Suse

    das ist ne Kleinstadt. Die Beratungsstelle hat ganze zweimal die Woche 10 - 12 Uhr geöffnet. Da hab ich Studium... Und die anderen Beratungsstellen (gehen alle von ein und der selben Organisation aus) haben nicht direkt was mit meinem Problem zu tun. Das ist dann sowas wie wenn man zu Hause rausgeflogen ist oder so. Und die anderen Stellen (keine Ahnung wegen Öffnungszeiten) würden mich wieder an die verweisen. Aber wir haben beim Studium Anwesenheitspflicht und na ja...


    Es gibt keine andere Möglichkeit und im ersten Semester habe ich es auch überlebt, wenn auch nicht mehr... :°(