Lila, ich würde ja in eine Klinik gehen, aber meine eltern. "Du Mutti, ich zerschneide mir seit Jahren die Arme. Hee, Du hast keine Schuld. Dennoch werde ich mich einweisen lassen, ich hab nämlich Selbstmordgedanken."


    Meiner Mutter geht es beschissen - psychisch vorallem. Klar wenn man sein Todesurteil bekommt. Und dann noch das? Hallo, die springt vom nächsten Haus. Erst meine Oma, dann meine Mutter und nun bereite ich noch solche Sorgen? Was soll ich da bitte machen?

    Da wird es einen Weg geben. Deine Schwester wohnt doch im selben Ort. Und sie ist gesund. Du kannst nicht die Verantwortung für das Wohlergehen deiner Mutter auf dich nehmen, dir wird ja selbst die Verantwortung für dein eigenes Leben zu viel!! clair, aufwachen, hier geht es um dich!

    clair

    Wenn Du nicht endlich mal an Dich denkst und Dir helfen lässt, wird sich nichts an Deiner Situation ändern, gar nichts.


    Ich weiß, Du hattest Pech, aber Du hast diese Nummer und rufst eben morgen nochmal dort an. Ich denke, dann wirst Du Hilfe bekommen.


    Weißt Du, als ich so weit war, und mich hab´ einweisen lassen, da war mir meine weinende Mutter, meine entsetzte und weinende Freundin, meine weinende Arbeitskollegen, alle anderen geschockten Leutchen sowas von egal. Mir war mein Job egal, wvon ich nicht mal wusste, ob ich ihn behalten werde. Mir war alles egal, weil ich nicht mehr konnte.


    Aber bis dahin brauchte es lange... lange Zeit, die ich so verbracht habe, wie Du... aber irgendwann kam es dann so... vielleicht kommst Du auch an den Punkt, wo Du soweit bist... wünschenswert wäre, er käme bald...


    Und eins noch: überlege mal, was für Deine Mutter schlmmer wäre: ein Klinikaufenthalt oder ein Selbstmord ihrer Tochter... nur so am Rande...


    Will damit sagen, dass Du endlich an Dich denken sollst!! An wen bitte denkt Deine Mutter, wenn sie Dich das ganze Haus putzen lässt, Telefone reparieren lässt usw.?!? An Dich? Das bezweifle ich...

    Wenn sich jemand (und da gibt es auch Leute, die das professionell machen: Seelsorger, Psychoonkologen) um deine Mutter kümmert, wird sie nicht "vom nächsten Dach springen". Wenn du zu einer Beratungsstelle gehst (Caritas, Diakonie), können die dir auch dabei helfen, das mit deiner Familie zu regeln und zu klären.


    Ich glaube, hier kommen zwei Dinge zusammen:


    1. Bist du noch nicht überzeugt, dass es für dich eine gute Therapiemöglichkeit gibt (schlechte Erfahrungen)


    2. Hast du das Gefühl, dass du am Unglück deiner Familie schuld bist


    Zu 1: Da sehe ich schon die eine oder andere Verbesserung ("ich will, dass das aufhört")


    Zu 2: Du bist nicht verantwortlich; eher ist deine Familie für einige deiner Probleme verantwortlich:-/


    Und nun benutze bitte nicht 2), als Ausrede, wenn 1) nicht mehr richtig zieht%-|

    Die Familie zerstöre ich nicht, aber damit verschlimmere ich die Krankheit meiner Mutter nur noch mehr. Sie haben doch keine Ahnung - von den Depressionen, der ES, SV, Therapieversuchen, AD, Arztbesuche. Sie haben keine Ahnung. Es wäre ein wurf ins kalte Wasser.


    Meine Schwester wohnt am anderen Ende der Stadt. Ohne Auto braucht sie ne 'Stunde (sie hat kein Auto). Ein Bus fährt einmal in der Stunde. Man kann die drei Haltestellen auch laufen, aber nicht wenn man wie sie Schwanger ist - im 6. Monat. Meine Oma ist im Rollstuhl und kann das Haus nicht verlassen. Mein Vater arbeitet nicht in Leipzig. Er schiebt im Moment immer Tag und Nachtschicht. Er kam heute Nachmittag von Arbeit um 3 Stunden zu schlafen und ist um sieben wieder los - zur Nachtschicht.


    Stellt euch mal vor, jetzt ist noch das jüngste Kind sehr krank. Meint ihr nicht da würde für nmeine Mutter ne Welt zusammen brecen? Sie psychisch nicht gerade stabil - nimmt leichte AD.


    Kann ich das verantworten? Nein.


    Dann gibt es noch was, was gegen Klinik spricht: Viele Menschen, Ärzte, geregelter Tagesablauf und Essenszeiten!

    stell dir vor das jüngste Kind bringt sich um...


    stell dir vor das jüngste Kind macht einen Selbstmordversuch, der scheitert...


    stell dir vor das jüngste Kind bricht eines Tages einfach zusammen:Nervenzusammenbruch...


    und das ist dann kein Wurf ins kalte Wasser? %-|


    und logisch sprechen einige Sachen gegen eine Klinik. Wenn alles dafür spräche würde ja jeder sofort dahinrennen.

    vergessen:

    aber es spricht auch vieles dafür!!


    -Schutz


    -Medikamente zur Stabilisierung


    -Mitpatientinnen die dich verstehen


    -Pflegepersonal das sich auskennt


    -Therapieangebot


    -Immer jemand für dich da

    Einen Nervenzusammenbruch hatte ich schon so fast. An Weihnachten. Danach (am nächsten Tag) wurden mir Vorwürfe gemacht - bis heute. Ich hätte ihnen Weihnachten versaut und so.


    Oder letztens: Ich hatte schlechte Laune und war zickig meine Mutter brüllt mich an "Was ist denn mit Dir los? Hast Du etwa ein Problem?" Das Du wurde stark betiont...

    ...ich weiß doch auch nicht mehr weiter...


    Ich wünschte mir, dass meine Eltern es wüssten und mich unterstützen, aber sagen kann ich es ihnen nicht. Auch nicht aufschreiben. Es geht nicht. Ich kann das nicht... :°(

    clair

    Ich denke auch, wie Lila schrieb, dass sie Dich nicht direkt so hart ranngehmen werden. Ich hatte fast zwei Wochen nichts, weil sie so auf meine SV geachtet haben bzw. nur wollten, dass ich zur Ruhe komme und eben mich nicht verl***e usw.. Erst dann ging das ganze Therapieprogramm los. Sehr langsam usw..