Sevgi,

    wenn ich das so lese, dann frag ich mich, wie die Menschen in den ärmeren Ländern empfinden, die jährlich von Überschwemmung und Wirbelstürmen heimgesucht werden, denen von 15 Kindern 12 gestorben sind, und das anscheinend gleichmütig ertragen...


    Was haben diese Menschen für eine Lebenseinstellung entwickelt, das durchzustehen ?

    Also ehrlich gesagt *einmisch*

    frag´ ich mich das auch... aber zu sowas fehlte mir auch die Kraft... irgendwann reicht es auch mal. Wenn man so viele Menschen in seinem Leben verliert, verliert man auch irgendwann den Mut, Menschen "halten" zu können... meine Meinung jedenfalls. Und ich kann auch damit nicht leben, jederzeit wieder jemanden zu verlieren...

    Dagegen ist mein problem klein, bzw ich habe nichtmal eins...der meinung bin ich sowieso langsam...!Sich als psychisch krank anzusehen ist schwieriger, also lieber der leichte weg...ich freß viel in mich hinein, ich fühlemich bei verlusten eher taub...keine gefühle vorhanden...!

    Nee, die melden sich nicht, ich warte quasi täglich darauf das die anrufen und uns wenigstens schon zu einem vorgespräch einladen....ich kann nicht mehr....diese gleichgültigkeit gegenüber verlusten, dieses schwarz-weiß sehen, dieser druck....ich möcht daraus, ne normale therapie will ich nicht, klinik oder gar nichts....ich weiß auch nicht wieso, ne normale therapie auf jeden fall nicht!

    Sevgi,

    meine Überlegung sollte Dein Problem nicht kleinreden, das hast Du hoffentlich auch nicht so aufgefaßt !




    Ich sag mal...solang ich menschen verliere, die älter sind als ich, ist es der natürliche Lauf der Dinge.


    Denn diese Menschen würden mich nicht gern vor sich gehen sehen, würden das ihrerseits als zu früh ansehen.


    Verlier ich jüngere, dann ist das tragisch. War zum Glück noch nicht oft der Fall und nicht in der unmittelbaren Nähe.

    Da kanst du dich glücklch schätzen...leute in deinem alter zu verlieren, die dir wirklich wichtig sind, ist hart, zu hart für mich!


    Naja, egal, das gefühl nicht gewollt zu sein kommt noch dazu....wisst ihr wie das ist zu wissen man ist adoptiert, man wurde misshandelt, wäre fast gestorben dabei...

    Überall der aussenseiter zu seien, aber nur weil man sich selbst nicht öffnen kann, weil man jeglichen neuen kontakt auf distanz hält, aus angst er könnte wieder gehen?

    sevgi

    natürlich wissen einige wie man sich dabei fühlt...natürlich wissen auch einige wie man sich fühlt von den eigenen eltern gequält und misshandelt zu werden...ungebraucht..ungeliebt und an die seite gestellt...du bist nicht die einzige der das passiert..


    das sollte deinen schmerz ein wenig lindern -es gibt sie überall. Wichtig ist aber das du jetzt dein Leben selbst in die Hand nimmst..du bist jetzt der Meister deines Lebens und du hast die Fäden in der Hand. Auch wenn du krank bist..und auch wenn du Depresisonen hast ohne Ende..und Kummer hast ..und Schmerzen...das Leben hat auch schöne Seiten..und die zu finden ...das ist deine Aufgabe. Vielleicht kannst du aber auch anderen jetzt helfen, die genau in dieser Situation sind...und sich nicht durchbeissen können...vielleicht kannst du denen kraft geben??? Such dir deinen Platz im Leben..und nimm dich so an wie du bist..auch wenn du glaubst nicht so zu sein wie die Anderen...so zu sein wie man sein müßte...nach den Aussagen anderer Leute...du bist du!!!!..einzigartig und einmalig...und stark genug dein Leben zu meistern...sonst hättest du es nicht bis hierhin geschafft.


    lg