Sertralin Angst vor der Einnahme

    Hallo,


    Ich habe seit langem plötzlich Schwindelattacken . Nach jahrelangen Anfällen durch Morbus Meniere, hatte ich dann mehr Ruhe. Nur noch gelegentlich taucht er plötzlich auf und ich weiß nicht mehr wo oben und unten ist und habe Angst. In Auto endet es, dass ich noch grad irgendwo halten kann. Medizinisch ist soweit alles untersucht, so dass man glaubt, es können Angstschwindel sein. Mache Psychotherapie, Ergo, Paartherapie und habe nun auch fast 2 Wochen lang so tiefe Spitzen nach unten, dass ich viel weine und Angst habe und mich Sorge, Gedanken kreisen und ich finde keine Ruhe. An den anderen 2 geht es aufwärts. Meine PT sagte ich solle mit HA sprechen und ein leichtes Antidepressiva nehmen. Sie gab mir sertralin...in der Apotheke gab man mit ein günstigstes Präparat und ich nahm es. Am 2 Tag der totalen Benommenheit, blässe, nicht da sein Gefühl, Kreislauf und etwas Angst was jetzt wohl passiert oder zu sterben daran, rief meine Tochter derb Krankenwagen, da ich von unten nach oben was aussteigen spürte wovon ich dachte, wenn es oben ist Bin ich tod. Ich nahm die nicht mehr ging zur Ärztin. Sie sagte ich würde vorschlagen wir versuchen es erneut, Versuch erstmal arbeiten zu gehen um dich abzulenken du kannst jeden Tag kommen. Bisher sitze ich nur davor. Sie sagte sie hat gute Erfahrungen und nehme es selbst seit 3 Jahren und kennt Nebenwirkungen die hören auf. ":/


    Ich hab viel gelesen und nun bin ich über euch gestolpert und berichte total Angst zu haben ...Mir hat mit 18 jemand Ecstasy in mein glas getan und das hier triggert den Horrortrip.heute bin ich 42 und Mutter dreier Kinder

  • 22 Antworten

    Wenn Du Angst davor und eine grundsätzliche Aversion hast gegen solche Mittel und noch eine Unverträglichkeit, wie es aussieht, würde ich raten, es nicht einzunehmen. Jeder reagiert darauf anders. Ich finde, man sollte nichts gegen seine Überzeugung tun, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Gerade bei den Antidepressiva gibts viele Möglichkeiten. Ich selbst würde so etwas generell aber nur bei zwingender Not nehmen.

    Vielen Dank . Ich habe allerdings alles natürlich ausprobiert, so dass wir nun vor der Wahl stehen, es mit einem leichten Antidepressiva versuchen wollten. Ich war auf diese heftige Benommenheit nicht vorbereitet und vielleicht war es Panik. Ich wollte geb Erfahrungen hören, besonders am Anfang und ob es normal ist und ich nicht sterben muss .vielleicht hat jemand ähnliches erfahren

    Ich habe Sertralin ca. 2 Jahre genommen.


    In den ersten beiden Wochen hatte ich unmittelbare Nebenwirkungen. Häufige Müdigkeit und "Löcher in die Luft starren". Ich stand einfach da und starrte und wusste nicht warum... bis ich da raus geschreckt bin.


    Kann aber auch an meiner damaligen Depression gelegen haben. Ich war plötzlich krank geschrieben und alles erschien mir so sinnlos. Ständig weinte ich.


    Längerfristige Nebenwirkungen waren Tremor (für ca 4-5 Monate bis es sich beruhigte) und trockener Mund (trank immer sehr viel).


    Es hat mir aber mehr geholfen als geschadet, denn letztendlich dämpfte es meine Abstürze und ich war somit Therapiefähig.

    Mit "leichtes Antidepressiva" meint sie vermutlich eins, in geringer Dosis. Ich musste auch in meinem Leben schon auf die medikamentöse Hilfe eines Antidepressivas zurückgreifen (in meinem Fall war es Venlafaxin). Die anfänglichen Nebenwirkungen haben sich auch da recht schnell eingependelt und verschwanden. Danach ging es mir endlich wieder so weit gut, dass ich die Tage durchstehen und Therapie machen konnte. Währenddessen war ich wieder fähig, den Alltag zu meistern, ohne größere Verluste einstecken zu müssen.


    Natürlich ist das Absetzen (allerdings je nach Dosis!) nicht immer ganz ohne. Aber man lässt sie ja auch ausschleichen und dann geht es tatsächlich fast ohne Nebenwirkungen. Man sollte dabei nur noch einmal etwas Geduld mitbringen und es notfalls wirklich langsam angehen lassen.


    Aber "zur Vorsicht raten" finde ich im Bezug darauf, dass jemand einen tatsächlichen Leidensdruck besitzt und Probleme hat, seinen Alltag zu meistern, völlig absurd.


    Einzug und allein "zur Vorsicht raten" würde ich, wenn der Hausarzt mal schnell so etwas verschreibt und keine Psychotherapie erfolgt. Aber manchmal geht eine Therapie ohne medizinische Hilfe nunmal nicht.

    Die sagte wortwörtlich, eine leichte Dosis um die Spitzen nach unten nicht mehr so schlimm zu machen, dass ich nur weine, gereizt bin, nur nachdenke, mir Sorgen mache, einen Zementblock auf dem Körper habe, sobald ich die Augen öffne. Ich gehe weithin arbeiten, und muss mich konzentrieren . An schlimmen Tagen geht es gar nicht.Ich springe in Stimmung und Gedanken hin und her . Dass ist phasenweise von Themen der Therapien abhängig .

    Zitat

    Und wenn das immer so ist wie ab den beiden Tagen, kann ich weder arbeiten, noch Kinder managen. Dass hat mich verunsichert.

    Gib dem Antidepressiva mal 1-2 Wochen und wenn es dann noch nicht besser ist, sprich noch einmal mit dem Arzt. @:) Aber es wird sicherlich besser!


    Bei Trimipramin oder (um mal ein Neuroleptikum zu nennen) bei Perazin habe ich übrigens auch die Erfahrung gemacht, dass sie anfangs "umhauen". Aber, wie bei vielen Medikamenten, tritt im Körper ja schnell ein Gewöhnungseffekt ein.


    Wird schon und wenn nicht, gibt es ja noch eine breit gefächerte Auswahl und ein anderes passt vielleicht besser.


    Wünsche dir schnell gute Besserung! @:)

    Wie sind eure Erfahrungen m. Sertralin

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Hallo,


    Mich interessieren eure Erfahrungen mit der Einnahme von Sertralin im Detail. *:)


    Besonders am Beginn und wie es sich eventuell entwickelt hat. Hattet ihr auch Startschwierigkeiten? Sind diese im Verlauf besser geworden?


    Vielen Dank