Seltsame Angst(störung)

    Seit längerer Zeit leide ich unter extrem starken Ängsten. Ich rede mir oft irgendwelche Horrorgeschichten ein, die sich eigentlich jeglicher Grundlage entziehen, z.B., dass ich mich in irgendeiner bestimmten Situation übergeben muss.


    Das Problem ist, dass diese -eigentlich unbegründeten- Ängste dann auf psychosomatischer Ebene teilweise "wahr werden". Habe ich mir also eingeredet, dass ich mich z.B. in der Situation übergeben werde, wird mir in dieser Situation oft wirklich übel und ich musste mich auch schon mal deshalb übergeben.


    Mein Kopf konstruiert also immer irgendwelche Vorfälle, die mir besonders schaden würden und mein Körper reagiert genau mit den gleichen Symptomen, vor denen ich Angst habe.


    Hat vielleicht jemand eine Idee, was für eine "Krankheit" das sein könnte, bzw. irgendwelche Tipps, wie ich das bekämpfen kann?

  • 18 Antworten

    Hey,


    das klingt nach einer typischen Angststörung bzw. Krankheitsangst die sich dann körperlich äußert.


    Wirf hier mal einen Blick rein: https://psychfit.ches.pro/index.php?id=22


    In jedem Fall solltest du, falls du das noch nicht getan hast, mal mit deinem HA reden und ihm deine Symptomatik schildern.


    Grüße


    Alex

    Ich glaube das hast du etwas falsch verstanden. Ich habe keine Angst vor einer Krankheit, sondern nur vor körperlichen Symptomen, die peinlich werden könnten. Ich habe teils schon Tage vorher Angst das ein bestimmtes Symptom in einer bestimmten Situation auftreten könnte und wenn ich mich in der Situation befinde, kommt es teils tatsächlich zu diesen Symptomen.

    Na dann hör doch einfach auf, Dir solchen Unsinn auszudenken - sonst verlierst Du irgendwann vielleicht die Kontrolle darüber. Dass sich Gedanken als Gefühle und körperliche Empfindungen äussern ist nun wirklich nichts Neues.

    Tim ist sicherlich nicht damit geholfen, sich einfach mal nichts einzubilden, weil das ein Teufelskreis ist: Angst vor der Situation erzeugt Übelkeit, die wiederum neue Angst erzeugt. Mit purem Willen kann da nichts gemacht werden.

    Zitat

    Ich rede mir oft irgendwelche Horrorgeschichten ein, die sich eigentlich jeglicher Grundlage entziehen

    Zitat

    Tim ist sicherlich nicht damit geholfen, sich einfach mal nichts einzubilden

    Das bezweifle ich. Mir scheint, dass er die Angst aus purem Leichtsinn, morbider Neugier etc. heranzüchtet. Das ist einfach nur... dumm und/oder leichtsinnig.

    Zitat

    Mir scheint, dass er die Angst aus purem Leichtsinn, morbider Neugier etc. heranzüchtet. Das ist einfach nur... dumm und/oder leichtsinnig

    Woher nimmst du diese Vermutung?

    Aus dem Zitat des TE, das ich oben angeführt habe. Er realisiert ja selber, dass sich die Horrorgeschichten jeder Grundlagen entziehen, und er sie sich einredet. Das impliziert eine Wahl seinerseits.

    Es ist keine bewusste "Wahl meinerseits". Die Gedanken kommen unwillkürlich und setzen sich immer mehr fest. Es handelt sich sozusagen um Zwangsgedanken.


    Wenn es eine Möglichkeit gibt/gäbe, da raus zu kommen, würde ich sie in Anspruch nehmen.

    Man nennt es die sich selbsterfüllende Prophezeiung.


    Wer denkt, ich finde nie einen Parkplatz, kurvt noch nach 2 Stunden erfolglos rum.


    Wer denkt, oh, in der Straße, wo ich hinwill, will gerade jemand zu Tante Emma fahren und macht ne Parklpatz frei, wird so eine Situation vorfinden....


    Wenn man ernsthaft daran interessiert ist, etwas zu ändern, muß man mit den Gedanken anfangen. sie ändern.


    Übungssache. Wenn man einen unnützen Gedanken bemerkt, energisch innerlich STOPP sagen.


    Kotzende Situationen werden ersetzt mit dem Gedanken, prima, meinem Magen geht es echt gut.


    Man sucht sich aus, was man denken will.

    Zitat

    Man sucht sich aus, was man denken will.

    So einfach ist das nicht. Ganz simplifizierende verhaltenstherapeutische Ansätze würden vielleicht so ansetzen.


    Solange man nicht herausfindet, warum sich diese Gedanken einstellen, bringt so ein ersetzendes Schema nichts. Deshalb würde ich Dir, Tim98, raten, Dich damit bei einem Psychotherapeuten (am besten tiefenpsychologisch orientiert) vorzustellen. Zumindest wenn der Leidensdruck so groß ist, wie es hier klingt.